Das Ende von Ballad of a Small Player erklärt: Ist Doyle tot oder lebendig?

In „Ballad of a Small Player“ kämpft Colin Farrell („The Penguin“) als spielsüchtiger und hoch verschuldeter Lord Doyle um das große Geld. Im Folgenden erklären wir Dir das Ende des bildgewaltigen Netflix-Films im Detail.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lawrence Osborne und wurde von dem deutschen Regisseur Edward Berger („Im Westen nichts Neues“) sowie dem Drehbuchautor Rowan Joffé („28 Weeks Later“) in Szene gesetzt. Mit wunderschönen Bildern und einer spannenden Geschichte gehört das Drama sicherlich zu den visuellen Höhepunkten des Jahres.

Doch was hat das Ende von „Ballad of a Small Player“ zu bedeuten? Findet Lord Doyle (Colin Farrell) Erlösung? Wer ist Dao Ming (Fala Chen) wirklich? Und was passiert in der Post-Credit-Szene? Hier erklären wir Dir das Ende des Netflix-Films im Detail.

Ballad of a Small Player erklärt: Lord Doyle und die hungrigen Geister

Achtung: Ab hier folgen Spoiler zur Handlung und zum Ende von „Ballad of a Small Player“!

Um das Ende von „Ballad of a Small Player“ zu verstehen, muss zunächst der Hintergrund von Lord Doyle geklärt werden. In Wirklichkeit heißt er Brendan Reilly und ist aus Großbritannien nach Macao geflohen, nachdem er eine Million Pfund von einem früheren Klienten gestohlen hat. In Macao gibt er sich dem Glücksspiel hin, sucht aber eigentlich nach Erlösung für seine Sünden und Laster.

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Privatdetektivin Cynthia Blithe (Tilda Swinton) verkörpert dabei die Konfrontation mit Doyles wahrer Identität. Sie weiß um sein Geheimnis und setzt ihn unter Druck, seine Verbrechen zu gestehen und seine Schulden zurückzuzahlen. Damit treibt sie ihn jedoch noch tiefer in die Spielsucht, denn Doyle sieht in einem großen Gewinn den letzten Ausweg aus seinen Schulden.

Dao Ming wiederum symbolisiert die Möglichkeiten, die Doyle in Macao hat. Zunächst tritt sie als Kredithai auf und stattet den Süchtigen mit den nötigen finanziellen Mitteln aus. Außerdem bringt sie das zentrale Konzept der „hungrigen Geister” in die Handlung ein, als sie Doyle davon erzählt. In der chinesischen Mythologie werden Seelen, die in der Hölle leiden und durch unersättliche Gier gekennzeichnet sind, als „hungrige Geister“ bezeichnet.

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Das Ende von Ballad of a Small Player: Was ist mit Dao Ming passiert?

Doyle lernt Dao Ming während des Festivals der hungrigen Geister kennen. Sie verbringen eine Nacht zusammen, doch am nächsten Morgen ist sie verschwunden. Stattdessen findet er eine mysteriöse Zahlenfolge auf seiner Hand. Später taucht Dao Ming immer wieder auf. So sieht Doyle sie wieder, nachdem er vermeintlich an einem Herzinfarkt gestorben ist. Als er wieder erwacht, befindet er sich auf ihrem Hausboot und findet etwas Ruhe vom stressigen Alltag Macaos.

Erst am Ende von „Ballad of a Small Player“ erfährt er von der Großmutter (Deanie Ip) , dass Dao Ming in der Nacht, in der er sie kennengelernt hat, „ins Wasser gegangen ist“ – also höchstwahrscheinlich Selbstmord begangen hat. Dao Ming begleitet Doyle wie ein Geist durch die Handlung. Ob er sie sich einbildet oder ob sie tatsächlich ein übernatürliches Wesen ist, bleibt offen. So oder so hilft sie Doyle, seine Spielsucht zu überwinden und am Ende Erlösung zu finden – wenn auch nicht im herkömmlichen Sinn.

