Festlegung von Grenzwerten

Von der Forschung zur rechtlichen Vorgabe

Weltweit gibt es etwa 30.000 Studien und Forschungsberichte zu biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder. Davon besitzen etwa 10 Prozent eine direkte Relevanz für den Bereich der Mobilfunkfrequenzen. Pro Jahr kommen einige Hundert neuer Publikationen hinzu. Diese Studien bilden die Basis für die Festlegung von Grenzwerten. Dazu wird der aktuelle Stand der Forschung kontinuierlich von nationalen und internationalen Expertenkommissionen überprüft. Die in Deutschland geltenden Grenzwerte basieren auf den Empfehlungen der "Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung" (ICNIRP). Die von der ICNIRP empfohlenen Grenzwerte werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Rat der Europäischen Union anerkannt. Mehr zu Studien und deren Bewertung unter dem Navigationspunkt "Forschung".

Die international anerkannten Grenzwerte finden sich auch im deutschen Recht wieder. Die 26. Verordnung zur Durchführung des Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über elektromagnetische Felder - 26. BImSchV) regelt die Bedingungen zum sicheren Betrieb von Sendeanlagen. Die 26. BImSchV ist seit dem 1. Januar 1997 in Kraft. Dabei bezieht sich die Bundesregierung auf die Empfehlungen der Deutschen Strahlenschutzkommission (SSK), die den Bundesumweltminister in diesen Belangen sachverständig berät. Übrigens: Mit der 26. BIMSchV schuf Deutschland als erstes EU-Land rechtlich verbindliche Regelungen zur Begrenzung elektromagnetischer Felder.




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