In „Anno 117: Pax Romana“ spielt die effiziente Anordnung von Gebäuden in sogenannten Layouts eine zentrale Rolle. Der verfügbare Platz ist auf vielen Inseln stark begrenzt. Ohne durchdachte Gebäudeplatzierung stößt Du schnell an logistische Grenzen.
Wer seine Produktionsketten in dem Spiel wahllos nebeneinander platziert, verliert wertvolle Fläche und riskiert ineffiziente Transportwege. Deshalb lohnt es sich, schon früh feste Layout-Strukturen zu planen. Wir zeigen Dir einige Beispiele für gut durchdachte Layouts in „Anno 117: Pax Romana“.
Das Wichtigste in Kürze
- Effiziente Layouts sind in „Anno 117“ entscheidend, da der Platz auf den Inseln stark begrenzt ist.
- Einige Produktionsgebäude besitzen Einflusszonen, die Einkommen oder Zufriedenheit verändern – platziere sie bewusst außerhalb fester Layouts.
- Jedes Layout braucht einen zentralen Hauptweg, damit Services wie Feuerwehr oder die Stadtwache schnell reagieren können.
- Beachte beim Aufbau, dass Du durch Forschung im Spielverlauf größere Felder und Produktionsmodule freischaltest.
Wann sich Layouts lohnen – und wann nicht
Ein gutes Layout sorgt für kurze Wege zwischen Produktionsstätten, Feldern und Lagerhäusern. Gleichzeitig hilft es, den Überblick zu behalten und Flächen optimal zu nutzen. Doch nicht jedes Produktionsgebäude sollte Teil eines festen Layouts sein. Einige Betriebe besitzen positive oder negative Einflusszonen, die sich auf umliegende Gebäude auswirken – etwa eine erhöhte Produktivität, verändertes Einkommen oder einer höheren Brandgefahr.
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Deshalb kann es sinnvoll sein, bestimmte Gebäude bewusst außerhalb des Hauptlayouts zu platzieren. So lassen sich Effekte gezielt nutzen oder vermeiden. In manchen Fällen führt eine leicht verstreute Anordnung sogar zu einem besseren wirtschaftlichen Ergebnis als ein dicht gedrängtes Layout.
Layouts funktionieren nicht auf jeder Insel
Einige Inseln in „Anno 117: Pax Romana“ besitzen sehr ungewöhnliche Geländeformen, starke Höhenunterschiede oder natürliche Barrieren wie Felsrücken und Plateaus. Auf diesen Karten ist es kaum möglich, klassische Raster-Layouts zu verwenden. Stattdessen musst Du Dich stärker an der Topografie orientieren und Produktionsketten flexibel um Engstellen, Klippen und schmale Landbrücken herum gruppieren.
Der Screenshot zeigt gut, wie herausfordernd solche Inseln sein können: Wohngebiete, Verwaltungsbauten und Produktionsketten lassen sich nur in voneinander getrennten Ebenen anlegen. Dadurch entstehen mehrere kleine Wirtschaftsbereiche statt eines großen, zusammenhängenden Layouts.
Gerade auf solchen Karten lohnt es sich, nicht starr an Standard-Layouts festzuhalten, sondern modulare Baublöcke zu nutzen, die Du der Form der Insel anpassen kannst. Diese Inseln gehören in „Anno 117“ zur Normalität und sind einer der Gründe, warum Layouts zwar hilfreich sind, aber nicht überall funktionieren.
Anno 117: Pax Romana – jedes Layout benötigt einen Hauptweg
Beim Aufbau von Layouts solltest Du darauf achten, dass alle Gebäude über Straßen mit den Serviceeinrichtungen verbunden sind. Da jede Produktionsstätte in „Anno 117“ brennen kann, müssen Feuerwehren und andere Dienste jederzeit Zugriff haben. Du benötigst also einen Hauptweg, der die Produktionsketten miteinander verbindet. Nur so können Deine Servicegebäude im Notfall reagieren.
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Die Effizienz schwankt mit dem Spielverlauf
Mit fortschreitendem Spielverlauf verändern sich auch die Layouts. Zu Beginn sind viele Produktionsketten noch kompakt, weil Gebäude nur wenige Felder oder Produktionsmodule nutzen. Durch die Forschung schaltest Du später jedoch Upgrades frei. Sie ermöglichen es, deutlich mehr Felder anzulegen – ähnlich wie bereits in „Anno 1800“.
Dadurch werden bestehende Layouts oft zu klein oder unpraktisch. Plane deswegen bereits beim frühen Ausbau Platzreserven ein, um später ohne große Umstrukturierungen auf die neuen Produktionsgrößen reagieren zu können.
Ideale Layouts für den Spielstart in Latium
Brei-Produktion
Bei der Brei-Produktion funktioniert ein kompaktes Layout besonders gut. Zwei Haferhöfe flankieren dabei zwei Breistände, die direkt an einem Weg liegen. Dieses Layout ist effizient, weil weder Haferhöfe noch Breistände Einflusszonen besitzen. Sie beeinträchtigen oder begünstigen also keine benachbarten Gebäude.
