Chris Rock in Saw: Spiral
© Studiocanal GmbH
Auf dem Bild in dem Artikel zu den Reality-Shows 2026 ist eine Hand mit einer Fernbedienung im Vordergrund zu sehen, die auf einen großen, leicht verschwommenen Fernseher gerichtet ist. Auf dem Bildschirm erscheinen zahlreiche bunte Vorschaubilder.
Bild aus Son of Sam: Selbstporträt eines Mörders

Saw: Spiral – Das Ende des Horrorthrillers erklärt

Von wegen Game Over: Mit „Saw: Spi­ral” läuft seit dem 16. Sep­tem­ber bere­its der neunte Teil der bluti­gen „Saw”-Filmreihe im Kino. Und auch dieser bleibt der Tra­di­tion treu, indem er das Pub­likum mit einem fiesen Ende zurück­lässt. Wir liefern Dir hier die Erk­lärung zu dem mörderischen Hor­ror­spiel und ver­rat­en, wie es um eine Fort­set­zung des Films steht.

Als im Jahr 2004 der Hor­rorth­riller „Saw” im Kino startete, ging ein Ruck durch das etwas eingeschlafene Genre. Der garstige Reißer bot eine sel­ten gezeigte Kom­pro­miss­losigkeit, gepaart mit ner­ven­z­er­ren­der Span­nung und ein­er clever kon­stru­ierten Geschichte.

Der Über­raschungser­folg zog bish­er sieben Fort­set­zun­gen nach sich, die jedoch immer mehr auf explizite Gewalt­szenen statt auf Hand­lung set­zten. Aus­gerech­net US-Come­di­an Chris Rock („Kind­sköpfe”) – selb­st ernan­nter Fan des Fran­chis­es – pitchte dem ver­ant­wortlichen Stu­dio Lion­s­gate die Idee für ein Reboot, das der Rei­he einen neuen Dreh ver­passen sollte.

Das lei­der ent­täuschende Ergeb­nis Saw: Spi­ral mit Rock als Haupt­darsteller und Hol­ly­wood-Worka­holic Samuel L. Jack­son („Pulp Fic­tion”) in ein­er Neben­rolle lässt sich nun seit dem 16. Sep­tem­ber im Kino betra­cht­en. Wenn Du den Film bere­its gese­hen und nach dem offe­nen Ende Fra­gen hast, find­est Du im fol­gen­den Text die aus­führliche Erk­lärung dazu.

Alle wichti­gen Infos zu Saw: Spi­ral haben wir übri­gens in dieser Über­sicht für Dich zusam­menge­fasst.

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Die Handlung von Saw: Spiral – Das Spiel geht weiter

Detec­tive Ezekiel „Zeke“ Banks (Chris Rock) ist nicht ger­ade der beliebteste Ermit­tler in sein­er Abteilung. Einst sagte er gegen einen kor­rupten Kol­le­gen aus, weshalb er vom Rest sein­er Ein­heit als Ver­räter ange­se­hen wird. Umso größer sind die Span­nun­gen im Polizeire­vi­er, als aus­gerech­net Zeke die Unter­suchun­gen ein­er bru­tal­en Mord­serie leit­en soll.

Das ist jedoch nicht Zekes größtes Prob­lem, denn der neue Fall hat es wahrhaft in sich: Bei den Opfern han­delt es sich näm­lich auss­chließlich um Polizis­ten, die auf grausam-ein­fall­sre­iche Art getötet wur­den. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei dem Täter um einen Nachah­mer des berühmt-berüchtigten Jig­saw-Killers han­delt, der Jahre zuvor zahlre­iche Men­schen mit seinen per­fide aus­gek­lügel­ten Fall­en tötete.

Gemein­sam mit seinem neuen Part­ner William Schenk (Max Minghel­la) ver­sucht Zeke her­auszufind­en, welch­es Ziel der Serien­mörder ver­fol­gt. Dabei wird ihm schnell klar, dass der Fall eng mit sein­er eige­nen Ver­gan­gen­heit und der seines Vaters, dem Ex-Polize­ichef Mar­cus Banks (Samuel L. Jack­son), verknüpft ist.

Kann Zeke das Rät­sel lösen und den Täter fassen, bevor dieser noch weit­ere sein­er Kolleg:innen tötet?

