Schiedsrichter Kuipers deutet eine veränderte Entscheidung aufgrund des Videobeweises an
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Torlinientechnik und Videobeweis – So wird der Fußball digitalisiert

Wer die Frage nach der Gültigkeit des Wem­b­ley-Tors stellt, erhält in Eng­land eine andere Antwort als in Deutsch­land. Was seit über 50 Jahren Stammtis­chde­bat­ten aus­löst und den Fußball so nah­bar macht(e), scheint im Zeital­ter der immer schneller und weit­er fortschre­i­t­en­den Dig­i­tal­isierung wie ein Relikt längst ver­gan­gener Tage. Auch vor dem Fußball macht die Tech­nisierung nicht Halt – sie verän­dert ihn grundle­gend.

Diese Entwick­lung polar­isiert die Fußball­welt: Während es von der tra­di­tions­be­wussten Seite heißt, Ungerechtigkeit­en gle­ichen sich am Ende der Sai­son immer aus, ent­geg­nen die Sym­pa­thisan­ten der fortschrit­tlichen Tech­nolo­gie, dass es um zu viel Geld geht, als dass man es dem Zufall über­lassen kön­nte. Und doch wur­den die Rufe nach sig­nifikan­ten Verän­derun­gen und dem Ein­satz der neuen Tech­nolo­gie auf der ganzen Welt immer lauter.

Die Chronologie der Torlinientechnik

Beim Achtel­fi­nale zwis­chen Deutsch­land und Eng­land bei der WM 2010 kam es zu einem fol­gen­schw­eren Ereig­nis. Ein Schuss des Englän­ders Frank Lam­pard lan­dete hin­ter Manuel Neuer deut­lich im Tor, wurde aber von den beteiligten Schied­srichtern nicht gegeben. Als Kon­se­quenz entsch­ied sich der eigentlich als Tra­di­tion­al­ist bekan­nte Fifa-Präsi­dent Sepp Blat­ter, tech­nis­che Hil­f­s­mit­tel im Fußball zu erlauben.

Am 5. Juli 2012 fasste das Inter­na­tion­al Foot­ball Asso­ci­a­tion Board (IFAB) den Beschluss, die Tor­lin­ien­tech­nik bei aus­gewählten inter­na­tionalen, von der Fifa organ­isierten Turnieren, einzuset­zen – vor­erst als Test­phase. Zu den Wet­tbe­wer­ben zählten die Fifa-Klub-Welt­meis­ter­schaft im Dezem­ber 2012 sowie der Kon­föder­a­tio­nen-Pokal 2013 – der Test­lauf zur Welt­meis­ter­schaft 2014.

In der Bun­desli­ga wurde das The­ma zwar disku­tiert, von vie­len Vere­inen aber für zu teuer befun­den. Für die Fifa standen anfangs unter­schiedliche Sys­teme von ver­schiede­nen Anbi­etern zur Auswahl. Dazu gehörten beispiel­sweise kam­er­abasierte Sys­teme wie Hawk-Eye oder Goal­con­trol. Alter­na­tiv gab es Anbi­eter, die über eine Bal­lor­tung per Funk arbeit­en. Zu ihnen gehören etwa Goal­ref oder Cairos. Nach erfol­gre­ichen Tests entsch­ied die Fifa im März 2013, dass die Goal­con­trol-Tech­nolo­gie bei der Welt­meis­ter­schaft im kom­menden Jahr einge­set­zt würde.

So funktioniert Goalcontrol

Bei Goal­con­trol, dem com­put­ergestützten und kam­er­abasierten Sys­tem zur Bal­lver­fol­gung, sind ins­ge­samt 14 Kam­eras von­nöten – sieben pro Seite, die am Sta­dion­dach befes­tigt sind. Die Hochgeschwindigkeit­skam­eras des aus Würse­len bei Aachen stam­menden Unternehmens pro­duzieren pro Sekunde 500 Bilder. Über ein Glas­faserk­a­bel laufen die Bilder auf einem zen­tralen Rech­n­er zusam­men und berech­nen die Posi­tion des Balles bis auf fünf Mil­lime­ter genau. Inner­halb von ein­er Sekunde bekommt der Unpartei­is­che dann ein Sig­nal auf seine Uhr – soll aber selb­st­ständig entschei­den, ob er das Tor anerken­nt oder nicht. Um Trans­parenz zu schaf­fen, bedi­ent sich der Weltver­band oben­drein der Goal­con­trol-Replay-Tech­nolo­gie, die Ani­ma­tio­nen der strit­ti­gen Szenen erstellt. Sie zeigt die jew­eilige Szene auf den Sta­dion-Lein­wän­den, sodass für den Zuschauer deut­lich wird, ob der Ball die Lin­ie im vollen Umfang über­quert hat. 2014 kam das Sys­tem erst­mals bei ein­er Fußball-WM zum Ein­satz.

Einsatz der Torlinientechnik bei der WM 2014

Die Pre­miere der rev­o­lu­tionären Tech­nolo­gie verze­ich­nete die Fifa beim Vor­run­den­spiel der Gruppe E der Fußball-WM 2014 in Brasilien zwis­chen Frankre­ich und Hon­duras – und das sorgte prompt für Ver­wirrung. Am Ende lief alles kor­rekt ab.

