Kämpferin im Untergrund: Das Ende des Netflix-Thrillers und die wahre Geschichte erklärt

Im neuen Netflix-Thriller “Kämpferin im Untergrund” wird die junge Polizistin Amaia undercover in die baskische Terrororganisation ETA eingeschleust. Doch überlebt sie zum Schluss ihren jahrelangen gefährlichen Einsatz? Und kann sie den Terror stoppen? Erfahre in unserer Erklärung alles zum Ende von “Kämpferin im Untergrund” und was Du zur wahren Geschichte des Niedergangs der ETA und ihren Opfern wissen solltest.

Der intensive Thriller "Kämpferin im Untergrund” bei Netflix widmet sich einem besonders düsteren Kapitel der spanischen Geschichte: dem blutigen Wirken der ETA. Die ursprünglich während Francos Diktatur gegründete Terrororganisation, die sich die Freiheit des Baskenlandes zum Ziel setzte, sorgte für beinahe 50 Jahre in ganz Spanien für Angst und Schrecken.

Im Netflix-Film folgen wir jetzt dem Weg der Undercover-Agentin Amaia (Susana Abaitua), die sich das Vertrauen der ETA erschleicht und über viele Jahre versucht, das Terrornetzwerk von Innen zum Einsturz zu bringen. Im dramatischen Finale steht Aima kurz davor, der ETA einen schweren Schlag zu versetzen, während sich gleichzeitig aber auch das Netz um sie herum immer weiter zuzieht.

Ob Amaia am Ende von “Kämpferin im Untergrund” mit dem Leben davonkommt und wie die ETA in der Realität aufgelöst wurde, verraten wir Dir hier.

Das passiert bis zum Finale

Im Verlauf von “Kämpferin im Untergrund” ist Amaia mehr oder minder direkt für die Verhaftung zahlreicher Mitglieder der ETA-Führung in Spanien und später auch in Frankreich verantwortlich. Der vermutlich größte Fisch ist dabei Iñaki de Rentería, der zu dem Zeitpunkt als Nummer 1 der Terrororganisation fungiert. Auch Amaias ETA-”Mentorin” Begoña (Iraia Elias) wird schließlich durch ihre Mithilfe verhaftet.

Zu dem Zeitpunkt ist der ETA-Leitung längst klar, dass sie einen Maulwurf in ihren Reihen haben. So viele Fehlschläge können schließlich kein Zufall sein. Selbst nachdem der Luftwaffenoffizier Miguel Luque – der vom Geheimdienst ebenfalls bei ETA eingeschleust wurde – enttarnt und vor Amaias Augen ermordet wird, geht die Suche nach weiteren Spion:innen weiter.

Bald steht auch Amaia im Verdacht. Insbesondere, nachdem ihre Fürsprecherin Begoña von der Bildfläche verschwunden ist. Als die aktuelle ETA-Leiterin den alten Kampfgengenossen Txiki (Jaime Chávarri) beauftragt, Nachforschung anzustellen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Amaia auffliegt. Und das wird schließlich auch ihren Vorgesetzten bei der Guardia Civil klar.

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Am Ende wird also die Reißleine gezogen: Über ihren Kontaktmann Castro (Andrés Getrudix) wird ihr mitgeteilt, dass der Einsatz abgebrochen wird. Die Situation wird einfach zu gefährlich. Da Amaia aber alle fünf Hauptverstecke der ETA – wo deren Waffen, Sprengstoffe und Vorräte gelagert werden – lokalisieren konnte, sollen diese vor ihrem Verschwinden noch hochgenommen werden. 

Die Operation gegen die Verstecke wird also vorgezogen. Um keinen Verdacht zu erregen, soll Amaia aber erst am Tag des Einsatzes abhauen.

Das Ende von Kämpferin im Untergrund erklärt

Die Verzögerung ihrer Abreise wird Amaia am Ende von “Kämpferin im Untergrund” beinahe zum Verhängnis. Zu ihrer Sicherheit hat Castro ihr ein Frühwarnsystem eingerichtet: Jeden Morgen um 9 Uhr soll sie das Radio Nacional anhören. Sollte sie in Gefahr sein, lassen Castro und seine Leute am Ende der Nachrichten das Lied “Parole Parole” abspielen. Doch als der Ernstfall eintritt, kommt diese Warnung fast zu spät. 

