Google Pixel: Über diese Einstellungen verbesserst Du die Sicherheit

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Google Pixel: Über diese Einstellungen verbesserst Du die Sicherheit

App-Berechtigungen überprüfen, Geräteadministrator-Software verwalten oder das Smartphone im Notfall aus der Ferne steuern: Die folgenden Google-Pixel-Einstellungen solltest Du kennen.

Jeder Nutzer sollte sich einmal mit dem Thema Gerätesicherheit beschäftigen und herausfinden, wie sich das eigene Smartphone am besten schützen lässt. Doch viele Einstellungen an den Google-Pixel-Geräten, die Sicherheit und Privatsphäre betreffen, sind tiefer in den Menüs versteckt und nicht unbedingt jedem User bekannt. Wir haben uns daher näher mit den Google-Smartphones beschäftigt und stellen Dir in diesem Artikel einige wichtige Einstellungen vor.

Richte eine sichere Methode zur Bildschirmentsperrung ein

Sobald Du das Google Pixel länger nicht mehr verwendest, wird automatisch der Sperrbildschirm aktiv. Um zu verhindern, dass Fremde diesen einfach via Fingerwisch überwinden können, stehen Dir mehrere Entsperrmethoden zur Verfügung: Fingerabdruck, Passwort, Muster oder PIN.

Unser Rat: Sorge unbedingt dafür, dass eine sichere Entsperrmethode eingerichtet ist. Es ist vielleicht einfacher für Dich, dass Sperrdisplay ohne Sicherung zu überwinden – das gilt dann jedoch auch für unbefugte Dritte. Die Entsperrmethode Deiner Wahl richtest Du am Google Pixel in den Einstellungen unter „Sicherheit & Standort | Displaysperre“ ein.

Zusatz-Tipp: Verkürze die Zeit, nach der sich das Display automatisch sperrt. Die Funktion nennt sich „Ruhemodus“ und befindet sich in den Anzeigeeinstellungen. Idealerweise wählst Du die Option „15 Sekunden“. Das sorgt dafür, dass sich der Bildschirm schnell ausschaltet, nachdem Du das Google Pixel ablegst.

Das Google Pixel 3 via Fingerabdrucksensor sicher entsperren.

Eine der möglichen Entsperrmethoden am Google Pixel funktioniert über den eigenen Fingerabdruck.

Foto: picture alliance / dpa Themendienst / Andrea Warnecke

Überprüfe am Google Pixel die App-Berechtigungen

Damit Du beispielsweise mit Snapchat ein Video aufnehmen kannst, musst Du der App erlauben, auf die Kamera zuzugreifen. Was Du vielleicht nicht weißt: In den Android-Einstellungen hast Du die Möglichkeit, diese Art von App-Berechtigungen zu verwalten – und gegebenenfalls zu deaktivieren.

Dafür gehst Du in den Einstellungen auf „Apps & Benachrichtigungen“. Unter „Erweitert | App-Berechtigungen“ führt das Google Pixel alle auf die Apps zugreifenden Bereiche auf – zum Beispiel Mikrofon, Kamera und Kontakte. Wählst Du einen dieser Punkte an, zum Beispiel „Kamera“, zeigt Dir das Gerät die berechtigten Apps an. Prüfe am besten regelmäßig, auf welche Bereiche Deines Smartphones eine Anwendung zugreifen darf. Nutze gegebenenfalls den Regler neben einer App, um ihr eine Berechtigung zu entziehen.

Wichtiger Hinweis: Bedenke, dass eine App womöglich nicht mehr einwandfrei funktioniert, sobald Du ihr wichtige Berechtigungen entziehst. Im Fall von Snapchat kannst Du zum Beispiel keine Videos mehr mit der App drehen, wenn Du ihr den Zugriff auf die Kamera verwehrst.

Wichtige Infos zu sogenannten Geräteadministrator-Apps

Damit Apps wie Avira Antivirus Security oder Kaspersky auf Systemeinstellungen zugreifen und Dein Google Pixel im Notfall aus der Ferne sperren können, fragen sie bei der Einrichtung meist nach einer „Geräteadministrator“-Berechtigung. Diese Befugnis solltest Du nur wenigen Anwendungen erteilen, darunter denen aus den Bereichen Virenschutz und Mobile Payment. Um eine Liste aller Deiner Apps einzusehen, die diese weitreichende Berechtigung besitzen: Unter „Einstellungen | Apps & Benachrichtigungen | Erweitert | Spezieller App-Zugriff“ tippst Du auf „Apps zur Geräteverwaltung“. Anschließend listet Dir das Google Pixel alle Geräteadministrator-Apps auf.

