Stephen King-Verfilmungen: Die 10 besten Adaptionen im Ranking

Donnie Wahlberg in Dreamcatcher
© Warner Bros.
Elisabeth Moss in Der Unsichtbare
Freud im Büro
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Stephen King-Verfilmungen: Die 10 besten Adaptionen im Ranking

Stephen King ist ein­er der berühmtesten und erfol­gre­ich­sten Schrift­steller der Gegen­wart. Seine Geschicht­en ver­set­zen uns in andere Wel­ten. Sie sor­gen für Gänse­haut und Über­raschun­gen, lassen uns träu­men und erschaud­ern. Aber auch die Ver­fil­mungen sein­er Romane erre­ichen oft den gle­ichen Effekt. Wir küren die 10 besten Adap­tio­nen in unserem Rank­ing.

Büch­er und Filme sind wie Äpfel und Orangen. Es sind bei­des Früchte, aber sie schmeck­en kom­plett unter­schiedlich.

Dieses Zitat Stephen Kings trifft es ziem­lich genau: Wer die Vor­lage liebt, muss nicht automa­tisch Gefall­en an der filmis­chen Ver­sion find­en. Das gilt nicht nur für King-Adap­tio­nen, son­dern für nahezu alle Lit­er­aturver­fil­mungen.

Unter den mit­tler­weile über 60 Fil­men, die auf Kings geschriebe­nen Zeilen beruhen, find­en sich sowohl große Rein­fälle als auch wahre Perlen. Wir haben deshalb die Köpfe in der Redak­tion zusam­mengesteckt und 10 Filme her­aus­ge­sucht, die vor allen anderen rang­ieren.

Carrie: Das unterschätzte Remake

Car­rie ist eine Außen­sei­t­erin in der Schule und wird auch zu Hause von ihrer extrem religiösen Mut­ter ter­ror­isiert. Eines Tages ent­deckt die unschuldige Teenagerin, dass sie telekinetis­che Fähigkeit­en besitzt. Als das Mob­bing beim Abschluss­ball einen fiesen Höhep­unkt erre­icht, nutzt Car­rie ihre Macht und rächt sich auf äußerst bru­tale Weise an ihren Peinigern.

Darum solltest du Carrie sehen:

Bere­its im Vor­feld der Veröf­fentlichung gab es kri­tis­che Stim­men, die den Sinn ein­er Neuau­flage nicht nachvol­lziehen kon­nten. Schließlich gilt Bri­an De Pal­mas Orig­i­nalver­sion von 1976, die über­haupt die allererste Ver­fil­mung eines Stephen King-Stoffes war, als dur­chaus gelun­gen.

Auch der Großmeis­ter höch­st­per­sön­lich äußerte sich 2011 skep­tisch zu den Plä­nen des Remakes: „Die wahre Frage lautet: Warum eine Neu­ver­fil­mung, wenn das Orig­i­nal so gut ist?“

Chloë Grace Moretz in Carrie

Car­rie übt Blu­tra­che | © 20th Cen­tu­ry Fox

Dabei hat­te Car­rie von Regis­seurin Kim­ber­ly Peirce diesen Pes­simis­mus gar nicht ver­di­ent. Viel Neues kann ihr Film zwar nicht erzählen, dafür gibt es aber ordentlich etwas fürs Auge. Fast 40 Jahre später waren die Spezial­ef­fek­te natür­lich bedeu­tend weit­er­en­twick­elt, sodass der Amok­lauf Car­ries visuell her­aus­ra­gend insze­niert wer­den kon­nte.

Zudem trat­en Chloë Grace Moretz und Oscarpreisträgerin Julianne Moore als psy­cho­tis­ches Tochter-Mut­ter-Duo überzeu­gend in die Fußstapfen von Sis­sy Spacek und Piper Lau­rie.

