Fragen und Antworten

Neue Technologien werfen Fragen auf - das ist auch beim Mobilfunk nicht anders. Wir haben für Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen und Antworten rund um die mobile Kommunikation zusammengestellt.


BASISSTATIONEN

Warum kann auf Mobilfunkanlagen in Wohngebieten nicht verzichtet werden?

Auf Basisstationen in Wohngebieten kann nicht verzichtet werden, weil sie auf Grund der kleinzelligen Struktur der Moblifunknetze dort stehen müssen, wo unsere Kunden telefonieren wollen. Dies ist auch für die Exposition durch elektromagnetische Felder günstig: Sowohl Basisstationen wie auch Handys können mit besonders geringer Leistung arbeiten.

Mobilfunk bedeutet, frei und ungehindert an jedem Ort telefonieren zu können. Wie beim Radioempfang ist hierzu der Empfang elektromagnetischer Wellen von einer Basisstation nötig. Im Gegensatz zu Radiosendern, die mit relativ hoher Sendeleistung arbeiten, kommt der Mobilfunk mit sehr geringen Sendeleistungen aus. Dafür ist aber das Versorgungsgebiet, das von einer Basisstation abgedeckt werden kann, entsprechend kleiner. Mit zunehmendem Abstand von der Sendeantenne nimmt das Funksignal rasch an Intensität ab.

Mobilfunk-Basisstationen müssen also in der Nähe ihrer Nutzer stehen, d. h. in Einkaufsstrassen, auf öffentlichen Plätzen, in Gewerbegebieten, an Autobahnen, und eben auch in Wohngebieten. Damit allen Nutzern jederzeit eine Verbindung zur Verfügung steht, müssen bei hohem Gesprächsaufkommen entsprechend mehr Basisstationen errichtet werden, da jede nur eine begrenzete Zahl von Kanälen zur Verfügung hat. Dabei gilt: Je besser die Verbindung ist, d.h. je näher sich Basisstation und Handys sind, desto geringer ist die Sendeleistung, mit der beide arbeiten müssen. Denn Handys und Basisstationen regeln ihre Sendeleistung immer auf ein erforderliches Minimum herunter und sparen damit Energie. Insgesamt betrachtet sinkt also die Gesamtemission in einem Gebiet, je dichter der Ausbau mit Basisstationen ist.

Die wichtigsten Gründe für die Notwendigkeit von Basisstationen in Wohngebieten:

    * Mobilfunknutzer wollen auch zu Hause - also in ihrem Wohngebiet - telefonieren.
    * In Wohngebieten halten sich viele Menschen auf
    * Die Handys mit ihrer geringen Sendeleistung müssen die Basisstationen erreichen.
    * Je nach Topologie des Geländes müssen die Basisstationen optimal verteilt werden.
    * Aus Kapazitätsgründen müssen dort mehr Basisstationen gebaut werden, wo viele Mobilfunknutzer sind.

Wer entscheidet, wo eine Basisstation gebaut wird?

Als Netzbetreiber entscheidet Vodafone, wo eine Mobilfunk-Basisstation für eine zuverlässige Netzversorgung gebaut wird. Wir haben aber 2001 gemeinsam mit den anderen Mobilfunknetzbetreibern einen Vertrag mit den Kommunalen Spitzenverbänden abgeschlossen, in dem wir uns dazu verpflichten, jede Kommune umfassend über die Netzplanung und den Bau neuer Basisstationen zu informieren. Vertragsbestandteil ist darüber hinaus die Zusage, etwaigen kommunalen Wünschen bei der Standortwahl Rechnung zu tragen, sofern dem insbesondere funktechnische Gründe nicht entgegenstehen.

Mobilfunkbasisstationen müssen da stehen, wo Menschen telefonieren wollen. Die optimale Versorgung aller unserer Nutzer verlangt eine flächendeckende Versorgung durch das Mobilfunknetz - diese Verpflichtung ist Teil der Lizenz. Jedoch ist die Anzahl der Gespräche, die gleichzeitig von einer Sende- und Empfangsanlage behandelt werden kann, begrenzt. Um das wachsende Gesprächsaufkommen in einem Gebiet abdecken zu können, muss die Kapazität unseres Netzes kontinuierlich erhöht werden. Das geschieht durch den Bau weiterer Sendeanlagen. Jede geplante Mobilfunkantenne trägt folglich zur Verbesserung der Netz-Infrastruktur bei.

