Ombudsfrau für Datenschutz

Schmidt

Datenschutz bei Vodafone Deutschland - Eine Verpflichtung ohne Wenn und Aber

Ex-Bundesministerin Renate Schmidt erklärt im Interview ihre Rolle als Vertrauensfrau für Datenschutz bei Vodafone Deutschland. Das Thema Datenschutz genießt bei Vodafone Deutschland höchste Priorität. Führungskräfte und Mitarbeiter sind dazu angehalten, unlauteres Verhalten im Unternehmen direkt der Geschäftsleitung oder der Ombudsfrau Renate Schmidt zu melden. Die ehemalige Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend arbeitet seit November 2008 als Vertrauensperson für Vodafone Deutschland. Im Interview erklärt sie ihre Rolle und weist auf die immense Bedeutung des Datenschutzes hin.

"Datenschutz hohe Priorität einräumen"

Seit 1. November 2008 ist Renate Schmidt, Bundesministerin a. D., für alle Mitarbeiter von Vodafone Deutschland unabhängige Ansprechpartnerin in Sachen Datenschutz.

Frau Schmidt, wie fällt Ihr Fazit nach den ersten zwölf Monaten aus?
Durch meine Teilnahme an Betriebsversammlungen an zahlreichen Standorten konnte ich Vertrauen aufbauen und selbst noch tiefer in die Unternehmenskultur eintauchen. Übers Jahr verteilt wurde ich immer wieder einmal von Mitarbeitern kontaktiert. Dabei ging es vor allem um IT-Prozesse. Auch durch die Integration von Vodafone Deutschland und Arcor gab es einige Unsicherheiten bezüglich E-Mail-Adressen und Kundenkontakten. In allen Angelegenheiten habe ich eng mit den Datenschutzbeauftragten von Vodafone Deutschland zusammengearbeitet. Als Bilanz meines ersten Jahres habe ich der Geschäftsleitung und dem Gesamtbetriebsrat einen Bericht geschickt und darin Handlungsempfehlungen ausgesprochen.

Welcher Art waren die Anliegen?
Beispielsweise wurde die E-Mail-Adressverwaltung kritisiert. Es gibt Funktions-User, die nicht mehr gebraucht, aber dann auch nicht abgeschaltet werden. E-Mails und Daten laufen ins Leere. Um solche Unzuträglichkeiten ging es bei den meisten Anfragen. Auch die Passwortvergabe führt immer wieder zu berechtigten Reklamationen. Ein echtes Defizit habe ich aber nicht feststellen können. Denn für Vodafone hat Datenschutz einen sehr hohen Stellenwert. Übrigens haben mich auch Kunden kontaktiert, wenn sie Rechnungen nicht verstanden haben oder ein technisches Problem hatten. Auch darum habe ich mich dann gekümmert und an die Kundenbetreuung weitergeleitet.

Wie geht es weiter?
Mein Engagement war bis zum nächsten Sommer angelegt; die Zusammenarbeit wird verlängert. Mir macht die Arbeit Spaß, und es nützt dem Unternehmen. Der Schutz von sensiblen Daten ist ein hohes Gut. Dabei ist es auch die Aufgabe eines jeden Mitarbeiters, verantwortungsvoll mit wichtigen Daten umzugehen.

Vodafone 11/2009


Vita Renate Schmidt

Renate Schmidt hat in den vergangenen 30 Jahren das politische Leben in Deutschland maßgeblich mitgestaltet. 1980 zog die dreifache Mutter erstmals in den Bundestag ein. Von Ende 1990 bis 1994 war sie Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, danach sechs Jahre lang Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bayrischen Landtag. Zwischen Oktober 2002 bis November 2005 führte die gebürtige Fränkin das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In 2009 hat Renate Schmidt der Politik endgültig Servus gesagt und schied aus dem Bundestag aus. Die 65-Jährige hat vor ihrer politischen Laufbahn auch das Wirtschaftsleben kennen gelernt und als Programmiererin, Systemanalytikerin und Betriebsrätin gearbeitet. Renate Schmidt ist mit dem Künstler Hasso von Henninges verheiratet.