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H. P. Lovecraft: Die besten Filme und Serien mit Cthulhu und Co.

Kos­mis­ch­er Hor­ror, uralte Got­theit­en: Du bist auf der Suche nach den besten Love­craft-Fil­men und kennst das Zitat „Ph’nglui mglw’nafh Cthul­hu R’lyeh wgah-nagl ftaghn” auswendig? Dann find­est Du hier unsere Liste der besten Umset­zun­gen, die sich kein Fan des Hor­ror-Großmeis­ters ent­ge­hen lassen sollte. Fthagn!

4. Die Farbe aus dem All (2019)

Kann ein Film mit Nico­las Cage in der Haup­trol­le nis­chig sein? Kol­lege Robert ist in seinem Review davon überzeugt. Die Hol­ly­wood-Ver­fil­mung der gle­ich­nami­gen Love­craft-Geschichte fällt näm­lich in viel­er­lei Hin­sicht aus dem Rah­men – ist für Love­craft- und Hor­ror-Fans aber ger­ade deshalb eine Empfehlung. Alles begin­nt wie bei „Der Blob”: Ein Mete­or schlägt ein, nur trägt der kein schleimiges Alien in sich, son­dern leuchtet bunt. Das klingt zunächst bek­nackt, ist aber eben nur der Anfang ein­er Hor­rorgeschichte, die mal absurd, mal (unfrei­willig?) witzig, aber immer über­dreht daherkommt.

Als Kon­trast dazu empfehlen wir gle­ich noch „Die Farbe” von 2010, eine deutsche Umset­zung des Stoffs in Schwarz-Weiß (plus Farb­fil­ter).

3. Dagon (2001)

„Dagon” ist eine Ver­fil­mung von „Schat­ten über Inns­mouth”, neben „Cthul­hus Ruf” wohl die bekan­nteste Erzäh­lung Love­crafts. Zwar existiert auch eine Kurzgeschichte namens „Dagon”, die hat mit dem gle­ich­nami­gen Film aber nur am Rande etwas zu tun. Die schiff­brüchi­gen Pro­tag­o­nis­ten des Films ver­schlägt es in ein mys­ter­iös­es Fis­cher­dorf, wo sie einem schreck­lichen Geheim­nis auf die Spur kom­men. Ein ural­ter Kult und Men­schenopfer sind nur die Spitze des Eis­bergs. Ken­ner der Vor­lage wis­sen zwar längst, worum es geht, mehr zu ver­rat­en, würde Love­craft aber nicht gerecht wer­den. Mon­ster sind in der Hor­ror-Lit­er­atur zwar keine Sel­tenheit, doch nur bei Love­craft reicht deren bloße Exis­tenz, um Men­schen in den Wahnsinn zu treiben, weil sie zugle­ich auch immer ein Hin­weis auf die unbekan­nten Schreck­en sind, die hin­ter der Fas­sade der men­schlichen Real­ität existieren.

2. The Call of Cthulhu (2005)

„The Call of Cthul­hu” ist der erste Film der H. P. Love­craft His­tor­i­cal Soci­ety. Heißt: von Fans, für Fans. Dementsprechend erwartet Dich zwar kein son­der­lich großes Bud­get und auch kein Effek­t­ge­wit­ter, dafür aber eine umso liebevollere Umset­zung von Love­crafts gle­ich­namiger Kurzgeschichte. Um dem Werk das passende Flair zu ver­lei­hen, haben die Mach­er ihr Werk als schwarz-weißen Stumm­film insze­niert, simulierte Film­fehler inklu­sive. Apro­pos „Kurzgeschichte” – abend­fül­lend ist der Film eben­falls nicht: Die Laufzeit beträgt 47 Minuten. Bei Rot­ten Toma­toes liegt der Zuschauer­score übri­gens bei 85 Prozent. Die sechs Kri­tik­er-Reviews sind zudem durch­weg pos­i­tiv. Ein Must-See für Love­craft-Fans und alle, die es noch wer­den wollen.

