Max Schreck im Stummfilm "Nosferatu"
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Bild aus Son of Sam: Selbstporträt eines Mörders
Auf dem Bild zu Germany's next Topmodel 2026 ist Heidi Klum zu sehen, die vor einem violetten Hintergrund steht. Sie trägt ein beigefarbenes Outfit mit geknoteter Bluse und posiert mit einem selbstbewussten Lächeln. Ihr langes blondes Haar fällt locker über die Schultern, während sie die Hände in die Hüften stützt.

Stummfilme: Die besten Genre-Vertreter

In der heuti­gen Zeit wirken Stumm­filme wie Relik­te. Doch auch die CGI-lastig­sten 3D-Block­buster gehen auf die wortkarge Filme­poche zurück. Grund genug, den Anfän­gen zu huldigen. Wir drehen die Füße nach außen und watscheln im Char­lie-Chap­lin-Gang durch die Filmgeschichte. Kommst Du mit?

Alles begann mit dem Kine­matografen der Brüder Lumière. Im Jahr 1896 führten die Fran­zosen die allererste Film­pro­jek­tion vor: Sie zeigten einen ein­fahren­den Zug. Was für den heute ver­wöh­n­ten Kinogänger nur eine Neben­szene darstellt, war für das dama­lige Pub­likum eine Sen­sa­tion, die sie ver­s­tum­men ließ.

GigaTV Film-Highlights

Western-Premiere: „Der große Eisenbahnraub”

„Der große Eisen­bah­n­raub” (1903) gilt als Parade­beispiel des frühen Film­schnitts und all­ge­mein als erster West­ern. Mit Ban­diten, Helden­tat­en, Dyna­mit, Mord, Prügeleien, Schuss­wech­seln und einem hand­festen Show­down serviert der zwölf Minuten lange Stumm­film von Regis­seur Edwin S. Porter in kom­prim­iert­er Form viele Ele­mente, die für West­ern- und Action­filme typ­isch sind. Die rudi­men­täre Geschichte erin­nert an einen tat­säch­lichen Über­fall der berüchtigten Butch-Cassidy-Bande.

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Video: YouTube / Old Films and Stuff

Düsterer Stummfilm: „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens”

Nach einem fast 20-jähri­gen Sprung liegt die Spielzeit der Stumm­filme oft im heute film­typ­is­chen Bere­ich. In anderthalb Stun­den bietet die deutsche Pro­duk­tion „Nos­fer­atu – Eine Sym­phonie des Grauens” (1922) als ein­er der ersten Hor­ror­filme schau­rige Schat­ten­bilder, die auch heute noch in restau­ri­erten Ver­sio­nen gezeigt wer­den. Friedrich Wil­helm Mur­nau drehte hier­mit einen Stumm­film-Klas­sik­er, der dem Pub­likum sein­erzeit nicht nur mit der gruseli­gen Sto­ry eine Gänse­haut bescherte: Auch die inno­v­a­tive Insze­nierung war für viele erschreck­end neu.

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Video: YouTube / TheNos­fer­a­tuMys­te­ria

Einer der besten Stummfilme: „Goldrausch”

Vom Komik­er und Filmemach­er zum Welt­star und zur Film­le­gende: Die Bekan­ntheit von Char­lie Chap­lin ist kaum in Worte zu fassen. Doch wer nur an die Slap­stick-Ein­la­gen sein­er Tramp-Rolle denkt, über­sieht eine wichtige Seite. Denn Chap­lin-Filme sind auch gefüh­lvoll und tragisch. Zu den bekan­ntesten Vertretern gehört der Stumm­film „Gol­drausch” (1925), den Chap­lin 1942 sog­ar mit Ton veröf­fentlichte. „Gol­drausch” war Chap­lins per­sön­lich­er Favorit, mit dem er dem Pub­likum „in Erin­nerung bleiben” wollte. Char­lie, das ist Dir mit Bravour gelungen!

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Video: YouTube / Char­lie Chaplin

Avantgardistische Filmmontage: „Panzerkreuzer Potemkin”

„Panz­erkreuzer Potemkin” (1925) von Sergei Eisen­stein erzählt vom Matrose­nauf­s­tand auf dem titel­geben­den Schiff und war in zweier­lei Hin­sicht rev­o­lu­tionär: als Vertreter rus­sis­ch­er Rev­o­lu­tions­filme und als Stumm­film, der vor allem in der Schnitt­tech­nik beein­druck­ende Neuerun­gen präsen­tierte. Allein die Trep­pen­szene am Hafen von Odessa bescherte dem poli­tis­chen Dra­ma einen Ehren­platz in der Geschichte des Kinos.

