Oscars 2020: Nominierungen, Termin & mehr

Tom Hanks in dem Biopic „Der wunderbare Mr. Rogers”.
Adam Driver und Scarlett Johansson in Marriage Story
Dwayne Johnson bei Presseveranstaltung

Oscars 2020: Nominierungen, Termin & mehr

Anfang Februar werden in Los Angeles zum 92. Mal die Oscars verliehen. Welche Blockbuster, Filmemacher und Schauspieler nominiert sind, an welchem Tag die Preisverleihung stattfindet und wie Du sie Dir in Deutschland ansehen kannst, haben wir hier für Dich zusammengefasst.

Kommen wir zunächst ohne Umschweife zum wichtigsten Aspekt. Das sind die Oscar-Kandidaten:

Bester Film

  • „1917“
  • „Der wunderbare Mr. Rogers“
  • „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“
  • „Jojo Rabbit”
  • „Joker”
  • „Little Women”
  • „Marriage Story“
  • „Once Upon a Time in Hollywood”
  • „Parasite“
  • „The Irishman“

featured meint: Eine Kategorie mit sehr starken Kandidaten – wir vermissen nur die Nominierung für Rian Johnsons „Knives Out”. Die stärksten Chancen auf einen Sieg haben unserer Meinung nach „Once Upon a Time in Hollywood” und „1917”.

Beste Hauptdarstellerin

  • Cynthia Erivo („Harriet”)
  • Charlize Theron („Bombshell“)
  • Renée Zellweger („Judy“)
  • Saoirse Ronan („Little Woman“)
  • Scarlett Johansson („Marriage Story“)

featured meint: Hut ab an Saoirse Ronan für ihre vierte Oscar-Nominierung! Allerdings hat Renée Zellweger den Sieg schon in der Tasche. Und wo bitte ist die Nominierung für Awkwafinas Performance in „The Farewell” geblieben?

Bester Hauptdarsteller

  • Antonio Banderas („Leid und Herrlichkeit”)
  • Adam Driver („A Marriage Story“)
  • Joaquin Phoenix („Joker“)
  • Jonathan Pryce („Die zwei Päpste“)
  • Leonardo DiCaprio („Once Upon a Time in Hollywood“)

featured meint: Daniel Craig („Knives Out”) hat es mit seinem herrlichen Akzent leider nicht unter die finalen Fünf geschafft. Wir drücken zwar die Daumen für Adam Driver, sind uns aber ziemlich sicher, dass die Academy Joaquin Phoenix den Oscar verleiht.

Beste Nebendarstellerin

  • Florence Pugh („Little Women”)
  • Kathy Bates („Richard Jewell”)
  • Laura Dern („Marriage Story”)
  • Margot Robbie („Bombshell”)
  • Scarlett Johansson („Jojo Rabbit”)

featured meint: Wir sind gespalten. Scarlett Johansson statt Jennifer Lopez („Hustlers”)? Kathy Bates statt Zhao Shuzhen („The Farewell”)? Der Sieg von Laura Dern ist hier am wahrscheinlichsten – sie hat bereits bei den Golden Globes und Critics' Choice Awards abgeräumt.

Bester Nebendarsteller

  • Anthony Hopkins („Die zwei Päpste”)
  • Al Pacino („The Irishman”)
  • Brad Pitt („Once Upon a Time in Hollywood”)
  • Joe Pesci („The Irishman”)
  • Tom Hanks („Der wunderbare Mr. Rogers”)

featured meint: Im Grunde dasselbe Bild, was wir bereits von den Golden Globes her kennen. Keine wirkliche Überraschung dabei – schade eigentlich. Unsere Prognose: Wir glauben an einen Sieg von Brad Pitt.

Bester Animationsfilm

  • „Drachenzähmen leicht gemacht 3”
  • „Ich habe meinen Körper verloren”
  • „Klaus”
  • „Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer”
  • „Toy Story 4”

featured meint: Vielleicht die spannendste Kategorie in diesem Jahr! Keine Nominierung für „Die Eiskönigin II”. Dafür gab es überraschend eine für „Ich habe meinen Körper verloren” – Netflix' surreales Märchen über eine abgetrennte Hand, die ihren Besitzer sucht. Einen klaren Gewinner gibt es unserer Meinung nach hier nicht. Während „Toy Story 4” bei den Critics' Choice Awards gewonnen hat, ging der Golden Globe an „Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer”.

