Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
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„Godzilla II: King of the Monsters“: Alles was Du zum Riesenmonster wissen musst

Am 30. Mai 2019 startet Godzil­la II: King of the Mon­sters in den hiesi­gen Licht­spiel­häusern. Hier erfährst Du alles über die neuen Mon­ster und das Mon­ster­Verse. Dazu gibt es über sechzig Jahre Godzil­la-Fran­chise als Best-of-Smooth­ie verabre­icht. Film ab!

Mal die größte Bedro­hung der Men­schheit, mal ihre let­zte Hoff­nung. Kein anderes Film­mon­ster wurde im Laufe sein­er Kar­riere so divers inter­pretiert, benutzt, dargestellt und kopiert wie Godzil­la. 2019 spendiert Hol­ly­wood mit Godzil­la II: King of the Mon­sters einen gigan­tis­ches Bat­tle Royale mit drei der beliebtesten Riesen­mon­ster aller Zeit­en.

King of the Monsters: Wenn Giganten erwachen

Die Fort­set­zung zu Godzil­la (2014) zeigt eine Welt, in der sich die Men­schheit nun ganz offen mit der Exis­tenz von Riesenkrea­turen beschäfti­gen muss. Im Zuge dessen bekommt die ehe­mals geheime Regierung­sor­gan­i­sa­tion Monarch mehr Befug­nisse eingeräumt und darf exper­i­mentelle Meth­o­d­en aus­pro­bieren, um den Mon­stren zu begeg­nen. Und das ist nur recht so, denn die drei Tita­nen Rodan, Moth­ra und Ghi­do­rah sind unberechen­bar und kön­nen ganze Städte mit einem Flügelschlag aus­radieren.

Rodan: Klas­sisch als Flugsauri­er skizziert, feierte das Mon­ster seinen ersten Auftritt 1956 in dem Film Die fliegen­den Mon­ster von Osa­ka. In Godzil­la II lebt der Pter­a­n­odon-ähn­liche Titan seit Jahrmil­lio­nen in einem Vulkan. Mit seinen Schwin­gen kann er ganze Städte dem Erd­bo­den gle­ich machen.

Moth­ra: Ihren ersten Auftritt hat­te die göt­tliche Riesen­motte 1961 in dem Film Moth­ra bedro­ht die Welt. Ent­ge­gen des Titels wurde Moth­ra bish­er immer als scheinende Licht­gestalt auf der Seite des Guten geze­ich­net.

Ghi­do­rah: Heißt auf der offiziellen Pro­mo-Web­site Mon­ster Zero. Seinen ersten Auftritt hat­te der dreiköp­fige Drache 1964 in dem Klas­sik­er Franken­steins Mon­ster im Kampf gegen Ghi­do­rah. In Godzil­la II: King of the Mon­sters hat jed­er Kopf einen eige­nen Charak­ter. Wie seine Vorgänger kann Ghi­do­rah auch in dieser Inkar­na­tion fliegen und Stromblitze abfeuern.

Godzilla II: Die neuen Menschen im MonsterVerse

Schon der erste Teil glänzte mit großen Hol­ly­wood­na­men, darunter Bryan Cranston aus Break­ing Bad. In Godzil­la II: King of the Mon­sters erhöht das Stu­dio den Hol­ly­wood-Fak­tor noch mal. Vera Farmi­ga (The Con­jur­ing) spielt Dr. Rus­sel, eine Pale­o­bi­olo­gin, die ver­sucht via Schall­wellen mit den Tita­nen zu kom­mu­nizieren, sie vielle­icht sog­ar zu kon­trol­lieren.  Mil­lie Bob­by Brown (Elf aus Stranger Things) spielt ihre 14-jährige Tochter Madi­son, die von ein­er neuen Schat­tenor­gan­i­sa­tion ent­führt wird. Vielle­icht, weil sie eine beson­dere Verbindung zum Titan Moth­ra hat? Kyle Chan­dler (Auf­bruch zum Mond) spielt indes Dr. Rus­sels Ex-Mann, der Madi­son ret­ten soll. Mit dabei ist selb­stre­dend wieder Ken Watan­abe als Dr. Ishi­ro Ser­iza­wa, beken­nen­der Godzil­la-Fan und -Forsch­er.