Lass die Finger weg, wenn:

… du das Orig­i­nal für unan­tast­bar hältst. Car­rie von 1976 gilt als Klas­sik­er und ist run­dum stim­mig. Für einige Fans kön­nte das Remake deshalb an eine Art Majestäts­belei­di­gung gren­zen.

Needful Things: Ein teuflisches Vergnügen

Als der charis­ma­tis­che Fremde Leland Gaunt im Städtchen Cas­tle Rock einen Antiq­ui­täten­laden eröffnet, ist die Neugi­er unter den Bewohn­ern sehr groß. Viele find­en in seinem Geschäft Dinge, die sie sich schon immer gewün­scht haben. Allerd­ings ver­langt Gaunt ganz spezielle Gegen­leis­tun­gen, die die Kle­in­stadt bald in das absolute Chaos stürzen.

Darum solltest du Needful Things sehen:

Need­ful Things – In ein­er kleinen Stadt ist ein­er jen­er Filme, die kaum jemand ken­nt. Zu Unrecht. Mit zunehmender Laufzeit steuert der anfangs ruhige Hor­rorth­riller von 1993 der heil­losen Gewal­teskala­tion ent­ge­gen. Und wir dür­fen genussvoll dabei zuse­hen, wie die Charak­tere in ihr Verder­ben ren­nen und sich buch­stäblich die Köpfe ein­schla­gen.

Needful Things - In einer kleinen Stadt

Was führt der geheimnisvolle Leland Gaunt (Mitte) im Schilde? | © EuroVideo

Es braucht eben nur etwas Anar­chie, eine Prise schwarzen Humor und einen teu­flisch guten Max von Sydow als Waren­verkäufer aus der Hölle, um einen tollen Film zu machen.

Lass die Finger weg, wenn…

… dein Trash-Radar schon bei der kle­in­sten Übertrei­bung auss­chlägt. Need­ful Things ist zwar effek­tiv­er Grusel, aber auch ziem­lich schmerzfrei in punc­to Logik und Sub­til­ität. Wer das bei­seiteschieben kann, hat jedoch zwei unter­halt­same Stun­den vor sich.

Dreamcatcher: Die starbesetzte Wundertüte

Vier Fre­unde wer­den in ein­er Block­hütte im Wald von Aliens ange­grif­f­en. Doch dies ist nur der Beginn ein­er geplanten Inva­sion der frem­den Wesen, weshalb die Erde in großer Gefahr ist.

Eine her­an­rück­ende Spezialein­heit des Mil­itärs macht die Sache allerd­ings nicht bess­er. Hil­fe naht nur durch den geistig zurück­ge­bliebe­nen Dud­dits, der ganz beson­dere Kräfte besitzt.

Darum solltest du Dreamcatcher sehen:

Wie wurde nicht schon auf diese Adap­tion ver­bal einge­treten. Der Film wolle zu viel auf ein­mal und könne sich für kein Genre entschei­den, hieß es da unter anderem. Ehrlich gesagt, stimmt das auch. Es sind allerd­ings genau diese ver­schiede­nen Ver­satzstücke, die Dream­catch­er so sehenswert machen.

Donnie Wahlberg in Dreamcatcher

Die Stille ist trügerisch in Dream­catch­er | © Warn­er Bros.

Wie bei einem bunt­gemis­cht­en Pot­pour­ri ist wirk­lich für jeden etwas dabei, solange er Män­ner­fre­und­schaften, Alien-Inva­sio­nen und/oder mil­itärische Zer­störung­sorgien mag. Das ist nicht unbe­d­ingt sehr anspruchsvoll, macht dafür aber jede Menge Spaß und wird zu kein­er Zeit lang­weilig.

Die wirk­lich großar­tige Beset­zung um Thomas Jane, Dami­an Lewis und Jason Lee tut dabei ihr Übriges und Oscarpreisträger Mor­gan Free­man darf hier sog­ar ein­mal den wahnsin­ni­gen Bösewicht geben. Was kön­nten wir uns mehr von einem Film wün­schen?

