- Die Story von Resident Evil Requiem: Der Horror kehrt zurück
- Das Gameplay: 2 Charaktere, 2 unterschiedliche Spiele
- Ein interessantes Experiment mit harten Kompromissen
- Die zwei Spielhälften unterscheiden sich voneinander
- Die Spielwelt von Resident Evil Requiem: Höllisch-elegant bis Beton-trocken
- Spaß und Enttäuschung liegen nah beieinander
- Resident Evil Requiem im Test: Unser Fazit
In „Resident Evil Requiem“ nimmst Du es ab dem 27. Februar 2026 mit einem neuen Übel auf, das Dich dorthin führt, wo alles begonnen hat: Raccoon City. Dabei möchte das Spiel wohl eine Brücke zwischen zwei Genres gleichzeitig schlagen – klassischem Survival-Horror und dem modernen Action-Horror. Ob das funktioniert? Wir verraten es Dir in unserem „Resident Evil Requiem“-Test.
Wenn es um „Resident Evil“ geht, bietet Entwickler Capcom ein buntes Horror-Programm. Während das Studio die Geschichte rund um den Kampf gegen ein bösartiges Zombie-Virus immer weiter vorantreibt, spendiert es gleichzeitig älteren Abenteuern immer wieder Remakes.
Drei Jahre nach dem letzten Teil betritt die „Resident Evil“-Reihe eine neue Hölle. „Resident Evil Requiem“ vereint alles, was der Entwickler zu bieten hat: Grusel, Nostalgie, Gore, Kämpfe und natürlich viele ikonische Sprüche. Das neue Spiel der Reihe ist speziell, vielleicht sogar zu speziell. Wieso das so ist, erfährst Du in unserem „Resident Evil Requiem“-Test.
Die Story von Resident Evil Requiem: Der Horror kehrt zurück
In „Resident Evil Requiem“ schlüpfst Du in die Haut von Grace Ashcroft, einer intelligenten FBI-Analytikerin, die einen wichtigen Auftrag erhält: Sie soll einen Tatort untersuchen, der mit einer rätselhaften Mordserie zusammenhängt. Der Ort ist ihr nicht unbekannt, denn ihre Mutter starb hier.
Als Grace dort ankommt, stolpert sie in eine wahre Hölle: Ein Wissenschaftler entführt sie und bringt sie in ein Sanatorium, indem Experimente an Menschen durchgeführt werden. Zur selben Zeit trifft Special Agent Leon S. Kennedy ein, um das Verschwinden der FBI-Agentin aufzuklären. Auch er wird Zeuge der grausamen Machenschaften dieses Ortes.
Schließlich kann sich Grace befreien und arbeitet mit Leon zusammen, um eine riesige Verschwörung aufzudecken. Die beiden müssen ihre jeweiligen Abenteuer meistern, treffen aber an bestimmten Punkten immer wieder aufeinander, um sich auf den aktuellen Stand zu bringen. Am Ende geht es sowohl um Grace‘ Vergangenheit als auch ihre Zukunft. Außerdem steht nicht nur das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel, sondern auch ihr eigenes. Und mehr wollen wir zur Handlung von „Resident Evil Requiem“ nicht verraten.
Charaktere aus „Resident Evil Requiem“: Die Figuren-Übersicht zum 9. Hauptgame
Das Gameplay: 2 Charaktere, 2 unterschiedliche Spiele
In „Resident Evil Requiem“ spielst Du beide Charaktere – Grace und Leon – abwechselnd. Das kommt in ihren Sequenzen auf Dich zu:
- In Grace’ Passagen wirst Du mit einem unheimlichen Horror Du triffst mit wenig Ressourcen auf viele Feind:innen und kämpfst ums pure Überleben.
- In Leons Passagen geht es sehr actionreich zu: Hier kämpfst Du mit einem gewaltigen Waffenarsenal und lehrst den Zombies wiederum das Fürchten.
In „Resident Evil Requiem“ weißt Du einfach nie, was Dich erwartet. Diese neue Mischung der Gameplay-Stile sorgt gleichzeitig für eine interessante Abwechslung. Auf Schock folgt Action und umgekehrt. So erkundet Grace das Sanatorium nach Schlüsseln und Gegenständen, um einen Ausweg zu finden. An jeder Ecke warten Zombies, jeder Kampf sollte wohlüberlegt sein. Manche Kämpfe muss sie gänzlich meiden, da der:die Gegner:in ein unbesiegbares Übel darstellt. In diesen Passagen spielst Du eher taktisch und vorsichtig.
Ist Leon an der Reihe, erfreust Du Dich an seinen Fähigkeiten und Moves. Hier gibt es keine Rätsel und auch keine Munitionsknappheit. Wieso solltest Du Dich vor einem Kettensägen-schwingenden Zombie fürchten, wenn Du ihm das Gerät auch abnehmen kannst? Super-cool!
Ein interessantes Experiment mit harten Kompromissen
In der ersten Spielhälfte steht klar Grace im Vordergrund – ihre Passagen dauern länger als die von Leon. In der zweiten Spielhälfte verschiebt sich der Fokus dann auf Leon. Während frühere Spiele sich entweder für das eine oder das andere entschieden haben, gibt es in „Resident Evil Requiem“ keine Wahl mehr: So oder so musst Du mit beiden Stilen spielen. Das führt zu einem interessanten Experiment, das gelegentlich auch Frust hervorrufen kann.