Zu Beginn der zweit­en Hal­bzeit schloss der franzö­sis­che Stürmer Karim Ben­ze­ma einen Angriff mit einem Schuss auf das hon­duranis­che Tor ab. Der Ball ging an den Innenpfos­ten und tänzelte dann auf der Lin­ie. In dem Moment hieß es „No Goal“. Sekun­den­bruchteile später prallte das Spiel­gerät dann gegen den Rück­en des Tor­warts und über­querte die Tor­lin­ie um ein paar Mil­lime­ter. Die Smart­watch des Schied­srichters vib­ri­erte und er bekam die Infor­ma­tion „Goal“ angezeigt.

Video: Eigenkreation

Ein weit­eres Mal wurde die Tech­nolo­gie bei der Par­tie Ital­ien-Cos­ta Rica auf die Probe gestellt. Der Cos­ta Ricaner Bryan Ruiz köpfte eine Flanke an die Unter­lat­te, von wo der Ball sich den Weg auf die Tor­lin­ie suchte und sie um wenige Mil­lime­ter über­querte. Auch hier bekam der Schied­srichter inner­halb weniger Zehn­telsekun­den ein Sig­nal und entsch­ied – kor­rek­ter­weise – auf Tor. Ins­ge­samt zog der Fußball-Weltver­band ein durch­weg pos­i­tives Faz­it nach dem Turnier und beschloss die Tech­nik weit­er auszubauen.

Dirk Broich­hausen, Geschäfts­führer von Goal­con­trol, sah es eben­so pos­i­tiv: „Dass wir bei der immer­hin zehn Sit­u­a­tio­nen die Leis­tungs­fähigkeit, Zuver­läs­sigkeit und den Mehrw­ert unseres Sys­tems für Schied­srichter und Zuschauer unter Beweis stellen kon­nten, hat der Welt den Nutzen der Tech­nolo­gie näher gebracht und viele Men­schen überzeugt.“ So ein­fach, so gut.

Um das bedeu­tend­ste Sportereig­nis der Welt noch gerechter zu machen und weit­ere Entwick­lun­gen der mod­er­nen Tech­nolo­gie zu nutzen, lenk­te die Fifa die Debat­te nach dem Turnier in Rich­tung des Videobe­weis­es.

Woher kommt der Videobeweis?

Neben den regelmäßig disku­tierten Vor­fällen, ob es sich nun um ein Tor han­delte oder eben nicht, hat es im Fußball auch immer weit­ere Stre­it­punk­te gegeben. War es vor dem Tor Abseits? Lag ein Foul­spiel vor oder war es doch eine Schwalbe? Und war es wirk­lich ein gerecht­fer­tigter Platzver­weis? Um Fehlern vorzubeu­gen, entsch­ied die Fifa nach vie­len lang­wieri­gen Tests in nationalen Ligen und Pokalwet­tbe­wer­ben, ihn beim Kon­föder­a­tio­nen-Pokal 2017 einzuset­zen und im Hin­blick auf die WM 2018 final zu testen.

So funktioniert der VAR

Der Videobe­weis, eigentlich Video Assis­tant Ref­er­ee (VAR), beze­ich­net die Unter­stützung des Hauptsch­ied­srichters auf dem Feld durch Videoschied­srichteras­sis­tent und dient der Ver­mei­dung von sig­nifikan­ten Fehlentschei­dun­gen im Fußball.

Um Missver­ständ­nisse zu ver­mei­den, legte die Fifa im Vorhinein genau fest, bei welch­er Art strit­tiger Entschei­dung der VAR zum Ein­satz kom­men darf. Zudem soll­ten Schied­srichter und Spiel­er entsprechend geschult wer­den. Die vier Ein­satzge­bi­ete umfassen die Kor­rek­theit von Toren, Straf­stöße, rote Karten und falsche Iden­titäten.

Lag vor einem erziel­ten Tor beispiel­sweise ein Foul­spiel oder eine nicht geah­n­dete Abseit­spo­si­tion eines Spiel­ers vor, ist es die Auf­gabe des VAR dies zu erken­nen und den Unpartei­is­chen über die Fehlentschei­dung zu informieren. Wurde fälschlicher­weise ein­er Mannschaft ein Straf­s­toß zuge­sprochen oder zu Unrecht ver­wehrt, kommt auch hier der Videoschied­srichter zum Ein­satz und informiert den Hauptsch­ied­srichter. Die dritte Ein­satzmöglichkeit ist die Erteilung ein­er Roten Karte (nicht aber gel­brot­er Karten). Sieht der Offizielle ein grobes Foul­spiel nicht oder miss­in­ter­pretiert eine Aktion und gibt fälschlicher­weise nur eine gelbe Karte oder verze­ich­net kom­plett auf eine Sank­tion­ierung, bekommt er eben­so eine Info auf sein Head­set. Der let­zte Fall ist die falsche Fest­stel­lung der Iden­tität eines Spiel­ers. Ver­liert der Ref­er­ee bei ein­er Rudel­bil­dung beispiel­sweise den Überblick und ver­warnt den falschen Spiel­er mit Gelb, schal­tet sich der VAR ein.

