[vc_row][vc_column][vc_column_text]Am 20. Juli 1969 landeten Neil Armstrong und Edwin "Buzz" Aldrin als erste Menschen auf dem Mond. Das sogenannte Space Race, das Rennen um die Vorherrschaft im All zwischen den USA und der Sowjetunion, entschieden die Amerikaner für sich. Passend zum 50. Jahrestag erfährst du bei uns, welche Filme Raumfahrt und das Weltall realistisch darstellen.
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2001: Odyssee im Weltraum (1968): „Science“ trifft erstmals auf „Fiction“
Als Stanley Kubrick im Jahr 1968 2001: Odyssee im Weltraum in die Kinos brachte, veränderte der Regisseur für immer das Science-Fiction-Genre. So lebensecht und vorausschauend hatte noch niemand die Zukunft im Film gezeigt. Selbst 50 Jahre später wird 2001 übrigens derzeit wieder in einigen Kinos aufgeführt.
Eine Kolonie auf dem Mond – bleibt sie ein Traum? | © Warner Bros.
Dank der Unterstützung durch NASA und Industrie war Kubricks Werk näher an der Realität als andere Filme jener Zeit – und das, obwohl die Erforschung des Alls gerade erst begonnen hatte. Die Authentizität von 2001 ist nach wie vor beeindruckend, auch trotz des Umstandes, dass Kubrick mit einigen wenigen Vorhersagen daneben lag.
Das zeigt 2001: Odyssee im Weltraum richtig:
- das Weltall ist völlig still, da sich der Schall im Vakuum nicht ausbreiten kann
- das Raumschiff Discovery 1 sowie die Raumstation nutzen Rotation, um künstlich Gravitation zu erzeugen
- die Reise zum Jupiter dauert mehrere Jahre
- Künstliche Intelligenz steuert autonom eine komplexe Maschine
- viele Designs und technische Details der Raumschiffe wurden bei späteren NASA-Projekten wie den Apollo-Missionen umgesetzt
Das Modell einer rotierenden Raumstation nach Wernher von Brauns Idee | © Walt Disney Home Entertainment
Hier lag 2001: Odyssee im Weltraum falsch:
- der kostspielige Vietnam-Krieg in den Siebzigern und die Challenger-Katastrophe von 1986 verlangsamten das Raumfahrtprogramm der USA
- der Astronaut Bowman (Keir Dullea) bleibt fast eine Minute lang ohne Helm im Vakuum, ohne dabei Lungenschäden zu erleiden
- die Mondoberfläche ist in der Realität weitaus weniger gebirgig und ebener als dargestellt
Wenn du wenig Hoffnung für die Zukunft hast, liest du hier alles über die deprimierendsten Serien-Dystopien.[/vc_column_text][odf-metadata odf_tmdb_id="m62"][/um_accordion][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][um_accordion um_accordion_headline="Apollo 13" um_accordion_image="40271"][vc_column_text]
Apollo 13 (1995): Verfilmung einer Beinah-Katastrophe
Im April 1970, nur wenige Monate nach der ersten Mondlandung, entging die NASA nur knapp ihrer potenziell größten Katastrophe: Auf dem Weg zum Erdtrabanten explodierte einer der Sauerstofftanks der Apollo 13-Mission. Die drei Astronauten Jim Lovell, Jack Swigert und Fred Haise schafften es gerade noch heil zurück zur Erde.
„Houston, wir haben ein Problem“ – Die Crew der Apollo 13 (Bill Paxton, Tom Hanks und Kevin Bacon) | © Universal
Regie-Veteran Ron Howard (Solo: A Star Wars Story) verfilmte die Beinah-Katastrophe mit Tom Hanks, Bill Paxton und Kevin Bacon in den Hauptrollen. Das Historiendrama wurde bei der Oscar-Verleihung mit zwei Preisen ausgezeichnet.
Das zeigt Apollo 13 richtig:
- das Verhalten der Astronauten und Gegenstände in der Schwerelosigkeit ist hundertprozentig akkurat, da Howard diese Szenen im Parabelflug (simulierter Schwerkraft im Sturzflug) drehen ließ
- sämtliche Details des Apollo 13-Kommandomoduls sowie des Lunar-Moduls wurden exakt nachgebaut
- die Apollo-Bodenkontrolle in Houston, Texas, ist eine exakte Replik
- der improvisierte Filter, der die Luft an Board im Film wieder atembar machen sollte, wurde tatsächlich von der Bodencrew mit Materialen in der Apollo 13 konstruiert
Die echte Crew der Apollo 13: (v. l. n. r.) Jim Lovell, Jack Swigert & Fred Hais | © Gemeinfrei (NASA)
Hier lag Apollo 13 falsch:
- im All sind Geräusche zu hören
- obwohl Funkkontakt zwischen einer Raumfähre und der Bodenkontrolle beim Umflug der Mondrückseite nicht möglich ist, bedeutet dies nicht, dass diese stets im Dunkeln liegt
- in Notfällen „improvisieren“ weder Astronauten noch Bodenkontrolle, denn NASA hat für jeden möglichen Notfall diverse Protokolle parat
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Gravity (2013): Atemberaubende Schwerelosigkeit
Einen atemberaubenden Weltraumspaziergang zeigte uns Alfonso Cuarón (Roma) in Gravity. In dem siebenfach oscarprämierten Sci-Fi-Thriller muss die Astronautin Ryan Stone (Sandra Bullock) einen Weg zurück zur Erde finden, nachdem ihre Raumfähre im Orbit zerstört wird.