Du kannst Anwendungen hier ebenfalls die Berechtigung entziehen. Das solltest Du beispielsweise dann tun, bevor Du Dein altes Smartphone verschenkst, damit die Virenschutz-App nicht mehr auf das Gerät zugreifen kann. Solange Du das Google Pixel besitzt, sollte die Berechtigung für die Virenschutz-App allerdings aktiviert bleiben, da Du das Gerät sonst nicht aus der Ferne lokalisieren und steuern kannst.

Das Google Pixel im Notfall lokalisieren und aus der Ferne sperren

Wurde Dein Smartphone gestohlen oder Du hast es verloren, kannst Du Googles „Mein Gerät finden“-Funktion nutzen, um das Gerät zu lokalisieren. Willst Du Dich vergewissern, dass der Dienst auf Deinem Google Pixel die entsprechende Berechtigung besitzt, gehe in die Einstellungen und navigiere über „Apps & Benachrichtigungen“ zu „Spezieller App-Zugriff“. Bei den „Geräteadministrator-Apps“ sollte „Mein Gerät finden“ aufgelistet und aktiviert sein.

Um das Google Pixel im Notfall aus der Ferne steuern zu können, besuche diese Webseite. Oder installiere die App Google Mein Gerät finden auf einem zweiten Gerät.

Video: Youtube / Google Help

Verhindere, dass Apps aus anderen Quellen installiert werden dürfen

Werkseitig ist das Google Pixel so eingestellt, dass keine Deiner Anwendungen einfach von sich aus weitere Apps installieren kann. Zudem kannst auch Du aus keiner anderen Quelle als dem werkseitig verfügbaren Google Play Store Software herunterladen. Diese Funktion nennt sich „Unbekannte Apps aus anderen Quellen installieren“. Um Dich zu vergewissern, dass keine auf Deinem Gerät installierte App dazu fähig ist, öffne die Einstellungen. Unter „Apps & Benachrichtigungen | Spezieller App-Zugriff | Unbekannte Apps aus anderen Quellen installieren“ findest Du eine Liste von Anwendungen, die potenziell als andere Quelle dienen könnte. Neben den Apps sollte „Nicht zulässig“ stehen, denn sie können dann nicht einfach weitere Software herunterladen. Du kannst das Smartphone zwar so einstellen, dass sich zum Beispiel über den Browser neue App-Software herunterladen lässt; das ist allerdings immer mit Risiken verbunden, da Programme aus inoffiziellen Quellen als weniger sicher gelten.

Das solltest Du über das Feature „Über anderen Apps einblenden“ wissen

Unter „Spezieller App-Zugriff“ kannst Du festlegen, welche Anwendungen Elemente über anderen Apps anzeigen können. Ein Beispiel hierfür ist die Chat-Blase des Facebook Messengers. In der Regel gibt es durch dieses Feature keine Probleme – in der Vergangenheit hörte man allerdings von Anwendungen, die das ausnutzten, um zum Beispiel nervige Werbebanner einzublenden. Um die Funktion zu verwalten, tippe unter „Spezieller App-Zugriff“ auf „Über anderen Apps einblenden“. Du kannst dann via Schieberegler die Funktion für einzelne Anwendungen ein- oder ausschalten.

So verwaltest Du den Benachrichtigungszugriff von Apps

Damit auf Deiner Smartwatch oder Deinem Fitness-Tracker Smartphone-Benachrichtigungen zu sehen sind, muss die Funktion „Benachrichtigungszugriff“ aktiviert sein. Um die Apps in diesem Kontext zu verwalten, folge dem Pfad „Einstellungen | Apps & Benachrichtigungen | Spezieller App-Zugriff“. Wähle dann den Punkt „Benachrichtigungszugriff“ aus.

Hinweis: Wenn Probleme auftreten, nachdem Du den Benachrichtigungszugriff einer Anwendung zurückgenommen hast, kannst Du die Funktion nachträglich wieder aktivieren.