Zunächst identifizieren unsere Funknetzplaner anhand des Gesamtnetzkonzeptes den idealen Standort für die neue Basisstation. Hier werden alle wichtigen funktechnischen Eignungen, z.B. die Standorthöhe, die Verträglichkeit mit bereits vorhandenen Funksystemen, die Anbindung der benachbarten Netzzellen oder die Verfügbarkeit des Standortes, überprüft. Entsprechend der Vereinbarung, die zwischen den Mobilfunkbetreibern und den kommunalen Spitzenverbänden getroffen wurde, teilen wir diese Planung den kommunalen Behörden mit. Sollte die Kommune eine andere Vorstellung zum ausgewählten Standort haben, kann sie alternative Standortvorschläge unterbreiten. Die Standortvorschläge der Kommune werden genauestens geprüft und bei Eignung umgesetzt.

Sobald ein geeigneter Standort gefunden wurde, schließen wir einen Mietvertrag mit dem Eigentümer ab, klären eventuelle Fragen hinsichtlich Baugenehmigung oder Denkmal- und Naturschutz, und beginnen mit dem Aufbau der Basisstation. Vor Inbetriebnahme dieser neuen Basisstation müssen wir die BNetzA von dieser Anlage in Kenntnis setzen. Mit einer individuellen Standortbescheinigung bescheinigt die BNetzA wiederum die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte. Des weiteren muss jede neue Sendeanlage zwei Wochen vor Inbetriebnahme auch bei der Kommune, und möglichst zeitnah bei der lokal zuständigen Verwaltungsbehörde (z. B. der BNetzA) angemeldet werden.

Übrigens: Regelmäßig durchgeführte Messaktionen von der BNetzA zeigen, dass die Feldstärken dieser Sendeanlagen die gesetzlichen Grenzwerte oft umd das 100 bis 1000 fache unterschreiten. Genaue Informationen über die Ergebnisse der Messkampagnen sowie über die Standorte von Mobilfunk-Sendeanlagen finden Sie im Internetangebot der BNetzA.


MOBILFUNK, GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Ist Mobilfunk gefährlich für die Gesundheit?

Nein. Weltweit gibt es über 25.000 Studien und Forschungsberichte zum Thema "Gesundheit und elektromagnetische Felder", von denen etwa 5000 eine direkte Relevanz für den Mobilfunk besitzen. Für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die wissenschaftlichen Kenntnisse über elektromagnetischen Felder heute umfangreicher als über die meisten Chemikalien. Das Ergebnis: Es gibt keine Anhaltspunkte, dass elektromagnetische Wellen im Bereich des Mobilfunks mit den dort üblichen geringen Sendeleistungen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Anders lautende Aussagen basieren meist auf Hypothesen und einzelnen Versuchen, die in wissenschaftlichen Kreisen sehr umstritten sind.

Welche Wirkung haben elektromagnetische Felder auf den menschlichen Körper?

Die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks können Wärmewirkungen hervorrufen. Hier sind die Aussagen der Experten, wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der Strahlenschutzkommission (SSK), einig, dass diese die einzig wissenschaftlich gesicherten Wirkungen sind.

Die Wirkung elektromagnetischer Felder auf den menschlichen Körper wird seit vielen Jahren intensiv erforscht. Grundsätzlich gilt: Welche Effekte sie beim Menschen hervorrufen, ist abhängig von ihrer Frequenz.

Hochfrequente elektromagnetische Wellen, wie sie heute beim Mobilfunk entstehen, werden vom menschlichen Körper teilweise absorbiert, also aufgenommen, und dabei in Wärme umgewandelt. Im Vergleich zum normalen Wärmehaushalt des Menschen ist dieser zusätzliche Wärmeeintrag jedoch so gering, dass er vollständig durch die Regulationsmechanismen des Körpers kompensiert wird.

Zum Schutz vor gesundheitsgefährdenden Auswirkungen haben anerkannte wissenschaftliche Einrichtungen, wie die WHO und die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP), ein umfassendes Grenzwertkonzept festgelegt. Die Einhaltung dieser Grenzwerte für den Mobilfunk stellt sicher, dass auch bei dauerhaftem Aufenthalt in elektromagnetischen Feldern keinerlei Gesundheitsgefahren für den Menschen bestehen.

Warum kann die Ungefährlichkeit solcher Felder nicht 100%ig nachgewiesen werden?

