Die besten Vampirfilme: Von Nosferatu bis heute
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Die besten Vampirfilme: Von Nosferatu bis heute

Vam­pire haben seit langer Zeit die Fan­tasie der Men­schen beflügelt. Entsprechend vielfältig fall­en auch Fil­mum­set­zun­gen des Stoffes aus. Die Auswahl ist riesig und entsprechend schw­er fiel es uns, diese Liste auf die Besten der Besten zu beschränken. Aber sieh selb­st. „Twi­light” wirst Du hier übri­gens vergebens suchen.

„Nosferatu”: Der Klassiker schlechthin

Die Wahl des ersten Platzes fällt uns leicht: F.W. Mur­naus Vam­pir­film ist der Gen­reklas­sik­er schlechthin und hat Gen­er­a­tio­nen kom­mender Filme geprägt. Nicht umson­st gilt „Nos­fer­atu” als ein­er der deutschen Kult­filme. Seit seinem Erscheinen im Jahre 1922 hat das Werk nicht einen Deut sein­er Atmo­sphäre ver­loren, im Gegen­teil: Wo Vam­pire heutzu­tage oft als ver­führerische Top­mod­els dargestellt wer­den, ist das Drac­u­la-Pen­dant Graf Orlok in „Nos­fer­atu” ein wider­wär­tiges Mon­ster, mit dem sich die Pro­tag­o­nis­ten nur abgeben, weil ein dick­er Batzen Geld lockt. Oft ver­filmt, lohnt sich vor allem die Neuau­flage „Nos­fer­atu – Phan­tom der Nacht” von 1979 mit Klaus Kin­s­ki in der Haup­trol­le.

Video: Youtube / Dirk Bern

„Interview mit einem Vampir”: Episches Vampir-Drama

Hol­ly­woods Vam­pir-Epos ist zwar kein Hor­ror, dafür aber umso drama­tis­ch­er. Der Film beleuchtet die Schat­ten­seit­en des Untoten-Daseins. Neben Tom Cruise, Brad Pitt, Anto­nio Ban­deras und Chris­t­ian Slater bril­liert vor allem eine 11-jährige Kirsten Dun­st in der Rolle als Vam­pirin Clau­dia – eine Erwach­sene, die im niemals altern­den Kör­p­er eines Kindes gefan­gen ist. So drama­tisch die Ereignisse in „Inter­view mit einem Vam­pir” auch sein mögen, so lang­weilig ist übri­gens die Fort­set­zung „Köni­gin der Ver­dammten”.

Video: Youtube / Movied­in­ho

„So finster die Nacht”: Düsterer Coming-of-Age-Film

Eine schwedis­che Kle­in­stadt ist Schau­platz dieses Vam­pir­films. Im Vorder­grund ste­ht die Fre­und­schaft zwis­chen dem 12-jähi­gen Oscar und einem Mäd­chen namens Eli – deren eigentlich­es Alter unklar ist. „So fin­ster die Nacht” ist ein stiller Film, dessen inten­siv­en Szenen durch die gemäch­liche Erzählweise noch lange nach­wirken. Unter dem Titel „Let Me In” erfuhr das schwedis­che Orig­i­nal ein US-Remake, das eben­falls sehr sehenswert ist.

Video: Youtube / hor­ror­film­trail­er

„The Horror of Dracula”: Sir Christopher Lee in seiner Paraderolle

Sir Christo­pher Lee in sein­er Paraderolle als Drac­u­la, damals noch ohne Rit­ter­ti­tel. Die Masse an Vam­pir­fil­men, in denen der Brite mit­gewirkt hat, würde genug Stoff für zahlre­iche eigene Artikel liefern. Wir beschränken uns auf das wohl beste Werk, „The Hor­ror of Drac­u­la” der berühmt-berüchtigten Pro­duk­tions­fir­ma Ham­mer Films. Der deutsche Titel des Schinkens aus dem Jahr 1958 lautet übri­gens ein­fach „Drac­u­la”. Als Vam­pir­jäger van Hels­ing tritt Peter „Grand Moff Tarkin” Cush­ing in Erschei­n­ung. Wie Cop­po­las Film basiert „Drac­u­la” auf dem Buch von Bram Stoker,jedoch ohne der lit­er­arischen Vor­lage son­der­lich treu zu bleiben.

Video: Youtube / Movieclips Clas­sics Trail­er

„Bram Stoker’s Dracula”: Die Literaturverfilmung

Fran­cis Ford Cop­po­las Adap­tion von Bram Stok­ers Roman­klas­sik­er gehört unser­er Mei­n­ung nach in jede ern­stzunehmende Vam­pir­film-Samm­lung. Als titel­geben­der Vam­pir bril­liert der stets wan­del­bare Gary Old­man. Dazu gesellen sich Keanu Reeves als naiv­er Jonathan Hark­er sowie dessen Ange­betete Mina Hark­er, gespielt von ein­er blutjun­gen (haha) Winona Ryder („Stranger Things”).