Lass die Finger weg, wenn…

… du einen empfind­lichen Magen hast. Dream­catch­er kommt mit so eini­gen ekli­gen Szenen daher. Ganz so, wie man es von ein­er Stephen King-Geschichte mit Aliens erwarten würde.

Dolores: Ganz großes, kleines Kino

Die Haushäl­terin Dolores Clai­borne wird verdächtigt, ihre langjährige Arbeit­ge­berin getötet zu haben. Alles spricht gegen sie: das Motiv, das fehlende Ali­bi und vor allem die Tat­sache, dass Dolores’ Ehe­mann vor 20 Jahren unter gle­ichen Umstän­den zu Tode kam.  Doch ist sie wirk­lich schuldig?

Darum solltest du Dolores sehen:

Mehr Psy­chodra­ma als Hor­ror ist dieses kleine Filmjuwel. Nur drei Jahre nach Erscheinen der Roman­vor­lage brachte Regis­seur Tay­lor Hack­ford die Geschichte ein­er treuen Haushäl­terin unter Mord­ver­dacht auf die große Lein­wand.

Diese Eile zahlte sich aus, denn Dolores ent­fal­tet von Beginn an eine gewaltige Sog­wirkung. Das ist vor allem Haupt­darstel­lerin Kathy Bates zu ver­danken, die als Titelfig­ur eine der besten Leis­tun­gen ihrer Kar­riere ablieferte. Kein Wun­der, hat­te Stephen King beim Schreiben doch die Schaus­pielerin im Kopf, die ihn 1990 am Set von Mis­ery so beein­druck­te.

Kathy Bates und Jennifer Jason Leigh in Dolores

Das Ver­hält­nis von Mut­ter Dolores und Tochter Sele­na ist nicht das beste | © Warn­er Bros.

Die Frage, ob Dolores den Mord tat­säch­lich began­gen hat, rückt dabei schon fast in den Hin­ter­grund. Viel faszinieren­der und span­nen­der ist es, Frau Bates bei ihrer One-Woman-Show zuzuse­hen. Sel­ten verge­hen zwei Stun­den so schnell wie hier.

Lass die Finger weg, wenn…

… du lieber in die Welt des Stephen King abtauchst, in der Mon­ster und Absur­ditäten das Sagen haben. Dolores ist in der Real­ität ange­siedelt, aber auch ger­ade deswe­gen so erschreck­end.

Weniger mit der Real­ität hat dafür die Stephen King-Ver­fil­mung Im hohen Gras von Net­flix zu tun, zu der wir dir hier eine Erk­lärung geliefert haben.

Es: Die Geburtsstunde des Horrorclowns

In der US-Kle­in­stadt Der­ry ver­schwinden regelmäßig Kinder. Schuld daran ist das pure Böse, das oft­mals in Gestalt des gruseli­gen Clowns Pen­ny­wise in Erschei­n­ung tritt. Eine Außen­seit­er-Clique, die sich „Club der Ver­lier­er” nen­nt, stellt sich dem mor­den­den Wesen ent­ge­gen.

Darum solltest du Es sehen:

Wenn Teenag­er in den Neun­ziger­jahren verängstigt jeden Gul­ly weitläu­fig umkurvten, dann lag es höchst­wahrschein­lich an Tim Cur­ry und sein­er Darstel­lung des Clowns Pen­ny­wise. Die Szenen mit Cur­ry gehören zweifels­frei zu den Höhep­unk­ten des TV-Zweit­eil­ers und besitzen auch heute noch max­i­males Alb­traumpoten­zial.

Tim Curry in Es

Clown Pen­ny­wise sorgt für Angst und Schreck­en | © Warn­er Bros.