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Video: YouTube / OnSy­Trail­er

Einer der bekanntesten Stummfilme: „Metropolis”

Ob Fritz Lang eine Ahnung hat­te, welche Berühmtheit sein Film „Metrop­o­lis” erlan­gen würde, als er ihn 1927 veröf­fentlichte? Als erster Sci­ence-Fic­tion-Lang­film fiel das Werk schon hin­sichtlich des Gen­res auf: Die Geschichte spielt in ein­er futur­is­tis­chen Großs­tadt­szener­ie. Bei sein­er Pre­miere wurde der Stumm­film allerd­ings wed­er vom Pub­likum noch von den Kri­tik­ern wohlwol­lend aufgenom­men – H. G. Wells („Krieg der Wel­ten”) soll ihn in ein­er Times-Review als „albern­sten Film aller Zeit­en” beze­ich­net haben. Heute gilt „Metrop­o­lis” als expres­sion­is­tis­ch­er Klas­sik­er und ist sog­ar Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes.

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Video: YouTube / Warn­er Bros. DE

Legendäre Komödie: „Sherlock, jr.”

Nur 44 Minuten lang, dafür jed­erzeit urkomisch: „Sher­lock, jr.” (1924) von Regis­seur Buster Keaton, der auch die Haup­trol­le spielt, lan­det immer wieder in Toplis­ten der besten Komö­di­en aller Zeit­en. Es geht um einen Filmvor­führer, der sich mit­ten in den ger­ade gezeigten Film träumt. Das real­itäts­ferne Geschehen bescherte Keaton aller­hand Möglichkeit­en für abstruse Gags und Trick­szenen, die er fan­tasie- und ein­drucksvoll nutzte.

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Video: YouTube / Cohen Film Collection

Expressionistische Ästhetik: „Das Cabinet des Dr. Caligari”

Auch der von Robert Wiene insze­nierte Meilen­stein „Das Cab­i­net des Dr. Cali­gari” (1920) zählt zu den berühmtesten Stumm­fil­men – und als ein muster­haftes Früh­beispiel für den in Europa typ­is­chen expres­sion­is­tis­chen Stil. Charak­ter­is­tisch sind die verz­er­rten Kulis­sen und das Spiel mit Licht und Schat­ten. Ob in Musikvideos oder den Werken heute bekan­nter Filmemach­er wie Tim Bur­ton: Der Ein­fluss von „Das Cab­i­net des Dr. Cali­gari” ist enorm, vor allem in Bezug auf die Bildgestaltung.

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Video: YouTube / Eurekaen­ter­tain­ment

Historien-Stummfilm: „Die Passion der Jungfrau von Orléans”

Carl Theodor Drey­er drehte den His­to­rien­film über die franzö­sis­che Nation­al­heldin Jeanne d’Arc, die im deutschen Sprachge­brauch als Johan­na von Orléans bekan­nt ist. Und auch hier über­schla­gen sich die Superla­tive, wobei Ein­stu­fun­gen wie „Meis­ter­w­erk” noch nicht ein­mal aus­re­ichen. Viele beze­ich­nen „Die Pas­sion der Jungfrau von Orléans” (1928) als einen der besten Filme aller Zeiten.

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Video: YouTube / Le Pro­jec­tion­niste

Stummfilm der Neuzeit: „The Artist”

Das Kuriose an „The Artist” ist das Erschei­n­ungs­jahr 2011. Obwohl das Werk von Michel Haz­anavi­cius Jahrzehnte nach der Stumm­film-Ära das schwarz-weiße Licht der Welt erblick­te, ste­ht es den Orig­i­nalen in nichts nach. Natür­lich funk­tion­iert „The Artist” als Hom­mage, doch gle­ichzeit­ig wirkt der Film wie ein echter Teil der Orig­i­nal-Epoche. Dieser Mut wurde belohnt: „The Artist” gewann 2012 unter anderem den Oscar und den Gold­en Globe als bester Film.

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Video: YouTube / Film­laden Filmverleih

Visionäres Kino: „Napoleon”

In über fünf Stun­den erzählt Abel Gance, der auch das Drehbuch ver­fasste, vom Leben des Napoléon Bona­parte. Das Ergeb­nis „Napoleon” (1927) über­reizte die Auf­nah­me­fähigkeit­en der meis­ten dama­li­gen Zuschauer allein mit der gewalti­gen Spielzeit. So bleibt „Napoleon” weniger als Pub­likums­film, dafür umso mehr als visionäre Filmkun­st in Erinnerung.

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Video: YouTube / Youtube / BFI

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Trotz all der wun­der­baren Stumm­filme möcht­en wir gern Deine Stimme hören – zumin­d­est im über­tra­ge­nen Sinne als Kom­men­tar: Welch­er ist Dein lieb­ster Stummfilm?

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