Die Wissenschaft kann solch einen Nullbeweis leider nicht führen. Denn um die Unschädlichkeit generell zu beweisen, müßte jeder nur denkbare Effekt über einen extrem langen Zeitraum und bis in alle Details untersucht werden - und das kann niemand leisten.

Expertengremien wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP), das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) oder die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) haben deshalb klare Kriterien entwickelt, wie die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Arbeit in den Gesundheitsschutz eingehen.

Beständig werden die aktuellen Grenzwerte für den Mobilfunk überprüft und kritisch hinterfragt. Die Grenzwerte geben somit den aktuellen Stand der Wissenschaft wieder - und stellen hierdurch sicher, dass beim mobilen Telefonieren keine Gefahr für die Gesundheit besteht.

Sollte die Wirkung elektromagnetischer Feldern nicht erst besser erforscht werden?

Nein. Kaum ein Umweltfaktor stand so sehr im Zentrum des wissenschaftlichen Interesses wie elektromagnetische Felder und ihre Wirkungen - und das schon seit vielen Jahren.

In über 25.000 Untersuchungen weltweit wurden die Effekte von Hochfrequenzfeldern auf den menschlichen Körper erforscht. Davon bezogen sich allein etwa 5000 Forschungsarbeiten speziell auf die Mobilfunkwellen. Für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die wissenschaftlichen Kenntnisse über elektromagnetischen Felder heute umfangreicher als über die meisten Chemikalien:

"Im Gebiet biologischer Effekte und medizinischer Anwendungen nichtionisierender Strahlung sind während der vergangenen 30 Jahre circa 25.000 Artikel veröffentlicht worden. Auch wenn manche Leute das Gefühl haben, es müsste mehr Forschung betrieben werden, sind die wissenschaftlichen Kenntnisse auf diesem Gebiet heute umfangreicher als über die meisten Chemikalien."

Ein Beweis für Auswirkungen dieser Felder auf die Gesundheit konnte in all diesen Arbeiten nicht erbracht werden. Vielmehr war das übereinstimmende Ergebnis, dass die elektromagnetischen Wellen des Mobilfunks im menschlichen Organismus vor allem eine Wärmeentwicklung hervorrufen. Die moderne Medizin beispielsweise setzt diesen Effekt erfolgreich für Wärmetherapien oder Laseroperationen ein.

Jedes Studienergebnis wird durch unabhängige, wissenschaftliche Gremien, wie z. B. die Weltgesundheitsorganisation (WHO), beobachtet, bewertet und für die Sicherheits- und Grenzwertempfehlungen berücksichtigt. Um noch vorhandene Wissenslücken zu schließen und das vorhandene Wissen weiter zu vertiefen, werden im Rahmen nationaler und internationaler Forschungsprogramme zahlreiche Studien gefördert. Man kann also sicher sagen, dass die Wirkung elektromagnetischer Felder auf den Menschen bekannt ist.

Trotzdem sind wir von Vodafone der Ansicht, dass die Forschung über elektromagnetische Felder weiter gefördert werden sollte. Wir unterstützen unabhängige Institute und Universitäten und fördern die Mobilfunkforschung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Bereits 2001 wurden im Rahmen der freiwilligen Selbstverpflichtung der Mobilfunk-Netzbetreiber Finanzmittel in Höhe von von 8,5 Millionen Euro für Forschung zugesagt, die zusammen mit Forschungsgeldern des BfS in der selben Größenordnung ins Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm geflossen sind. Nach dessen Abschluß 2008 wurde von den Netzbetreibern weitere 1 Million Euro für Mobilfunk-Studien im Rahmen des Umwelt-Forschungsplans des BfS bereit gestellt, 2012 abermals 600.000 Euro. Umfangreiche Informationen zum Vergabeverfahren, zu ausgeschriebenen und abgeschlossenen Forschungsvorhaben finden sich auf der Seite www.emf-forschungsprogramm.de.

Wer legt die Grenzwerte fest und überprüft sie?

Die Grenzwerte werden von internationalen Organisationen, wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) empfohlen und von der jeweiligen nationale Legislative festgelegt und überprüft.

Die Grenzwerte für den Mobilfunk, so wie sie heute in Deutschland gelten, basieren auf einer regelmäßigen und gründlichen Auswertung aller wissenschaftlichen Studien sowie einem zusätzlichen Sicherheitsfaktor. Unabhängige, wissenschaftliche Organisationen - z.B. die WHO oder die ICNRIP sichten und bewerten die Forschungsarbeiten und geben Empfehlungen für Grenzwerte und Sicherheitsbestimmungen ab. Diese werden dann von nationalen Behörden in Gesetze und Verordnungen umgewandelt.

