Detektiv Benoit Blanc ist zurück und stürzt sich in „Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery” in einen neuen Fall. Diesmal geht es um den räteselhaften Mord an einem Geistlichen. Doch wer hat zum Schluss wirklich den größenwahnsinnigen Monsignore Jefferson Wicks auf dem Gewissen? Erfahre in unserer Erklärung alles zum Ende von „Knives Out 3”.
Rian Johnson („Star Wars: Der letzte Jedi”) geht mit seiner „Knives Out”-Reihe in die nächste Runde. In „Wake Up Dead Man: A Knives Out Mistery” gilt es den unmöglich scheinenden Mord an dem so charismatische wie manipulative Monsignore Wicks zu klären. Daniel Craig ist wieder als der geniale Detektiv Benoit Blanc mit von der Partie, dazu stoßen Stars wie Josh Brolin, Glenn Close, Josh O’Connor, Jeremy Renner und Andrew Scott.
Wer aber ist am Ende der oder die Täter:in? „Wake Up Dead Man” wartet bis zum Finale mit raffinierten Enthüllungen und Wendungen auf, die Dich als Zuschauer:in in die Irre führen könnten. Falls Du nach der Auflösung noch Fragen haben solltest: Hier erklären wir Dir, was hinter dem Rätsel in „Knives Out 3” steckt.
Der Mord an Monsignore Wick
Im Zentrum von „Wake Up Dead Man” steht natürlich der Mord an Jefferson Wick (Josh Brolin). Der kontroverse Geistliche hat sich in seiner Gemeinde nördlich von New York eine kleine, aber treu ergebene Gefolgschaft aufgebaut. Die überfromme Martha Delacroix (Glenn Close), der bodenständige Hausmeister Samson Holt (Thomas Haden Church), der erfolgreiche Autor Lee Ross (Andrew Scott), der örtliche Arzt Nat Sharp (Jeremy Renner), die kranke Cellistin Simone Vivan (Cailee Spaeny) der Möchtegernpolitiker Cy Draven (Daryl McCormack) und die Anwältin Vera Draven (Kerry Washington) hängen an jedem Wort von seinen Lippen.
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Umso größer ist für seine Anhänger:innen der Schock, als Wick während eines Gottesdienstes vor versammelter Gemeinde ermordet wird. Er wird mit einem Messer mit einem Teufelskopf im Rücken aufgefunden, nachdem er sich in eine Seitenkammer neben dem Altar zurückgezogen hat, um sich nach einer weiteren erratischen Predigt zu erholen. Ein scheinbar unmögliches Verbrechen, da die Kammer neben der Eingangstüre keine weiteren Fenster oder Türen aufweist.
Der Verdacht fällt dennoch schnell auf den zweiten Priester in der Gemeinde, Jud Duplenticy (Josh O’Connor). Der junge Geistliche ist zuvor schon häufiger verbal mit Wick aneinandergeraten. Der Grund dafür ist nachvollziehbar: Jud missfiel der sektenartigen Einfluss des Monsignore auf seine Gefolgschaft. Cy Draven nahm eine Auseinandersetzung der beiden auf Video auf, die nach Wicks Tod viral geht.
Auch die Polizei um die Polizeichefin Geraldine Scott (Mila Kunis) erklärt Jud schnell zum Hauptverdächtigen. Immerhin hat er eine Geschichte von Gewalt und hat in der Vergangenheit nicht nur einen anderen Priester geschlagen, sondern als Boxer auch einen Gegner im Ring getötet. Hinzu kommt, dass die mit einem Teufelskopf verzierte Mordwaffe mit Jud in Verbindung gebracht werden kann. Den Teufelskopf hat Jud nämlich zuvor betrunken von einer Lampe in einer örtlichen Bar abgerissen, gestohlen und durch eines der Kirchenfenster geworfen.
Doch völlig sicher ist sich die Polizistin dann doch nicht. Denn wie soll Jud den Mord begangen haben, wenn er zur Mordzeit doch voller aller Augen vor der Gemeinde stand? Also holt sie den berühmten Benoit Blanc ins Boot, der das Rätsel lösen soll.
Wer hat Wick getötet?