1. Re-Animator (1985)

Der Wis­senschaftler Her­bert West hat ein Serum entwick­elt, das Tote wieder­belebt. Das klappt lei­der nicht immer ganz ohne Neben­wirkun­gen. Es han­delt sich um eine Ver­fil­mung der Kurzgeschichte „Her­bert West – Wieder­erweck­er”. Einst indiziert, ist „Re-Ani­ma­tor” inzwis­chen wieder frei erhältlich, wen­ngle­ich auch mit FSK 18 auf­grund dezen­ter Splat­ter-Ein­la­gen.

Zwar ist dem Werk sein Entste­hungs­jahr anzuse­hen, den Spaß­fak­tor trübt das aber keineswegs. Humor­voll insze­niert und voller ver­steck­ter Anspielun­gen, ist „Re-Ani­ma­tor” unser­er Mei­n­ung nach eine der besten Hor­rorkomö­di­en über­haupt. Ein Poster der Kult­band Talk­ing Heads beispiel­sweise, das unschein­bar im Zim­mer des Pro­tag­o­nis­ten hängt, liefert einen sub­tilen Vorgeschmack auf kün­ftige Szenen, aber wir wollen nicht allzu viel ver­rat­en. In der Rolle des genialen wie skru­pel­losen Her­bert West bril­liert übri­gens ein noch junger Jef­frey Combs, der später in etlichen „Star Trek”-Episoden in Erschei­n­ung treten soll. Statt des expliziten Trail­ers zu „Re-Ani­ma­tor” daher an dieser Stelle ein Showreel mit allen Aliens, die Combs bere­its verkör­perte.

Von H. P. Lovecraft inspirierte Filme

In unsere Liste haben wir nur Filme aufgenom­men, die sich weitest­ge­hend an lit­er­arischen Vor­la­gen Love­crafts ori­en­tieren. Ver­satzstücke find­en sich aber in unzäh­li­gen anderen Hor­ror­fil­men, von denen wir Dir hier zumin­d­est einige empfehlen möcht­en:

  • „Marebito” (2004): Japanis­ch­er Hor­ror­film, der sehr lose von „Berge des Wahnsinns” inspiri­ert ist. Sehr eigen, aber auch sehr sehenswert.
  • „Armee der Fin­ster­n­is” (1992): Bruce Camp­bell als ket­ten­sä­gen­schwin­gen­der Draufgänger im Mit­te­lal­ter nimmt es mit den untoten Hor­den des Necro­nom­i­cons auf. Ein Klas­sik­er.
  • Unsere Liste mit Fil­men zum The­ma „Kos­mis­ch­er Hor­ror”.

„Lovecraft Country”: Eine von H. P. Lovecraft inspirierte Serie

Mit „Love­craft Coun­try” ist 2020 zudem eine Serie ges­tartet, die auf dem gle­ich­nami­gen Roman von Matt Ruff basiert. Die hochw­er­tige Pro­duk­tion stammt von HBO und wurde von Jor­dan Peele pro­duziert, der unter anderem „Get Out” und „Wir” geschaf­fen hat. Um unter­schwelli­gen Hor­ror geht es genau wie in den eben genan­nten Fil­men auch in „Love­craft Coun­try”: Der Afroamerikan­er Atti­cus Free­man beg­ibt sich mit ein­er Fre­undin und seinem Onkel auf die Suche nach seinem Vater. Die Reise führt das Trio in den 50er-Jahren durch äußerst ras­sis­tisch geprägte Staat­en der USA. Neben den Anfein­dun­gen müssen sich die drei aber auch über­natür­lichen Krea­turen stellen, die einem Love­craft-Roman entsprun­gen zu sein scheinen.

Ob Du in „Love­craft Coun­try” den Geist von Ctuhlhu ent­deck­en kannst, erfährst du auf Sky: Hier läuft die HBO-Serie seit dem 13. Novem­ber 2020 in deutsch­er Syn­chro­ni­sa­tion.

Welche Love­craft-Ver­fil­mung (oder -Serie) ist Dein Favorit? Schreib uns gerne einen Kom­men­tar!

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