In Deutschland wurden die Grenzwerte für elektromagnetische Felder per Verordnung durch die Bundesregierung und mit Zustimmung des Bundesrates in der 26. Bundesimmissionsschutz-Verordnung festgelegt. Als wissenschaftlicher Berater steht der Politik dabei die Strahlenschutzkommission (SSK) zur Seite, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass die Grenzwertempfehlungen der ICNIRP den Personenschutz umfassend gewährleisten. Deutschland, wie die meisten anderen europäischen Länder stimmen so auch mit den Empfehlung der EU-Gesundheitsminister von 1999 überein, die ebenfalls die Grenzwertempfehlungen der ICNIRP übergenommen hat.

Die regelmäßige Überprüfung der Einhaltung der Grenzwerte bei den Funksendeanlagen fällt in den Zuständigkeitsbereich der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Nach eingehender Prüfung der Sicherheitsabstände und Emissionswerte erteilt sie für jede einzelne Basisstation eine individuelle Standortbescheinigung. Die BNetzA hat auch das Recht, jederzeit und ohne Vorankündigung stichprobenartige Messungen an den Antennenstandorten durchzuführen. In bundesweiten Messaktionen überprüft die BNetzA die aktuellen Immissionen, wofür neben den Messfahrzeugen auch 14 automatische Messstationen für ein kontinuierliches Monitoring zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse dieser Messungen werden im Internet veröffentlicht - in den EMF-Messreihen sowie in der Standortdatenbank.

Wieso wird noch weiter geforscht, wenn die Grenzwerte angeblich sicher sind?

Die Grenzwerte sind sicher, weil immer weiter geforscht wird!

Ständige Prüfung ist ein wichtiger Sicherheitsgrundsatz in vielen Bereichen unseres Lebens. Deshalb muss unser Fahrzeug regelmäßig vom TÜV, deshalb werden Flugzeuge, Brücken, Aufzüge usw. regelmäßig überprüft.

Dieses Prinzip gilt auch bei Grenzwerten - auch diese werden regelmäßig durch Fachexperten geprüft. Dazu ist es aber erforderlich, dass die Wissenschaft nicht auf Ihrem Wissensstand verharrt, sondern immer neuen Fragen nachgeht und deren Relevanz prüft. Deshalb macht es Sinn, in einem angemessenen Umfang stets auch neue Forschungsmittel bereit zustellen und neue Studien durchzuführen.

Was sind SAR-Werte und was sagen sie aus?

Die Abkürzung SAR steht für Spezifische Absorptionsrate. Sie ist ein Maß für die Aufnahme von Funkwellen im menschlichen Körper und wird in Watt pro Kilogramm Körpergewicht (W/kg) ausgedrückt.

Jeder Handy-Hersteller muss die SAR-Werte seiner Mobiltelefone nach einem europaweit standardisierten Prüfverfahren, der Norm EN 50360, ermitteln. Mit einem speziellen Testaufbau wird die absorbierte Energie - der SAR-Wert - bei maximaler Sendeleistung der Handys gemessen. Die gemessenen Werte dürfen den SAR-Grenzwert nicht überschreiten. Der SAR-Wert eines Handys gibt folglich immer einen Wert wieder, der unter höchstmöglicher Sendeleistung des Handys ermittelt wurde.

Damit unzulässige Erwärmungen des menschlichen Gewebes (vor allem im Kopf) sicher ausgeschlossen sind, wurde ein so genannter Teilkörpergrenzwert festgelegt. In Europa liegt dieser Grenzwert für Handys bei 2 W/kg. Das bedeutet: Selbst wenn das Handy im Dauerbetrieb mit einer maximalen Sendeleistung eingesetzt wird, besteht keinerlei Gefahr für die Gesundheit.

Für die Exposition bei tagtäglichem Gebrauch kann man den SAR-Wert eines Handys aber lediglich als Richtwert sehen. Denn Handys und Basisstationen verfügen über eine dynamische Leistungsregelung. Bei guter Verbindung zueinander, regeln beide ihre erforderliche Leistung auf ein Minimum herunter. Innerhalb von Gebäuden oder Autos sendet das Handy meist mit maximaler Energie, da die Funksignale durch Mauern oder Metalle abgeschwächt werden können.

Wie kann ich die SAR beim Telefonieren niedrig halten?