Prüfe, welche Apps Zugriff auf Deine Nutzungsdaten haben

Einige Programme greifen auf Deine Nutzungsdaten zu, um zum Beispiel erfassen zu können, welche Apps Du wie oft öffnest oder welchen Netzbetreiber Du verwendest. Welche Apps die Erlaubnis besitzen, findest Du über „Einstellungen | Apps & Benachrichtigungen | Erweitert | Spezieller App-Zugriff | Zugriff auf Nutzungsdaten“ heraus. Software wie Digital Wellbeing oder den Google Play Diensten solltest Du den Zugriff erlauben, da sie sonst an Funktionalität einbüßen. Vielen Drittanbieter-Apps kannst Du den Zugriff jedoch entziehen, indem Du sie auswählst und dann den Schieberegler nach links wischst.

Video: Youtube / Google

Das musst Du über die Funktion „WLAN-Steuerung“ wissen

Manchen Apps ist es erlaubt, das WLAN ein- oder auszuschalten, nach einem kabellosen Netzwerk zu suchen oder einen lokalen Hotspot zu starten. Dazu zählen zum Beispiel digitale Assistenten wie Alexa oder der Google Assistant. Bösartige Software könnte diese Funktion jedoch ausnutzen, um Dich über die WLAN-Verbindung zu orten. Welche Apps das WLAN steuern können, erfährst Du unter „Einstellungen | Spezieller App-Zugriff“. Wähle dort „WLAN-Steuerung“ aus. Tippe auf den Eintrag einer bestimmten App und ziehe gegebenenfalls den Regler nach links, um die Möglichkeit zur WLAN-Steuerung zu deaktivieren.

Ein wichtiger Hinweis: Kann beispielsweise Dein Assistent nicht mehr Dein WLAN steuern, hat das ebenfalls Einfluss auf seine Funktionalität.

Die „Now Playing“-Funktion am Google Pixel einstellen

Auf dem Sperrbildschirm zeigt das Google Pixel an, welcher Musiktitel aktuell abgespielt wird. Die Funktion dahinter nennt sich „Now Playing“ und lässt sich deaktivieren, sofern Du verhindern möchtest, dass diese Information auf dem Sperrbildschirm zu sehen ist. Öffne die Einstellungen, tippe auf „Sound“, dann auf „Now Playing“ und anschließend auf „Titel auf dem Sperrbildschirm zeigen“.

So scannst Du via Google Play Protect nach bösartigen Apps

Das Google Pixel hat werkseitig Google Play Protect integriert: Dabei handelt es sich um eine Art Virusscanner, der nach bösartigen Apps Ausschau hält und Dich bei verdächtigen Funden warnt. Der Scan erfolgt automatisch, Du kannst ihn aber auch manuell anstoßen: Öffne den Google Play Store und navigiere zu „Play Protect“.

Zusatz-Tipp: Es gibt alternative Virenprogramme, die ebenfalls die Sicherheit stärken. Die besten Android-Anwendungen dieser Art haben wir Dir bereits in einem separaten Artikel vorgestellt.

Video: Youtube / Google Help

Frühjahrputz in den Google-Pixel-Einstellungen bei „Verbundene Apps“

Sobald Du Dich bei einem Dienst über die „Anmelden mit Google“-Funktion einloggst, teilst Du Basisinformationen, die in Deinem Google-Konto gespeichert sind. Du solltest regelmäßig prüfen, welche Apps Du mit dem Account verbunden hast – vor allem deshalb, weil Du einige dieser Anwendungen inzwischen vielleicht gar nicht mehr verwendest. In diesem Fall solltest Du die Verknüpfung lösen. Öffne dazu die Einstellungen und folge dem Pfad „Google | Verbundene Apps“.

Deine Werbe-ID zurücksetzen

Dein Smartphone ist so eingestellt, dass Google Daten sammelt, um Dir relevantere Werbung in Apps & Co. anzuzeigen. Diese Funktion lässt sich nicht vollständig ausschalten. Du kannst aber Deine sogenannte Werbe-ID zurücksetzen, sodass die bisher gesammelten Daten verschwinden. Öffne die Einstellungen, tippe auf „Google“ und wähle „Anzeigen“ aus. Gehe auf „Werbe-ID zurücksetzen“.

Über den Punkt direkt darunter kannst Du außerdem die personalisierte Werbung deaktivieren, damit Apps nicht mehr auf Deine Werbe-ID zugreifen. Werbung wird Dir dann zwar trotzdem begegnen, allerdings ist sie dann nicht auf Dein Nutzungsverhalten zugeschnitten.

Am Google-Pixel-Smartphone tippen.

Wusstest Du, dass Du Deine Werbe-ID zurücksetzen und so gesammelte Daten entfernen kannst?