Mörder und Psy­chopa­then en masse: Das sind die 7 ver­störend­sten Filme über Serienkiller.

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Das Ende von Saw: Spiral – Der Mörder und sein Motiv

Nach­dem die Ermit­tler Boswick (Dan Petron­i­je­vic) und Fitch (Richard Zep­pieri) sowie Zekes Chefin Ang­ie Garza (Marisol Nichols) und Ex-Cop Peter Dun­leavy (Patrick McManus) vom Jig­saw-Nachah­mer umge­bracht wur­den, trifft Zeke in ein­er abgele­ge­nen Lager­halle schließlich auf den Täter: Es ist sein tot geglaubter Part­ner William Schenk.

Dieser hat­te seine ver­meintliche Ermor­dung nur insze­niert und auch son­st Zeke sowie die gesamte Polizei von vorn­here­in hin­ters Licht geführt. Wie er dem kon­stern­ierten Zeke im finalen Show­down offen­bart, war die Iden­tität des fre­undlichen Fam­i­lien­vaters William Schenk nichts als eine große Lüge.

In Wahrheit han­delt es sich bei ihm um den Sohn von Char­lie Emmer­son (Frank Licari), den Kro­nzeu­gen, der vor vie­len Jahren vom Polizis­ten Peter Dun­leavy ermordet wurde, da er gegen dessen kor­rupte Kolleg:innen aus­sagen wollte. „William” wurde als klein­er Junge Zeuge dieses Mordes und schwor damals, Rache an den Ver­ant­wortlichen zu nehmen und sie für ihre Tat­en bluten zu lassen.

Chris Rock und Max Minghella in Saw: Spiral

Zu diesem Zeit­punkt weiß Zeke (Chris Rock, links) noch nicht, wer William (Max Minghel­la, rechts) wirk­lich ist — Bild: Stu­dio­canal GmbH/Lionsgate/Brooke Palmer

Die Schuld sieht er vor allem im kor­rumpierten Polizeisys­tem, weshalb er es auf alle Polizist:innen abge­se­hen hat, die ihre Posi­tion aus niederen Motiv­en miss­brauchen. So mussten Boswick, Fitch und Dun­leavy dran glauben, weil sie Falschaus­sagen getätigt beziehungsweise Zivilis­ten erschossen haben. Und auch Ang­ie Garza sowie Zekes Vater Mar­cus müssen ihr dama­liges bewusstes Wegse­hen mit dem Leben bezahlen.

„William” lässt Zeke zwar schein­bar die Wahl, seinen Vater aus ein­er bru­tal­en Falle zu befreien, allerd­ings ent­pup­pt sich dies als fieser Trick. Das zuvor vom Mörder her­beigerufene Son­dere­in­satzkom­man­do löst beim Vorstoß in die Lager­halle näm­lich einen Mech­a­nis­mus aus, der den an Dräht­en hän­gen­den und bewe­gung­sun­fähi­gen Mar­cus zwingt, eine an ihm prä­pari­erte Schrot­flinte auf die Ein­satzkräfte zu richten.

Daraufhin muss der entset­zte Zeke mit anse­hen, wie sein Vater von den Polizis­ten erschossen wird, während Emmer­sons Sohn alias William unge­hin­dert flücht­en kann.

Chris Rock in Saw: Spiral

Detec­tive Zeke Banks bekommt grausame Dinge zu sehen — Bild: Stu­dio­canal GmbH/Lionsgate/Brooke Palmer

Der neue Jigsaw? So hängt Saw: Spiral mit den bisherigen Filmen zusammen

Nicht umson­st wird Saw: Spi­ral weniger als klas­sis­che Fort­set­zung, son­dern vielmehr als Spin-off der Saw-Rei­he beze­ich­net. Denn sowohl Fig­uren als auch Sto­ry des Films haben rel­a­tiv wenig mit der orig­i­nalen Hor­ror-Saga gemeinsam.

John Kramer alias Jig­saw, der in den bish­eri­gen Teilen der Rei­he (selb­st nach seinem Tod) stets präsent war, ist in Saw: Spi­ral nicht mehr als eine Rand­no­tiz. Er taucht im Film nicht per­sön­lich auf, selb­st in Rück­blenden nicht, und auch son­st baut der Thriller nicht direkt auf ver­gan­gene Hand­lungsstränge der Vorgänger auf.

