Eine Frau wirft eine Flasche in den smarten Mülleimer Trashbot
Das Cockpit eines Teslas

Schwungvolle Text-Eingabe: Schaukelnde Smartphone-Tastatur SWiM

Wer sich bei Mes­sag­ing-Dien­sten gerne um die Buch­staben-Tip­perei herum­drückt, weicht vorzugsweise auf Sprach­nachricht­en oder Emo­jis aus. Eine gestenges­teuerte Eingabe-Tech­nik kön­nte der Smart­phone-Tas­tatur nun aber eine neue Zukun­ft geben. Mit SWiM schüt­telst Du die Worte qua­si aus dem Handge­lenk und sollst die Tex­teingabe auch ein­händig  meis­tern.

Einst schrumpfte mit den Mobil­tele­fo­nen auch die Handy-Tas­tatur, so dass manch ein­er seinem Frust über die Fehl-Drück­erei kaum Aus­druck ver­lei­hen kon­nte. Zum Glück geht der Trend mit der Ära der Smart­phones nun wieder zu größeren Geräten, die fast nur noch aus Dis­play beste­hen. Manch­mal erweist sich auf den großen Touch­screens die ein­händi­ge Bedi­enung der dig­i­tal­en Tas­tatur eben­falls als knif­flig. Dieses Dilem­ma möchte ein schot­tis­ches Forschung­steam der Uni­ver­si­ty of St. Andrews mit ein­er gesten­basierten Eingabe-Meth­ode lösen.

 

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SWiM: Texten mit Gamification-Gimmick

Die schwungvolle Schreibtech­nik namens SWiM (Shape Writ­ing in Motion) reagiert auf Kip­pen und Neigen Deines Smart­phones. Ähn­lich wie bei der Schreib-App Swype ziehst Du Muster über die Smart­phone-Tas­tatur – allerd­ings nicht mit den Fin­gern, son­dern indem Du Dein Mobil­gerät hin und her schun­kelst. Mit Hil­fe der inte­gri­erten Gyroskop- und Beschle­u­ni­gungssen­soren inter­pretiert SWiM aus der Bewe­gung eine Buch­stabenkom­bi­na­tion. Das Ganze hat ein biss­chen was von dem Labyrinth-Spiel aus Kind­heit­sta­gen, bei dem Du eine kleine Kugel durch Kip­pen ans Ziel bal­ancieren musstest. Bei SWiM rollt dafür ein dig­i­taler Punkt je nach Nei­gung des Geräts von Taste zu Taste. Um ein Wort zu bestäti­gen oder Leerze­ichen einzufü­gen, tippst Du auf einen Bubbel-ähn­lichen But­ton. Hast Du Dich „verwack­elt“, schaukelst Du die virtuelle Kugel ein­fach nach links und rechts, um Worte wieder zu löschen.

Locker aus dem Handgelenk: Geschicklichkeits-Training fürs Messaging

Was kom­pliziert klingt, sieht im Video der Forsch­er erst­mal erstaunlich flott und ein­fach aus. Tat­säch­lich braucht es für die Bedi­enung von SWiM aber doch einiges an Geschick und Train­ing. Nach 90 Minuten Übungszeit sollst Du etwa 32 Wörter pro Minute schreiben kön­nen – das wäre alles anderes als zügig. Laut ein­er durchge­führten Studie der Entwick­ler poten­ziert sich der Lern­ef­fekt aber mit der Zeit. Hast Du den richti­gen Schwung ein­mal raus, sei die Tech­nik im Ver­gle­ich zu bish­eri­gen ein­händi­gen Eingabe-Meth­o­d­en leicht zu erler­nen und schnell. So kön­nte der Begriff „Fließ­text“ mit SWiM eine ganz neue Bedeu­tung bekom­men.

Von der digitalen Tastatur in die virtuelle Welt

Lohnen kön­nte sich die schun­kel­nde Schreibtech­nik aber nicht nur für die Smart­phone-Tas­tatur, son­dern auch im Vir­tu­al Real­i­ty-Ein­satz. Wer schon mal mit einem VR-Head­set und Con­troller ver­sucht hat, Buch­staben auf ein­er virtuellen Tas­tatur zu tre­f­fen, ken­nt die Prob­lematik. In diesem Fall kön­nte die Eingabe durch das Kip­pen des Con­trollers um einiges leichter fall­en. Erst­mal wollen die Forsch­er aber eine App-Ver­sion für Smart­phones entwick­eln. Wenn die irgend­wann im Umlauf ist, brauchst Du Dich also nicht wun­dern, wenn Deine Mit­men­schen öfter mal ihr Smart­phone swin­gen.

Ganz neu ist die gesten­basierte Eingabe-Idee übri­gens nicht: das Tilt-Fea­ture bei SwiftKey blieb allerd­ings nur ein April-Scherz. Zudem basiert SWiM erst­mals auf einem wis­senschaftlichen Ansatz und kön­nte sich so tat­säch­lich im Praxi­sein­satz bewähren – wenn vorher nicht wieder jemand „April, April“ ruft.

Bist Du die ewige Tip­perei auf der Smart­phone-Tas­tatur auch manch­mal leid? Wäre SWiM für Dich eine Alter­na­tive? Texte uns doch gerne in den Kom­men­tarzeilen zu!

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