Digital optimiert: Vodafone vereinfacht Parkplatzsuche in Dresden mit IoT

Digitale Vorreiter

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Datum 06.06.2018
Lesezeit 3 Min.

Digital optimiert: Vodafone vereinfacht Parkplatzsuche in Dresden mit IoT

Wie lange brauchen Sie, um in der Innenstadt einen Parkplatz zu finden? 15 Minuten? 30 Minuten? Die Stadt Dresden und Vodafone möchten diese Zeit minimieren. Über das Internet of Things (IoT) vernetzte Sensoren lotsen Autofahrer zu freien Stellplätzen und optimieren das Parkplatzmanagement. Eine Lösung, die schon bald in weitere smarten Städten funktionieren könnte.

Die Parkplatzsuche in Städten dauert mitunter länger als die eigentliche Fahrt zum Ziel. Bis zu 30 Prozent des urbanen Verkehrs resultieren aus der Suche nach einer Parkmöglichkeit. Diese alltägliche Prozedur ist für Autofahrer nicht nur zeitraubend, sondern verursacht auch unnötigen Lärm und Abgase. Gemeinsam mit der Stadt Dresden und dem Nürnberger Start-up Smart City System (SCS) hat Vodafone die vernetzte Parkhilfe entwickelt, um Ihnen diese unnötige Fahrerei zu ersparen. SCS ist eines der von Volkswagen und der Wirtschaftsförderung der Stadt Dresden ausgewählten Startups, die in einem 200 Tage-Programm im Future Mobility Incubator ihr Geschäftsmodell weiter aufbauen konnten. Der Inkubator befindet sich in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden.

Smart Parking: Vodafone IoT hilft bei der Parkplatzsuche

Die Sensoren der Smart-Parking-Lösung erkennen mittels elektromagnetischer Messung, ob ein Stellplatz belegt ist oder nicht. Intelligent wird die witterungsbeständige Hardware durch die eingebauten IoT-SIM-Karten von Vodafone. Sie übertragen in Echtzeit den Parkplatzstatus an eine Zentralstation. Diese sendet die Informationen via UMTS in eine Cloud, in der die Daten gesammelt, verarbeitet und verteilt werden.

Auf den Smartphones der Fahrer zeigt eine Routenplaner-App freie Plätze an und navigiert sie zielsicher dorthin. Zuletzt wurde das Gelände der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen mit dem intelligenten Parklotsen vernetzt. Schrittweise soll der gesamte Parkraum der Dresdner Innenstadt mit dem Sensorsystem digitalisiert werden.

Effizientes Parkplatzmanagement in Echtzeit

Über schnellere Erfolge bei der Parkplatzsuche und weniger Verkehr freuen sich nicht nur gestresste Autofahrer und Stadtbewohner. Auch Betreiber von Supermärkten, Flughäfen, Kliniken und Firmen sowie Städte und Kommunen profitieren von dem intelligenten Parkplatzmanagement. Sie können mit dem vernetzten Sensorsystem die Auslastung ihrer Stellplätze in Echtzeit analysieren und Erweiterungen auf Grundlage fundierter Daten planen.

Das Konzept geht aber noch einen Schritt weiter. Der Parking Pilot vermittelt nicht nur freie Parklücken, sondern soll künftig auch Stellplätze reservieren können. So könnten Autofahrer beispielsweise einen Parkplatz für eine bestimmte Zeit buchen oder ihren privaten Stellplatz, den sie nur nachts benötigen, tagsüber vermieten.

Automatisierte Parkraumkontrolle und Ticketbuchung

Neben einer effizienteren Nutzung der Stellflächen, Umsatzsteigerung und Kosteneinsparung profitieren Parkplatzbetreiber auch von mehr Kontrolle. Künftig sollen Überwachungskameras zur Fahrzeugidentifizierung in das smarte Sensorsystem integriert werden. Ebenso könnten Betreiber leichter überprüfen, ob für die belegten Parkplätze ein Ticket gelöst wurde. Dafür kann der Parking Pilot die Funktionen „Suchen“, „Finden“ und „Bezahlen“ direkt verbinden.

Mit ihrem Sensorsystem ließen sich auch Flächen mit Ladestationen für E-Autos vernetzen. Fahrzeuge, die diese Bereiche belegen ohne zu laden, werden erkannt und zu einem geeigneteren Parkplatz geleitet. Die Ladesäulen und deren Nutzung könnten durch die Digitalisierung der Stellflächen leichter überwacht werden, um die Verfügbarkeit und Rentabilität der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu erhöhen.

Smart Parking als Baustein für die Smart City von morgen

Smart Parking-Systeme wie in Dresden werden in hochvernetzten Städten eine selbstverständliche Alltagshilfe sein. Das Unternehmen Frost & Sullivan prophezeit bis 2025 ein weltweites Marktvolumen von 43 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2014 waren es erst 7 Milliarden.

Die energiesparenden IoT-Sensoren von SCS sind durch die intelligente Vernetzung von Vodafone in kürzester Zeit zu einer marktreifen, international einsatzfähigen All-in-One-Lösung gereift.

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