Schauspielerin Brigitte Helm als Maschinen-Maria bei Dreharbeiten

Deutsche Kultfilme: Diese solltest Du gesehen haben

Es gibt Filme, die musst Du ein­fach gese­hen haben: Diese deutschen Kult­filme gehören zweifel­los dazu. Wenn Du wis­sen willst, welche Streifen echte Klas­sik­er sind und Filmgeschichte geschrieben haben, dann bist Du hier richtig. Wir haben Dir eine Auswahl der wichtig­sten deutschen Filme zusam­mengestellt. 

„Metropolis” (1927)

Fritz Lang schuf mit „Metrop­o­lis“ einen Klas­sik­er, der Filmemach­er und das Sci­ence-Fic­tion-Genre bis heute bee­in­flusst: Motive aus dieser Utopie find­en sich auch in mod­er­nen Werken wie Luc Bessons „Das fün­fte Ele­ment”. Die Hand­lung beschreibt den Auf­s­tand der Unter­schicht in ein­er stren­gen Zweik­las­sen­ge­sellschaft in der nicht näher beze­ich­neten Großs­tadt Metrop­o­lis. Ästhetisch und tech­nisch set­zte Lang mit seinem Film für die dama­lige Zeit neue Maßstäbe. Übri­gens: Nach­dem 2008 in Buenos Aires alte Film­rollen gefun­den wur­den, kannst Du diesen Klas­sik­er inzwis­chen im restau­ri­erten Orig­i­nalschnitt (rund 2,5 Stun­den lang) anse­hen.

Video: Youtube / Movieclips Clas­sic Trail­ers

„M – Eine Stadt sucht einen Mörder” (1931)

Auch dieser Klas­sik­er ist vom Regis­seur Fritz Lang: Im Jahr 1931 ent­stand mit „M” sein erster Ton­film. Peter Lorre, den Du vielle­icht aus „Der dritte Mann” kennst, spielt darin die Rolle des Kin­der­mörders Hans Beck­ert, der Berlin mit ein­er Mord­serie in Atem hält. Lang zeich­net ein Psy­chogramm der Gesellschaft und hält mit diesem Kult­streifen ein Plä­doy­er gegen Vorverurteilung und Lynchjus­tiz.

„Die Feuerzangenbowle” (1944)

Der vielle­icht berühmteste Film mit Heinz Rüh­mann als „Pfeif­fer mit drei F” kam 1944 noch mit­ten im Krieg in die Kinos. Die Komödie sollte die deutsche Bevölkerung auf andere Gedanken brin­gen. Trotz dieses düsteren Hin­ter­grunds ist der Film von Hel­mut Weiss eine zeit­lose Hom­mage an eine unbeküm­merte, heit­ere Schulzeit aus ein­er gar nicht dagewe­se­nen Epoche: Unvergessen die Unter­richtsstunde über die alko­holis­che Gärung und die Auf­forderung „Jed­er nor ein wönziges Schlöckchen!“ von Pro­fes­sor Crey.

Video: Youtube / rolfjoro

„Es geschah am hellichten Tag” (1958)

„Es geschah am hel­licht­en Tag” ist ein Film, der 1958 ein­er ganzen Gen­er­a­tion junger Eltern Alp­träume bere­it­et hat: In der schweiz­er-deutsch-spanis­chen Pro­duk­tion wird ein kleines Mäd­chen ermordet aufge­fun­den. Der hart­näck­ige Ermit­tler Dr. Hans Matthäi – Heinz Rüh­mann in ein­er unge­wohnt ern­sten Rolle – kommt einem Seri­en­täter auf die Spur. Schließlich kann Matthäi dem Mörder Schrott eine Falle stellen: In dieser Rolle lässt Gert Fröbe den Zuschauern das Blut in den Adern gefrieren. Das Drehbuch basierte auf ein­er Idee des Schweiz­er Schrift­stellers Friedrich Dür­ren­matt, der die Geschichte noch im sel­ben Jahr als Krim­i­nal­ro­man „Das Ver­sprechen” verewigte.

