- María Ángeles Molina: Doppelleben in Barcelona
- Der Mord an Ana Páez: Geplant bis ins Detail
- Die wahre Geschichte von Angi: Was war das Motiv?
- Angi: (K)eine perfekte Mörderin – Fehler während der Umsetzung
- Der Prozess von María Ángeles Molina
- Urteil gegen María Ángeles Molina
- Frühere Spuren: Der Tod von Juan Antonio Álvarez Litben
- Die Netflix-Doku über Angi
Eine Geschäftsfrau mit Doppelleben, eine ermordete Freundin und ein Plan, der fast funktioniert hätte. Der Fall María Ángeles Molina – alias Angi – zählt zu den komplexesten Verbrechen Spaniens. Netflix zeigt nun mit „Angi: (K)eine perfekte Mörderin“, wie aus Täuschung tödlicher Ernst wurde. Erfahre hier die wahre Geschichte hinter der Dokumentation.
Die Netflix-Dokumentation „Angi: (K)eine perfekte Mörderin“ widmet sich einem vielbeachteten spanischen Kriminalfall. Einer Frau gelingt es, über Monate hinweg eine Identität zu stehlen, Banken und Versicherungen zu täuschen und schließlich zu töten, um ihre Spuren zu verwischen.
Im Zentrum dieses Falls steht María Ángeles Molina, genannt Angi, die 2008 ihre Freundin Ana Páez ermordete. Wir verraten Dir alles zu María Ángeles Molina und der wahren Geschichte hinter dem Mord.
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María Ángeles Molina: Doppelleben in Barcelona
Nach außen wirkt Angi wie eine erfolgreiche Unternehmerin: wohnhaft in Barcelona, verheiratet, finanziell unabhängig und in gehobenen Kreisen unterwegs. Doch bereits Jahre vor dem Mord an Ana Páez betreibt sie systematischen Betrug.
Sie nutzt gestohlene Identitäten, um Kredite aufzunehmen und Versicherungen abzuschließen. Die Dokumente, die sie dabei einsetzt, sind teilweise professionell gefälscht. Ihr Vorgehen ist von langer Hand geplant.
Ana Páez, ihre Freundin und späteres Opfer, wird in dieses Netz hineingezogen. Molina kennt sie gut und kommt durch die Nähe zu ihr an persönliche Informationen, Ausweiskopien und Unterschriften. Das scheinbare Vertrauensverhältnis wird zur Basis für einen Betrug – ohne dass Páez es ahnt.
Der Mord an Ana Páez: Geplant bis ins Detail
Am 19. Februar 2008 verabredet sich Angi mit Ana Páez. Sie führt sie unter einem Vorwand in eine Wohnung, die sie speziell für diesen Tag angemietet hat. Dort verabreicht sie ihr ein Medikament, das das Opfer betäubt. Anschließend zieht sie Ana eine Plastiktüte über den Kopf und versiegelt sie mit Klebeband.
Die Ermittlungen ergeben später, dass Molina versucht hat, einen sexuellen Übergriff zu inszenieren. Dafür injiziert sie Sperma, das sie zuvor in einem Bordell besorgt hat. Das Ziel: Verwirrung stiften und die Ermittler auf eine falsche Fährte führen.
Die wahre Geschichte von Angi: Was war das Motiv?
Der Hintergrund der Tat ist finanzieller Natur. Angi hat bereits vor der Ermordung mehrere Lebensversicherungen im Namen von Ana Páez abgeschlossen. Zusätzlich nutzt sie ihre Identität, um Kredite im sechsstelligen Bereich aufzunehmen.
Sie verwendet persönliche Informationen von Páez, gibt sich bei Behörden und Banken als sie aus. Molina weiß, wann ihr Opfer verreist, welche Konten es nutzt und kennt seine Dokumente.
Mit dem Tod von Páez sollen nun die Auszahlungen aus den Versicherungen fließen – an Molina.
Angi: (K)eine perfekte Mörderin – Fehler während der Umsetzung
Trotz der akribischen Planung hinterlässt Molina mehrere Spuren. In ihrer Wohnung finden Ermittler eine ungeöffnete Flasche Chloroform. Noch entscheidender sind jedoch die Dokumente, die Molinas damaliger Partner der Polizei übergibt.
Versteckt hinter einer Toilettenspülung entdecken sie den echten Pass von Ana Páez, Versicherungspolicen und Vertragsunterlagen. Die Polizei kann nicht nur Bewegungsprofile rekonstruieren, sondern auch Bezahlvorgänge nachvollziehen und Angis Anrufe auswerten.
Überwachungskameras zeigen sie beim Abheben von Geld mit der Karte des Opfers. In mehreren Banken erkennt man sie wieder – dort hat sie sich mit dem gefälschten Ausweis als Ana Páez ausgegeben und kann so endgültig überführt werden.
Der Prozess von María Ángeles Molina
Im Prozess bestreitet Molina jegliche Schuld. Sie gibt an, zur Tatzeit unterwegs gewesen zu sein – um Joghurt und Kondensmilch zu kaufen, wie sie sagt. Diese Aussage ändert aber nichts an der Beweislage. Zeug:innen, Videoaufnahmen und digitale Spuren führen letztlich zu einer klaren Einschätzung durch das Gericht.
Die Ermittlungen belegen, dass Molina über Monate hinweg Identitätsdaten gesammelt, Verträge gefälscht und Täuschungen inszeniert hat. Der Mord an Ana Páez bildet dabei den Endpunkt eines umfassenden Plans, in dem Betrug und Gewalt eng verknüpft sind.
Urteil gegen María Ángeles Molina
Im Jahr 2012 spricht das Landgericht Barcelona das Urteil: 18 Jahre Haft für Mord, vier weitere für Urkundenfälschung und Betrug. Der Richter betont, dass Molina das Vertrauen ihrer Freundin gezielt missbraucht und ihr Doppelleben über lange Zeit aufgebaut hat. Die Kombination aus Nähe, Täuschung und wirtschaftlicher Absicht macht den Fall besonders komplex.
In Spanien sorgt das Urteil für Schlagzeilen. Medien berichten vom „fast perfekten Verbrechen“ – auch, weil Molina ihre Taten mit großer Disziplin geplant hat. Der Mord an Páez wirkt dabei nicht wie eine Affekttat, sondern wie das Ende einer durchkalkulierten Strategie.
Frühere Spuren: Der Tod von Juan Antonio Álvarez Litben
Nach der Verurteilung rückt ein früherer Todesfall in den Fokus der Behörden. Molinas erster Ehemann, Juan Antonio Álvarez Litben, stirbt im Jahr 1996. Die Umstände sind unklar. Die Behörden rollen den Fall nach Bekanntwerden des Mordes an Páez wieder auf, doch konkrete Hinweise auf eine Beteiligung von Molina fehlen. Eine Anklage erfolgt nicht.
Die Netflix-Doku über Angi
„Angi: (K)eine perfekte Mörderin“ setzt bewusst nicht auf reißerische Elemente. Stattdessen zeigt sie, wie Realität und Lüge ineinander übergehen können – und wie leicht Vertrauen zur Falle werden kann.
Für die zweiteilige Netflix-Dokumentation wertete das Team über 2000 Seiten Akten aus und führte mehr als 60 Interviews mit Ermittler:innen, Angehörigen und Bekannten. Ziel war es, ein differenziertes Bild einer Frau zu erstellen, die mit mehreren Identitäten lebt und für Geld jegliche Skrupel hinter sich gelassen hat.
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