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iPhone-Bildschirm zeigt Update-Hinweis für iOS 16, im Hintergrund Apple-Logo
Das Foto zeigt einen Menschen mit Rucksack und Nordic-Walking-Stöcken, der ein Smartphone in die Luft hält
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iOS 16: Diese Neuerungen bringt das Update auf Dein iPhone

iOS 16 ist da: Apple hat das iPhone-Update Mitte Sep­tem­ber 2022 veröf­fentlicht. Welche neuen Fea­tures bietet die neue Ver­sion des Betrieb­ssys­tems? Wir fassen für Dich zusam­men, welche Neuerun­gen mit iOS 16 auf Dein iPhone kom­men.

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Release: iOS 16 seit Herbst im Roll-out

Seit dem 13. Sep­tem­ber 2022 rollt Apple die Nach­fol­gev­er­sion von iOS 15 aus. Auch in Deutsch­land ste­ht iOS 16 bere­its zum Down­load zur Ver­fü­gung. Wenn Du ein kom­pat­i­bles iPhone besitzt, kannst Du die Instal­la­tion anstoßen, indem Du diesem Pfad fol­gst: „Ein­stel­lun­gen | All­ge­mein | Soft­ware­up­date”.

iOS 16.1: Diese Opti­mierun­gen bringt das Update auf Dein iPhone

Da iOS 16 mehr als 2 Giga­byte umfasst, soll­test Du das Update herun­ter­laden, wenn Dein iPhone mit einem WLAN ver­bun­den ist. Eine Voraus­set­zung für den Down­load ist außer­dem, dass der Akku zu min­destens 50 Prozent aufge­laden ist. Um sicherzuge­hen, lade Dein iPhone vor der Instal­la­tion voll­ständig auf.

iPhone-Update 2022: Diese Neuerungen bietet iOS 16

Apple verbessert den Sperrbildschirm

Zu den großen Neuerun­gen von iOS 16 zählt der Sper­rbild­schirm: Nach dem Update kannst Du das Hin­ter­grund­bild zum Beispiel mit Farb­fil­tern verse­hen. Außer­dem kannst Du Bilder ein­fach zuschnei­den.

iOS 16: Sper­rbild­schirm – so richt­est Du ihn ein

Eben­falls prak­tisch: Du kannst nun Sper­rbild­schirme intu­itiv löschen, indem Du nach oben wis­chst. Dann erscheint ein kleines Mülleimer-Icon.

Der Sper­rbild­schirm unter­stützt ab iOS 16 auch ani­mierte Hin­ter­gründe und Wid­gets. Darüber hin­aus kannst Du Farbe, Größe und Schrif­tart der Uhrzeit anpassen.

Laut Apple ist es sog­ar möglich, mehrere Sper­rbild­schirme zu erstellen und sie mith­il­fe der Funk­tion „Fokus” zu ver­wal­ten. Hast Du zum Beispiel den Modus „Arbeit” eingeschal­tet, zeigt Dein iPhone Dir den dazuge­höri­gen Sper­rbild­schirm an.

Damit Benachrich­ti­gun­gen keine Ele­mente auf dem Sper­rbild­schirm überdeck­en, blendet das iPhone sie ab iOS 16 am unteren Bild­schirm­rand ein.

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Neue Features für iMessage

Auch iMes­sage erhält unter iOS 16 diverse Neuerun­gen: So kannst Du Mit­teilun­gen nicht nur nachträglich bear­beit­en – son­dern wie bei What­sApp sog­ar zurück­rufen. Dazu hast Du auf dem iPhone 15 Minuten Zeit. Außer­dem kannst Du gelöschte Nachricht­en wieder­her­stellen.

iOS 16: Gesendete Nachricht­en löschen oder bear­beit­en – so geht’s

Prak­tisch ist außer­dem, dass iOS geän­derte Nachricht­en in iMes­sage mit dem Hin­weis „Bear­beit­et” kennze­ich­net. In einem solchen Fall sendet iMes­sage die bear­beit­ete Nachricht ein zweites Mal.

