Der True-Crime-Thriller „Woman of the Hour“ erzählt die verstörende Geschichte des Serienkillers Rodney Alcala, der auch als „The Dating Game Killer“ bekannt ist. Im Folgenden erklären wir Dir das Ende des Regiedebüts von Anna Kendrick („Twilight – Biss zum Morgengrauen“), die darin auch eine Hauptrolle übernahm, im Detail.
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„Woman of the Hour“ wählt einen etwas anderen Ansatz und erzählt die Geschichte nicht aus Sicht des Killers, sondern aus der Perspektive der Opfer. Durch die Verwendung verschiedener Zeitebenen entsteht eine besondere Spannung, die im dramatischen und düsteren Finale ihren Höhepunkt erreicht.
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Doch wie endet „Woman of the Hour“ bei Netflix wirklich und warum ist das Finale so dystopisch? Hier erklären wir Dir alles im Detail – natürlich mit vielen Spoilern!
Woman of the Hour: Die Handlung in chronologischer Reihenfolge
Triggerwarnung: Dieser Text beinhaltet Schilderungen von sexueller Gewalt. Wenn Du empfindlich auf solche Themen reagierst, solltest Du lieber nicht weiterlesen.
Chronologisch gesehen spielt „Woman of the Hour“ in den Jahren 1971, 1977, 1978 und 1979. 1971 vergewaltigt und tötet Rodney Alcala (Daniel Zovatto) die Flugbegleiterin Charlie (Kathryn Gallagher) in ihrer Wohnung, nachdem er ihr beim Transport ihrer Möbel geholfen hat. 1977 nutzt Rodney ein Fotoshooting mit einer schwangeren Frau in einer ländlichen Gegend von Wyoming, um sie anschließend zu töten.
Ein Großteil der Handlung findet im Jahr 1978 statt: Die aufstrebende Schauspielerin Sheryl Bradshaw (Anna Kendrick) wird von ihrem Manager dazu gedrängt, an einer Spielshow teilzunehmen. Darin soll sie aus drei unbekannten Kandidaten einen Mann wählen, der mit ihr auf ein Date gehen darf. Sie entscheidet sich für Rodney, der sie mit seinen interessanten Antworten überzeugt.
Gleichzeitig glaubt die Zuschauerin Laura (Nicolette Robinson), dass Rodney der Mörder ihrer Freundin Alison ist, die am Strand getötet wurde. Allerdings glaubt ihr im Studio niemand. Sheryl geht mit Rodney etwas trinken, merkt jedoch schnell, dass mit dem vermeintlichen Charmeur etwas nicht stimmt. Nur knapp gelingt es ihr, dem Killer zu entkommen.
Der chronologisch letzte Zeitstrang des Films spielt im Jahr 1979, als die jugendliche Ausreißerin Amy (Autumn Best) von Rodney vergewaltigt wird. Sie spielt jedoch mit der Situation, gewinnt das Vertrauen ihres Entführers und kann im dramatischen Finale an einer Tankstelle entkommen. Rodney wird verhaftet und ein Happy End scheint in Sicht.
Was hat das Ende zu bedeuten?
Die letzte Szene von „Woman of the Hour“ bedarf einer genaueren Erklärung, denn auf den ersten Blick wirkt sie verwirrend. Zwar ist in den Augen der Jugendlichen ein Anflug von Erleichterung zu sehen, als Rodney verhaftet wird und Amy somit von ihrem Peiniger befreit wird. Kurz bevor der Bildschirm schwarz wird, atmet sie jedoch angespannt und fast erschrocken ein.
Dann folgen Texttafeln, auf denen der weitere Verlauf von Rodneys Leben festgehalten wird: Er kommt gegen Kaution frei, vergewaltigt und ermordet eine Frau und ein zwölfjähriges Mädchen und wird erst danach endgültig verhaftet und verurteilt. Eine Texttafel zeigt seine gesamte Grausamkeit: Er wurde für den Mord an sieben Frauen und Mädchen verurteilt; viele glauben jedoch, dass er bis zu 130 Frauen und Mädchen getötet hat.
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Hier liegt der Knackpunkt und die Erklärung für Amys Einatmen am Ende: Der Albtraum ist noch lange nicht vorbei und Amy ist alles andere als in Sicherheit, ganz zu schweigen vom seelischen Schaden, den sie erlitten haben dürfte. Das schwere Atmen steht sinnbildlich für die Last, die Rodney all seinen Opfern auferlegt hat und die er auch nach dem Ende des Films weiter verteilt.
Die tiefere Bedeutung von Woman of the Hour
„Woman of the Hour“ ist somit kein Porträt eines Täters, sondern rückt seine Opfer in den Mittelpunkt. Dabei finden sich einige Anspielungen auf die Realität. So entkommt Sheryl beispielsweise nur durch einen absoluten Zufall: Als Rodney sie angreifen will, kommt eine fremde Gruppe vorbei und hält ihn allein durch ihre Präsenz davon ab, sie zu überwältigen. Sheryl hatte Glück – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Allein wäre sie machtlos gegen Rodney gewesen.
Laura verkörpert die Tatsache, dass Frauen, die Vorwürfe sexuellen Missbrauchs öffentlich machen, oft nicht ernst genommen werden. Sie versucht mit allen Mitteln, die Produzent:innen der Datingshow davon zu überzeugen, dass Rodney ihre Freundin auf dem Gewissen hat. Doch statt zur Chefetage wird sie letztlich nur zum Hausmeister gelotst – eine grausame Art, mit ihrem Trauma umzugehen. Regisseurin Kendrick bringt es auf den Punkt: „Laura fungiert wirklich als eine Art Repräsentantin all der Menschen, die versucht haben, Alarm zu schlagen, und ignoriert wurden.“
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Auch die Datingshow selbst ist ein Kommentar zur Objektivierung von Frauen in der Gesellschaft – damals wie heute. Sie sind nettes Beiwerk und treten nur auf, um ihre Karriere in Schwung zu bringen. Dass ausgerechnet in diesem misogynen Umfeld ein echter Frauenmörder sitzt, pervertiert die Situation zusätzlich.
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