Die Geschichte des esports: Vom Hobby zum Profi-Sport

Team feuert jungen Mann beim Computerspielen an - Geschichte des esports
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Die IEM Katowice startet am Donnerstag. Hier das Stadion in Katowice bei der IEM 2019. Foto: Helena Kristiansson
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Die Geschichte des esports: Vom Hobby zum Profi-Sport

Du hast bish­er angenom­men, dass esports ein noch ziem­lich junges Phänomen ist? Dann wirst Du Dich nun wohl wun­dern, denn bere­its seit den späten 50ern zock­en Gamer pro­fes­sionell um die Wette. Das haben wir zum Anlass genom­men, die Geschichte des esports genauer unter die Lupe zu nehmen.

In dem Buch „Lost in a Good Game“ (deutsch: Ver­loren in einem guten Spiel) wird davon berichtet, dass das kom­pet­i­tive Com­put­er­spie­len 1952 begann: Alexan­der Shafto Dou­glas saß ger­ade an sein­er Dok­torar­beit, die sich mit der wet­tbe­werb­sori­en­tierten Inter­ak­tion zwis­chen Men­schen und Com­put­er auseinan­der­set­zte. Dazu ließ er ver­schiedene Proban­den im „Tic-Tac-Toe“ gegen einen - noch sehr rudi­men­tären - Com­put­er antreten und ebnete so den Weg für die Welt der Com­put­er­spiel-Wet­tbe­werbe. Erst 1958 kon­nten zwei Men­schen gegeneinan­der am PC zock­en: „Ten­nis for Two“, ein Vor­läufer von „Pong“, gilt für viele heute als Geburtsstunde des esports. Allerd­ings beschränk­te sich damals der Wet­tbe­werb noch auf zwei Spiel­er und hat­te mit dem esports-Feel­ing, das Du heute durch gefüllte Are­nen kennst, nur wenig zu tun.

Die Geschichte des esports: Von den Universitäten ins Wohnzimmer

1972 ging es dann richtig los. Im Labor für kün­stliche Intel­li­genz der Stan­ford Uni­ver­si­ty fand mit den „Inter­galac­tic-Space­war-Olympics“ das erste esports-Turnier der Welt statt. In diesem zock­ten 24 Spiel­er um ein Jahresabo des „Rolling Stones“-Magazins. Ver­gle­icht man das mit heuti­gen Preisen, wie beispiel­sweise den umgerech­net knapp 264.000 Euro der diesjähri­gen ESL One Cologne, so kommt man schon ins Schmun­zeln. Damals fan­den die Turniere noch vor­wiegend in Uni­ver­sitäten statt, denn nur dort waren die tech­nis­chen Voraus­set­zun­gen für Wet­tbe­werbe aus­re­ichend. Doch spätestens mit Heimkon­solen wie dem Atari, schwappte der esports langsam, aber sich­er aus den Uni­ver­sitäten in die Wohnz­im­mer.

Wenn Du an Atari denkst, fällt Dir als Erstes „Space Invaders“ ein? Das Spiel ist nicht nur Kult. Laut dem glob­alen Sport­net­zw­erk Ispo ist es tat­säch­lich auch das erste Spiel, in dem erst­mals tausende von Spiel­ern im Wet­tbe­werb gegeneinan­der ange­treten sind. 10.000 Gamer haben sich bere­its 1980 in den „Space Invaders Cham­pi­onships“ gebat­telt.

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Die verrückten 90er

In den 90er-Jahren inner­halb der Geschichte des esports waren Com­put­er zwar immer noch ver­hält­nis­mäßig teuer. Zudem hat­te nicht jed­er Zuhause eine Kon­sole, aber die Lust auf den Wet­tbe­werb war geweckt. Gam­ing-Fans tum­melten sich auf LAN-Par­ties im heimis­chen Keller. Große Spiele­hersteller wie Nin­ten­do sprangen nun auch auf den esports-Zug auf. Mit den „Nin­ten­do World Cham­pi­onships“, deren Haupt­preis gold­ene Nin­ten­do-Gam­ing-Mod­ule waren und heute laut Gam­ing-Web­site Poly­gon auf Ebay irre Preise erzie­len, rück­ten auch Kon­solen und ihre Spiele mehr in Rich­tung esports. Weit­er­hin dominierten aber PC-Gamer das pro­fes­sionelle Gam­ing. Nicht nur auf riesi­gen LAN-Par­ties wurde gegeneinan­der gezockt, son­dern auch im heimis­chen Net­zw­erk tru­gen Spiel­er fre­und­schaftliche Wet­tbe­werbe aus.

