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Die Shopping-Queen im Rollstuhl – so meistert Petra ihren Vodafone-Arbeitstag

Petra Itzen ist ein offener, fröhlicher Mensch, liebt es zu basteln und arbeitet seit 1992 bei Vodafone. So weit, so normal. Doch vor 26 Jahren drehten wenige Worte ihr Leben auf links. Sie erhielt die Diagnose: Multiple Sklerose, die ‚Krankheit mit den tausend Gesichtern‘. Tausend Gesichter, weil sich die Symptome von Patient zu Patient unterscheiden. Eins haben sie jedoch gemeinsam: Die Krankheit ist nicht heilbar. „Eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems. Ich wusste in dem Moment nicht, was das bedeutet. Ich wusste nur, es war nichts Gutes“, erklärt Petra. Ein Schock, den sie erst überwinden musste.

Doch Petra trotzte ihrem Feind und versucht sich von der Krankheit nicht klein kriegen zu lassen. Während sie anfangs noch problemlos laufen konnte, muss sie seit vier Jahren viele Wege mit dem Rollstuhl bewältigen, weil ihre Knochen nicht immer so wollen wie sie. „Für mich war es eine Umstellung auf ganzer Linie. Nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Leben. Ab diesem bestimmten Zeitpunkt gab es mich im Rollstuhl“, sagt Petra.

Petra Itzen arbeitet im Rollstuhl, ohne berufliche Nachteile zu erfahren. © Vodafone

Petra Itzen arbeitet seit 2002 bei Vodafone im Bereich ‚Property‘, der auch Gebäude-Management genannt wird. Dort erstellt sie Bestellungen für interne Einkäufe. Von ihren Kollegen wird sie liebevoll ‚Shopping-Queen‘ genannt. Für Petra sind es die kleinen Dinge, die sie im Kampf gegen die Krankheit stärken. So denken die Kollegen immer an Petras Wohl und bringen ihr ein Glas Wasser und eine Tasse Kaffee aus der Teeküche. „Ich muss nicht mal bitten. Das Team denkt instinktiv an mich. Es wird alles getan, um mir das Arbeiten so leicht wie möglich zu machen“, betont sie.

Auf dem Weg zu Meeting-Räumen warten Petras Kollegen auf sie und halten ihr die Türen auf. Sie erlebt täglich eine große Unterstützung von ihren Kollegen. Wenn sie sich körperlich nicht gut fühlt, darf sie jederzeit spontan von zu Hause arbeiten. Home Office ist für Vodafone nichts Ungewöhnliches, jedoch kann sie auch häufiger von zu Hause arbeiten als die regulär möglichen 50% der Arbeitszeit. „Vodafone ist sehr aufgeschlossen, was das Arbeiten von Zuhause angeht. Mir werden keine Steine in den Weg gelegt. Ganz im Gegenteil: Sie werden weggeräumt. All das sind für mich Lichtblicke, die mein Leben weiterhin lebenswert machen“, beschreibt Petra.

Und wie unterstützt Vodafone seine Mitarbeitenden, die eine Behinderung haben? Das Unternehmen bekräftigt die Inklusion von Behinderungen ausdrücklich. Sie sind ein fester Bestandteil der Diversity-Strategie, zu der auch die Säulen Alter, Geschlecht, kulturelle Herkunft und sexuelle Identität gehören. Für den Arbeitgeber ist es selbstverständlich, dass Menschen mit Behinderung ohne Einschränkungen ihre Arbeit machen können. Vodafone ermöglicht nicht nur einen barrierefreien Zugang zum Arbeitsplatz, sondern neben seinem Mitarbeiter-Arztzentrum auch eine Schwerbehinderten-Vertretung als Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema ‚Behinderung‘.

Auch Petra hatte viele Fragen, die sie sich selbst nicht beantworten konnte: „Nicht nur für meine Kollegen war mein ‚Zustand‘ neu, sondern auch für mich. Die Schwerbehinderten-Vertretung gab Antwort auf meine Fragen und half mir, meinen neuen Arbeitsalltag zu meistern.“ Kollegen und Führungskräfte werden mithilfe von Online-Webinaren für das Thema ‚Mitarbeiter mit sichtbaren und nicht-sichtbaren Behinderungen am Arbeitsplatz‘ sensibilisiert. So werden beide Seiten der Medaille betrachtet und verstanden.

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