Abgefahrene südkoreanische Filme: Das sind unsere Favoriten

Szenenbild des südkoreanischen Films „A Tale Of Two Sisters”.
Lisa Vicari und Dennis Mojen in Isi & Ossi
Elisabeth Moss in Der Unsichtbare
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Abgefahrene südkoreanische Filme: Das sind unsere Favoriten

Du bist dank „Par­a­site“ auf süd­ko­re­anis­che Filme aufmerk­sam gewor­den?  Diese fünf Streifen soll­test Du gese­hen haben, wenn Du Dich für die Filmkun­st des ostasi­atis­chen Lan­des inter­essierst.


Länger gilt das süd­ko­re­anis­che Kino unter Kri­tik­ern bere­its als eines der besten der Welt. Doch mit dem Oscar-Erfolg von „Par­a­site“ steigt auch in der bre­it­en Öffentlichkeit das Inter­esse an Pro­duk­tio­nen aus Süd­ko­rea. Diese bieten von Action über Hor­ror bis hin zu Com­ing of Age eine große Band­bre­ite, sodass für jeden etwas dabei sein sollte.


Joint Security Area (2000)


Ein Thriller, der die kon­flik­tre­iche Beziehung zwis­chen Nord- und Süd­ko­rea the­ma­tisiert: An der Gren­ze der bei­den Län­der wer­den zwei nord­ko­re­anis­che Gren­z­posten ermordet aufge­fun­den. Tatverdächtig ist ein Süd­ko­re­an­er. Erst nach und nach enthüllt der Film die wahren Hin­ter­gründe: Das tragis­che Ende ein­er geheimen Fre­und­schaft.

„Joint Secu­ri­ty Area“ ist ein gut insze­niert­er Film über ein Tabuthe­ma: den Wun­sch nach ein­er Annäherung der kore­anis­chen Staat­en. Regis­seur Park Chan-wook gelingt es, sich trotz des poli­tis­chen Set­tings nicht in Polemik zu ver­lieren.


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A Tale of Two Sisters (2003)

Nach­dem sie Zeit in ein­er psy­chi­a­trischen Anstalt ver­bracht haben, ziehen die Schwest­ern Soo-yeon und Soo-mi zurück zu ihrem Vater. In seinem Heim geht es nicht mit recht­en Din­gen zu. Doch nichts ist so, wie es anfangs scheint. Eine Fam­i­lien­tragödie kommt ans Licht.

„A Tale of Two Sis­ters“ bietet eine düstere Atmo­sphäre und starke Bild­kom­po­si­tion. Regis­seur Kim Jee-won bricht starre Genre-Gren­zen auf und ver­mis­cht gekon­nt Hor­ror- mit Thriller- und Mys­tery-Ele­menten.


Snowpiercer (2013)

Bere­its vor „Par­a­site“ galt Bong Joon-ho als ein­er der besten Filmemach­er aus Süd­ko­rea. Neben „The Host“ (2006) und „Moth­er“ (2010) gilt „Snow­piercer“ als eines sein­er besten Werke. Der Film erzählt von den let­zten Über­leben­den ein­er Eiszeit, die seit 18 Jahren in einem Schnel­lzug um die Welt fahren. Doch im Zug herrscht ein bru­tales Zweik­lassen­sys­tem, was schließlich in ein­er Tragödie endet.

Dieser Streifen regt zum Nach­denken an: Ein heftiger Klassenkampf, ein fol­gen­re­ich­er Kli­mawan­del und eine man­isch-depres­sive Szener­ie machen „Snow­piercer“ zu einem gelun­genen Film. Zurzeit (Feb­ru­ar 2020) kannst Du ihn bei Net­flix (zu GigaTV hinzubuch­bar) strea­men.


Video: Youtube / AscotElite­Film


Train to Busan (2016)


Das süd­ko­re­anis­che Kino ist auch für seine guten Zom­biefilme bekan­nt. Bestes Beispiel ist „Train to Busan“: Der Film spielt in einem Hochgeschwindigkeit­szug, wo ein gefährlich­es Virus aus­bricht. Die Krankheit ver­wan­delt die Pas­sagiere nach und nach in gefährliche Untote. Ein bru­taler Kampf ums Über­leben begin­nt.

„Train to Busan“ wech­selt geschickt zwis­chen Hor­ror- und Action­se­quen­zen. Den Filmemach­ern gelingt es außer­dem, den Ner­venkitzel bis zum Schluss am Leben zu erhal­ten. Wenn Du Zom­biegeschicht­en nicht abgeneigt bist, soll­test Du Dir diesen Streifen unbe­d­ingt anse­hen.


Video: Youtube / Zero Media


Die Taschendiebin (2016)


Die Taschendiebin Sookee soll in den 30er-Jahren einem Grafen helfen, eine reiche Erbin um ihr Ver­mö­gen zu brin­gen. Doch als sie sich in ihr ahnungslos­es Opfer ver­liebt, gerät das Ganze aus dem Rud­er.

Der Film basiert auf dem wal­i­sis­chen Roman „Fin­ger­smith“, der von einem les­bis­chen Liebe­spaar im 19. Jahrhun­dert erzählt. Die süd­ko­re­anis­che Adap­tion des Regis­seurs Park Chan-wook begeis­tert mit ein­er starken Sto­ry, in der Ver­führung und Ver­brechen eine wichtige Rolle spie­len.


Video: Youtube / Film­laden Filmver­leih


Noch mehr Film-Tipps


Seien wir ehrlich: Süd­ko­rea hat viele gute bis sehr gute Filme her­vorge­bracht. Es scheint also nicht aus­re­ichend, sich hier auf nur fünf davon zu fokussieren. Deshalb an dieser Stelle noch einige weit­ere Film-Tipps:


  • „Mem­o­ries of Mur­der“ (2003)
  • „Früh­ling, Som­mer, Herb­st, Win­ter und … Früh­ling“ (2003)
  • „Old­boy“ (2004)
  • „The Vengeance“ (2005)
  • „The Host (2006)
  • „The Chas­er“ (2008)
  • „Durst“ (2009)
  • „Das Haus­mäd­chen“ (2010)
  • „Moth­er“ (2010)
  • „The Wail­ing: Die Besesse­nen“ (2016)
  • „Okja“ (2017)
  • „Burn­ing“ (2018)

Warst Du Dir bere­its vor „Par­a­site“ der Band­bre­ite süd­ko­re­anis­ch­er Filme bewusst? Welche würdest Du empfehlen? Teile es uns gerne in einem Kom­men­tar mit.


Titel­bild: pic­ture alliance / Everett Col­lec­tion / Tar­tan Films


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