Video: Youtube / Thes­pilian

„Das Boot” (1981)

Mit diesem Kult­film hat sich Regis­seur Wolf­gang Petersen sein Tick­et nach Hol­ly­wood aus­gestellt. Und auch der Cast liest sich heute wie das Who-is-who des deutschen Films: Jür­gen Prochnow, Mar­tin Sem­mel­rogge, Heinz Hoenig, Her­bert Gröne­mey­er, Uwe Ochsenknecht – um nur einige zu nen­nen. Das Film­dra­ma zeigt die Fahrt eines U-Boots, das im Herb­st 1941 im Atlantik unter schw­eres Bom­barde­ment gerät. Der dreiein­halb­stündi­ge Antikriegs­film war für sechs Oscars nominiert und hat zahlre­iche Preise abgeräumt.

Video: Youtube / alle­ski­no

„Fitzcarraldo” (1982)

Nei einem Artikel über deutsche Kult­filme darf die bizarre Geschichte von „Fitz­car­ral­do“ nicht fehlen. Regis­seur Wern­er Her­zog brachte den Streifen 1982 auf die Lein­wand. Darin spielt Klaus Kin­s­ki den Exzen­trik­er Bri­an Sweeney Fitzger­ald, der mit­ten im Dschun­gel ein Opern­haus erricht­en will. Leg­endär ist die Geschichte der Drehar­beit­en, bei denen echte Ure­in­wohn­er einen Fluß­dampfer über einen Berg im peru­anis­chen Urwald ziehen: Es wird berichtet, dass Her­zog von den Indios gefragt wurde, ob sie den „ver­rück­ten” Kin­s­ki töten soll­ten. Wenn Du Dich für Filmgeschichte inter­essierst, ist „Fitz­car­ral­do” ein Muss.

Video: Youtube / HD Retro Trail­ers

„Der Himmel über Berlin” (1987)

1987 drehte Wim Wen­ders den Film, der im Fol­ge­jahr mit dem Deutschen und dem Europäis­chen Film­preis aus­geze­ich­net wurde. Ein Engel will das Leben der Men­schen nicht länger nur beobacht­en, son­dern ist bere­it, auf seine Unsterblichkeit zu verzicht­en: In der Rolle des Engel Dami­an glänzt Bruno Ganz.

Dieser Kult­film hat es sog­ar nach Hol­ly­wood geschafft: Das Remake von 1998 spielt allerd­ings in Los Ange­les. In der Neuau­flage ver­liebt sich Nico­las Cage als Engel Seth in die Chirur­gin Mag­gie, gespielt von Meg Ryan.

Video: Youtube / STUDIOCANAL Ger­many

Noch mehr deutsche Kultfilme

Unsere Liste kön­nte noch viel länger sein, denn tat­säch­lich gibt es eine ganze Menge an Filme, die Kult­sta­tus haben und aus Deutsch­land kom­men. Darunter auch diese Klas­sik­er der Filmgeschichte:

  • „Das Cab­i­net des Dr. Cali­gari” von Robert Wiene: Expres­sion­is­tis­ch­er Stumm­filmk­las­sik­er von 1919.
  • „Nos­fer­atu” von Friedrich Wil­helm Mur­nau: Die erste Ver­fil­mung von Bram Stok­ers „Drac­u­la” aus dem Jahr 1922.
  • „Der blaue Engel” von Josef von Stern­berg: Ver­fil­mung des Hein­rich-Mann-Romans „Pro­fes­sor Unrath” mit Mar­lene Diet­rich, erschienen 1930.
  • „Die Blechtrom­mel” von Volk­er Schlön­dorff: Oscarprämierte Lit­er­aturver­fil­mung des gle­ich­nami­gen Grass-Romans, erschienen 1979.

Welche Filmk­las­sik­er fehlen Dir in unser­er Liste? Lass uns an Dein­er per­sön­lichen Auswahl von Kult­fil­men teil­haben und schreibe uns einen Kom­men­tar!

Titel­bild: pic­ture alliance / Pho­to­shot

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