Ausgerechnet am Tag der Operation gegen die ETA-Verstecke fliegt Amaia endgültig auf. Die ETA-Leiterin, die Amaia schon länger verdächtigt, gibt daraufhin ihren Tod in Auftrag. Das Telefonat wird jedoch von der Polizei abgehört und so erfährt Castro von der brenzligen Lage. Als er aber beim Radio anruft, damit der Song abgespielt wird, ist es bereits über zehn Minuten nach 9 Uhr. Amaia hört die Warnung nicht mehr und der Killer ist schon auf dem Weg zu ihr.

Letztendlich retten Castros schnelles Denken und viel Glück seiner Undercover-Agentin vermutlich das Leben. Castro lässt bei einem Radiosender in der Nähe von Amaias Standort anrufen, damit auch dort das Lied “Parole Parole” abgespielt wid Zu dem Zeitpunkt sitzt Amaia bereits unten bei ihrer Vermieterin im Laden und frühstückt. Just in dem Moment, als der ETA-Killer auftaucht und mit der nichtsahnenden Amaia spricht, ertönt tatsächlich der Song. Die Polizistin erkennt die Warnung sofort.

Unter dem Vorwand, noch auf die Toilette zu müssen, geht sie zur Rückseite des Gebäudes und türmt aus einem Fenster. Als der Killer ihre Flucht bemerkt, ist es bereits zu spät. Amaia hat bereits die Wiese hinter dem Haus durchquert und ist im Wald verschwunden.

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Unterdessen geht die sogenannte “Operation Santuario” über die Bühne. Alle fünf Hauptverstecke der ETA werden hochgenommen, dutzende Führungsmitglieder festgenommen und Tonnen an Waffen und Sprengstoff sichergestellt. Wie der abschließende Text erklärt, ist die Operation der zu dem Zeitpunkt größte Erfolg gegen die Terrororganisation. Und der Anfang vom Ende für ETA.

Stirbt Amaia zum Schluss?

Am Ende von “Kämpferin im Untergrund” sieht es zwar so aus, als sei Amaia entkommen, ganz sicher ist ihr Überleben aber nicht. Nach ihrer Flucht durch den Wald gelangt sie zu einer Straße, wo sie verzweifelt und völlig außer Atem stehen bleibt. In Sicherheit ist sie damit aber eigentlich noch nicht.

Es ist nämlich ziemlich unwahrscheinlich, dass der ETA-Killer so schnell aufgegeben hat. Vielleicht hat er zum Beispiel die Verfolgung durch den Wald aufgenommen. Viel gefährlicher wäre aber die Möglichkeit, dass er zurück in sein Auto gestiegen ist und die Zufahrtsstraßen zu Amaias Unterschlupf überwacht. Dann könnte er Amaia an der Straße tatsächlich noch erwischt haben.

Ob Amaia wirklich entkommt, lässt der Film damit etwas offen. 

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Wahre Geschichte: Das Ende und die Opfer der ETA

Wie der Text am Schluss von “Kämpferin im Untergrund” erklärt, gingen die Aktivitäten der ETA auch nach der erfolgreichen Operation Santuario noch einige Jahre weiter. Der bewaffnete Kampf der Terrororganisation wurde demnach im Oktober 2011 beendet. Was der Film nicht verrät: ETA bestand anschließend noch sechseinhalb Jahre weiter. Erst im Mai 2018 wurde sie offiziell aufgelöst.

Noch im Jahr 2009 wurden zwei Polizisten der Guardia Civil bei einem Bombenattentat der ETA auf Mallorca getötet. Am 17. März 2010 starb im französischen Dammarie-les-Lys ein französischer Polizist durch eine Kugel von ETA-Mitgliedern. Er sollte das letzte Opfer der Terrororganisation sein. 

Laut des spanischen Innenministeriums wurden zwischen 1968 und 2010 insgesamt rund 829 Menschen durch Attentate und Bombenanschläge der ETA getötet. 343 davon waren Zivilist:innen.

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