Auch „Share­Play” kannst Du nach dem Update mit iMes­sage nutzen: Bish­er war die Funk­tion auf Face­Time beschränkt. Share­Play ermöglicht es Nutzer:innen, gemein­sam Medi­en auf iPhone, iPad oder Apple TV zu erleben, wenn sie nicht am sel­ben Ort sind.

Das ist neu in Apples Mail-App

Apple hat seine Mail-App verbessert: Nach dem Update gibt es eine Tim­ing-Funk­tion, Du kannst E-Mails also nach einem bes­timmten Zeit­plan versenden. Außer­dem ist es unter iOS 16 möglich, Nachricht­en als „Remind Lat­er” oder „Fol­low up” zu markieren, falls sie später noch ein­mal wichtig wer­den.

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Anwender:innen prof­i­tieren zudem von einem Zeit­puffer beim Zurück­rufen von E-Mails: Wenn Du zu früh auf „Senden” getippt hast, kannst Du die Zustel­lung der Nachricht noch stop­pen – Du hast allerd­ings nur 10 Sekun­den dafür Zeit. Dann kannst Du Deine E-Mail anpassen, bevor Du sie erneut ver­schickst.

Eine kleine Änderung bet­rifft die Darstel­lung von E-Mails von bes­timmten Marken oder Konz­er­nen: Wenn Du eine Mail von einem offiziellen Marke­nac­count erhältst, wird das Logo der Marke als Kon­tak­t­bild angezeigt. Das kann für eine bessere Über­sicht im Postein­gang sor­gen.

Face ID im Querformat – aber nicht bei allen iPhone-Modellen

Eine weit­ere Neuerung unter iOS 16: Face ID funk­tion­iert endlich auch im Quer­for­mat. Bis­lang kon­ntest Du Dein iPhone nur im Hochfor­mat entsper­ren. Das ändert sich mit iOS 16.

Allerd­ings ste­ht dieses Fea­ture nicht für alle iPhone-Mod­elle zur Ver­fü­gung, die Face ID haben. Erst ab dem iPhone 13 kannst Du Face-ID im Quer­for­mat nutzen.

Apple verbessert die Familienfreigabe

Mit iOS 16 lan­den zudem Verbesserun­gen für die Fam­i­lien­freiga­be auf Deinem iPhone: Apple hat unter anderem neue Funk­tio­nen für Alters- und Bild­schir­mzeitbeschränkung angekündigt. Außer­dem haben die iOS-Entwickler:innen bei der Ver­wal­tung der Kinder­ac­counts nachgebessert. Darüber hin­aus soll es eine „Fam­i­ly Check­list” geben, die beim Update der Ein­stel­lun­gen hil­ft.

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Der Passkey soll klassische Passwörter ersetzen

Gehören Pass­wörter der Ver­gan­gen­heit an? Apple führt mit iOS 16 das Fea­ture „Passkey” ein, das klas­sis­che Ken­nwörter über­flüs­sig machen kön­nte. Dabei han­delt es sich um einen bes­timmten Schlüs­sel, der lokal auf dem iPhone gespe­ichert ist. Dadurch soll es nahezu unmöglich sein, zum Beispiel per Phish­ing an ein Pass­wort zu gelan­gen.

iOS 16: Passkey – das Sicher­heits-Fea­ture benutzen und ver­ste­hen

Den Passkey musst Du Dir nicht merken: Du kannst ihn ein­fach über Deine bio­metrischen Dat­en (Face ID oder Touch ID) freis­chal­ten, um Dich auf Web­seit­en oder in Apps anzumelden. Die neue Funk­tion soll ab Sep­tem­ber 2022 für iPhone, iPad, Mac und Apple TV einge­führt wer­den.

Neue Medikamentenfunktion in der Health-App

iOS 16 nimmt kleinere Updates in der Health-App vor: Unter anderem kannst Du damit in Zukun­ft Deine Medika­mentenein­nahme ver­wal­ten – Zeit­plan und Erin­nerun­gen inklu­sive.

