Alles Easy: So funktioniert die Blockchain-Technologie

Alles Easy: So funktioniert die Blockchain-Technologie

Hinter Blockchain verbirgt sich eine Kette aus Datenblöcken, die sich auf viele Computer gleichzeitig verteilt. Das System gilt als fälschungssicher und besonders transparent. Wir zeigen Dir, was dahintersteckt und wie das System funktioniert.

Vanessa zeigt Dir in einer neuen Folge Alles Easy die Welt der Blockchain und verrät das Prinzip der Datenblock-Kette. Wie Blockchain ganz genau funktioniert und wo die Technologie heute und in Zukunft überall zum Einsatz kommen könnte, erfährst Du jetzt.

Was ist Blockchain?

Der Begriff taucht inzwischen an fast jeder digitalen Ecke auf, doch was steckt eigentlich dahinter? Eine Blockchain (dt. Block-Kette) ist eine auf viele Computer gleichzeitig verteilte Datenbank aus Datenblöcken. Diese Datenblöcke sind wie die Glieder einer Halskette miteinander verbunden und ergeben zusammen eine virtuelle Block-Kette. Jeder Block enthält auch Informationen des vorherigen Blocks. Dadurch ist die gesamte Kette nicht nachträglich veränderbar. Die Verkettung funktioniert mit Hilfe von Kryptographie, also Verschlüsselungs-Algorithmen.

In den einzelnen Datenblöcken können dann ganz beliebige Informationen abgespeichert werden. Und genau deshalb ist das Prinzip der Blockchain so spannend. Die wohl bekannteste Blockchain verwaltet die Kryptowährung Bitcoin. In den Blöcken der Bitcoin-Blockchain findest Du also alle Transaktionen, die jemals mit Bitcoin getätigt wurden.

Was macht die Blockchain-Technologie so besonders?

Eine Blockchain unterscheidet sich in vielen wichtigen Punkten von klassischen Datenbanken. Die wichtigsten Unterschiede haben wir für Dich zusammengefasst:

Alle Informationen sind transparent

Wusstest Du, dass alle Informationen in den Datenblöcken einer Blockchain öffentlich einsehbar sind? So kannst Du zum Beispiel jederzeit genau sehen, welches Bitcoin-Konto gerade wie viel Guthaben hat und mit welchen anderen Konten es bislang zu tun hatte. Die Transaktionen sind also absolut transparent. Dadurch schafft das System automatisch Vertrauen und Kontrollmöglichkeiten.

Dezentrale Speicherung der Daten

Die Daten Deines normalen Bankkontos befinden sich auf einem zentralen Server bei Deiner Bank. Bei der Blockchain läuft es komplett anders. Ein dezentrales Netzwerk aus vielen Computern hat jeweils die komplette Datenbank gespeichert. Unter anderem deshalb gilt die Blockchain als fälschungssicher, denn sobald ein Computer versucht, Informationen zu manipulieren, fällt das allen anderen Computern im Blockchain-Netzwerk sofort auf.

Schnelle und günstige Transaktionen

Durch die dezentrale und direkte Abwicklung der Transaktionen ist die Blockchain in vielen Bereichen super schnell im Vergleich zu den bisherigen Möglichkeiten. Eine Überweisung muss zum Beispiel nicht erst von der Bank geprüft und dann freigegeben werden. Stattdessen fließt der Betrag einfach von einem Konto zum nächsten und ist verfügbar, sobald der nächste Datenblock mit der Kette verbunden ist.

Kontrolle durch Miner

Miner (dt. Schürfer) sind Computer im Blockchain-Netzwerk, die alle neuen Transaktionen einer Blockchain verifizieren und verschlüsselt in einem neuen Datenblock abspeichern und – ganz wichtig – diesen Datenblock mit der Blockchain verketten. Das alles zusammen ist eine super komplizierte Mathe-Aufgabe, für die es jeweils nur eine richtige Lösung gibt. Die Miner rechnen sich die Prozessoren wund, um das Wettrennen zu gewinnen, denn der Erste bekommt eine Belohnung. Bei der Bitcoin-Blockchain werden die Miner natürlich auch mit Bitcoins belohnt.

Wo kann Blockchain-Technologie eingesetzt werden?

Durch die rein virtuelle Kryptowährung Bitcoin wurde die Blockchain bekannt. Einsatzgebiet Nummer eins ist daher natürlich die Finanzbranche. Doch im Prinzip kann Blockchain-Technologie überall dort eingesetzt werden, wo ein fälschungssicheres und transparentes Protokoll sinnvoll ist.

Das ist zum Beispiel bei Verträgen der Fall. Alle Absprachen und Regelungen könnten in verketteten Datenblöcken gespeichert und automatisch überwacht werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Lizenzvergabe bei Computerprogrammen. Statt auf das bekannte System mit Testversionen und Seriennummern zurückzugreifen, könnten Software-Entwickler Blockchain-Technologie einsetzen, um den Zugang zu verwalten.

Doch auch in der öffentlichen Verwaltung kann Blockchain-Technologie einen Mehrwert bieten. In den USA fand zum Beispiel laut Coinwelt schon die erste Hochzeit per Blockchain statt, indem beide Ehepartner einfach einen QR-Code scannten und ihre Vermählungsabsicht damit zwar nicht unbedingt romantisch, aber rechtskräftig bekundeten.

Ein riesengroßes Einsatzgebiet ist außerdem das Internet der Dinge. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die vernetzten Geräte selbst. So könnten zum Beispiel Verschleißteile bei Autos oder Flugzeugen von Sensoren automatisch überwacht und das Protokoll per Blockchain geführt werden.

Noch ist das enorme Potenzial der Blockchain gar nicht komplett absehbar. Das macht die Technologie so spannend.

Wo könntest Du Dir Blockchain-Technologie in Zukunft überall vorstellen? Schreib uns Deine Gedanken unverfälscht und transparent in die Kommentare.

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