Auf den Webseiten von Vodafone finden Sie viele nützliche und relevante Informationen zum Thema Mobilfunk und Gesundheit. Wenn Sie zusätzliche Maßnahmen ergreifen wollen, weil Sie besorgt sind, dass Handys oder Basisstationen Effekte auf Ihre Gesundheit haben könnten, verweisen wir auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die hierzu nützliche Hinweise gibt.

Grundsätzlich kommt die WHO in ihrer Bewertung zu dem Schluss, dass es aktuell keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür gibt, dass die Exposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder eine gesundheitsschädliche Wirkung hervorruft.

Sie stellt weiterhin fest, dass auf Basis des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes keine besonderen Vorsorgemaßnahmen für die Nutzung von mobilen Endgeräten notwendig sind. Falls Sie besorgt sind und ihre Exposition durch Funkwellen verringern möchten, können Sie gemäß den Empfehlungen der WHO Zubehör, wie z. B. eine Freisprecheinrichtung verwenden, um das Mobiltelefon vom Kopf und Körper fernzuhalten, oder die Dauer Ihrer Gespräche anpassen.

Die Mehrheit der Experten, die Studien zu Mobiltelefonen, Basisstationen und Gesundheit durchführen, kommt zu dem Schluss, dass keine Änderungen des aktuellen Verhaltens notwendig sind - weder für den Gebrauch von Handys, noch in der Nähe von Basisstationen.

Gibt es schon Forschungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von UMTS?

Ja. Eine Reihe bereits abgeschlossener Forschungsprojekte haben sich mit UMTS-Signalen beschäftigt. Darüber hinaus wurden von verschiedenen Institutionen spezielle Forschungsvorhaben vergeben, die sich noch detaillierter mit dieser Technologie auseinander setzen.

Genauso kann man aber auch auf Untersuchungsergebnisse zurückgreifen, die in Nordamerika und den USA gesammelt wurden. Dort arbeiten schon heute Mobilfunknetze mit derselben Technik, die in Deutschland erst mit UMTS eingeführt wird.

Diese Ergebnisse bestätigen die Grenzwertempfehlungen der Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP). Für Deutschland sind diese Grenzwerte gesetzlich festgeschrieben. Deren Einhaltung wird von der Bundesnetzagentur - wie auch schon bei GSM - im Standortbescheinigungs-Verfahren für jeden Antennenstandort und in regelmäßigen Messungen sicherstellt.

Was leistet Vodafone zum Schutz der Bevölkerung?

Wir leisten sehr viel. Wie jede andere Technik des Menschen erfordert auch die Nutzung der drahtlosen Informationsübertragung einen sachgemäßen Umgang. Weil wir uns der großen Verantwortung bewusst sind, die wir als globales Unternehmen tragen, ist uns der Schutz und die Information der Bevölkerung sehr wichtig. In unseren Unternehmensleitlinien verpflichten wir uns mit Kommunen, Landes- und Bundesregierungen und den anderen Mobilfunkbetreibern konstruktiv zusammenzuarbeiten, sowie Forschungsvorhaben zu unterstützen und die Öffentlichkeit umfassend zu informieren.

Die Forschungsförderung geschieht beispielsweise durch die finanzielle Unterstützung der Mobilfunkforschung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). So hat sich Vodafone bereits am Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm 2002-2008 beteiligt und gemeinsam mit den anderen Netzbetreibern 8,5 Millionen Euro beigesteuert. Von 1991-2009 waren wir Mitglied der Forschungsgemeinschaft Funk e.V. (FGF) und haben die dort geförderten Projekte personell und finanziell unterstützt. Ab 2010 fördern die Netzbetreiber die Mobilfunkforschung des BfS mit einer Million Euro, seit 2012 mit weiteren 600.000 Euro.

Der Dialog mit Kommunen und Gemeinden spiegelt sich in einer gemeinsamen Vereinbarung zwischen kommunalen Spitzenverbänden und Mobilfunkbetreibern wider. Natürlich sehen wir uns als Unternehmen aber auch in der Verantwortung für den sicheren Betrieb aller Anlagen, die selbstverständlich die geltenden Grenzwerte und Sicherheitsbestimmungen einhalten. Damit wird nicht nur der notwendige Schutz der Anwohner sondern auch der Kollegen, die aus beruflichen Gründen in unmittelbarer Nähe unserer Basisstationen arbeiten, sichergestellt.


HANDYS & CO.

Dürfen Träger von Herzschrittmachern Handys benutzen?

