Die teuersten Grafikkarten
© Eigenkreation featured, MSI, PNY
Mehrere Spielende betrachten einen Sonnenuntergang in „Heartopia“.
Ein Gamer sitzt am Schreibtisch und fasst sich an den Kopf

Die teuersten Grafikkarten der Welt – und was sie für das Geld bieten

Grafikkarten haben sich in den ver­gan­genen Jahren tech­nisch wie preis­lich ras­ant weit­er­en­twick­elt. Während mod­erne Gam­ing-GPUs bere­its enorme Leis­tung bieten, existieren darüber hin­aus spezial­isierte Mod­elle für pro­fes­sionelle Anwen­dun­gen und Indus­trieein­sätze, deren Preise jede Vorstel­lung spren­gen. Dieser Artikel zeigt, welche Grafikkarten aktuell zu den teuer­sten der Welt gehören und was sie für ihr Geld tat­säch­lich leisten.

Das Wichtigste in Kürze

  • High-End-Gam­ing-GPUs wie die RTX 5090 richt­en sich an Spie­lende, die in 4K ohne Kom­pro­misse spie­len möchten.
  • Work­sta­tion- und Indus­trie-Grafikkarten sind für pro­fes­sionelle Anwen­dun­gen konzip­iert und kosten teils ein Vielfach­es von Gaming-Modellen.
  • Extrem hohe Preise entste­hen vor allem durch riesige Spe­icher­men­gen, Spezial­hard­ware und Dauerlast-Betrieb.
  • Nicht jede teure GPU ist fürs Gam­ing geeignet viele Mod­elle sind reine Arbeits- oder KI-Beschleuniger.
  • Luxus-Edi­tio­nen zeigen, dass Grafikkarten nicht nur Tech­nik-, son­dern auch Pres­ti­geob­jek­te sein können.

Warum Grafikkarten überhaupt so teuer werden können

Grafikkarten sind längst mehr als reine Gam­ing-Beschle­u­niger. Während früher vor allem die rohe Rechen­leis­tung über den Preis entsch­ied, set­zen mod­erne High-End-GPUs auf eine Kom­bi­na­tion aus Spezial­hard­ware, enormem Spe­ich­er und extrem aufwendi­ger Entwicklung.

Ein großer Preistreiber ist die Kom­plex­ität der Chips selb­st. Aktuelle Grafikprozes­soren beste­hen aus Mil­liar­den Tran­si­s­toren, die in hochmod­er­nen Fer­ti­gung­sprozessen hergestellt wer­den. Je klein­er die Struk­turen, desto teur­er wird die Pro­duk­tion und desto höher ist auch der Auss­chuss. Funk­tion­ierende Chips dieser Klasse sind alles andere als Massenware.

Hinzu kommt der Grafik­spe­ich­er. Während Mit­telk­lasse-Karten mit mod­er­atem VRAM auskom­men, set­zen teure Mod­elle auf große Spe­icher­men­gen mit beson­ders hoher Band­bre­ite. Das ist notwendig, um hohe Auflö­sun­gen, aufwendi­ge Effek­te und große Daten­men­gen ohne Eng­pässe zu ver­ar­beit­en. Dieser Spe­ich­er ist deut­lich kost­spieliger als klas­sis­ch­er GDDR-Spe­ich­er ver­gan­gener Generationen.

Ein weit­er­er Fak­tor sind spezial­isierte Rech­enein­heit­en. Mod­erne Grafikkarten übernehmen Auf­gaben, die früher sep­a­rat­en Sys­te­men vor­be­hal­ten waren – etwa Ray­trac­ing, KI-Berech­nun­gen oder kom­plexe Physik­sim­u­la­tio­nen. Diese Funk­tio­nen erfordern zusät­zliche Hard­ware-Blöcke auf dem Chip, die Entwick­lung und Vali­dierung weit­er verteuern.

Nicht zulet­zt spie­len Küh­lung, Stromver­sorgung und Plati­ne­nauf­bau eine große Rolle. Hochleis­tungs-GPUs ziehen enorme Men­gen an Energie und müssen dauer­haft sta­bil laufen. Kom­plexe Küh­llö­sun­gen, mas­sive Span­nungswan­dler sowie hochw­er­tige Bauteile sind Pflicht und schla­gen sich direkt im Preis nieder.

Kurz gesagt: Teure Grafikkarten sind nicht teuer, weil sie ein paar Prozent mehr Bilder pro Sekunde liefern, son­dern weil sie tech­nisch an der Gren­ze des Mach­baren arbeiten.

Die teuerste Gaming-Grafikkarte für Endkund:innen

Im Gam­ing-Seg­ment gibt es aktuell nur ein reg­ulär erhältlich­es Con­sumer-Flag­gschiff, das die absolute Leis­tungsspitze markiert. Die Karte richtet sich an Nutzende, die gezielt zur teuer­sten ver­füg­baren Gam­ing-Hard­ware greifen. Dabei geht es weniger um ein gutes Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis, son­dern um max­i­male Leis­tung, hohe Zukun­ft­sre­ser­ven und kom­pro­miss­los­es High-End-Gaming.

NVIDIA GeForce RTX 5090

Die RTX 5090 ist 2026 die Leis­tungsspitze im Gam­ing-Bere­ich. Sie richtet sich an Spie­lende, die aktuelle Titel in 4K mit max­i­malen Details und aktivem Ray­trac­ing spie­len möcht­en. Mit 32 Giga­byte Grafik­spe­ich­er und enor­men Leis­tungsre­ser­ven ist sie auch für kom­mende Spiele­gen­er­a­tio­nen ausgelegt.