In den USA soll es zudem möglich sein, Medika­mente via Kam­era zu erken­nen. Die Health-App greift auf eine spezielle Daten­bank zu, um zu über­prüfen, ob es mögliche Wech­sel­wirkun­gen mit anderen Wirk­stof­fen im aktuellen Medika­menten­plan gibt. Über einen Deutsch­land­start dieser Funk­tion gibt es bis­lang keine Infos.

Für Entwickler:innen von Fit­ness-Apps stellt Apple eine neue HealthK­it-API bere­it. Diese Schnittstelle erlaubt es, Dat­en zu Work­outs wie Schwim­men, Laufen und Rad­fahren zu kom­binieren. Zudem gibt es mit iOS 16 in Health neue Laufmetriken.

Der Ladestand der Batterie kehrt in die Statusleiste zurück

Wir erin­nern uns: Seit dem iPhone X (2017) lässt sich bei Mod­ellen mit Notch der Akku­s­tand nicht mehr in der Sta­tusleiste anzeigen. Nur iPhones mit Home­but­ton unter­stützen das Fea­ture aktuell. Mit iOS 16 ändert sich das: Hast Du das Update zum Beispiel auf einem iPhone 13 instal­liert, kann die Bat­terieladung wieder in der Sta­tusleiste erscheinen. Du musst die Funk­tion jedoch zunächst aktivieren.

Weitere Neuerungen von iOS 16 im Überblick

Nach­fol­gend lis­ten wir Dir weit­ere Neuerun­gen auf, die iOS 16 auf Dein iPhone bringt:

Apps

  • CarPlay: Apple hat CarPlay noch bess­er an Autos angepasst. So kannst Du nun auf Tank-Apps zugreifen, Siri versendet Nachricht­en schneller und mehr. Wir haben zusam­mengestellt, welche Neuerun­gen CarPlay unter iOS 16 erfährt.
  • Fotos-App: Unter iOS 16 hält eine „Shared Pho­to Library” Einzug auf Deinem iPhone. Du kannst sie mit bis zu fünf Per­so­n­en teilen – und sie erweit­ert sich automa­tisch um Inhalte, sobald jemand neue Fotos knipst.
  • Apple Pay: Einkäufe später bezahlen – das führt Apple ab Herb­st 2022 ein. Das Unternehmen nen­nt diese Funk­tion „Apple Pay Lat­er”, sie ermöglicht das Zahlen von Beiträ­gen in vier Rat­en.
  • Apple Karten: Unter iOS 16 ver­fügt die Karten-App über eine Fahrrad­nav­i­ga­tion und zeigt Updates zum öffentlichen Per­so­nen­nahverkehr (ÖPNV) an. Zudem kannst Du ent­lang von Routen bis zu 15 Zwis­chen­stopps ein­pla­nen.
  • Wal­let: Apple vere­in­facht das Teilen von Schlüs­seln fürs Auto oder das Hotelz­im­mer aus der Wal­let-App her­aus. Ab iOS 16 kannst Du diese nicht mehr nur über Apples Nachricht­en-App, son­dern auch über Mes­sen­ger wie What­sApp teilen.
  • Stan­dard-Apps: Nutzt Du auf dem iPhone Anwen­dun­gen wie „Google Authen­ti­ca­tor” oder „1Password”, kannst Du sie unter iOS 16 als Stan­dard-App fes­tle­gen.

Externe Hardware

  • Nin­ten­do Switch: Das iPhone-Betrieb­ssys­tem ist nach dem Update auf iOS 16 mit den Joy-Cons und dem Pro Con­troller für die Nin­ten­do Switch kom­pat­i­bel.
  • Air­Pods: Hast Du Air­Pods mit dem iPhone gekop­pelt, tauchen sie an ein­er neuen Stelle in den iOS-Ein­stel­lun­gen auf. Das zuge­hörige Menü weist eben­falls einige neue Funk­tio­nen auf. Du kannst zum Beispiel per­son­al­isiertes 3D-Audio ein­richt­en, was laut Apple für ein noch besseres Klanger­leb­nis sor­gen soll. Apple nen­nt dieses Fea­ture „Spa­tial Audio+”.
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Features & Funktionen

