Alle Godzilla Filme
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Alle Godzilla-Filme – und unsere Empfehlungen

Seit fast 70 Jahren zer­stört Godzil­la Städte, kämpft gegen dreiköp­fige Drachen oder See­unge­heuer und ver­bün­det sich gele­gentlich mit der verzweifel­ten Men­schheit. Hier find­est Du alle Godzil­la-Filme in ein­er Galerie. Außer­dem stellen wir dir unsere drei Favoriten sowie den mieses­ten Streifen der Rei­he vor.

Platz 3: „Shin Godzilla” (2016)

Der Idee zum allerersten Godzil­la-Film (1954) ent­stand im Zuge der Atom­bomben­ab­würfe über Hiroshi­ma und Nagasa­ki und des daraus resul­tieren­den Trau­mas des japanis­chen Volkes. Auch „Shin Godzil­la” ist von der Geschichte des Lan­des bee­in­flusst wor­den: Der 2016 veröf­fentlichte Film bezieht sich auf die nuk­leare Katas­tro­phe von Fukushi­ma (2011).

Die plan­lose Regierung, die nicht weiß, wie sie angemessen auf die unbekan­nte Bedro­hung reagieren soll, macht den Mon­ster­film auch zur Polit­satire. Aber keine Sorge: Die lan­gen Meet­ings in der ersten Filmhälfte weichen bald klas­sis­ch­er Mon­ster-Action. Godzil­la ist so gruselig wie nie, seine Meta­mor­phose-Fähigkeit macht ihn nahezu unver­wund­bar. Sein radioak­tives Blut richtet ver­heerende Schä­den an und auch in Sachen Optik hat er mit seinen toten Augen und den beun­ruhi­gen­den Zäh­nen einiges zu bieten.

Video: YouTube/ EverNight­Dream

Platz 2: „Godzilla und die Urweltraupen” (1964)

In „Godzil­la und die Urwel­trau­pen” wird ein mys­ter­iös­es Riesen-Ei ange­spült. Wie sich her­ausstellt, stammt es von der Insel Mod­ra. Das Ei wird von zwei winzi­gen Damen begleit­et, die im Auf­trag der Göt­tin Moth­ra unter­wegs sind und es zurück nach Hause holen wollen. Trotz der Kon­flik­te zwis­chen Men­schen und Insel­be­wohn­ern lässt sich die geschlüpfte Riesen­motte Moth­ra dazu überre­den, die japanis­che Armee im Kampf gegen Godzil­la zu unter­stützen – der wurde der­weil näm­lich durch einen Sturm an Land gespült und begin­nt unverzüglich, ganze Landzüge platt zu machen.

„Godzil­la und die Urwel­trau­pen” ist der erste Godzil­la-Film, in dem Moth­ra auftritt. Die riesige Motte ist eines der bekan­ntesten und das wohl liebenswürdig­ste aller Kai­jū. Die feen­haften Zwill­inge und die Expe­di­tion nach Mod­ra ver­lei­hen der Geschichte ein unge­wohnt märchen­haftes Aben­teuer-Ele­ment. Und die Mon­ster-Kämpfe zwis­chen Godzil­la und der leicht alterss­chwachen Moth­ra als Under­dog sind unser­er Mei­n­ung nach zeit­los.

Video: YouTube / The H-Man

Platz 1: „Godzilla” (1954)

Zugegeben: Beson­ders kreativ ist unser­er Wahl des Spitzen­re­it­ers nicht, aber wir kom­men um das Orig­i­nal ein­fach nicht herum. 1954 ist der König der Mon­ster in „Godzil­la” zum ersten Mal über die Lein­wand gestampft – und hat seit­dem eine riesige Fan-Gemeinde um sich geschart. Ohne diesen Film wür­den es diesen Artikel also gar nicht geben, weshalb ihm schon allein deshalb der erste Platz gebührt.

Die Sto­ry von „Godzil­la” ist ein­fach: Ein gigan­tis­ch­er, ver­strahlter Dinosauri­er steigt aus dem Meer und ver­wüstet alles, was ihm vor die Füße kommt. Eine zer­störerische Riesenechse als Alle­gorie auf die kollek­tive Angst vor ein­er atom­aren Katas­tro­phe – ein­er Urge­walt, der die Men­schheit wenig ent­ge­gen­zuset­zen hat.

Die Zer­störun­gen, die Godzil­la in seinem ersten Film anrichtet, sind fatal. Während wir uns in späteren Episo­den kindisch über jedes ein­stürzende Gebäude und jedes coole neue Mon­ster freuen, zit­tern wir hier mit den Bewohn­ern Tokios. Wir bekom­men Men­schen zu sehen, die unter Trüm­mern um ihr Leben ban­gen. Ein run­dum gelun­gener Mon­ster­film, der sich selb­st ernst genug nimmt, um uns trotz der rudi­men­tären Trick­tech­nik betrof­fen zu machen – und natür­lich der Grund­stein für die wun­der­bare Welt der sich ewig wan­del­nden Godzil­la-Filme.

Video: YouTube / The­Seren­i­tyEnd

Der mieseste Godzilla-Film aller Zeiten: „Godzilla – Attack All Monsters” (1969)

Über den besten Vertreter der Rei­he lässt sich stre­it­en – aber der schlecht­este Godzil­la-Film ist mit Abstand „Godzil­las Revenge”. Und nein, da kann kein noch so grot­tiges US-Remake mithal­ten.

Die Sto­ry: Der kleine Ichi­ro wird von anderen Kindern gemobbt und gerät durch einen unglück­lichen Zufall auch noch in die Hände flüchtiger Bankräu­ber (ja, wirk­lich). Par­al­lel träumt sich der Junge auf eine Insel voller Mon­ster. Darunter sind auch Godzil­la und ein sprechen­der, dümm­lich drein­blick­ender Baby-Godzil­la namens Minya. Während die Nach­wuchs-Mon­ster auf der Insel ler­nen, ihre eige­nen Kämpfe auszu­tra­gen, stellt sich Ichi­ro seinen Geg­n­ern in der realen Welt. Klingt lang­weilig? Ist es auch.

Nicht ein­mal die offen­sichtlich eingeschnit­te­nen Archiv-Szenen mit dem aus­gewach­sene Godzil­la kön­nen dieses Desaster von einem Schrot­tfilm ret­ten. Minya klingt genau­so nervig wie sein men­schlich­es Pen­dant. Wir kön­nen uns außer­dem kaum entschei­den, welch­er Hand­lungsstrang am Ende der däm­lichere ist. Fast nicht auszuhal­ten, wenn es nicht schon wieder so lustig wäre.

Video: YouTube / ZaGoru­dan

Welchen Godzil­la-Film würdest Du auf dem ersten Platz sehen? Und welchen find­est Du abso­lut grot­tig? Teile es uns gerne in einem Kom­men­tar mit.

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