Min­destens genau­so gruselig sind die hölz­er­nen Dialoge und anges­taubten Effek­te des Films, was den Gesamtein­druck jedoch nicht schmälern kann. Wie in so vie­len von Kings Geschicht­en ste­ht das The­ma Fre­und­schaft im Mit­telpunkt der Hand­lung. Die Ver­fil­mung betont dies immer wieder und geht in ihren besten Momenten wirk­lich ans Herz.

Es ist diese gesunde Naiv­ität der Insze­nierung, die ihren ganz eige­nen Charme entwick­elt. So kön­nen wir gar nicht anders, als Es zu mögen. Auch mit Hor­ror­clown.

Lass die Finger weg, wenn…

… du Angst vor Clowns hast. Wenn Es eine Sache ver­ste­ht, dann, wie man die geschmink­ten Zeitgenossen unheim­lich in Szene set­zt. Vorgeschädigte Zuschauer kön­nten deshalb schlimme Trau­ma­ta erlei­den.

Du hast schon immer Ähn­lichkeit­en zu Pen­ny­wise an dir fest­gestellt? Dann hol dir die Bestä­ti­gung und finde in unserem Per­son­al­i­ty-Quiz her­aus, welche Hor­ror-Ikone in dir steckt.

The Green Mile: Ein märchenhaftes Epos

Geor­gia, 1932: Als der muskel­bepack­te Hüne John Cof­fey in den Tode­strakt von Auf­se­her Paul Edge­comb kommt, ahnt dieser noch nicht, dass der sen­si­ble Kraft­protz sein Leben für immer verän­dern wird. Cof­fey ist näm­lich nicht nur unschuldig, son­dern besitzt auch eine außergewöhn­liche Gabe.

Darum solltest du The Green Mile sehen:

Für The Green Mile muss jede Menge Zeit mit­ge­bracht wer­den und die Bere­itschaft, stetig abwech­sel­nd in Weinkrämpfe und freudi­ges Jubeln auszubrechen. King-Spezial­ist Frank Darabont (drehte auch Die Verurteil­ten und Der Nebel) füllte die 189 Minuten Laufzeit mit großen Emo­tio­nen und ikonis­chen Szenen. Der Lohn waren ins­ge­samt 4 Oscar-Nominierun­gen.

Eine davon erhielt auch der inzwis­chen ver­stor­bene Michael Clarke Dun­can, der als san­fter Riese John Cof­fey sein bis dahin ungeah­ntes Tal­ent als Darsteller offen­barte. Aber auch das restliche Ensem­ble um Tom Han­ks, Sam Rock­well und Doug Hutchi­son meis­tert seine Rollen mit Bravour.

Der Cast von The Green Mile

In The Green Mile geschehen wun­der­same Dinge | © Warn­er Bros.

Das Über­natür­liche geht hier mit der harten Real­ität Hand in Hand und zeigt, dass Stephen King weitaus mehr kann als Hor­ror. Das an Herz und Nieren gehende Plä­doy­er gegen die Todesstrafe beze­ich­nete der Autor übri­gens als die werkge­treueste Ver­fil­mung sein­er Geschicht­en.

Lass die Finger weg, wenn…

Kitsch und Pathos nicht so deine Sache sind. The Green Mile drückt mit Dynamik auf die Trä­nen­drüsen und kön­nte damit eini­gen Zuschauern auf die Ner­ven gehen.

Das geheime Fenster: Kammerspiel mit doppeltem Boden

Der Schrift­steller Mort Rainey lei­det unter ein­er Schreib­block­ade und der Schei­dung von sein­er Frau. Als wäre das nicht schon genug, wird er auch noch von einem unheim­lichen Frem­den namens John Shoot­er des Pla­giats bezichtigt und zusät­zlich bedro­ht. Ein Alb­traum begin­nt, der die Gren­zen zwis­chen Wahrheit und Fik­tion ver­schwim­men lässt.