Mit den ersten Inter­ne­tan­schlüssen hiel­ten dann zudem Spiele wie „Quake“, „Unre­al Tour­na­ment“ oder „Star Craft“ Einzug in den esports. Wie Ispo berichtet, enstanden in den 90ern auch die ersten Clans und esports-Ligen, wie beispiel­sweise die „Elec­tron­ic Sports League“, mit­tler­weile bess­er bekan­nt als ESL, oder „Clan Base“. 1999 kam dann, laut Tech-Mag­a­zin Heise, ein Spiel auf den Markt, das die esports-Welt auf das näch­ste Lev­el heben sollte: Counter-Strike. Ursprünglich als Half-Life-Mod konzip­iert, gilt das Game bis heute noch als eines der erfol­gre­ich­sten esports-Spiele über­haupt.

Money Makes the World Go Play

In den frühen 2000ern sorgte die weltweite Ver­net­zung dann dafür, dass die Teil­nahme an Turnieren nicht nur zu jed­er Zeit möglich war, son­dern auch Spiel­er auf der ganzen Welt gegeneinan­der antreten kon­nten. Ein­er Veröf­fentlichung von Ispo zufolge überzeugte „Halo 2“ 2004 auch Kon­solen­zock­er vom esports. Ein Jahr später fand mit der „Cyberath­lete Pro­fes­sion­al League World Tour“ das erste esports-Turnier statt. Ins­ge­samt wurde um rund 902.000 Euro gespielt. Spätestens jet­zt war klar, dass esports, ger­ade im Blick auf Preis­gelder, keine kleine Haus­num­mer mehr ist. Mit­tler­weile etabliert sich dieser Sport immer mehr. Spiele wie Fort­nite, League of Leg­ends oder Counter Strike: Glob­al Offense rück­en aus ein­er bis dato belächel­ten Nis­che immer mehr ins Schein­wer­fer­licht.

5G-Gaming: Hatch und Vodafone revolutionieren das Mobile Gaming

Heute ist esports natür­lich längst nicht mehr bloß ein PC- oder Kon­so­len­the­ma: Gam­ing-Kracher haben Dein Smart­phone oder Tablet erobert und lock­en im Wet­tbe­werb um begehrte esports-Titel Spiel­er und Fans in Are­nen und Event-Loca­tions. Gemein­sam mit der Stream­ing-Plat­tform Hatch rev­o­lu­tion­iert Voda­fone jet­zt das Mobile Gam­ing. Denn die App des finnis­chen Anbi­eters ist der erste Spiele-Dienst, der für das 5G-Netz opti­miert ist. Ab Sep­tem­ber ist die App dann im Voda­fone Gam­ing-Pass inklu­sive. Für Dich bedeutet das: Zock­en unter­wegs in Echtzeit und ohne Lim­it.

Egal ob Du vor­wiegend mit dem Voda­fone Gam­ing-Pass unter­wegs, daheim vor dem Rech­n­er oder der Kon­sole oder sog­ar pro­fes­sionell zockst, die Welt des esports fasziniert nicht nur Dich, son­dern ist auch endlich in der Mitte der Gesellschaft angekom­men. Der Weg dahin war lang, aber Du darf­st Dich drauf freuen, was die Zukun­ft für den esports noch so brin­gen wird!

Du lieb­st esports? Ver­rate uns in den Kom­mentaren, an welche High­lights Dein­er Gam­ing-Zeit Du Dich erin­nerst!

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