Die Astronauten Stone (Sandra Bullock) und Kowalsky (George Clooney) bei ihrer Routine im All |
Gravity ist nicht nur technisch brillant umgesetzt, sondern stellt das All als eine wirkliche Bedrohung für den Menschen dar. Regisseur Cuarón, der stets ein Auge für Details hat, hielt sich an viele grundlegende Gesetze der Raumfahrt, auch wenn er sie sich für die Dramaturgie einige Male hinbiegen musste.
Das zeigt Gravity richtig:
- das All bleibt still, Geräusche des Aufschlags werden von den Astronauten als dumpf wahrgenommen
- Schrott im Erdorbit existiert tatsächlich und könnte in Zukunft zur Gefahr für die Raumfahrt werden
- im niedrigen Satellitenorbit brauchen Objekte 90 Minuten zur Erdumrundung
- Werkzeuge und Raumanzüge sowie das Innere der Raumstationen und Rettungskapseln wurde bis ins kleinste Detail echten Vorbildern nachempfunden
- Sternenkonstellationen und Blick auf die Erde vom Orbit werden korrekt dargestellt
- unbemannte Raumstationen würden irgendwann auf die Erde stürzen, da der Anziehungskraft durch kurzen Schub nicht mehr entgegengewirkt wird
Die Internationale Raumstation ISS im Satellitenorbit| © Gemeinfrei (NASA)
Hier lag Gravity falsch:
- Außenbordeinsätze sind durchdachte und choreografierte Manöver: Astronaut Matt Kowalski (George Clooney) wäre eine Gefahr für sich und seine Kollegen, wenn er frei herumschweben würde
- die Internationale Raumstation ISS, das Hubble-Teleskop und die chinesische Station Tiangong 1 schweben in verschiedenen Umlaufbahnen und sind nur im Raumanzug unmöglich zu erreichen
- trotz des Ausfalls von Satelliten wäre der Funkkontakt zwischen Astronauten und Bodenstation noch möglich
- Kowalski wäre in seiner letzten Szene nicht einfach davongetrieben, sondern hätte mit einem Ruck in die Gegenrichtung zurückgeholt werden können
- Tränen schweben in der Schwerelosigkeit nicht als Tröpfchen davon, sondern bleiben wegen der Oberflächenspannung am Gesicht haften
- da sich die Raumstationen und der umherfliegende Schrott auf gegenläufigen Bahnen befinden, hätten sie alle 45 Minuten aufeinander treffen müssen
- Stones trägt unter ihrem Raumanzug nur T-Shirt und Unterwäsche, während echte Astronauten in Funktionswäsche, Kabel und Schläuche verpackt sind und dazu noch Windeln tragen
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Interstellar (2014): Auf zur nächsten Galaxie
In Christopher Nolans Interstellar ist der Aufbruch zu neuen Planeten die letzte Hoffnung der Menschheit, denn anhaltende Staubstürme machen die Erde in der Zukunft unbewohnbar. Der Astronaut Cooper (Matthew McConaughey) und seine Crew (u. a. Anne Hathaway) reisen durch ein Wurmloch, um in einer anderen Galaxis einen neuen Heimatplaneten zu finden.
Cooper (Matthew McConaughey) fliegt durch die Tiefen des Alls | © Warner Bros.
Für seine Hommage an 2001: Odyssee im Weltraum arbeitete Nolan (The Dark Knight) eng mit dem amerikanischen Physiker Kip Thorne zusammen. Thorne bestand darauf, Interstellar so wissenschaftlich akkurat wie möglich zu halten. Kleinere Abweichungen waren nur erlaubt, wenn es die Handlung des Films nicht anderweitig zuließ.
Das zeigt Interstellar richtig:
- das All bleibt stumm und das Schiff Endurance erzeugt durch Rotation Gravitation
- die Astronauten starten auf der Erde mit einer Rakete, die NASAs Saturn V nachempfunden wurde
- auch wenn Wurmlöcher (oder Phänomene wie die Einstein-Rosen-Brücke) noch nicht im Universum beobachtet wurden, sind sie theoretisch möglich
- die Gravitationskräfte eines Schwarzen Loches sind so stark, dass sie theoretisch nicht nur den Raum, sondern auch die Zeit krümmen können
- das fiktionale schwarze Loch Gargantua besitzt einen orangefarbenen Rand (Ereignishorizont) wie das 2019 erstmals fotografierte Schwarze Loch der Galaxie M87
Visualisierte Computersimulation eines schwarzen Lochs | © Pixabay
Hier lag Interstellar falsch:
- ein Flug zum Saturn würde selbst bei idealer Planetenkonstellation bis zu fünf Jahre dauern anstatt nur zwei
- Millers Planet ist zu nah an Gargantua – die unterschiedlichen Gravitationskräfte, die auf ihn wirken, hätten ihn auseinandergerissen
- die Crew der Endurance wäre beim Nahflug an Gargantua entweder an der abgegebenen Gamma-Strahlung gestorben oder von der Gravitation „spaghettisiert“ worden
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Der Marsianer – Rettet Mark Watney (2015): Überleben auf dem roten Planeten
Nicht nur der Milliardär Elon Musk träumt vom roten Planeten. Auch halbdokumentarische Serien wie The Mars Generation stellen die Frage, ob du in 15 Jahren zu unserem Nachbarnplaneten aufbrechen und dort leben könntest.
