Gleitsicht war gestern: Diese smarte Brille kann Autofokus

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Gleitsicht war gestern: Diese smarte Brille kann Autofokus

An der amerikanis­chen Uni­ver­si­ty of Utah haben Forsch­er eine smarte Brille mit Aut­o­fokus vorgestellt, die in Zukun­ft eine High­tech-Alter­na­tive zu Gleit­sicht­brillen darstellen soll. Wie das funk­tion­iert? Mit Glyc­erin, Sen­soren und einem mech­a­nis­chem Bril­lengestell.

Alles um dich herum wird smarter: Dein Tele­fon, Dein Fernse­her, Deine Arm­ban­duhr und bald vielle­icht auch Deine Brille – zumin­d­est wenn Du älter wirst und auf eine Gleit­sicht­brille angewiesen bist. Eine Gleit­sicht­brille benöti­gen vor allem Men­schen im fort­geschrit­te­nen Alter, bei denen sich zu der vorhan­de­nen Kurzsichtigkeit eine zusät­zliche Alter­sweit­sichtigkeit ein­stellt. Unschar­fes Sehen sowohl nah als auch fern ist die Folge. Wie die neuen­twick­elte smarte Brille die klas­sis­che Gleit­sicht­brille erset­zen will, dass schauen wir uns jet­zt mal ganz genau und in voller Schärfe an.

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Während die Gläs­er von Gleit­sicht­brillen von oben nach unten in mehrere Zonen zur Fern- und Nah­sicht eingeteilt sind, stellt die smarte Brille der Zukun­ft ein­fach genau den Bere­ich automa­tisch scharf, den der Betra­chter ger­ade ansieht. Ganz egal ob im oberen oder unteren Sicht­bere­ich der Bril­lengläs­er. Ähn­lich wie beim Aut­o­fokus Dein­er Smart­phone-Kam­era, der entwed­er den Nah- oder Fern­bere­ich scharf ein­stellt.

Und so funktioniert’s

Zunächst liegt das Geheim­nis der smarten Brille in den „Gläsern“. Diese beste­hen aus der dick­flüs­si­gen und trans­par­enten Sub­stanz Glyc­erin, die von zwei Mem­bra­nen umschlossen wird. Bei leichtem Druck oder Zug ver­for­men sich die Mem­bra­nen min­i­mal und stellen somit die benötigte Sehstärke her.

Nach dem gle­ichen Prinzip funk­tion­iert auch das men­schliche Auge: Solange Du jung bist, sind die Lin­sen Dein­er Augen noch flex­i­bel und kön­nen schnell zwis­chen Nähe und Ferne scharf­stellen. Wirst Du älter, wer­den die Lin­sen zunehmend star­rer, wom­it das ursprüngliche Scharf­stellen nicht mehr oder nur noch schlecht funk­tion­iert. Deshalb fällt älteren Men­schen beispiel­sweise das Lesen auch so schw­er.

Foto: © 2017 THE UNIVERSITY OF UTAH

Infrarotsensor macht die Brille schlau

Wie wis­sen aber die Gläs­er, wie sie sich ein­stellen sollen? Darum küm­mert sich das smarte Bril­lengestell: Ein Infrarot­sen­sor im Bril­len­steg misst zunächst die Ent­fer­nung zwis­chen Bril­lengläs­er und dem anzuse­hen­den Objekt. Diese Infor­ma­tion gibt der Sen­sor an den mech­a­nis­chen Teil der Brille weit­er, der die Mem­bra­nen der Gläs­er inner­halb 14 Mil­lisekun­den entsprechend scharf­stellt. So wirst Du also auch im hohen Alter noch eine glasklare Sicht behal­ten und Dich an den schö­nen Din­gen in Dein­er Umge­bung erfreuen kön­nen.

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Wer schön sehen will, muss leiden

Noch sieht der Pro­to­typ der schlauen Zukun­fts­brille allerd­ings alles andere als smart aus und erin­nert mit dem dick­en Gestell und den lupen­för­mi­gen Gläsern eher an das Urgestein aller Brillen. Das wis­sen auch die  Entwick­ler und arbeit­en daher bere­its an ein­er zweit­en Gen­er­a­tion mit deut­lich schmalerem Gestell und mod­ern­er Optik. Diese soll zudem über eine Eytrack­ing-Funk­tion ver­fü­gen und mit ein­er Tiefenkam­era aus­ges­tat­tet sein, um den Aut­o­fokus weit­er zu verbessern.

Laut den Entwick­lern in Salt Lake City, Utah kön­nte die smarte Brille bere­its in zwei bis drei Jahren mark­treif sein und zwis­chen $500 und $1.000 Dol­lar kosten.

Was glaub­st Du, welche All­t­ags­ge­gen­stände wir in Zukun­ft noch in ein­er neuen smarten Gestalt sehen wer­den?

Titelbild: © 2017 THE UNIVERSITY OF UTAH

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