Kochen kannst Du von der Couch aus, die Waschmaschine surft bei Amazon und die Tischplatte macht das Essen warm. Verdrehte Welt? Nein, das Internet der Dinge ist im Haushalt angekommen. In Küche und Bad finden sich immer mehr vernetzte High-Tech-Devices, die mitdenken und Dir jede Menge Arbeit abnehmen. In diesem smarten Zuhause wuppst Du den Haushalt mit links.
Hingegen verbringst Du am Supervision-Herd von Miele etwas mehr Zeit. Dafür sparst Du Dir den Weg ins Bad oder in den Keller, denn an der feurigen Steuerzentrale kannst Du auch andere vernetzte Haushaltsgeräte bedienen. Über das Touchscreen-Display lässt sich zum Beispiel der Geschirrspüler starten und Du siehst, wann die Waschmaschine fertig ist. Hinweise zum Programm oder Fehlermeldungen liefert der Herd natürlich auch.
Eins für alles: Mit dem Smartphone zum Chefkoch und Barista
Mieles SuperVision-System fällt etwas aus der Reihe, denn im Smart Home sind das Smartphone oder Tablet das Mittel der Wahl, wenn es um die Bedienbarkeit der smarten Devices geht. Viele Elektronikhersteller wie Bosch bieten eigene Apps an, mit denen sich all ihre Geräte zentral steuern und kontrollieren lassen. So kannst Du vom Büro aus den Backofen vorwärmen oder kurz vor Ankunft schon mal den GranBaristo Avanti anschalten. Bei diesem Kaffeevollautomat legst Du mit der passenden App das komplette Barista-Programm hin. Neben 16 wählbaren Kaffeegetränken lassen sich verschiedene Feineinstellung vornehmen: von der Menge des Kaffeepulvers über die exakte Trinktemperatur bis zur Stärke des Milchschaumes. Alles geht bequem von der Couch, bis Dich der Kaffeeduft in die Küche lockt.
Let´s talk about cheese: Der Kühlschrank wird zum Organizer
Noch bestellen Kühlschränke zwar nicht selbstständig Lebensmittel nach, dafür kannst Du mit einigen Modellen von Samsung Einkaufslisten führen und Dir Rezepte anzeigen lassen. Dank Wi-Fi können beim Smart Fridge T9000 verschiedene Apps wie Google Calendar oder Evernote installiert werden. Falls Dir beim Blick in den Kühlschrank auffällt, dass etwas fehlt, kannst Du es also über das integrierte Tablet auf Deinem digitalen Einkaufszettel vermerken. Nach einem Bestands-Update weiß der Smart Fridge auch, welche Lebensmittel Du besser aussortieren solltest.
Mit Deinem Kühlschrank, der Waschmaschine oder dem Herd kommunizieren, kannst Du im LG HomeChat. Über die Messenger App LINE sagst Du Deinem Backofen zum Beispiel, dass er in den Energiesparmodus wechseln soll. Wenn die intelligenten Geräte etwas brauchen, machen sie sich per Chat-Nachricht bemerkbar oder kontaktieren bei Problemen selbstständig das Call Center.
Nie wieder „Desperate Housewives“: Haushaltsgeräte mit sechstem Sinn
Mitdenkende und autarke Haushaltsgeräte sind beim US-Konzern Whirlpool ebenfalls ein ganz großes Thema. Selbst für das smarte Zuhause ein Luxusgut ist wohl die intelligente Tischplatte Fireplace. Sie erkennt, welche Speisen Du auf ihr abstellst, und schaltet automatisch in den richtigen Aufwärmmodus.
Hypervernetzte Zukunft voller Möglichkeiten
Die Haushalts- aber auch Unterhaltungstechnik wird nicht nur selbstständiger, sondern auch zunehmend mit anderen Diensten verbunden. So ist denkbar, dass die Auswahl der Vorschläge bei Videostreaming-Diensten bald davon abhängt, ob Du allein zu Hause bist oder wie Du Dich gerade fühlst. Dafür könnten Kameras, Bewegungsmelder und Fußbodensensoren Informationen liefern. Die technischen Möglichkeiten sind bereits vorhanden, finden bislang aber in anderen Bereichen Anwendung. Dennoch sind Hausautomatik und sensorische Gebäudeassistenten bereits Bestandteil des intelligenten Zuhauses. Wie diese Technologien beim Energiesparen helfen und im Alltag Sicherheit bringen, erfährst Du im zweiten Teil der Smart Home Trends 2016.