Mark Watney (Matt Damon) ist auf dem Mars auf sich allein gestellt | © 20th Century Fox
Ob du auf dem Mars im Notfall auch alleine überleben könntest, zeigt dir Ridley Scott mit seinem oscar-nominierten Science-Fiction-Drama Der Marsianer – Rettet Mark Wartney. In der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Andy Weir ist Matt Damon als gestrandeter Astronaut auf dem Mars auf sich allein gestellt, bis Rettung eintrifft.
Das zeigt Der Marsianer richtig:
- der Flug zum Mars dauert mehrere Monate bis zu fast einem Jahr
- sämtliche Manöver und Flugstrecken eines Raumschiffs im All müssen vorher präzise berechnet werden
- Tornados kommen auf dem Mars vor und wurden sogar von Kameras aufgenommen
- der Mars-Lander Pathfinder und -Rover Sojourner sind seit 1997 auf dem Planeten und wären mit neuen Batterien sofort wieder einsatzbereit
- der Funkverkehr zwischen Mars und Erde findet zeitverzögert statt
- mit der richtigen Behandlung ist Pflanzenanbau im Marsboden möglich
- das Camp basiert auf echten Habitat-Prototypen, die in der ersten Mars-Mission zum Einsatz kommen sollen
Der Mars-Rover Sojourner, fotografiert vom Mars-Lander Pathfinder | © Gemeinfrei (NASA/JBL)
Hier lag Der Marsianer falsch:
- Staubstürme können hohe Geschwindigkeiten erreichen (bis zu 100 km/h), haben aber aufgrund der dünnen Marsatmosphäre(1,2% der Erde) nur einen schwachen Windruck
- Rückflüge von der Marsoberfläche sind wegen des logistischen Aufwands bisher nicht umsetzbar
- Astronaut Mark Watney (Damon) hätte womöglich nach seinem Langzeitaufenthalt auf dem Mars unter den Folgeschäden der kosmischen Strahlung zu leiden
- Watney und andere Astronauten bewegen sich auf dem Mars wie auf der Erde, obwohl die Anziehungskraft nur 30% der irdischen entspricht
Fürchtest du dich vor den unendlichen Weiten des Alls? Wenn nicht, jagen dir diese Sci-Fi-Horrorfilme garantiert Angst ein![/vc_column_text][odf-metadata odf_tmdb_id="m286217"][/um_accordion][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][um_accordion um_accordion_headline="Aufbruch zum Mond" um_accordion_image="40279"][vc_column_text]
Aufbruch zum Mond (2018): So echt war das All noch nie
„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.“
Diese berühmten Worte sprach Neil Armstrong, als er als erster Mensch einen Fuß auf den Mond setzte. Einen großen Sprung im Kino schaffte auch Damien Chazelle (La La Land) im letzten Jahr mit Aufbruch zum Mond.
Neil Armstrong (Ryan Gosling) und seine Crew sind bereit, Geschichte zu schreiben | © Universal Pictures
Passend zum 50. Jubiläum der Mondlandung erzählt das Historiendrama wie Armstrong (Ryan Gosling) das Apollo-Programm, bis hin zum historischen Flug, erlebte. Aufbruch zum Mond ist nicht nur ein äußerst persönlicher, sondern auch einer der realistischsten Filme über die Raumfahrt.
Das zeigt Aufbruch zum Mond richtig:
- Astronauten sind keine coolen „Superhelden“, sondern ständigem Stress ausgesetzt
- der Gemini-8-Vorfall ereignete sich wirklich: Armstrong und David Scott rotierten in ihrer Raumkapsel, 300 km über der Erde, bei einer Umdrehung pro Sekunde um die eigene Achse und konnten sich nur mit Mühe retten
- sämtliche Geräusche die die Raumanzüge machten, vom Belüftungssystem bis hin zum Klicken des Helmverschluss, wurden authentisch nachgestellt
- die Gemini– sowie Apollo-Module wurden innerlich wie äußerlich detailgetreu nachgebaut
Ein Gemini-Raumschiff im Erdorbit | © Gemeinfrei (NASA)
Hier lag Aufbruch zum Mond falsch:
- bei seinem Testflug mit dem X-15 Forschungsflugzeug hätte Armstrong bei einer Flughöhe von fast 40 km keine Wolken mehr sehen können
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