Brooklyn – Eine junge Irin auf der Suche nach ihrem Glück

Saoirse Ronan wurde 2008 mit gerade mal 14 Jahren für den Oscar als beste Nebendarstellerin in dem Film „Abbitte“ nominiert. In „Brooklyn“ spielt sie jetzt die Hauptrolle – und ist wieder heiße Oscar-Anwärterin. In der Hoffnung auf ein besseres Leben wagt die junge Irin Eilis den Sprung über den großen Teich. Im New York der frühen 50er-Jahre beginnt für die Einwanderin ein völlig neues Leben.

 

Eine Geschichte über Einwanderung, Heimweh und schwere Entscheidungen

Die junge Eilis Lacey (Saoirse Ronan) wird in ihrer Heimat, einer kleinen Stadt in Irland, einfach nicht glücklich. Ihr undankbarer Job im Laden der unsympathischen Mrs. Kelly (Brid Brennan) bietet ihr keine Perspektive und auch den richtigen Mann scheint es in Enniscorthy nicht zu geben. Ein Glück, dass ihre Schwester Rose (Fiona Glascott) ihr zur Seite steht und Eilis einen Job und eine Unterkunft in New York organisiert.

Nach einer von Seekrankheit geplagten Überfahrt kommt die junge Auswanderin endlich in New York an. Hier zieht sie, wie viele Iren in den 50er-Jahren, nach Brooklyn in ein kleines Zimmer in der Pension der alten Lady Mrs. Kehoe (Julie Walters). Schnell freundet sie sich mit den dort wohnenden jungen Irinnen an. Die täglichen gemeinsamen Essen sind so großartig komisch, dass sie zu echten Highlights im Film werden.

Trotzdem ist Eilis zunächst alles andere als glücklich in ihrer neuen Wahlheimat. In ihrem Job als Verkäuferin in einem großen Kaufhaus, fällt sie vor allem durch Schüchternheit auf und die Diagnose „Heimweh“ steht schnell fest.

Schon nach kurzer Zeit wendet sich das Blatt. Eilis lernt auf einer Tanz-Party den Italiener Tony (Emory Cohen) kennen, der schließlich ihr Freund wird. Nach und nach geht es für sie  bergauf: Eilis studiert Buchhaltung, kleidet sich wie eine echte New Yorkerin und schmiedet Hochzeitspläne. Doch eine schreckliche Nachricht aus Irland zwingt sie, auf unbestimmte Zeit wieder nach Hause zurückzukehren.

Zurück in Irland findet Eilis plötzlich das, was sie zuvor dort vermisst hat: Sie bekommt einen guten Job und lernt Jim (Domhnall Gleeson) kennen. Aus der Freundschaft entwickelt sich schnell mehr und Eilis muss sich schließlich entscheiden: Tony oder Jim? Irland oder New York?

„Brooklyn“ ein Oscar-Kandidat? Ja, dank Saoirse Ronan

Saoirse Ronan ist in New York geboren und in Irland aufgewachsen. Sie scheint wie geschaffen für ihre Rolle. Tatsächlich überzeugt mich die 21-jährige Schauspielerin in jeder Situation. Ob seekrank auf einem Schiff, deprimiert hinter einer Ladentheke oder verliebt beim Spaziergang durch Brooklyn – die Hauptdarstellerin spielt jede Szene ihrer vielseitigen Figur absolut glaubhaft. Schöner, irischer Akzent inklusive.

Für einen Kinobesuch spricht allerdings noch mehr: Ob nun die Küste Irlands oder das Brooklyn der 50er-Jahre – der Film ist einfach toll inszeniert und überzeugt durch schöne Kulissen. Dazu kommt eine vielschichtige Handlung, die das Thema Einwanderung nicht trocken abarbeitet, sondern gefühlvoll erzählt. Dabei gibt es immer wieder etwas zu lachen, nicht zuletzt wegen der humorvollen Dialoge in der Pension von Mrs. Kehoe.

Seit dieser Woche steht auch fest, dass der Film für drei Oscars nominiert ist: bester Film, beste Hauptdarstellerin und bestes Filmdrehbuch. Viele Filmkritiker sprechen jetzt schon von einem Oscar für Saoirse Ronan. Nachdem ich den Film nun gesehen habe, schließe ich mich gerne an.

Filmstart in Deutschland

„Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ kannst Du ab dem 21. Januar 2016 im Kino Deines Vertrauens sehen und ab Juni 2016 auf VodafoneTV/Select Video Plattform.

Freu Dich aufs Wochenende

Du verbringst Dein Wochenende gerne mal bei einem spannenden Streifen auf dem Sofa? Dann freu Dich auf die kommenden zwei: Vom 22.01. bis 25.01. und vom 29.01. bis 01.02. werden jeweils fünf aktuelle Blockbuster auf Vodafone Select für Dich stark reduziert.

Titelbild: © 2015 Twentieth Century Fox