© The Walt Disney Company
Auf dem Bild zu Reality Queens Staffel 2 steht der Influencer Twenty4Tim vor Bäumen. Er trägt ein Safari-Outfit mit breitem Hut und hält lächelnd eine Karte mit dem Logo der Sendung "Reality Queens – Auf High Heels durch den Dschungel" in der Hand.
Bild aus Almost Cops: Zwei Hilfspolizisten in Uniform stehen sich in einer Umkleide gegenüber. Während der eine grinsend auf den anderen zeigt, blickt ihn dieser wütend an.

Das Ende von The Boogeyman bei Disney+ erklärt: Hat das Monster überlebt?

„The Boogey­man” bei Dis­ney+ lässt das sprich­wörtliche Mon­ster unter dem Bett auf eine Fam­i­lie los. Das Ende des Hor­ror­films bietet jedoch Raum für Speku­la­tio­nen. Was ist hier wirk­lich geschehen? Hier erk­lären wir das Finale und seine Bedeu­tung im Detail.

ACHTUNG: Dieser Artikel enthält Spoil­er zur Hand­lung und dem Ende von The Boogeyman.

The Boogey­man basiert lose auf der gle­ich­nami­gen Kurzgeschichte von Kul­tau­tor Stephen King aus dem Jahr 1973 und wurde von Rob Sav­age („Host”) insze­niert. Doch der Brite ver­tauscht den Fokus auf die Fig­uren: Während in der lit­er­arischen Vor­lage Lester Billings der Pro­tag­o­nist ist, konzen­tri­ert sich der Film auf den Psy­cholo­gen Dr. Will Harp­er, gespielt von Chris Messi­na („Argo”), und seine Fam­i­lie. Lester Billings kommt zwar auch in der Filmver­sion von The Boogey­man vor, hier jedoch nur in ein­er Nebenrolle.

Wenn Du The Boogey­man bere­its gese­hen hast, dürftest Du jet­zt aber sich­er einige Fra­gen haben. Der Hor­ror-Streifen bietet näm­lich kein ein­deutiges Ende und lässt sich auf ver­schiedene Weisen inter­pretieren. Wir haben uns für Dich mit dem Film auseinan­derge­set­zt und ver­sucht, die größten Unklarheit­en zum Ende aus dem Weg zu räumen.

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The Boogeyman: So endet der Film auf Disney+

In The Boogey­man wird die Fam­i­lie Harp­er von ein­er ural­ten Krea­tur heimge­sucht. Das Mon­ster hat es auf die bei­den Kinder Sadie (Sophie Thatch­er) und Sawyer (Vivien Lyra Blair) abge­se­hen. Die Mäd­chen trauern um ihre kür­zlich ver­stor­bene Mut­ter. Auch ihr Vater Will hat den Tod sein­er Frau noch lange nicht überwunden.

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Zunächst glaubt er den Geschicht­en sein­er Töchter nicht. Doch bald kann der Vater die Zeichen nicht mehr ignori­eren und erken­nt, dass es das Mon­ster wirk­lich gibt. Als er sich der Gefahr stellt, läuft die Kon­fronta­tion aber anders als geplant. Der Boogey­man sper­rt Will in den Keller. Als das Mon­ster dann auch noch Sadie anlockt, über­wältigt und fast tötet, scheint alles ver­loren. Im let­zten Moment gelingt es der Jugendlichen jedoch, den Boogey­man mit einem Feuerzeug in Flam­men aufge­hen zu lassen – das Mon­ster scheint besiegt.

In der let­zten Szene des Films geht die Fam­i­lie zur Ther­a­pie und spricht offen über ihre Ver­lustäng­ste und Trauerge­füh­le. Nach der Sitzung ver­lassen sie den Raum, doch Sadie wird vom Ther­a­peuten zurück­gerufen. Als sie zurück­kommt, ist das Zim­mer leer. Nur die Schrank­tür ste­ht offen und gibt selt­same Geräusche von sich. Sadie bleibt unbeein­druckt und schließt die Tür. Dann läuft der Abspann zu Elvis’ „Burn­ing Love” über die Leinwand.

Das Ende von The Boogeyman erklärt: Lebt das Monster?