Darum solltest du Das geheime Fenster sehen:

Nie­mand kann so schön ver­schlafen guck­en wie John­ny Depp. Das beweist er im Thriller Das geheime Fen­ster, der auf ein­er Nov­el­le Stephen Kings beruht. Wüssten wir es nicht bess­er, kön­nten wir tat­säch­lich denken, der Schaus­piel­er sei ein abgestürzter Autor, der nicht mehr zwis­chen Real­ität und Ein­bil­dung unter­schei­den kann.

Johnny Depp in Das geheime Fenster

John­ny Depp sucht Das geheime Fen­ster | © Sony Pic­tures

Das span­nende Ver­wirrspiel wartet mit einem so über­raschen­den wie fiesen Ende auf. Für all diejeni­gen, denen das nicht aus­re­icht, gibt es dazu einen her­rlich ver­schrobe­nen John Tur­tur­ro und eine traumhafte Kulisse oben­drauf.

Das geheime Fen­ster ist deut­lich bess­er als sein Ruf. 2004 blieb der erhoffte Erfolg an den Kinokassen trotz­dem unver­ständlicher­weise aus.

Lass die Finger weg, wenn…

… du wirk­lich kein Fan von John­ny Depp bist. Der Film ist voll und ganz auf den Hol­ly­wood-Star zugeschnit­ten und lässt nur wenig andere Darsteller zu Wort kom­men.

Shining: Das umstrittene Meisterwerk

Der ange­hende Schrift­steller Jack zieht mit sein­er Frau Wendy und Sohn Dan­ny über den Win­ter in das zu dieser Zeit geschlossene Over­look-Hotel in Col­orado, um dort als Hausver­wal­ter zu arbeit­en und ein Buch zu schreiben. Der ange­bliche Traumjob entwick­elt sich jedoch zur qualvollen Tor­tur, bei der Wah­n­vorstel­lun­gen und Mord eine über­ge­ord­nete Rolle spie­len.

Darum solltest du Shining sehen:

An Stan­ley Kubricks Inter­pre­ta­tion von Kings Best­seller schei­den sich bekan­ntlich die Geis­ter. Was für die einen ein Fehlgriff des leg­endären Regis­seurs ist, hal­ten die anderen für ein Glanzstück des Hor­ror­gen­res. Einzi­gar­tig ist der Film aber in jedem Fall.

Dank außergewöhn­lich­er Kam­er­afahrten und -ein­stel­lun­gen bren­nt sich Shin­ing sofort in das Gedächt­nis. Eben­so wie das irre Grin­sen und ent­fes­selte Spiel von Haupt­darsteller Jack Nichol­son, der damit eine Steil­vor­lage für heutige Inter­net-Memes bot.

Jack Nicholson und Shelley Duvall in Shining

Here comes John­ny! | © Warn­er Bros.

Stephen King war aber alles andere als begeis­tert vom Film. Das hat­te auch seinen Grund:

Ich war zutief­st ent­täuscht von dem Endergeb­nis. […] Kubrick kon­nte ein­fach nicht das schiere, unmen­schliche Böse des Over­look-Hotels fassen. Stattdessen habe er eine häus­liche Tragödie mit nur vagen über­natür­lichen Andeu­tun­gen gedreht.

Aus Trotz pro­duzierte King fast 20 Jahre später ein TV-Remake, das dem Ver­gle­ich mit dem Orig­i­nal allerd­ings nicht stand­hal­ten kon­nte.

Lass die Finger weg, wenn…

…du eine orig­i­nal­ge­treue Ver­fil­mung des Romans erwartest. Kubrick drehte und wen­dete die Vor­lage solange, bis er seinen ganz eige­nen Film daraus machte, was bein­harten King-Fans sich­er heute noch schlaflose Nächte bere­it­et.

Apro­pos, bein­harte Fans: Teste in unserem Quiz dein Wis­sen über den Großmeis­ter des Hor­rors und küre dich zum Stephen King-Experten.

