Szene aus "The Wonderful Story of Henry Sugar"
© Netflix
Auf dem Bild zum Film Solo Mio mit Kevin James stehen Matt, gespielt von Kevin James, und Gia, gespielt von Nicole Grimaudo, eng beieinander inmitten eines Weinbergs. Beide wirken gelöst und glücklich – Matt trägt eine braune Jacke, Gia einen beigen Mantel. Die herbstlich gefärbten Reben im Hintergrund erzeugen eine ruhige und romantische Stimmung.
Eine Szene aus "The French Dispatch" mit Bill Murray und Jeffrey Wright

Wes Anderson: Diese 5 Filme des Regisseurs solltest Du kennen

Einen Film von Wes Ander­son erkennst Du auf Anhieb. Der Aus­nahme-Regis­seur hat seinen ganz eige­nen Stil zwis­chen Pastelltö­nen, Vin­tage und sym­metrischen Shots gefun­den. In welchen Werken diese Ele­mente beson­ders gut zur Gel­tung kommt, ver­rat­en wir Dir hier. 

Seine bei­den let­zten Filme „The French Dis­patch” (2021) und „Aster­oid City” (2023) blieben bei Kri­tiken und Kinop­ub­likum hin­ter den Möglichkeit­en zurück. Dafür spricht ein Tomatome­ter von jew­eils nur 75 Prozent bei Rot­ten Toma­toes. Oder bess­er gesagt: Die Meth­ode Wes Ander­son schien etwas aus­gereizt, Über­raschun­gen blieben aus, der Magi­er dro­hte seinen Zauber zu verlieren.

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Aus­gerech­net ein für Net­flix gedrehter Kurz­film des Regis­seurs kön­nte seinen Ruf als Inno­va­tor des Kinos wieder­her­stellen: Mit „Ich sehe was, was Du nicht siehst” (Net­flix-Start: 27. Sep­tem­ber 2023) hat Ander­son eine Kurzgeschichte von Roald Dahl ver­filmt. Und die Kritiker:innen äußern sich über­schwänglich, bei Rot­ten Toma­toes ste­ht sog­ar ein Score von starken 96 Prozent.

Ich sehe was, was Du nicht siehst (2023)

Der Kurz­film mit nur 39 Minuten Länge ist nach dem Ani­ma­tions­film „Der fan­tastis­che Mr. Fox” (2010) die zweite Ander­son-Adap­tion ein­er Vor­lage von Roald Dahl. „The Won­der­ful World of Hen­ry Sug­ar (Orig­inalti­tel) basiert auf dem gle­ich­nami­gen Kurzgeschicht­en­band des britis­chen Schriftstellers.

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Wes Ander­son lässt den Schrift­steller sog­ar selb­st auftreten – in ein­er ver­track­ten Geschichte über das Sehen, also die Grund­la­gen sein­er Filmemach­er-Kun­st. Dahl (Ralph Fiennes) sitzt in sein­er Stube und arbeit­et an ein­er neuen Sto­ry. Die klingt ger­adezu uner­hört: Es geht um Hen­ry Sug­ar (Bene­dict Cumberbatch).

Der eitle Herr stiehlt ein Buch, mit dessen Hil­fe er ange­blich die Zukun­ft vorher­sagen kann. In dem Buch schrieb der Arzt Dr. Chat­ter­jee (Dev Patel) die Geschichte des sagen­haften Imrat Khan (Ben Kings­ley) auf. Khan fol­gte der Lehre eines Yogis und kon­nte sehen, ohne seine Augen zu gebrauchen. Sug­ar ist begeis­tert und trainiert besessen, um von dieser einzi­gar­ti­gen Fähigkeit prof­i­tieren zu können.

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Die Royal Tenenbaums (2001)

Wer den visuellen Stil von Wes Ander­son in sein­er Gesamtheit erfassen möchte, hat bei „Die Roy­al Tenen­baums” gute Chan­cen. In diesem frühen Film des Regis­seurs sind die Pastell­far­ben noch nicht so dom­i­nant. Dafür tre­f­fen Stars wie Ben Stiller, Gwyneth Pal­trow, Gene Hack­man, Bill Mur­ray und Owen Wil­son, der übri­gens auch das Oscar-nominierte Drehbuch mitschrieb, auf einen grandiosen Indie-Sound­track mit Elliott Smith, Nico, The Vel­vet Under­ground und Nick Drake.

