Elf Hauptspiele, unzählige Spin-offs, Animes und Mangas: Heute feiert die japanische Rollenspielsaga „Dragon Quest“ ihren 35. Geburtstag. Zu diesem Anlass blicken wir zurück auf die Geschichte der Reihe und haben fünf interessante Fun-Facts für Dich gefunden.
Die Dragon-Quest-Reihe ist Pionierin eines der beliebtesten Videospiel-Genres – der rundenbasierten japanischen Rollenspiele (JRPGs). 35 Jahre ist es nun her, dass das erste Dragon Quest-Spiel in Japan für den Super Famicom, der japanischen Version des Nintendo Entertainment System (NES), erschienen ist. Bis heute gibt es eine riesige Fangemeinde, was unter anderem daran liegen könnte, dass die Serie sich über die Jahrzehnte treu geblieben ist.
Zum 35. Geburtstag hat Square Enix in einem Live-Event ein neues Spin-off angekündigt: „Dragon Quest Treasures“. Den Livestream kannst Du hier nachträglich anschauen:
Dragon Quest: Ein Rollenspiel-Klassiker
1986 gab es zwar schon diverse Rollenspiele wie „The Game of Dungeons“, in denen Spieler:innen sich mit einer Abenteuergruppe durch Fantasy-Welten kämpfen konnten. Allerdings waren diese nur für Heimcomputer erhältlich und verhältnismäßig komplex in der Steuerung. Das änderte sich, als sich Entwickler Yūji Horii und Designer Akira Toriyama, der Erfinder der Serie „Dragon Ball“, zusammentaten, um „Dragon Quest“ zu entwickeln. Das Besondere daran: Das Spiel lässt sich auch mit einem Steuerkreuz und zwei Buttons bedienen. Das von Enix (später Square Enix) veröffentlichte Famicom-Game verkaufte sich etwa 6 Millionen Mal.
Das Dragon-Quest-Spielprinzip wurde zum Vorbild für unzählige Nachfolgerspiele: Der oder die Held:in erhält einen Auftrag, wie die Befreiung einer Prinzessin, erkundet eine mittelalterliche Fantasy-Welt und muss sich einer Vielzahl an Gegner:innen stellen, um am Ende gegen den finalen Boss bestehen zu können.
Verlässliches Prinzip, verwirrende Chronologie
Elf Dragon Quest-Hauptspiele sind in 35 Jahren erschienen. Zwar sind diese ordentlich mit römischen Zahlen durchnummeriert, aber eine einheitliche Geschichte oder eine einzelne Hauptfigur gibt es nicht. Gewisse Aspekte und Personen tauchen zwar immer wieder auf und zumindest die Teile I-III und IV-VI lassen sich grob in zwei Trilogien einordnen. Aber der Versuch, eine chronologisch spielübergreifende Geschichte zu finden, endet selbst bei Fans regelmäßig in Verwirrung. Das Gute dabei ist: Jedes Spiel ist eine in sich abgeschlossene Geschichte und Du musst keine Vorkenntnisse haben, wenn Du etwa mit dem letzten Teil, „Dragon Quest XI“ (2017), startest.
Neben den Hauptspielen gibt es noch eine Menge Spin-offs, wie die „Dragon Quest Monsters“- und die „Dragon Quest Heroes“-Reihen. Viele Ableger, wie die „Mystery Dungeon“-Spiele, haben es nie in den Westen geschafft. Romane, Mangas und Animes gibt es reihenweise.
Die neueste Verfilmung „Deine Geschichte in Dragon Quest“ von 2019 kannst Du mit einem bestehenden Netflix-Account über die GigaTV-Plattform streamen.
Fünf Fun-Facts zu Dragon Quest
Fakt #1: Der Schleim ist das Dragon-Quest-Maskottchen
Auch wenn es keine:n einzelnen:de Helden:in gibt, der oder die Dich durch die ganze Reihe begleitet, gibt es doch eine Figur, die es tatsächlich in jeden einzelnen Teil und jedes Spin-off geschafft hat: Der blaue Schleim! Dieser tropfenförmige Geselle gehört zu den ersten Gegnern in jedem Dragon-Quest-Abenteuer und sieht für einen Feind eigentlich recht niedlich aus. Wenn Dir das schleimige Maskottchen bekannt vorkommt, ist das kein Wunder, denn auch der Schleim wurde vom Dragon-Ball-Schöpfer Akira Toriyama erschaffen.
Fakt #2: US-Gamer haben Dragon Quest damals geschenkt bekommen
Bevor man im Internet News und Tipps zu den neuesten Gaming-Erscheinungen nachlesen konnte, musste man sich auf gedruckte Spiele-Magazine verlassen. In den USA war das unter anderem die „Nintendo Power“. Da „Dragon Warrior“, wie das Spiel in den USA hieß, nicht den erwarteten Erfolg bei amerikanischen Gamer:innen erzielte, bekamen Nintendo-Power-Abonnentinn:en das NES-Spiel einfach als Geschenk zugeschickt.
Fakt #3: Das Dragon-Quest-Schwert taucht in Final Fantasy auf
Wusstest Du, dass „Final Fantasy“ (1987) ein Jahr jünger als Dragon Quest ist? Die Spiele sind sich ähnlich und wenn Du Fan von der einen Reihe bist, wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Spaß an der anderen haben. Seit 2003, als das Dragon-Quest-Studio Enix mit dem Final-Fantasy-Studio Squaresoft zu Square Enix verschmolz, sind beide Spiele unter einem Dach. Dass die Final-Fantasy-Macher:innen auch Dragon-Quest-Fans sind, merkt man spätestens in „Final Fantasy XII“. Hier taucht eine Waffe namens „Wyrmhero Blade“ auf, die dem Schwert von Erdrick, dem Helden des ersten Dragon Quest-Teils, sehr ähnlich sieht und sogar die gleichen Soundeffekte erzeugt.
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