Auch hin­ter der Kam­era befind­et sich das Fran­chise im Umbruch. Gareth Edwards, Regis­seur des ersten Teils, hat den Regi­es­tuhl für Michael Dougher­ty geräumt. Dieser hat mit Trick ‚r Treat (2007) und Kram­pus (2015) Instant-Kult­filme des Feiertagshorrors insze­niert und auch am Drehbuch für den aktuellen King of Mon­sters mit­geschrieben. Außer­dem hat er sich beim Mon­s­ter­de­sign einge­bracht. Bei den Krea­turen ori­en­tierte er sich so nah an den japanis­chen Vor­la­gen, dass der Lizen­zhal­ter Toho alle Designs sofort abnick­te. Ein Rit­ter­schlag.

Das Godzilla-Franchise – Part I: Die Legende

Godzil­la II: King of the Mon­sters ist der 35. Film im Fran­chise, das damit auch gle­ich seinen 65. Geburt­stag feiert. Zeit sich zurück zu erin­nern.

Showa-Ära (15 Filme, 1954 – 1975): Obwohl japanis­che Pro­duk­tio­nen das Genre der Riesen­mon­ster­filme maßge­blich geprägt haben, kann der amerikanis­che Film Panik in New York (1953) mit der damals erstaunlichen Stop-Motion-Arbeit von Ray Har­ry­hausen als Mut­ter des Riesen­mon­ster-Hypes ange­se­hen wer­den. Nach einem Atom­waf­fen­test stapft ein prähis­torisches Ungetüm durch die Großs­tadt. Das klingt nicht nur zufäl­lig nach dem Film Godzil­la, der 1954 in den japanis­chen Kinos startet. Jed­er weit­ere Auftritt dieser Ära zeigt fak­tisch einen zweit­en Godzil­la. Im Laufe der fün­fzehn Filme entwick­elt sich Godzil­la vom Moloch zum Knud­del­monster. Eine Entwick­lung, die in Franken­steins Mon­ster jagen Godzil­las Sohn (1967) gipfelt, in dem Godzil­la als allein­erziehen­der Papa gezeigt wird. Mit Die Brut des Teufels, Kon­ga, Godzil­la, King Kong (1975) endet die erste Ära und präsen­tiert dabei ein riesiges Seep­fer­d­chen als Antag­o­nis­ten. Muss man mal gese­hen haben.

Hei­sei-Staffel (7 Filme, 1984 – 1995): 1984 leit­et Godzil­la – Die Rück­kehr des Mon­sters die zweifels­frei düster­ste Godzil­la-Film­rei­he ein. Der Film fungiert als direk­te Fort­set­zung des Orig­i­nals und macht Godzil­la wieder zu ein­er unberechen­baren Naturge­walt. Die The­men sind ern­ster, der Tenor oft düster. Der Men­sch ist der Architekt seines eige­nen Unter­gangs. Gen­tech­nik, Zeitreisen, Kap­i­tal­is­mus – wir sind schuld! Es fließen viele Trä­nen. Der siebte Film Godzil­la gegen Destoroy­ah been­det 1995 die Hei­sei-Ära und ihre abgeschlossene Hand­lung so drama­tisch und ein­drucksvoll wie sie 1984 begann: mit einem Knall.

Mil­le­ni­um-Staffel (6 Filme, 1999 – 2004): Mit der Mil­le­ni­um-Staffel will Toho den anste­hen­den 50. Geburt­stag sein­er erfol­gre­ich­sten Schöp­fung ordentlich feiern. Die Idee: Fast jed­er Film ver­ste­ht sich als direk­te Fort­set­zung zum Orig­i­nal­film von 1954. Fig­uren­de­sign und Ton ändern sich mit jedem Film. So richtig gut an kommt allerd­ings nur der Film Godzil­la, Moth­ra, King Ghi­do­rah­Giant Mon­sters All-Out Attack! (2001) von Regis­seur Shū­suke Kaneko, der in den Neun­zigern bere­its die Kai­ju-Film­rei­he um die feuer­spuck­ende Riesen­schild­kröte Gam­era insze­nierte. Der abschließende Godzil­la: Final Wars (2004) lässt zwar alle wichti­gen Mon­stren erneut über den Bild­schirm hop­peln, überzeugt die Kri­tik­er aber trotz­dem nicht. Im Anschluss ver­set­zt Toho das Fran­chise für zehn Jahre in einen Schön­heitss­chlaf.

