Die Zukunft des Internets

Jedes Gerät, das aufs Internet zugreift, braucht eine eigene Adresse, damit es identifiziert werden kann. Und genau das wird zunehmend schwieriger: Als 1981 das Internetprotokoll IPv4 definiert wurde, dachte man, dass 4,3 Milliarden IP-Adressen genügen würden. Damals waren vor allem Universitäten, militärische Einrichtungen und wenige Unternehmen im Internet. Das Web als Massenphänomen mit internetfähigen Handys klang damals nach Science Fiction. Doch die 4,3 Milliarden Adressen reichen schon lange nicht mehr.

Eine unvorstellbar große Anzahl an Internetadressen
Die Lösung heißt IPv6, denn hier sind durch eine komplett neue Struktur von IP-Adressen theoretisch bis zu 340 Sextillionen (ausgeschrieben: 340 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000) Kombinationen für einzigartige Adressen möglich. Damit wird daher auch eine entscheidende Grundlage gelegt, sämtliche Geräte in unzähligen Haushalten künftig noch intelligenter zu vernetzen. Und wir tüfteln weiter daran.

Was IPv6 kann
Jedes Gerät wird künftig eindeutig identifizierbar und ansteuerbar sein. Das macht unzählige neue Anwendungen denkbar: Ein Pannendienst, der den Fehler per Ferndiagnose gefunden und die passenden Teile gleich dabei hat. Oder Sie in die Werkstatt bringt, in der die Teile vorrätig sind und die einen Termin frei hat. Und es hat auch ganz praktische Vorteile: Mit Ihrem Rechner sind Sie - egal wo Sie sich gerade aufhalten - immer unter der gleichen Adresse identifizierbar: Sie müssten sich nicht mehr mit Passwörtern irgendwo anmelden - wenn Sie wollen, kann die andere Seite Sie identfizieren. Theoretisch könnte jeder Joghurtbecher im Supermarkt eine eigene IP-Adresse bekommen - wenn sich Anwendungsfälle finden lassen, die sinnvoll sind. Daran arbeiten wir: Die technologische Grundlage für neue Services und Geschäftsmodelle zu entwickeln.