Der Preis startet bei etwa 3.500 Euro und macht die Karte zur Luxus-Hard­ware. Für Full HD oder WQHD ist sie deut­lich überdi­men­sion­iert, für kom­pro­miss­los­es High-End-Gam­ing jedoch das Maß der Dinge.

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Workstation-Grafikkarte für Profis: Leistung jenseits von Gaming

Während Gam­ing-Grafikkarten auf hohe Bil­drat­en und visuelle Effek­te opti­miert sind, ver­fol­gen Work­sta­tion-GPUs ein anderes Ziel: max­i­male Sta­bil­ität, enorme Spe­icherka­paz­itäten und kon­stante Leis­tung unter Dauer­last. Sie kom­men dort zum Ein­satz, wo pro­fes­sionelle Soft­ware, große Daten­men­gen und präzise Berech­nun­gen wichtiger sind als viele Bilder pro Sekunde. Entsprechend unter­schei­den sich Preis, Ausstat­tung und Ein­satzz­weck deut­lich vom klas­sis­chen Gaming-Segment.

NVIDIA RTX Pro 6000 Blackwell

Die RTX Pro 6000 Black­well gehört zur absoluten Spitzen­klasse im Work­sta­tion-Bere­ich. Mit 96 Giga­byte Grafik­spe­ich­er bietet sie ein Vielfach­es dessen, was selb­st die teuer­sten Gam­ing-Grafikkarten mitbringen.

Der Preis liegt je nach Ausstat­tung bei rund 7.000 bis 8.000 Euro. Diese Leis­tungs­di­men­sion ist nötig, um extrem große 3D-Szenen, kom­plexe Sim­u­la­tio­nen oder KI-Mod­elle zuver­läs­sig zu ver­ar­beit­en. Für Spiele ist diese GPU klar überdi­men­sion­iert. Sie ist ein spezial­isiertes Arbeitswerkzeug für pro­fes­sionelle Anwendungen.

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Die teuersten Grafikkarten der Welt

Abseits von Gam­ing- und Work­sta­tion-Hard­ware existieren Grafikkarten, die preis­lich jede Vorstel­lung spren­gen. In dieser Kat­e­gorie geht es nicht um Spieleleis­tung, son­dern um extreme Rechen­pow­er, riesige Spe­icher­men­gen und pure Exk­lu­siv­ität. Und um Preise, die weit über das hin­aus­ge­hen, was Endkund:innen nor­maler­weise erwarten.

NVIDIA H200 (Hopper)

Die NVIDIA H200 spielt in ein­er völ­lig anderen Liga als Gam­ing- oder Work­sta­tion-Grafikkarten. Sie wurde für Rechen­zen­tren, KI-Train­ing und wis­senschaftliche Sim­u­la­tio­nen entwick­elt und kommt mit bis zu 141 Giga­byte Spe­ich­er. Einzelne Karten kosten je nach Aus­führung deut­lich über 30.000 Euro.

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Einge­set­zt wird die H200 nicht in PCs, son­dern in Serv­er und Super­com­put­er, wo sie riesige KI-Mod­elle und kom­plexe Berech­nun­gen par­al­lel ver­ar­beit­et. Sie ste­ht exem­plar­isch für die teuer­ste und leis­tungs­fähig­ste Form von Grafikbeschle­u­nigern überhaupt.

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ASUS ROG Astral RTX 5090 Real Gold Edition

Diese Grafikkarte ist weniger Rechen­werkzeug als ein Pres­ti­geob­jekt. Die ASUS ROG Astral RTX 5090 Real Gold Edi­tion basiert tech­nisch auf ein­er nor­malen RTX 5090, ist jedoch mit mehreren Kilo­gramm echtem Gold vere­delt. Der geschätzte Wert liegt im hohen sechsstel­li­gen Bere­ich. Einen prak­tis­chen Nutzen gegenüber reg­ulären Mod­ellen gibt es nicht: Leis­tung und Ein­satzz­weck bleiben identisch.

Genau deshalb ste­ht diese GPU sinnbildlich für das andere Extrem: max­i­male Exk­lu­siv­ität, rein­er Luxus und ver­mut­lich eine der teuer­sten Grafikkarten, die jemals existiert haben.

Die gängigsten Auflösungen erklärt

Full HD, WQHD oder 4K beschreiben die Auflö­sung eines Bildes, also wie viele Pix­el gle­ichzeit­ig dargestellt wer­den. Je höher die Auflö­sung, desto mehr Rechenar­beit muss die Grafikkarte leis­ten. Ger­ade bei hohen Detail­stufen und zusät­zlichen Effek­ten steigt der Leis­tungs­be­darf deutlich.

  • Full HD: 1.920 × 1.080 Pix­el (1080p)
  • WQHD: 2.560 × 1.440 Pix­el (1440p)
  • 4K: 3.840 × 2.160 Pix­el (2160p)

Während viele Grafikkarten Full HD und WQHD prob­lem­los bewälti­gen, zeigen High-End-Mod­elle ihre Stärken vor allem bei 4K-Auflö­sung. Hier entschei­det die ver­füg­bare Rechen­leis­tung darüber, ob Spiele flüs­sig laufen und grafis­che Details ohne Abstriche dargestellt wer­den können.

Merkst Du angesichts dieser Preise, dass High-End-Hard­ware für nicht sin­nvoll ist, find­est Du mit Cloud-Gam­ing eine span­nende Alter­na­tive. Statt selb­st teure Grafikkarten zu kaufen, streamst Du die Rechen­leis­tung ein­fach aus dem Rechen­zen­trum. Welche Dien­ste es gibt, worin sie sich unter­schei­den und welch­er Anbi­eter am besten zu Deinen Ansprüchen passt, zeigt unser großer Vergleich.

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