Schafshöfe und Pileus-Hutmacher
Hier stehen fünf Schafshöfe in direkter Nähe zu einem Lagerhaus. Die dazugehörigen Pileus-Hutmacher werden jedoch an anderer Stelle errichtet. Diese Werkstätten erhöhen das Einkommen aller umliegenden Gebäude um jeweils einen Denar. Setzt Du sie mitten ins Produktionslayout, profitieren vor allem einfache Betriebe – nicht aber Wohnhäuser oder andere ertragsrelevante Gebäude. Durch ihre gezielte Platzierung in bewohnten oder wirtschaftlich wichtigen Gebieten lässt sich der Effekt dagegen optimal ausnutzen.
Hanfproduktion für Tuniken und Seile
Dieses Layout zeigt eine kompakte Hanfproduktion mit vier Höfen, die sich symmetrisch um ein zentral gelegenes Lagerhaus gruppieren. Die Struktur sorgt für kurze Transportwege und eine gleichmäßige Versorgung. Der Spinner, der Hanf zu Tuniken weiterverarbeitet, wird bewusst ausgelagert, da er das Einkommen umliegender Gebäude um einen Denar erhöht. Damit sich dieser Bonus lohnt, sollte er in der Nähe von Wohnhäusern oder zentralen Produktionsstätten stehen, die wirtschaftlich profitieren können.
"Anno 117: Pax Romana" – alle Produktionsketten für die Regionen Latinum und Albion
Sobald Du die zweite Bevölkerungsstufe erreicht hast, kannst Du Hanf in der Seilerei weiterverarbeiten. Diese kannst Du entweder in einem separaten Layout oder in der Nähe anderer fortgeschrittener Werkstätten platzieren. Da sie keine Einflusszone besitzt, ist sie flexibel einsetzbar.
Der womöglich beste Aufbau für Deine Stadt? Das 22-Layout
Das 22-Layout, das wir in der Community auf Reddit entdeckt haben, zählt zu den flexibelsten und am besten skalierbaren Stadtaufbauten in „Anno 117: Pax Romana“. Der Kern dieses Layouts basiert nicht auf zwingend notwendigen Gebäuden, sondern auf einer optimierten Reichweitenlogik, die es ermöglicht, das Officium besonders effizient einzusetzen.
Durch die enorme Flexibilität eignet es sich perfekt für alle Bevölkerungsstufen in Latium.
Zentrum des Layouts
Im Mittelpunkt stehen mehrere Service- und Bedürfnisgebäude, die dicht beieinander angeordnet sind:
- Officium
- Heiligtum
- Grammatikus
- vier verschiedene Schreine
Das Officium ist für den laufenden Betrieb zwar nicht zwingend nötig, spielt in diesem Layout jedoch eine zentrale strategische Rolle. Durch seine Platzierung exakt im Mittelpunkt erreicht es einen maximalen Anteil der umliegenden Wohnhäuser.
So können die dort eingesetzten Spezialist:innen ihre Effekte optimal entfalten. Damit fungiert das Officium weniger als Pflichtgebäude, sondern vielmehr als gezielter Reichweiten-Knoten, der das komplette Potenzial der Spezialist:innen ausschöpft und das 22-Layout im Kern definiert.
Versorgung und Sicherheit an den Blockrändern
An zwei diagonalen Ecken – oben rechts und unten links – stehen jeweils Stadtwachen, die das gesamte Quartier absichern.
Die gegenüberliegenden Ecken beherbergen ein Lagerhaus, das direkt an die dazugehörigen Produktionsstätten anschließt:
- Sandalenmacher
- Pileus-Filzer
- Spinnerei
- Seifensieder
Auf der jeweils anderen Seite des Lagerhauses befinden sich ein Markt und eine Taberna, wodurch die wichtigsten Warenströme innerhalb kurzer Wege fließen.
Gesundheit, Wasser und Brandschutz
Im oberen und unteren Bereich des Layouts steht jeweils eine Zisterne, die sowohl Gesundheit als auch Brandschutz abdeckt.
Übrig bleibende kleine Bauflächen werden im frühen Spiel mit Latrinen, Wachturm und Brunnen aufgefüllt. Diese Ergänzungen sind praktisch, Du kannst sie im späteren Spiel häufig aber weglassen oder ersetzen.
Warum das Layout so anpassungsfähig ist
Das Layout funktioniert hervorragend als Grundstruktur, weil spätere Gebäude wie:
- Theater
- Aleatorium
- Forum
- Thermen
- Tempel
- Bibliothek
nicht zwingend in diesen Kern integriert werden müssen. Durch ihre enorme Reichweite kannst Du sie nach Belieben in der erweiterten Stadt platzieren. Damit bleibt das 22-Layout über den gesamten Spielverlauf flexibel und lässt sich problemlos erweitern oder in größere Stadtentwürfe einbetten.
Wenn Du weitere Layouts ausprobieren möchtest, lohnt sich ein Blick in die Community-Sammlung auf Anno Companion. Dort findest Du zahlreiche Wohn- und Produktionslayouts für alle Bevölkerungsstufen in Latium und Albion.
Wenn Dich „Anno 117: Pax Romana“ neugierig auf die früheren Teile gemacht hat, findest Du in unserem Überblick die optimale Reihenfolge aller „Anno“-Spiele. So kannst Du die Entwicklung der Serie Schritt für Schritt nachvollziehen und sehen, wie sie sich über die Jahre verändert hat.