Ja, auch Träger von Herzschrittmachern können ein Handy benutzen. Sie sollten aber das Handy nicht in der Brusttasche tragen und mindestens 25 Zentimeter Abstand zum Herzschrittmacher einhalten. Auch wenn Herzschrittmacher prinzipiell durch ein anderes elektronisches Gerät, wie ein Handy, gestört werden können, ist die Mehrzahl moderner Schrittmacher gegenüber Handys störsicher.

Eine Studie der Universität Köln aus dem Jahr 2003 hat ergeben, dass 2 Prozent der 200 untersuchten Herzschrittmacher durch Handys in ihrer Funktion gestört werden konnten. Bei Abständen von mehr als 2 Zentimetern zwischen Handy und Herzschrittmacher war bei keinem der getesteten Herzschrittmacher eine Störung nachweisbar. Eine frühere Untersuchung der Universität Gießen aus dem Jahr 1995 zeigte noch eine Beeinflussung bei 25 Prozent der Herzschrittmachertypen. Dies zeigt nach Ansicht der Autoren der Kölner Studie, dass die Sicherheit von Herzschrittmachern wesentlich verbessert wurde.

Fragen Sie zur Störfestigkeit Ihres Herzschrittmachers Ihren Arzt um Rat. Da eine Beeinträchtigung von Schrittmachern unbekannter Störfestigkeit jedoch nicht ausgeschlossen werden kann, empfiehlt es sich, einen Abstand von 25 Zentimetern zwischen dem Schrittmacher und einem eingeschalteten Handy einzuhalten und das eingeschaltete Mobiltelefon nicht unmittelbar am Oberkörper, z. B. in der Jackentasche, zu tragen.

Ist es gefährlich, im Auto zu telefonieren?

Ja, es ist gefährlich. Wer während des Autofahrens telefoniert, kann sich nicht genügend auf den Straßenverkehr konzentrieren. Zur Verringerung des Unfallrisikos ist es Autofahrern seit dem 1. Februar 2001 verboten, ihr Mobiltelefon bei laufendem Motor ohne Freisprecheinrichtung zu nutzen.

Eine Kombination aus Freisprecheinrichtung und Außenantenne ermöglich darüber hinaus eine optimale Verbindung. Die Autokarosserie beeinflusst auf Grund ihrer metallischen Bestandteile die Verbindungsqualität von Handy und Basisstation ("Faraday'scher Käfig"). Das bedeutet, dass das Handy mit einer höheren Sendeleistung arbeiten muss, um die Basisstation zu erreichen. Die Folge: Die Emission elektromagnetischer Felder des Handys steigt an. Dennoch werden auch dann die zulässigen Grenzwerte eingehalten, wenn z.B. der Beifahrer ein Mobiltelefon benutzt. Dies haben Untersuchungen des Instituts für Mobilfunk und Satellitentechnik gezeigt.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist es, dass das Airbag-System eines Autos durch die Nutzung eines Handys beeinflusst werden kann. Untersuchungen der Firmen Volkswagen und Dynamit Nobel haben jedoch ergeben, dass das Airbag-System dem Handy gegenüber störsicher ist. Als Sicherheitsempfehlung für das KfZ-Bordnetz raten viele Hersteller, Handys im Auto nur mit Außenantenne zu nutzen.

Warum darf man im Krankenhaus nicht überall telefonieren?

In Krankenhäusern ist das Telefonieren nicht überall gestattet, weil empfindliche Medizingeräte insbesondere lebenserhaltende Geräte auf Intensivstationen davon gestört werden können.

Einige Medizingeräte in Krankenhäusern arbeiten mit hochsensibler Elektronik. Ältere und empfindliche Analyse- und Behandlungsgeräte weisen zum Teil schon auf Grund ihrer Funktionsweise, beispielsweise der Messung von elektrischen Spannungen im Mikro-Volt-Bereich bei EEGs (Elektroenzephalogramm zur Messung von Hirnströmen), eine ungenügende Störfestigkeit auf. Untersuchungen haben gezeigt, dass es bei kleineren Abständen zu Störungen durch ein Handy kommen kann.

In bestimmten Bereichen von Krankenhäusern, z. B. Operationssälen oder Intensivstationen, und in ärztlichen Behandlungsräumen sollten Handynutzer deshalb ihr Mobiltelefon grundsätzlich ausschalten. In jedem Fall sind die Benutzungshinweise des jeweiligen Krankenhauses wie auch die Anweisungen des Personals zu beachten.



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