  • Screen­shots: Wenn Du einen Screen­shot spe­ich­erst, siehst Du nach dem Update auf iOS 16 eine neue Option: Du kannst das Bild­schirm­fo­to nun in ein­er Schnell­no­tiz able­gen. Außer­dem wird Dir beim Spe­ich­ern eines Screen­shots die Option „Kopieren und Löschen” angezeigt – prak­tisch für den Fall, dass Du das Foto nur kurz in der Zwis­chen­ablage able­gen und in ein­er anderen App ein­fü­gen möcht­est.
  • Dik­tier­funk­tion: Mit iOS 16 verbessert Apple die Dik­tier­funk­tion. Emo­jis lassen sich zum Beispiel in der Nachricht­en-App ein­fach­er dik­tieren. Punk­te, Kom­ma­ta und Frageze­ichen wer­den zudem automa­tisch geset­zt, ohne dass Du sie ansagen musst.
  • Siri: Auch Apples dig­i­tale Assis­tenz wird mit dem Update verbessert. Du kannst beim Ver­fassen ein­er Nachricht zum Beispiel Emo­jis hinzufü­gen oder frei­händig Anrufe via Face­Time been­den, indem Du ein­fach „Hey Siri, leg auf” sagst.
  • Push-Benachrich­ti­gun­gen im Web: Apple führt für Safari auf dem iPhone endlich Push-Benachrich­ti­gun­gen ein. Die Funk­tion erscheint allerd­ings nicht direkt mit iOS 16 im Herb­st, son­dern zu einem späteren Zeit­punkt – vielle­icht mit iOS 16.1.
  • Live Activ­i­ties: Unter iOS 16 zeigt Dir das iPhone Echtzeit­in­for­ma­tio­nen zu diversen Ereignis­sen auf dem Sper­rbild­schirm an. Das kann der Stand bei einem Fußball­spiel sein, der Fortschritt ein­er Bestel­lung, der Stan­dort eines Taxis, das Du gerufen hast, oder ein­fach der Timer für ein Work­out.
  • iCloud-Back-up über 5G: Mit iOS 16 kön­nen endlich alle Nutzer:innen iCloud-Back-ups über ein LTE- oder 5G-Net­zw­erk vornehmen. Bis­lang ist dies nur über WLAN und unter­stützte 5G-Net­ze möglich – es hängt also vom Mobil­funkan­bi­eter ab, ob es diese Option gibt oder nicht.
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iOS 16 mit Always-on-Display – aber nicht für alle Geräte

Viele Android-Handys mit OLED-Screen ver­fü­gen über ein soge­nan­ntes Always-on-Dis­play: Der Bild­schirm zeigt also auch dann Infor­ma­tio­nen wie die Uhrzeit an, wenn er deak­tiviert ist. Für das iPhone gibt es eine solche Funk­tion nun auch – allerd­ings nur auf den aktuellen Flag­gschiff­mod­ellen iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max.

Möglich macht dies eine neue Tech­nolo­gie für eine adap­tive Bild­wieder­hol­fre­quenz zwis­chen 1 und 120 Hertz. Auf diese Weise ver­braucht das Always-on-Dis­play nur wenig Energie. Alles, was Du zu dem Fea­ture wis­sen musst, haben wir für Dich in einem sep­a­rat­en Rat­ge­ber zum Always-on-Dis­play zusam­menge­fasst.

Diese iPhone-Modelle unterstützen iOS 16

Fünf Mod­elle unter­stützen das Update auf die neue Ver­sion nicht, darunter das immer noch pop­uläre iPhone 7 (Plus).

iOS 16 ist nur mit iPhone-Mod­ellen kom­pat­i­bel, die 2017 oder später erschienen sind. Eine Auflis­tung der entsprechen­den Mod­elle find­est Du in diesem Artikel.

Hast Du iOS 16 bere­its auf Deinem iPhone instal­liert? Welche Fea­tures hättest Du Dir noch vom großen iPhone-Update gewün­scht? Teile uns Deine Mei­n­ung gerne in einem Kom­men­tar mit!

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