Am Ende von „Wake Up Dead Man” stellt sich heraus, dass Jud tatsächlich nicht der Täter ist. In Wahrheit waren es ausgerechnet zwei der Menschen, die Jefferson Wick am Nächsten standen, die den Monsignore ermordet haben: Martha Delacroix und der Arzt Nat Sharp.
Die Hintergründe des Mordes liegen weit in der Vergangenheit. Jeffersons Großvater, Prentice Wick (James Faulkner), hatte im Laufe seines Lebens ein Vermögen angesammelt. Da er aber vom Lebenswandel seiner Tochter Grace (Annie Hamilton), Jefferson Wicks Mutter, alles andere als begeistert war, steckte er sein ganzes Geld in einen einzelnen, großen Edelstein, den er „Evas Apfel” taufte.
Vor seinem Tod schluckte Prentice den Juwel, damit niemand von dem Reichtum in Versuchung geführt wird. Nur Martha, damals noch ein Kind, wusste davon. Seine Tochter Grace tobte und zerstörte die halbe Kirche auf der Suche nach Evas Apfel, ihrem sichergeglaubten Erbe. Doch sie fand ihn nicht und starb noch in derselben Nacht.
Jahre später erfährt Jefferson aber von dem Juwel und seinem Versteck im Körper seines toten Großvaters. Vor kurzem hat er öffentlich zugeben müssen, dass Cy Draven in Wahrheit sein illegitimer Sohn ist. Nun will Jefferson Adams Apfel stehlen, seine kleine Gemeinde hinter sich lassen und zusammen mit seinem frischgebackenen Sohn und dem neuen Reichtum online einen größeren Personenkult um sich aufbauen.
Doch Martha erfährt von Wicks Plan und ist abgestoßen. Für die geradezu fanatisch religiöse Frau ist das Vorhaben ihres verehrten Monsignore ein Verrat an allem, wofür sein Großvater und sie selbst stehen – und Jefferson ihrer Meinung nach stehen sollte. Deshalb setzt sie nun ihrerseits einen Plan in Bewegung, um Wick zu stoppen und gleichzeitig der kleinen Kirchengemeinde neue Anhänger:innen zu beschaffen.
So wurde der Mord an Wick durchgeführt
Bei der finalen Auflösung durch Benoit Blanc enthüllt Martha endlich im Detail, wie der scheinbar unmögliche Mord durchgeführt wurde. Denn Wick war zwar alleine in der Kammer, aber Martha und Nat kannten die Gewohnheiten ihres Monsignors. Deshalb wussten sie, dass er noch immer ein Alkoholproblem hat und gossen ein Gift in den Flachmann, den er in der Kammer versteckt hatte.
Als er dann nach seiner Predigt daraus trank, ging er bewusstlos zu Boden. Tot war er zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Mit einem ferngesteuerten Gerät zerstörte Nat ein Päckchen mit Kunstblut in der Robe von Wick. Den Teufelskopf hatte Martha schon zuvor an dem Kleidungsstück angebracht, als sie Jefferson beim Anziehen half. Als der Priester Jud und die restlichen Gemeindemitglieder dann zu dem gestürzten Wick liefen, sahen sie sofort das Blut und den Teufelsschädel, der wie der Griff eines Dolches aus dem Rücken von Wick ragte.
Nat drängte sich dann unter dem Vorwand vor, den Gefallenen als Arzt zu prüfen. Während alle jedoch abgelenkt waren, rammte er Wick einen echten Dolch mit einem identischen Schädelgriff in den Rücken. Es gab in der Bar, aus der Jud ursprünglich den Teufelskopf herhatte, nämlich zwei Lampen mit derselben Zierde. Benoit fiel schon zuvor auf, dass auch dieser zweite Schädel fehlte.
So schafften es Martha und Nat, vor aller Augen einen Mord zu begehen und gleichzeitig den Verdacht auf Jud zu lenken. Doch ihr Plan hatte noch eine zweite Teil.