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Der Zahlencode in Ballad of a Small Player erklärt

Ein entscheidender Treiber der Handlung ist der mysteriöse Zahlencode auf Doyles Hand. Er erfährt von der toten Dao Ming, dass es sich dabei um einen Test handelt, und entdeckt, dass der Code zu ihrem geheimen Geldvorrat führt. Mit dem Geld beginnt Doyle eine unglaubliche Glückssträhne im Casino. Doch der Casino-Manager konfrontiert ihn damit und verbannt ihn aus sämtlichen Casinos. Der Vorwurf: Ein „Geist“ würde an Doyle haften.

Colin Farrell und Fala Chen in Ballad of a Small Player

Doyle bittet um eine letzte Chance und setzt sein gesamtes Geld, inklusive Gewinn, auf eine Hand Baccarat. Wenn er gewinnt, verlässt er die Stadt. Wenn er verliert, beweist das, dass es keinen „Geist” gibt. Er gewinnt, zahlt alle seine Schulden zurück und will die Stadt wirklich verlassen. Auch Dao Mings Schulden kann er mit dem Gewinn begleichen. Als er sie jedoch aufsucht, erfährt er, dass sie höchstwahrscheinlich in der Nacht der hungrigen Geister Selbstmord begangen hat.

Geschockt ist Doyle geneigt, eine extrem lukrative Wette abzuschließen, die sein Leben für immer verändern würde. Doch er lehnt ab. Dies ist der Test, von dem Dao Ming immer gesprochen hat. Für Doyle geht es vor allem darum, der Versuchung des enormen Gewinns zu widerstehen. Er wird letztlich kein hungriger Geist und verbrennt sogar einen Großteil des Geldes.

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Ist Lord Doyle am Ende tot oder lebendig?

Das Ende von „Ballad of a Small Player“ lässt zwei Interpretationen zu. Die optimistischere Erklärung besagt, dass Doyle letztlich geläutert ist und seine Spielsucht besiegt hat. Er hat den finalen Test bestanden und wurde dabei von Dao Ming zur Erlösung geführt. Nun nimmt er seine wahre Identität wieder an und stellt sich seiner Vergangenheit.

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In der dystopischeren Deutung des Endes ist Doyle hingegen an seinem Herzinfarkt gestorben. Möglicherweise befindet er sich seitdem im Naraka, der buddhistischen Hölle, von der ihm Dao Ming beim Fest der hungrigen Geister erzählt hat. Einen Hinweis darauf bietet das Gespräch zwischen Doyle und seinem spielsüchtigen Mitstreiter Adrian Lippett (Alex Jennings), den er im letzten großen Spiel besiegt hat.

Adrian erzählt Doyle die Geschichte eines Spielers, der im Jenseits aufwacht, eine Glückssträhne hat und erst später versteht, dass er nicht mehr unter den Lebenden weilt. Im Prinzip ist Doyle das Gleiche passiert. Erst nach seinem Herzinfarkt begann seine Glückssträhne. Dass am Ende die Spiegelungen von Doyle und Dao Ming im Wasser verschmelzen, könnte ein weiterer Hinweis auf Doyles Tod sein. Beide sind „ins Wasser gegangen” und nun im Jenseits vereint.

Regisseur Berger hat jedoch in mehreren Interviews betont, dass er ein Happy End für Doyle vorgesehen hat. Deshalb ist davon auszugehen, dass der geläuterte Spieler am Ende von „Ballad of a Small Player“ überlebt. Bei seiner Erlösung hat ihm Dao Ming wesentlich geholfen, wie Berger gegenüber TUDUM erklärt.

Dao Ming hilft Doyle dabei. Und er findet einen Mittelpunkt, den Beginn eines Weges zur Befreiung. Es ist auch eine Befreiung davon, in die Sucht zu verfallen. Er ist in der Lage, sie abzulegen, sie hinter sich zu lassen und eine Art Frieden zu finden, der es ihm hoffentlich ermöglicht, ein gutes Leben zu führen.

Was hat die Post-Credit-Szene zu bedeuten?

Während des Abspanns sind Doyle und Cynthia tanzend zu sehen. Er hatte ihr während der Handlung immer wieder einen solchen Tanz versprochen, sobald er seine Schulden beglichen hat. Ursprünglich sollte diese Szene während des Films zu sehen sein. Regisseur Berger entschied sich jedoch, den Tanz in die Credits zu schneiden, um „Ballad of a Small Player“ auf einer positiven Note enden zu lassen.

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