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In dem sub­tilen, tragikomis­chen Dra­ma um die Fam­i­lie Tenen­baum – Fam­i­lienkon­stel­la­tio­nen sind auch ein beliebtes und wiederkehren­des Wes-Ander­son-Motiv – geht es grob gesagt um Verge­bung und ver­passte Leben­schan­cen. Die drei Geschwis­ter Mar­got (Gwyneth Pal­trow), Chas (Ben Stiller) und Richie (Luke Wil­son) hat­ten eine rosige Zukun­ft als Autorin, Zahlen-Genie und Ten­nis­spiel­er vor sich, bis ihr Vater Roy­al Tenen­baum (Gene Hack­man) die Fam­i­lie verließ.

Jahre später tre­f­fen die Mit­glieder wieder aufeinan­der. Alle haben pri­vat oder beru­flich ihr Päckchen zu tra­gen. Und dann eröffnet Roy­al Tenen­baum seinen Kindern auch noch, dass er an Krebs lei­de und sich mit ihnen ver­söh­nen wolle.

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Rushmore (1998)

Bei der Aufzäh­lung von Wes Ander­sons besten Fil­men wird „Rush­more” oft unter­schätzt. Dabei ver­bre­it­et die Komödie ger­ade durch ihren schwarzen Humor, die Freude des Casts am Spiel und eine gehörige Por­tion Chaos und Anar­chie ziem­lich gute Laune.

Zu Recht war „Rush­more” ein­er der Indie-Filmhits des Jahres 1998 und ver­half damit nicht nur Wes Ander­son und Owen Wil­son zum Durch­bruch. Auch Schaus­piel­er und Musik­er Jason Schwartz­man debütierte in dem Streifen als Haupt­darsteller. Er verkör­pert den 15-jähri­gen Son­der­ling Max Fis­ch­er, der die Pri­vatschule Rush­more besucht.

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Obwohl der Nerd in etlichen Pro­jek­ten und Grup­pen – unter anderem Astronomie, Fecht­en, Imk­ern und Kung-Fu – engagiert ist, erfüllt er nicht die Erwartun­gen sein­er Lehrer:innen. Auch von anderen Kindern wird er gemieden und find­et erst im Geschäfts­mann Her­man Blume (Bill Mur­ray) einen älteren Fre­und. Doch die Vorschullehrerin Rose­mary Cross (Olivia Williams) stellt die Fre­und­schaft der bei­den auf eine harte Probe.

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Isle of Dogs – Ataris Reise (2018)

Wes Ander­sons „Isle of Dogs” ist nach „Der fan­tastis­che Mr. Fox” (2009) sein zweites Stop-Motion-Ani­ma­tion­swerk. Obwohl er darin zahlre­iche aktuelle und auch ern­ste The­men wie Fake News, Depor­ta­tion, Dik­tatur, Massenex­eku­tion und Umwelt­be­las­tung auf­greift, erhielt der Streifen eine FKS-Freiga­be ab sechs Jahren.

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Eine Art Prädikat „päd­a­gogisch wertvoll” gab es sog­ar vom Film­bil­dungs-Onlinepor­tal „kinofenster.de”, das „Isle of Dogs” sog­ar für den Schu­lun­ter­richt in den Fäch­ern Medi­enkunde, Englisch, Kun­st und Ethik empfiehlt.

Held des Ani­ma­tions­films ist der Junge Atari, der sich in Japan auf die Suche nach seinem Hund Spots macht. Denn dieser wurde vom Katzen lieben­den Herrsch­er Kobayashi auf die Insel Trash Island ver­ban­nt. Genau­so wie alle anderen Hunde des Lan­des. Ob Atari seinen besten Fre­und wiederfind­en wird?

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Grand Budapest Hotel (2014)

Zulet­zt darf Wes Ander­sons bis­lang erfol­gre­ich­ster Film natür­lich nicht in unser­er Liste fehlen: „Grand Budapest Hotel” erhielt fast durch­weg pos­i­tive Kri­tiken (Tomatome­ter: 92 Prozent) und war 2015 für neun Oscars nominiert. In vier Kat­e­gorien kon­nte das Werk gewin­nen: Szenen­bild, Kostümde­sign, Film­musik und Make-up.

Zu Recht ist „Grand Budapest Hotel” preis­gekrönt und eröffnete 2014 die Berli­nale. Denn visuell stimmt in diesem Film ein­fach alles! Detail­ver­liebt, ver­spielt und exzen­trisch zugle­ich har­monieren die Bilder mit der bit­ter­süßen Handlung.

Schau­platz ist das titel­gebende Hotel, gele­gen in der fik­tiv­en Repub­lik Zubrowka in den frühen 1930er-Jahren. Dort arbeit­et und lebt der Concierge M. Gus­tave (Ralph Fiennes), der den neuen Lob­by Boy Zéro Moustafa (Tony Revolori) als Schüt­zling unter seine Fit­tiche nimmt. Doch bald schon sind die bei­den in einen skru­pel­losen Erb­schaftsstre­it verstrickt.

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