Video: Youtube / SonyPic­turesHome­GSA

„Tanz der Vampire”: Witziges Vampir-Werk

Roman Polan­skis Vam­pirkomödie hat schon allein auf­grund des Orig­inalti­tel einen Platz in der Film­samm­lung ver­di­ent: „The Fear­less Vam­pire Killers, or Par­don Me, But Your Teeth Are in My Neck”. Das Werk spielt gekon­nt mit Klis­chees und sorgt mit witzi­gen Ein­fällen für Lach­er, wo sich spätere Par­o­di­en wie etwa der extrem kla­maukige „Drac­u­la – Tot aber glück­lich” mit Leslie Nielsen eine dicke Scheibe von abschnei­den kön­nten.

Video: Youtube / Anton­i­na Cate­ri­na

„Durst”: Vampire aus Fernost

Kaum ein kore­anis­ch­er Film hat im West­en so viel Bekan­ntheit erlangt wie „Old­boy”. Mit „Durst” drehte Regis­seur Park Chan-wook sechs Jahre nach seinem Rache-Dra­ma einen Vam­pir­film. Haupt­fig­ur ist hier ein Priester, der durch eine verseuchte Blutkon­serve mit einem Vam­pirvirus infiziert wird. Nicht zu ver­wech­seln mit dem eben­falls exzel­len­ten ’83er Vam­pir­film „The Hunger” (Deutsch­er Titel: „Begierde”).

Video: Youtube / Focus Fea­tures

Durst noch nicht gestillt? Unsere Vampirfilm-Geheimtipps:

„Cronos”: Ein Früh­w­erk von Guiller­mo del Toro aus dem Jahre 1993. In ein­er der Haup­trollen ist ein noch junger Ron Perl­man („Hell­boy”) zu sehen, der im Auf­trag seines tod­kranken Onkels auf der Suche nach dem titel­geben­den „Cronos” ist. Dabei han­delt es sich um ein Arte­fakt mit ver­jün­gen­der Wirkung, das – Über­raschung!– fiese Neben­wirkun­gen verur­sacht, darunter Blut­durst. Nicht zu ver­wech­seln übri­gens mit „Kap­tain Kro­nos – Vam­pir­jäger” mit Sesam­staßen-Star Horst Jan­son – trotz gerin­gen Bud­gets übri­gens auch dur­chaus sehenswert, wie wir find­en.

„Near Dark”: B-Movie von Kathryn Bigelow von 1987, die 21 Jahre später mit „Tödlich­es Kom­man­do – The Hurt Lock­er” sechs Oscars gewin­nen sollte. Fans von „Aliens – Die Rück­kehr” dürfte mehr als ein Schaus­piel­er bekan­nt vorkom­men: Lance Hen­rik­sen (Bish­op), Bill Pax­ton (Pvt. Hud­son) und Jenette Gold­stein (Pvt. Vasquez) haben alle­samt einen Auftritt in „Near Dark”. Bigelow suchte Schaus­piel­er und „Aliens” war ger­ade abge­dreht. Da lag es für Bigelows kün­fti­gen Ehe­mann James Cameron nahe, ein­fach das einge­spielte Team einzuset­zen.

„30 Days of Night”: Zugegeben­er­maßen nicht wirk­lich ein Geheimtipp, aber wir woll­ten ihn keines­falls uner­wäh­nt lassen. Knall­harte Com­ic-Ver­fil­mung, in der mon­ströse Vam­pire eine Kle­in­stadt in Alas­ka während ein­er 30-tägi­gen Dunkel­heit dez­imieren. Gradlin­iges Action-Spek­takel mit viel rot auf weiß, das eben­so unter­halt­sam ist wie bru­tal.

„A Girl Walks Home Alone at Night”: Eine iranis­che Vam­pirin im Tschador wird eines Skate­boards hab­haft und streift durch die Nacht von Bad City. Der Film der iranis­chstäm­mi­gen Regis­seurin Ana Lily Amir­pour verbindet Vam­pir­film mit Gesellschaft­skri­tik. Wenn Du glaub­st, Du hättest schon alles gese­hen, lehrt Dich dieses ungewöhn­lich­es Art­house-Dra­ma eines Besseren.

Soll­test Du nun noch immer nicht sitt sein, dann schau Dir unsere Liste der besten Vam­pirse­rien an.

GigaTV

Fehlt Dein Lieblings-Vam­pir­film? Schreib uns gerne, welch­es Werk Dein­er Mei­n­ung nach in der Liste fehlt.

Titel­bild: pic­ture alliance/Collection Christophel

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