Das Godzilla-Franchise – Part II: Die Wiedererweckung

Godzil­la (1998): Auch wenn er von vie­len Fans nicht gemocht wird, war er lange Zeit die einzige Big-Bud­get-Vari­ante des Riesen­mon­sters. Regis­seur Roland Emmerich insze­nierte einen Mon­ster­film, der laut Box Office Mojo zwar finanziell erfol­gre­ich war, von Godzil­la-Fans gemein­hin jedoch belächelt wird. Hier ist es ein mutiert­er Leguan, der New York zer­legt. Die gle­ich­namige Zeichen­trick­serie führt die Hand­lung fort.

Mon­ster­Verse (seit 2014): Als 2004 Final Wars den 50. Geburt­stag von Godzil­la zele­bri­erte, wusste Toho laut Today, dass es Zeit für eine Pause war. Zehn Jahre lang sollte das Mon­ster schlafen. Als 2014 Regis­seur Gareth Edwards seinen Godzil­la dann auf die Welt loslässt, feiern Fans ihre Riesenechse. Mod­ernes Mon­s­ter­de­sign mit ein­er tiefen Ver­beu­gung vor den Wurzeln. Mit Kong: Skull Island (2017) eröffnet Leg­endary Pic­tures dem Pub­likum, dass die Filme im gle­ichen Fil­mu­ni­ver­sum spie­len, dem Mon­ster­Verse. 2019 triftt Godzil­la in King of the Mon­sters gegen gle­ich drei Fan­lieblinge an. Und nur ein Jahr später gibt es erneut ein Tre­f­fen der Gigan­ten in Godzil­la vs. Kong. Als verbinden­des Ele­ment fungiert die geheime Regierung­sor­gan­i­sa­tion Monarch.

Shin Godzil­la (2016):

Nach dem Erfolg der amerikanis­chen Ver­fil­mung, veröf­fentlicht Toho 2016 den ersten japanis­chen Godzil­la-Film seit 12 Jahren! Shin Godzil­la ist kom­pro­miss­los und ent­mys­ti­fiziert das Wesen kom­plett. Godzil­la taucht auf, mutiert, ist grässlich anzuschauen und stellt die Regierung vor schi­er unlös­bare Auf­gaben. Com­put­er­ef­fek­te tre­f­fen auf den alten Charme von Mod­ell­baustädten und Schaus­piel­ern im Anzug. Und auch der Poli­tik­plot weiß zu unter­hal­ten. Und obwohl eine Fort­set­zung der offen­sichtlichere Weg wäre, sieht es so aus, dass Toho laut Giz­mo­do stattdessen lieber an einem eige­nen Godzil­la Cin­e­mat­ic Uni­verse arbeit­et und dabei ver­mut­lich Shin Godzil­la ignori­ert.

Ani­me-Trilo­gie (3 Filme, 2017 – 2018): Funk­tion­iert Godzil­la auch als Ani­me? Die auf  Net­flix abruf­bare Ani­me-Trilo­gie bietet Dir die Möglichkeit, diese Frage selb­st zu beant­worten. In Plan­eten der Mon­ster, Eine Stadt am Rande der Schlacht und The Plan­et Eater kehren die let­zten Men­schen gemein­sam mit außerirdis­chen Ver­bün­de­ten nach 20.000 Jahren auf die Erde zurück. Godzil­la ist die dom­i­nante Lebens­form und hat das Antlitz der Erde kom­plett verän­dert – und sein Ökosys­tem.

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65 Jahre und kein Ende in Sicht

Godzil­la hat die Filmgeschichte begleit­et und geprägt. Die Qual­ität, der Ton, die The­men und das Ausse­hen mögen sich immer mal ändern, die Fans jedoch bleiben treu. Und das Wieder­ent­deck­en der Fig­ur wird auch in Zukun­ft dafür sor­gen, dass wir entwed­er ver­schämt kich­ern oder den Atem anhal­ten, wenn wir ihn sehen, den König der Mon­ster.

Welch­er ist Dein lieb­ster Godzil­la-Film und warum? Wir freuen uns auf Deinen Filmtipp in den Kom­mentaren.

Titelbild: Warner Brothers Entertainment

 

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