Die Schlussszene lässt sich auf ver­schiedene Weisen deuten. Dass Sadie die Stimme des Ther­a­peuten hört, aber nie­man­den im Raum vorfind­et, weist ein­deutig auf den Boogey­man hin. Denn im Film wird deut­lich, dass das Mon­ster Stim­men imi­tieren kann und so Kinder ins Verder­ben lockt.

Sophie Thatcher und Vivien Lyra Blair in The Boogeyman

Sadie (Sophie Thatch­er) schafft es let­ztlich, den Boogey­man zu töten - oder? — Bild: The Walt Dis­ney Company

Es bleibt jedoch offen, ob der Ruf des Boogey­man tat­säch­lich real war oder nur in Sadies Kopf stattge­fun­den hat. Auf jeden Fall ist die let­zte Szene eine Hom­mage an die Kurzgeschichte, auf der der Film basiert. Dort ist es Lester Billings, der vom Mon­ster zurück in den Ther­a­pier­aum (hier ist Will Harp­er der Ther­a­peut) gerufen wird. Doch anders als Sadie im Film schließt Lester nicht die Tür. Stattdessen erken­nt er, dass das Mon­ster sich die ganze Zeit als Dr. Harp­er aus­gegeben hat.

Die Filmver­sion von The Boogey­man bietet nun zwei Erk­lärun­gen für das Ende: Entwed­er hat Sadie die Stimme des toten Mon­sters nur hal­luziniert und mit dem Schließen der Tür das Trau­ma auf psy­chis­ch­er Ebene abgeschlossen. Oder der Boogey­man hat das Feuer über­lebt und treibt weit­er­hin sein Unwe­sen. Da er aber seine Kraft und Macht aus der Trauer und Angst der Kinder bezieht, kann er Sadie nichts anhab­en. Denn Sadie schließt im wahrsten Sinne des Wortes die Tür und entzieht dem Boogey­man damit die Grundlage.

Bei­de Erk­lärun­gen erscheinen plau­si­bel und lassen den Ver­ant­wortlichen des Films Möglichkeit­en offen. Das Ende bietet Anknüp­fungspunk­te für eine eventuelle Fort­set­zung, kann aber auch als Abschluss inter­pretiert wer­den. Bish­er gibt es übri­gens keine Infos bezüglich The Boogey­man 2.

The Boogeyman: Die Ursprünge des Monsters

Der Boogey­man ist allein schon dank seines Designs eines der furchter­re­gend­sten Mon­ster der jün­geren Filmgeschichte. Und auch seine Herkun­ft ist ganz schön gruselig. Lester und Rita Billings (Marin Ire­land) beschreiben die Krea­tur im Film als uraltes Schat­ten­mon­ster, das die Men­schheit seit Anbe­ginn ihrer Geschichte terrorisiert.

Dies erk­lärt, warum Feuer und andere Lichtquellen die einzi­gen Schwächen des Boogey­man sind. Feuer war das erste Licht, das der Men­sch kon­trol­lieren kon­nte, um die Dunkel­heit und damit das Mon­ster fernzuhal­ten. In ihren Erzäh­lun­gen deuten Lester und Rita übri­gens auch andere Krea­turen an, die aber nicht weit­er aus­ge­führt werden.

Ein gebroch­en­er Mann: Lester (David Dast­malchi­an) hat den Tod sein­er Kinder nie über­wun­den und gibt dem Boogey­man dadurch ide­alen Nährbo­den. — Bild: The Walt Dis­ney Company

Der Boogey­man nutzt die Trauer sein­er Opfer aus und bevorzugt Men­schen, die kür­zlich einen schw­eren Ver­lust erlit­ten haben. Kinder sind für ihn ein leicht­es Ziel, da sie emo­tion­al noch nicht so gefes­tigt sind wie Erwach­sene. Außer­dem glaubt ihnen kaum jemand, wenn sie vom Mon­ster unter dem Bett erzählen.

Hat sich der Boogey­man erst ein­mal in ein­er Fam­i­lie ein­genis­tet, ter­ror­isiert er ein Fam­i­lien­mit­glied nach dem anderen und nährt sich von der Trauer und Verzwei­flung, die nach jedem Mord wächst. Als Lester in der Ther­a­piesitzung seinen Schmerz mit dem Psy­cholo­gen Will teilt, spürt der Boogey­man die Trauer des Ther­a­peuten und konzen­tri­ert sich nach Lesters Tod sofort auf seine neuen Opfer: Die Fam­i­lie Harper.