Die Auferstehung des Monsignors erklärt
Für die nächste Phase holten sich die beiden Mörder:innen die Unterstützung des treuen Hausmeisters Samson. Dass Martha und Nat den Monsignore getötet hatten, wusste er allem Anschein nicht einmal. Aber Samson hatte bereits seit einiger Zeit eine Affäre mit Martha und vertraute ihr blind. Wohl deshalb erklärte er sich einfach so bereit, ihr bei der Fake-Auferstehung von Wick zu helfen.
Für den Plan verkleideten Martha und Nat den Hausmeister als den toten Jefferson und schmuggelten ihn in einem Sarg in das Grabmal von Wick. Im selben Grab steht auch der Sarg von Jeffersons Großvater Prentice. Bei Nacht konnte Samson also den Juwel, Evas Apfel, aus dem Gerippe von Prentice ziehen. Für Martha aber fast genauso wichtig: nun galt es, ein Wunder zu inszenieren und so auf Dauer mehr Menschen in die Kirche zu locken.
Samson sollte als Jefferson verkleidet aus dem Grab herausschreiten und dabei von den Wildkameras, die er in der Umgebung aufgestellt hatte, aufgenommen werden. So sollte es so aussehen, als sei Wick von den Toten auferstanden. Doch plötzlich tauchte unerwartet Priester Jud auf und brachte den Plan durcheinander.
Jud folgte Samson in ein nahes Gebüsch, wo dieser von Nat erwartet wurde. Bevor der Priester aber Nat richtig sehen konnte, wurde er von Samson K.O. geschlagen. Als Nat aber Evas Apfel in den Händen hält, übermannt ihn die Gier. Er tötet Samson mit einer Sichel und lässt es erneut so aussehen, als sei Jud der Killer.
Doch Martha lässt sich von der Inszenierung nicht täuschen. Als sie im Anschluss Nat besucht, weiß sie schon, dass der Arzt der Juwel für sich alleine will. Sie konfrontiert Nat mit ihrem Verdacht und er gibt seine Tat offen zu. In dem Moment denkt er aber, dass Martha bereits das Gift getrunken hat, das er in ihren Tee gegossen hat. Damit hat sie jedoch gerechnet und ihre beiden Tassen unauffällig ausgetauscht. Und so stirbt Nat an seinem eigenen Gift.
Martha legt Nat in die Wanne, die eigentlich dazu vorgesehen war, den Leichnam von Wick aufzulösen. Sie lässt es so aussehen, als habe der „auferstandene” Jefferson Nat in dem Säurebad ertränkt und sei dabei selbst an der Flüssigkeit gestorben. Schlussendlich kommen ihr skrupelloser Plan und ihre Taten aber doch noch ans Licht.
Das Ende von Wake Up Dead Man
Auch wenn am Ende von „Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery” klar ist, dass Martha die Mörderin ist: ihrer gerechten Strafe entkommt sie dennoch. Vor ihrer Beichte hat sie nämlich selbst Gift geschluckt. Sie bittet noch Jud um Vergebung, den sie beinahe ins Gefängnis gebracht hätte. Außerdem entschuldigt sie sich auf Drängen des Priesters bei Jeffersons Mutter Grace, der sie ihr Wissen um Evas Apfel vorenthalten und für die sie in ihrer Todesnacht nur Spott und Boshaftigkeit übrig hatte. Dann stirbt Martha in den Armen von Jud.
In den finalen Szenen von „Wake Up Dead Man” wird gezeigt, wie es den zentralen Figuren ein Jahr nach Wicks Tod geht. Jud hat die Kirche wiedereröffnet und läutet damit für sich und seine Gemeinde einen Neuanfang ein. Jeffersons illegitimer Sohn Cy versucht zwar noch immer, an den Juwel ranzukommen, und droht mit seinen Anwälten, doch Jud wirkt unbesorgt. Er scheint zufrieden und kann endlich seiner Berufung folgen.
Für seine Kirche hat Jud sogar extra ein neues Altarkreuz geschreinert. In der letzten Einstellung ist zu sehen, dass in den hölzernen Rippen des Jesus etwas funkelt. Es ist Evas Apfel, den Jud von Martha bei ihrem Tod erhalten und nun in dem Kreuz versteckt hat.
Hoffentlich war es das letzte Mal, dass der Juwel Menschen zu schrecklichen Taten verführt hat.
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