Ein Mercedes AMGGTR im Spiel "Project Cars 3" auf der Strecke in Shanghai.
© 2020 Slightly Mad Studios Limited / BANDAI NAMCO Entertainment Group
Ein gut ausgebauter Zoo mit einigen Besuchern und Besucherinnen in Planet Zoo
Fußballspieler jubelt
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Project Cars 3 in der featured-Spielekritik: Von der Simulation zum Arcade-Titel

Während die bei­den ersten Teile der Project Cars-Rei­he sich noch stark nach Rac­ing-Sim­u­la­tion anfühlten, scheint der ger­ade erschienene dritte Teil mehr in Rich­tung Arcade zu brausen. Ob „Project Cars 3“ Deinem Blei­fuß trotz­dem Spaß machen wird, liest Du in der fea­tured-Spielekri­tik.

Bevor Du Dich mit den ver­schiede­nen Verän­derun­gen im drit­ten Teil auseinan­der­set­zen musst, wartet das Renn­spiel „Project Cars 3“ erst ein­mal mit eini­gen High­lights auf, die defin­i­tiv Lust auf den neuen Teil der Serie machen. Laut Web­site kannst Du in über 200 ver­schiede­nen Renn- und Straßen­wa­gen über 120 Streck­en auf der ganzen Welt unsich­er machen. Wet­ter­verän­derun­gen, ver­schiedene Jahreszeit­en und detail­re­iche Umge­bun­gen sollen zum Fahr-Feel­ing beitra­gen. Mit Cred­its und Erfahrungspunk­ten, die Du im Laufe der Ren­nen bekommst, kannst Du dann Deine Kar­ren noch mehr auf­motzen, ver­schön­ern und opti­mieren. Das geht sog­ar so weit, dass Du zudem auch Deine Fahrerfig­ur indi­vid­u­al­isieren kannst.

Project Cars 3: Weniger Realismus, mehr Fahrvergnügen?

Das alles ist zwar schön und gut und sieht zugegeben­er­maßen auch toll aus, aber „Project Cars 3“ muss mehr bieten, um sich auf dem stram­men Markt der Renn­spiele behaupten zu kön­nen. Die Entwick­ler der Slight­ly Mad Stu­dios set­zen dabei auf ein Konzept, was wohl nicht alle Spiel­er der Serie glück­lich machen wird. Die neuen Modi dabei, wohin die Reise der Serie geht. Näm­lich in Rich­tung Arcade. Kurzweiliger Spielspaß rückt in den Vorder­grund und der Real­is­mus, für den die Serie eigentlich bekan­nt war, muss mehr und mehr weichen. Im Break­out-Modus beispiel­sweise musst Du Hin­dernisse umfahren, um Punk­te zu erhal­ten. Box­en­stopps, Reifen­ver­schleiß und Spritver­brauch sind bei „Project Cars 3“ kom­plett gestrichen. Eigene Fahrstrate­gien kannst Du auch nicht mehr erstellen. Ins­ge­samt raubt das der Serie die Merk­male, die „Project Cars“ aus­machen.

Der Karrieremodus bleibt Herzstück

Immer­hin ändert sich wenig­stens nicht der Fokus auf den Kar­ri­er­e­modus. In diesem geht es darum, vom Ama­teur zum Profi aufzusteigen. Pro Ren­n­event gilt es, ver­schiedene Auf­gaben zu bewälti­gen. Hast Du sie gemeis­tert, bekommst Du Erfahrungspunk­te und kannst diese in Deinen Boli­den investieren. Das ist auch notwendig, denn ohne Tun­ing kommst Du nicht weit­er. Die vielfachen Anpas­sungs- und Upgrade-Möglichkeit­en hal­ten Dich zwis­chen den Ren­nen zwar bei Laune, sie erin­nern aber zu stark an Titel wie „Need for Speed“.

Fahrgefühl für die breite Masse

Wenn Du bere­its die bei­den Vorgänger vor allem wegen des präzisen und real­is­tis­chen Fahrge­fühls gespielt hast, kön­nte Dich „Project Cars 3“ ent­täuschen. Es macht den Anschein, dass Slight­ly Mad Stu­dios vor allem darauf bedacht war, eine bre­it­ere Masse von Renn­spielfans zu erre­ichen. Das äußert sich vor allem dadurch, dass sich das Fahrge­fühl zwar nach wie vor solide anfühlt, das Spiel aber deut­lich mehr Fahrfehler durchge­hen lässt. Kur­ven sind ein­fach­er zu fahren und auch zu starkes oder gar kein Brem­sen hat kaum Kon­se­quen­zen.

Somit ist „Project Cars 3“ zwar auch etwas für Renn­spiel-Neue­in­steiger, alte Rennhasen aber kön­nten davon mehr als gen­ervt sein. Das Spiel ver­sucht, neue Wege zu gehen, ver­liert dabei allerd­ings lei­der an Charak­ter und eige­nen Wurzeln. „Project Cars 3“ kann zwar dur­chaus Spaß machen, mit ein­er Renn­spiel­sim­u­la­tion hat der neue Teil jedoch nicht mehr viel gemein­sam.

Project Cars 3

Plat­tfor­men: PC, PlaySta­tion 4, Xbox One

Release-Datum: 28. August 2020

Kosten: rund 60 Euro (Stan­dard Edi­tion)

Pub­lish­er: Bandai Nam­co

Entwick­ler­stu­dio: Slight­ly Mad Stu­dios

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