Den­noch nimmt der Film natür­lich Bezug auf Jig­saw und seine Tat­en. Die Mord­serie des töten­den Morala­pos­tels ist auch den Charak­teren von Saw: Spi­ral aus­re­ichend bekan­nt, weshalb die Abteilung Zekes ziem­lich schnell auf die The­o­rie des Nachah­mungstäters kommt.

Samuel L. Jackson in Saw: Spiral

Mar­cus Banks (Samuel L. Jack­son) wird bluten müssen — Bild: Stu­dio­canal GmbH/Lionsgate/Brooke Palmer

„William” ist jedoch kein Jünger Jig­saws, son­dern ließ sich lediglich von dessen Meth­o­d­en inspiri­eren. So nutzt er eben­falls Tier­masken, gruselige Pup­pen und das Spi­ral-Sym­bol für seine „Arbeit”. Die größte Gemein­samkeit zwis­chen ihm und John Kramer beste­ht aber in der Tötungsweise: Auch „William” konzip­iert bru­tal-kom­plexe Fall­en, die seine Opfer zwin­gen, sich zwis­chen Selb­stver­stüm­melung und Tod entschei­den zu müssen.

In gewiss­er Weise zollt er Kramer alias Jig­saw damit Trib­ut, denn auch „William” betra­chtet sich selb­st als moralis­che Instanz, die den Opfern durch Grausamkeit Läuterung ver­schafft. Wo Kramer men­schliche Ver­fehlun­gen jed­wed­er Art an den Pranger stellte, konzen­tri­ert sich sein Trit­tbret­tfahrer allein auf das von Kor­rup­tion durch­zo­gene Sys­tem der Polizei.

Da die Bekämp­fung dieses Sys­tems wahrschein­lich niemals enden wird, kann „William” dur­chaus als geistiger Nach­fol­ger Jig­saws beze­ich­net wer­den. Denn auch John Kramer sah sein Werk nie als vol­len­det an.

Welche Kino-High­lights Dich 2021 son­st noch erwarten, kannst Du hier lesen.

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Saw: Spiral 2: Bekommt der Film eine Fortsetzung?

Unab­hängig von dem bere­its geplanten „Saw X”, der die ursprüngliche Hor­ror­rei­he fort­set­zen soll, kön­nte auch deren Ableger Saw: Spi­ral ein Sequel erhal­ten. Sowohl Regis­seur Dar­ren Lynn Bous­man als auch Haupt­darsteller Chris Rock äußerten bere­its ihr Inter­esse daran, die Geschichte von Detec­tive Zeke Banks fort­führen zu wollen.

So kön­nte ein zweit­er Teil dessen Jagd auf seinen ehe­ma­li­gen Part­ner the­ma­tisieren. William-Darsteller Max Minghel­la wäre dem­nach der neue Haup­tan­ta­g­o­nist des Fran­chis­es und würde somit Jig­saw-Mime Tobin Bell beerben.

All das ist im Augen­blick aber noch Zukun­ftsmusik, denn natür­lich wird ein Saw: Spi­ral-Sequel davon abhängig sein, wie erfol­gre­ich der Film an den Kinokassen ist. Doch obwohl das Spin-off qual­i­ta­tiv keine Bäume aus­reißt, hat die Saw-Rei­he ja schon oft bewiesen, dass sie nicht totzukriegen ist.

Sobald es Infos bezüglich ein­er Fort­set­zung von Saw: Spi­ral gibt, erfährst Du sie an dieser Stelle natür­lich sofort.

Mit GigaTV greif­st Du auf Free-TV, Pay-TV und sog­ar Stream­ing­di­en­ste wie Net­flix zu und kannst Sendun­gen auf Wun­sch aufnehmen. Falls Du von diesem Ange­bot noch nicht gehört hast, schau am besten hier bei unser­er Über­sicht vor­bei – dort find­est Du alle Infos.

Wie hat Dir das Ende von Saw: Spi­ral gefall­en? Würdest Du Dir eine Fort­set­zung des Films wün­schen? Ver­rate uns Deine Mei­n­ung in den Kommentaren!

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