Bester fremdsprachiger Film

  • „Corpus Christi” (Polen)
  • „Land des Honigs” (Nordmazedonien)
  • „Les Misérables” (Frankreich)
  • „Parasite” (Südkorea)
  • „Leid und Herrlichkeit” (Spanien)

featured meint: „Parasite” zieht seinen Siegeszug fort. Wahrscheinlich wird es so wie mit Netflix' „Roma” im letzten Jahr laufen: „Parasite” erhält den Oscar als bester fremdsprachiger Film, geht in der Kategorie „Bester Film” aber leer aus.

Bester Regisseur

  • Bong Joon-ho („Parasite”)
  • Martin Scorsese („The Irishman”)
  • Quentin Tarantino („Once Upon a Time in Hollywood”)
  • Sam Mendes („1917”)
  • Todd Phillips („Joker”)

featured meint: Wahrscheinlich wird es ein knappes Rennen zwischen Sam Mendes und Bong Joon-ho. Aber schon wieder keine Nominierung für eine weibliche Regisseurin, obwohl Greta Gerwig sie für ihre Arbeit an „Little Women” mehr als verdient hätte. Diese Kategorie ist und bleibt wohl eine Männerdomäne.

Bestes Originaldrehbuch

  • Bong Joon-ho und Han Jin Won („Parasite”)
  • Noah Baumbach („Marriage Story”)
  • Quentin Tarantino („Once Upon a Time in Hollywood”)
  • Rian Johnson („Knives Out – Mord ist Familiensache”)
  • Sam Mendes und Krysty Wilson-Cairns („1917”)

featured meint: Quentin Tarantino hat für ein Originaldrehbuch bereits zweimal den Oscar erhalten – 1995 für „Pulp Fiction” und für 2013 „Django Unchained”. Trotzdem drücken wir die Daumen für Rian Johnson.

Bestes adaptiertes Drehbuch

  • Anthony McCarten („Die zwei Päpste”)
  • Greta Gerwig („Little Women”)
  • Steven Zaillian („The Irishman”)
  • Taika Waititi („Jojo Rabbit”)
  • Todd Phillips und Scott Silver („Joker”)

featured meint: Greta Gerwig hat den Sieg mehr als verdient, nachdem die Academy sie schon nicht für die beste Regie nominierte.

Beste Filmmusik

  • Alexandre Desplat („Little Women”)
  • Hildur Guðnadóttir („Joker”)
  • John Williams („Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers”)
  • Randy Newman („Marriage Story”)
  • Thomas Newman („1917”)

featured meint: Unserer Oscar-Prognose nach geht der Sieg an Hildur Guðnadóttir und ihre Musik aus „Joker”.

Bester Filmsong

  • „I can’t let you throw yourself away” („Toy Story 4”)
  • „(I’m gonna) love me again” („Rocketman”)
  • „I’m standing with you” („Breakthrough”)
  • „Into the Unknown” („Die Eiskönigin II”)
  • „Standup” („Harriet”)

featured meint: Beyoncé wurde überraschend nicht nominiert. Elton John und Bernie Taupin haben den Oscar für „(I’m gonna) love me again” aber auch mehr als verdient.

Beste visuelle Effekte

  • „1917”
  • „Avengers: Endgame”
  • „Der König der Löwen”
  • „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers”
  • „The Irishman”

featured meint: Ein Oscar für Marvels „Avengers: Endgame” wäre ein würdiger Abschluss für die elf Jahre lange und 22 Filme umfassende Story.

Beste Kamera

  • Jarin Blaschke („The Lighthouse”)
  • Lawrence Sher („Joker”)
  • Robert Richardson („Once Upon a Time in Hollywood”)
  • Rodrigo Prieto („The Irishman”)
  • Roger Deakins („1917”)

featured meint: Schwierig, schwierig. Roger Deakins hat mit seiner Arbeit an „1917” aber überzeugt – wir legen uns auf ihn fest.

Bester Ton

  • Gary Rydstrom, Tom Johnson und Mark Ulano („Ad Astra – Zu den Sternen”)
  • Mark Taylor und Stuart Wilson („1917”)
  • Michael Minkler, Christian P. Minkler und Mark Ulano („Once Upon a Time in Hollywood”)
  • Paul Massey, David Giammarco und Steven A. Morrow („Le Mans 66 – Gegen jede Chance”)
  • Tom Ozanich, Dean Zupancic und Tod Maitland („Joker”)

featured meint: Wir glauben an die Arbeit von Mark Taylor und Stuart Wilson.

Bester Schnitt

  • Jeff Groth („Joker”)
  • Michael McCusker und Andrew Buckland („Le Mans 66 – Gegen jede Chance”)
  • Thelma Schoonmaker („The Irishman”)
  • Tom Eagles („Jojo Rabbit”)
  • Yang Jin-mo („Parasite”)

featured meint: Ein Sieg von Yang Jin-mo wäre wünschenswert, Michael McCusker und Andrew Buckland haben aber vielleicht die besseren Chancen.