Das Aussehen des Boogeymans erklärt

Dass der Boogey­man äußer­lich an eine Spinne erin­nert, ist wohl nicht nur dem damit ver­bun­de­nen Schock­mo­ment geschuldet. Auch im über­tra­ge­nen Sinne passt das Design, denn Spin­nen ver­hal­ten sich ähn­lich wie das Filmwe­sen und lösen bei vie­len Men­schen Uräng­ste aus. Außer­dem weben viele Spin­nenarten Net­ze und fan­gen darin ihre Opfer. Genau das macht der Boogeyman.

Das Monster in The Boogeyman

Der Boogey­man ter­ror­isiert die Men­schheit seit dem Anbe­ginn der Zeit. — Bild: The Walt Dis­ney Company

Das wohl unheim­lich­ste Merk­mal des Boogey­man sind die Arme, die aus seinem Mund kom­men, wenn er seine Opfer tötet. Wegen dieses Details musste der Film sog­ar um 45 Sekun­den ver­längert wer­den. Denn das Test­pub­likum reagierte offen­bar so schock­iert und laut­stark auf den ersten Auftritt des Mon­sters, dass der anschließende Dia­log völ­lig unterging.

Die aus dem Mund ragen­den Arme ste­hen dabei für einen Wider­spruch: Ein­er­seits wün­schen sich die meis­ten Men­schen angesichts des Boogey­man wohl nichts sehn­lich­er als eine Umar­mung. Doch die Arme spenden keinen Trost im eigentlichen Sinne, son­dern saugen dem Opfer das let­zte Leben aus. Im über­tra­ge­nen Sinne aber lin­dern sie die Qualen des Schreck­ens, den das Unge­heuer über seine Opfer bringt.

Vivien Lyra Blair in The Boogeyman

Sawyer (Vivi­enne Lyla Blair) ist sich sich­er, dass etwas in der Dunkel­heit lauert. — Bild: The Walt Dis­ney Company

Seine Macht reicht weit über den Tod hin­aus und begleit­et die Men­schheit wohl solange, wie Trauer existiert. Vor diesem Hin­ter­grund scheint es somit fast unmöglich, dass der Boogey­man am Ende des Films wirk­lich tot ist.

Wofür steht der Boogeyman wirklich?

Auf der metapho­rischen Ebene geht es in The Boogey­man um Trauer und den Umgang damit. Das Mon­ster nutzt die emo­tionale Insta­bil­ität der Trauern­den aus, um sie zu ter­ror­isieren und langsam aber sich­er in den Tod zu treiben. So ist es nicht nur den Harpers ergan­gen, son­dern zuvor schon der Fam­i­lie Billings.

Chris Messina in The Boogeyman

Fam­i­lie Harp­er trotzt der Dunkel­heit und dem Boogey­man. — Bild: The Walt Dis­ney Company

Trauer ist das zen­trale Motiv der Fam­i­lie Harp­er im Film. Vater Will weigert sich lange, mit seinen Töchtern über den Ver­lust der Mut­ter zu sprechen. In der let­zten Szene scheinen zwar noch nicht alle Fam­i­lien­mit­glieder ihre Trauer ganz über­wun­den zu haben, aber immer­hin sprechen sie offen miteinan­der über ihre Prob­leme. Dies führt schließlich dazu, dass Sadie die Schrank­tür schließen kann, ohne vom möglicher­weise noch leben­den Boogey­man ange­grif­f­en zu werden.

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Dass sie den­noch die Stimme des Mon­sters hört, kön­nte darauf hin­deuten, dass sie das Trau­ma des Ver­lustes ihrer Mut­ter noch nicht ganz über­wun­den hat und wahrschein­lich auch nie über­winden wird. Aber ihre Emo­tio­nen bieten dem Boogey­man nicht mehr genug Nährbo­den, um sich erneut zu man­i­festieren. Das Mon­ster, das hier die Trauer sym­bol­isiert, muss sich jemand anderen suchen.

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Find­est Du The Boogey­man bei Dis­ney+ auch so gruselig? Und wie hat Dir das Ende gefall­en? Sag uns Deine Mei­n­ung in den Kommentaren.

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