Findest Du gerade Gefallen an dem ruhigen, atmosphärischen Gameplay von Grace, kann Dir ein Wechsel zu Leon wie ein nerviger Bruch vorkommen, der das Spektakel durch Action ruiniert. Aber auch der andere Fall ist möglich: Wenn Du gerade mit Leon unterwegs bist und das hohe Tempo feierst, kann es sich für Dich merkwürdig anfühlen, bei einem Wechsel zu Grace plötzlich abzubremsen.
Die zwei Spielhälften unterscheiden sich voneinander
Wir sind ehrlich: Die erste Hälfte von „Resident Evil Requiem“ spielt sich wunderbar, überraschend und frisch. Wir müssen erst lernen, wie alles funktioniert. Und wenn wir denken, wir wüssten, was uns gleich erwartet, lehrt uns „Resident Evil Requiem“, wie falsch wir liegen. Grace muss sich trotz ihrer Angst gegen die Hölle behaupten und sehr heftige Momente überstehen, bei denen wir am liebsten die Augen geschlossen hätten – es dann aber doch nicht getan haben.
Die zweite Spielhälfte, die ganz im Zeichen von Leon steht, spielt sich komplett anders. Während Leon eine untergegangene Stadt erkundet, stolpert er von einer Welle an Gegner:innen in die nächste. Nur selten können wir den Finger vom Schieß-Button nehmen. Nach dem dreißigsten Mal nutzt sich dieser Action-Stress auch etwas ab.
Die Spielwelt von Resident Evil Requiem: Höllisch-elegant bis Beton-trocken
Erschwerend kommt hinzu: War das Sanatorium noch elegant und gleichzeitig grotesk, so ist die verfallene Stadt eben nur eine Wüste aus Beton-Schluchten. Sobald die Wucht des Todes einmal verklungen ist, fangen sich Deine Augen an zu langweilen.
Ja, klar – es ist Raccoon City, hier hat in „Resident Evil 2“ (1998) alles angefangen. Dich erwartet ein Wiedersehen mit bekannten Orten wie beispielsweise das Polizeirevier, oder zumindest was davon noch übrig ist. Um dieses aber zu sehen, muss Leon ein ziemlich langes Areal völlig ohne Nostalgie hinter sich bringen. Das Wiedersehen ist damit aus zwei Gründen enttäuschend: Es muss viel dafür getan werden und dann fällt es leider sehr kurz aus.
Spaß und Enttäuschung liegen nah beieinander
Den Spielfiguren siehst Du dank ihrer hochauflösenden Charakter-Modelle, der Grafik und den Details im Gesicht ihren Schrecken an. Die kinoreifen Sequenzen wissen den Horror perfekt einzufangen – von dem blutigen Horror im Keller bis zu den nebeligen, verregneten Straßen, die geradewegs in die Hölle führen.
Beim Monster-Design gibt es ein paar überraschende Kandidat:innen, die uns seit jeher in unsere Träume verfolgen und andere Wesen, die wie faul zusammen geschichtete Fleischklumpen aussehen. In der einen Sekunde wird eine sehr emotionale Szene aufgebaut, in der anderen wird sie mit einem Gore-Effekt sofort beendet. Ob „Resident Evil Requiem“ jetzt aus allen Rohren feuert oder einfach irgendetwas macht, hängt sehr stark von der jeweiligen Stelle des Spiels ab. Manchmal arbeitet alles perfekt zusammen, manchmal ist es ein Brei.
Es gibt ein paar interessante Situationen, die Dich zum Umdenken zwingen, aber auch die gehen in der Action-Ballerei leider unter. Irgendwie möchte „Resident Evil Requiem“ zu viel auf einmal.
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Resident Evil Requiem im Test: Unser Fazit
Seit jeher haben die „Resident Evil“-Spiele ein bestimmtes Publikum anvisiert, jetzt soll das neue Spiel beiden gleichzeitig gefallen. Die erste Hälfte von „Resident Evil Requiem“ wird für Action-Fans zu langsam ausfallen, die zweite wird sich für Horror-Fans wiederum zu schnell anfühlen.
Spaß ist in „Resident Evil Requiem“ viel zu finden, die Frage ist, ob er nach dem Charakterwechsel noch erhalten bleibt. Das heiß erwartete Wiedersehen mit ikonischen Orten fiel kurz und enttäuschend aus. Das Ende bietet wiederum einige Überraschungen und tolle Momente, fragt sich nur, wer bis dahin durchhält.
Fazit: Es ist nicht möglich (oder sehr schwer), alle Horror-Fans auf einmal zufriedenzustellen.
Resident Evil Requiem – Systemanforderungen (Steam)
- Betriebssystem: Windows 11 64 Bit
- Prozessor: Intel Core i5-8500K | AMD Ryzen 5 3500
- Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
- Grafik: NVIDIA GeForce GTX 1660 6 GB | AMD Radeon RX 5500 XT 8 GB
- DirectX: Version 12
Resident Evil Requiem |
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| Plattformen: | PC, Xbox Series, PS5, Nintendo Switch 2 |
| Release-Datum: | 27. Februar 2026 |
| Kosten: | 79,99 Euro (Standard-Edition)
89,99 Euro (Deluxe-Edition) |
| Publisher: | Capcom |
| Entwicklerstudio: | Capcom |