Bester Tonschnitt

  • Alan Robert Murray („Joker”)
  • Donald Sylvester („Le Mans 66 – Gegen jede Chance”)
  • Matthew Wood und David Acord („Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers”)
  • Oliver Tarney und Rachael Tate („1917”)
  • Wylie Stateman („Once Upon a Time in Hollywood)

featured meint: Könnte „Star Wars” nach rund 40 Jahren endlich wieder einen Oscar gewinnen? Die Konkurrenz ist hier allerdings ebenso stark.

Bestes Szenenbild

  • Barbara Ling und Nancy Haigh („Once Upon a Time in Hollywood”)
  • Bob Shaw und Regina Graves („The Irishman”)
  • Dennis Gassner und Lee Sandales („1917”)
  • Lee Ha-jun und Cho Won-woo („Parasite”)
  • Ra Vincent und Nora Sopková („Jojo Rabbit”)

featured meint: Wir sind ein Fan von Ra Vincent und Nora Sopková.

Bestes Kostümdesign

  • Arianne Phillips („Once Upon a Time in Hollywood”)
  • Jacqueline Durran („Little Women”)
  • Mark Bridges („Joker”)
  • Mayes C. Rubeo („Jojo Rabbit”)
  • Sandy Powell und Christopher Peterson („The Irishman”)

featured meint: Vor Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen galt Ruth E. Carter („Dolemite Is My Name”), die im letzten Jahr bereits für „Black Panther” gewonnen hat, als Frontrunnerin. Schade eigentlich. Dann drücken wir halt Jacqueline Durran die Daumen.

Bestes Make-up und beste Frisuren

  • Jeremy Woodhead („Judy”)
  • Kazu Hiro, Anne Morgan und Vivian Baker („Bombshell”)
  • Naomi Donne, Tristan Versluis und Rebecca Cole („1917”)
  • Nicki Ledermann und Kay Georgiou („Joker”)
  • Paul Gooch, Arjen Tuiten und David White („Maleficent: Mächte der Finsternis”)

featured meint: Ein Sieg von Jeremy Woodhead erscheint uns als wahrscheinlich.

Bester Dokumentarfilm

  • „American Factory”
  • „For Sama”
  • „Land des Honigs“
  • „The Cave”
  • „Am Rande der Demokratie”

featured meint: Netflix hat hier gleich zweimal die Chance, einen Oscar zu gewinnen, denn „Am Rande der Demokratie” und „American Factory” sind beide nominiert. Wir wünschen den Sieg jedoch „Land des Honigs”, einer der vielleicht schönsten Dokus der letzten Jahre.

Bester Dokumentarkurzfilm

  • „In the Absence”
  • „Learning to Skateboard in a Warzone (If You’re a Girl)”
  • „Vom Leben überholt”
  • „St. Louis Superman”
  • „Walk Run Cha-Cha”

featured meint: Alle hier nominierten Dokumentarkurzfilme sind Oscar-würdig. „Learning to Skateboard in a Warzone (If You’re a Girl)” hat womöglich die größten Chancen.

Bester Kurzfilm

  • „A Sister”
  • „Brotherhood”
  • „Nefta Football Club”
  • „Saria”
  • „The Neighbors' Window”

featured meint: Keine einfache Aufgabe, sich hier auf einen Sieger festzulegen. Hast Du vielleicht einen Favoriten?

Bester animierter Kurzfilm

  • „Daughter”
  • „Hair Love”
  • „Kitbull”
  • „Memorable”
  • „Sister”

featured meint: Wir hoffen auf einen Oscar für den inspirierenden Kurzfilm „Hair Love”.

Video: Youtube / Oscars

Termin für die Preisverleihung

Auch 2020 werden die Oscars im legendären Dolby Theatre in Los Angeles verliehen. Das glamouröse Event findet am 10. Februar statt und wird, wie Du es gewohnt bist, live übertragen. Deutsche Zuschauer können die Oscar-Verleihung wie jedes Jahr bei ProSieben verfolgen (der Sender ist auch im GigaTV-Paket enthalten).

GigaTV

Oscar-Verleihung erneut ohne Moderator

Auch dieses Mal werden die Oscars ohne Moderator vergeben. Die Verleihung von 2019 hat aber gezeigt, dass die Preiverleihung auch ohne Moderator funktionieren kann.

Hast Du bereits einen persönlichen Oscar-Favoriten? Verrate ihn uns gerne in einem Kommentar.

Titelbild: picture alliance / Everett Collection / ©TriStar Pictures

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