Eine Grafik die den Einsatz von Technologien bei der Waldbrandbekämpfung zeiigt

Fünf der besten: Virale YouTube-Videos, die (fast) jeder kennt

Sie sind der Traum aller Mar­keter, Sprung­brett für Katzen, die berühmt wer­den wollen, und meist­gek­lick­ter Inhalt auf YouTube, dem pop­ulärsten Video­por­tal der Welt. Die Rede ist von viralen Videos, die sich wie ein Lauf­feuer im Netz ver­bre­it­en. Wir ver­rat­en, was viral eigentlich bedeutet und worauf es dabei ankommt, und zeigen fünf der besten viralen YouTube-Videos.

1998 ging das „erste“ virale Video online

Eines der ersten viralen Videos, das sich mil­lio­nen­fach ver­bre­it­ete, war „Bad Day“. 1997 zeigte es einen Mann in einem Großraum­büro, der wutent­bran­nt erst auf seine Tas­tatur und dann mit dieser auf einen Mon­i­tor ein­häm­merte.

Damals wurde der Clip für Wer­bezwecke von der Fir­ma Loronix aufgenom­men und über Pro­mo-CDs verteilt. Als der Weben­twick­ler Benoit Rigaut das Video 1998 dann auf die Serv­er seines ehe­ma­li­gen Arbeit­ge­bers CERN hochlud, stand der massen­haften Ver­bre­itung nichts mehr im Wege. Das erste virale Video war geboren!

Unzäh­lige Katzen­videos später sind virale Videos aus dem dig­i­tal­en All­t­ag nicht mehr wegzu­denken. Aber was muss ein Video eigentlich mit­brin­gen, um explo­sion­sar­tig über soziale Net­zw­erke wie Face­book, Twit­ter oder auch What­sApp ver­bre­it­et zu wer­den und viral zu gehen?

Erfolgsfaktoren: Was macht virale Videos aus?

Damit das „Word of Mouth“-Prinzip auch online funk­tion­iert, besitzen virale Videos meist bes­timmte Merk­male: Sie sind humor­voll oder unkon­ven­tionell. Heißt, sie brin­gen dich zum Lachen und heben sich mit einem Über­raschungsef­fekt aus der grauen Video-Masse ab. Sie sind emo­tion­al und bauen einen Span­nungs­bo­gen auf, der dich mit­fiebern oder auch mitlei­den lässt. In manchen Fällen sind sie auch inter­ak­tiv, indem sie dich auf­fordern, etwas nachzuah­men oder selb­st aktiv zu wer­den – Gang­nam Style, der Harlem Shake oder auch viele Tik­Tok Chal­lenges sind ein gutes Beispiel hier­für. Und oft genug nutzen sie auch den Effekt der Schaden­freude aus, denn über andere Lachen wir bekan­ntlich selb­st am lieb­sten.

Aber genug graue The­o­rie: Hier kom­men in beliebiger Rei­hen­folge fünf virale Videos, die im Inter­net für Furore gesorgt haben.

The Epic Split feat. Van Damme

Ende 2013 wurde der 75 Sekun­den lange Werbespot von Vol­vo Trucks veröf­fentlicht, der den mit über 95 Mil­lio­nen YouTube Views wohl epis­chsten Spa­gat aller Zeit­en zeigt. Zele­bri­ert von Jean Claude van Damme – ein­er in den 1980er-Jahren mit Action­fil­men berühmt gewor­de­nen Kampf­s­port-Ikone. Das kon­nte nicht nur Chuck Nor­ris taten­los auf sich sitzen lassen, sodass der virale Clip mehrfach nachgeahmt und par­o­diert wurde.

Star Wars Kid

Am 2. Novem­ber 2002 nahm Ghys­lain Raza sich selb­st in einem High-School-Stu­dio auf, wie er einen Golf­ball-Ein­samm­ler in der Manier von Darth Mauls Lichtschw­ert herum­schwingt. Verse­hentlich ließ er das Tape liegen, weshalb es von anderen Schülern gefun­den und im Inter­net ver­bre­it­et wurde. Der Rest ist Geschichte: Das Orig­i­nal-Video selb­st wie auch zahllose Remix-Ver­sio­nen mit weit­eren Musik- und Spezial­ef­fek­ten haben geschätzte Mil­liar­den Views erre­icht. Das führte dann lei­der auch zu psy­chis­chen Prob­le­men des Star Wars Kids, weshalb das virale Video auch als ein früh­es Beispiel für Mob­bing im Zeital­ter des Inter­nets gilt.

Surprised Kitty

Wenn es um virale YouTube-Videos geht, darf Katzen-Con­tent natür­lich nicht fehlen: Sur­prised Kit­ty zeigt ein junges grau-weißes Kätzchen, das seine Hände zurück­wirft, sobald das Kitzeln aufhört. Am 13. Okto­ber 2009 wurde das kurze Video mit der süßen Katze hochge­laden, die übri­gens Atti­la Fluff hieß. Mit Erfolg: Inner­halb von zwei Wochen hat­te es bere­its über 7 Mil­lio­nen Ansicht­en gener­iert.

Evolution of Dance

Dieser virale Video-Hit gehört zu den absoluten Klas­sik­ern: Er zeigt Jud­son Laip­ply, der ein 6-minütiges Tanzmed­ley so gekon­nt abliefert, dass man nur noch staunen kann. Seit­dem es am 6. April 2006 auf YouTube hochge­laden wurde, hat es über 300 Mil­lio­nen Views gesam­melt. Dabei stam­men die 32 zele­bri­erten Songs aus ein­er Vielzahl von Gen­res und Epochen – von Elvis Pres­leys „Hound Dog“ aus dem Jahr 1956 bis hin zu „Dirt Off Your Shoul­der“ von Jay-Z von 2004.

David after Dentist

Als der Vater von David DeVore Jr. im Mai 2008 ein Video über die Reak­tion seines Sohns auf die Anäs­the­sie beim Zah­narzt veröf­fentlichte, war der näch­ste virale Video-Hit geboren: David after Den­tist wurde auf YouTube über 138 Mil­lio­nen Mal ange­se­hen. Und was David einen Zahn und etwas Benom­men­heit kostete, brachte der Fam­i­lie mit Werbe-Ein­blendun­gen und Mer­chan­dise-Artikeln mehr als 100.000 Dol­lar ein.

Du siehst: Virale Videos gibt es schon lange, auch wenn sie damals noch gar nicht „virale Videos“ hießen. Richtig Auf­schwung haben sie mit der steigen­den Pop­u­lar­ität von Video-Plat­tfor­men wie YouTube erlebt. Das führte dann auch dazu, dass Unternehmen ver­suchen, die Clips mit ihrer enor­men Reich­weite als Wer­be­waffe zu nutzen. Übri­gens: Auf knowyourmeme.com kannst du die Ursprünge viel­er viraler YouTube-Videos nachvol­lziehen. Viel Spaß dabei!

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