Foto: picture alliance / dpa Themendienst / Andrea Warnecke

Was hinter der Funktion „Nachrichtenvorschau“ steckt

Die Nachrichtenvorschau ist zwar durchaus nützlich, bedeutet jedoch potenziell einen Abstrich in Bezug auf Privatsphäre: Ruft ein Freund Dich zum Beispiel über Google Duo an, obwohl Du die App nicht installiert hast, benachrichtigt Dich Dein Pixel und lädt Dich ein, den Dienst herunterzuladen. Diese Funktion nennt sich „Nachrichtenvorschau“. Du kannst sie ausschalten, um Deine Privatsphäre zu stärken: Folge dazu dem Pfad „Einstellungen | Google | Nachrichtenvorschau“.

Wie Du die Standortermittlung ausschaltest

Einige Apps greifen auf Standortdaten zu, darunter zum Beispiel Google Maps. Das mag praktisch sein – Du kannst jedoch verhindern, dass Anwendungen Deinen Standort ermitteln dürfen. Gehe in den Einstellungen zu „Sicherheit & Standort“. Tippe erst auf „Erweitert“ und dann auf „Standort“. Du kannst nun die Option „Standort verwenden“ ausschalten.

Achtung: Die Funktionalität einiger Apps, darunter die von Google Maps, ist eingeschränkt, solange der Standortzugriff deaktiviert ist.

Wichtige Infos zu den Google-Standortdiensten

Unter „Standort | Erweitert“ findest Du weitere Funktionen, die Standortdienste betreffen. Je nachdem, wie Du das Google Pixel einstellst, speichert das Gerät Deine Standorte in einem Verlauf ab. Diesen kannst Du dann in Deinem Google-Konto einsehen. Zudem verbessert das Gerät die Genauigkeit der Standortermittlung, indem es auf Bluetooth und WLAN zugreift. Tippe auf „Standortgenauigkeit“ und wische den Regler nach links, sofern Du verhindern möchtest, dass Google WLAN und Bluetooth als Informationsquelle verwendet.

Unter „Google-Standortverlauf“ kannst Du außerdem die Erstellung des Google-Standortverlaufes deaktivieren. Und bei „Standortfreigabe“ siehst Du alle Personen, mit denen Du Deinen Standort geteilt hast. Möchtest Du einem bestimmten Nutzer die Berechtigung entziehen, tippe auf das X-Symbol neben dem Namen.

Zusammenfassung

  • Richte eine sichere Methode zur Displayentsperrung ein, um zu verhindern, dass Fremde Dein Google Pixel verwenden können.
  • Überprüfe regelmäßig die erteilten App-Berechtigungen.
  • Sieh Dir eine Liste Deiner Geräteadministrator-Apps an, um zu prüfen, welche Anwendungen auf Systemeinstellungen zugreifen dürfen.
  • Verhindere, dass Apps aus anderen Quellen als dem Google Play Store installiert werden können.
  • Sorge dafür, dass unwichtige Drittanbieter-Apps keine Inhalte über anderen Anwendungen einblenden.
  • Verwalte in den Einstellungen den Benachrichtigungszugriff installierter Apps.
  • Deaktiviere gegebenenfalls für Drittanbieter-Software den Zugriff auf Nutzungsdaten.
  • Lege genau fest, welche Apps Dein WLAN steuern dürfen.
  • Stelle die „Now playing”-Funktion so ein, dass keine Infos auf dem Sperrbildschirm erscheinen.
  • Nutze Google Play Protect oder alternative Virenschutzsoftware, um Dein Smartphone auf bösartige Apps zu scannen.
  • Prüfe regelmäßig, welche Apps mit Deinem Google-Konto verbunden sind und somit auf persönliche Informationen zugreifen können.
  • Nutze Googles „Mein Gerät finden”-Funktion, um das Google Pixel im Notfall auch aus der Ferne steuern zu können.
  • Setze regelmäßig Deine Werbe-ID zurück, um bisher gesammelte Daten zu löschen.
  • Schalte das Feature „Nachrichtenvorschau” aus, um Deine Privatsphäre zu stärken.
  • Falls Du die Funktion nicht für Google Maps & Co. brauchst: Schalte „Standort verwenden” aus.
  • Sorge dafür, dass Google nicht auf WLAN oder Bluetooth zugreift, um die Standortgenauigkeit zu verbessern.
  • Deaktiviere den Google-Standortverlauf.

Hast Du noch weitere Tipps, die auf dem Google Pixel Sicherheit und Privatsphäre stärken? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar.

Titelbild: picture alliance / dpa Themendienst / Franziska Gabbert

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