Stand by Me: Ein nostalgischer Blick zurück

Vier 12-jährige Fre­unde machen sich im Spät­som­mer 1959 auf die Suche nach der Leiche eines ver­mis­sten Jun­gen. Der Trip wird zu einem erken­nt­nis­re­ichen Reife­prozess für die Jun­gen, deren Fre­und­schaft gle­ich mehrere Prü­fun­gen durch­laufen muss.

Darum solltest du Stand by Me sehen:

In der Welt von Stephen King kann die Suche nach ein­er Leiche ein wun­der­sames Unter­fan­gen und eine unverzicht­bare Erfahrung sein. Nicht Hor­ror­clowns oder par­a­sitäre Aliens, son­dern das Leben selb­st sorgt hier für ein­schnei­dende Erleb­nisse.

Stand by Me – Das Geheim­nis eines Som­mers nimmt uns mit zurück in eine Zeit, in der Kinder tat­säch­lich noch Baumhäuser baut­en und in Wäldern spiel­ten. Nie war eine Geschichte Kings näher am Leben als in diesem Dra­ma, das zu den besten Com­ing of Age-Fil­men aller Zeit­en zählt.

Der Cast von Stand by Me

In Stand by Me erleben vier Fre­unde das Aben­teuer ihres Lebens | © Sony Pic­tures

Mit sein­er „Der Weg ist das Ziel“-Botschaft und glänzend aufgelegten Jungstars avancierte der Film von 1986 schnell zum Kult. Bit­ter­süße Erin­nerun­gen sind sel­ten schön­er insze­niert wor­den.

Lass die Finger weg, wenn…

…du Action und span­nungsre­iche Wen­dun­gen lieb­st. Stand by Me ist erstaunlich ruhig sowie boden­ständig und konzen­tri­ert sich haupt­säch­lich auf die Dynamik zwis­chen seinen vier Pro­tag­o­nis­ten.

Die Verurteilten: Der ungewürdigte Lieblingsfilm

Der Bankman­ag­er Andy Dufresne sitzt unschuldig im Gefäng­nis. Inner­halb der Knast­mauern kann er sich lediglich auf seinen Fre­und Red ver­lassen. Als Andy nach Jahren keine Freilas­sung erwarten kann, plant er seine spek­takuläre Flucht.

Darum solltest du Die Verurteilten sehen:

Die Verurteil­ten find­et sich in dieser Liste da, wo er hinge­hört: An der Spitze. Frank Darabont gelang 1994 sein Opus Mag­num, das in jeglich­er Hin­sicht über­ra­gend ist. Das sehen auch die Nutzer der Film­daten­bank IMDb so, wo der Film seit 2008 unun­ter­brochen auf dem 1. Platz rang­iert.

Mit leisem Humor erzählt das Dra­ma die Geschichte eines Mannes, der unschuldig im Gefäng­nis lan­det und über Jahre hin­weg seine Flucht vor­bere­it­et. Dabei helfen ihm sein Tal­ent für Zahlen, ein Rita Hay­worth-Poster und Mor­gan Free­man.

Tim Robbins und Morgan Freeman in Die Verurteilten

Gefan­gene und Fre­unde: Andy und Red in Die Verurteil­ten | © Warn­er Bros.

Warum das Werk im Kino nur bed­ingt funk­tion­ierte, bleibt ein Rät­sel. Immer­hin wurde Die Verurteil­ten für 7 Oscars nominiert, fand seine Neme­sis jedoch in For­rest Gump, der in 4 Kat­e­gorien (unver­di­en­ter­weise) die Nase vorne hat­te. Auch son­st ging Darabonts Film leer aus. Unvergessen bleibt er den­noch.

Lass die Finger weg, wenn…

…du genug von Gefäng­n­is­fil­men hast. Auch Die Verurteil­ten bedi­ent die gängi­gen Gen­rekon­ven­tio­nen, ragt aber über alle anderen Vertreter dieser Kat­e­gorie hin­aus.

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