Ablauf einer Entscheidungskorrektur

Je nach­dem, um welchen Wet­tbe­werb es sich han­delt, sitzt der dig­i­tale Assis­tent in ein­er exter­nen Zen­trale. Bei der WM 2018 befind­en sich neben den vier Schied­srichtern auf und neben dem Platz noch vier weit­ere in der Leit­stelle in Moskau. Genauer gesagt sind es ein Hauptvideoschied­srichter und drei Assis­ten­ten. Sie haben dort Zugriff auf die Bilder von ins­ge­samt 30 im Sta­dion ange­bracht­en Kam­eras. Kommt es zu ein­er prekären Sit­u­a­tion und der VAR ver­mutet eine Fehlentschei­dung, informiert er den Schied­srichter via Head­set. Diesem ste­hen nun drei Möglichkeit­en zur Auswahl: Ver­traut er sein­er Wahrnehmung und ist sich abso­lut sich­er, dass er die Sit­u­a­tion kor­rekt entsch­ieden hat, bleibt er bei sein­er Entschei­dung und ignori­ert den Hin­weis aus der Zen­trale. Hat er volles Ver­trauen in den Hin­weis, rev­i­diert er seine Entschei­dung. Weiß er aber wed­er ein noch aus, kon­sul­tiert er einen Bild­schirm am Rande des Spielfeldes und schaut sich die Szene noch ein­mal an.

Video: YouTube / FIFATV

Teils chaotische Zustände in Bundesliga

Zur Sai­son 2017/2018 beschloss die Deutsche Fußball-Liga (DFL) eine Ein­führung des VAR in den reg­ulären Spiel­be­trieb. Nach­dem sich das Sys­tem im nieder­ländis­chen Pokal sowie in der Unit­ed-Soc­cer-League (USA und Kana­da) bewährt hat­te, wollte man auch in Deutsch­land nicht länger auf die tech­nol­o­gis­che Unter­stützung verzicht­en. Die Zen­trale wurde in Köln ein­gerichtet.

Zu Beginn gab es eine klare Ansage von der DFL – der VAR solle lediglich in den vier oben erk­lärten Fällen ein­greifen. Nach eini­gen Unstim­migkeit­en auf und neben dem Rasen rev­i­dierte das Gremi­um seine Entschei­dung und entsch­ied Anfang Novem­ber 2017, dass der VAR ein­greifen soll, wenn in entschei­den­den Szenen Wahrnehmungs­fehler vor­liegen. Was genau entschei­dende Szenen seien, wurde nicht weit­er definiert. Die finale Entschei­dung­shoheit läge aber nach wie vor beim Hauptsch­ied­srichter.

Beson­ders neg­a­tiv stießen bei Fans, Medi­en und Train­ern in der Fol­gezeit die Intrans­parenz sowie ungle­iche Anwen­dung der Tech­nolo­gie auf. Häu­fig gab es Szenen, in der VAR nicht han­delte, obwohl ein offen­sichtlich­es Foul­spiel vor­lag. Zudem kon­nten wed­er die Zuschauer im Sta­dion noch die Train­er oder Spiel­er wirk­lich nachvol­lziehen, warum eine Entschei­dung dementsprechend gefällt wurde. Nach­dem in der Win­ter­pause alle Beteiligten (Spiel­er, Train­er, Schied­srichter und Assis­ten­ten) noch ein­mal inten­siv geschult wur­den, gab es in der Rück­runde der Sai­son schon deut­lich weniger diskutable Entschei­dun­gen.

Video: YouTube / WELT

Der Videobeweis bei der WM 2018

Wie auch bei der Tor­lin­ien­tech­nik, beschloss die Fifa das tech­nol­o­gis­che Hil­f­s­mit­tel auch beim der WM vorge­lagerten Con­fed-Cup 2017 zur Anwen­dung zu brin­gen. Trotz des eher mäßi­gen Erfol­gs (lange Phasen der Entschei­dungs­find­ung, Fehlentschei­dun­gen) beschloss das Fifa-Coun­cil im März 2018 dessen Nutzung bei der Welt­meis­ter­schaft im Som­mer. Die Zen­trale sollte in der Haupt­stadt Moskau errichtet wer­den. Kri­tik­er warn­ten unter­dessen vor ein­er über­hasteten Aktion und emp­fahlen, noch ein paar Jahre mit der Auf­nahme des VAR ins Regle­ment zu warten.

Im Vor­feld des Turniers über­schlu­gen sich die Medi­en mit Kri­tik an der neuen Tech­nolo­gie; vor allem, wenn es in der Bun­desli­ga wieder diskutable Entschei­dun­gen gab. Fans kri­tisierten zudem, dass der VAR dem Spiel jegliche Emo­tion nimmt, da es beispiel­sweise im Test­spiel zwis­chen Spanien und Frankre­ich Ende März 2018 eine gefühlte Ewigkeit dauerte, bis ein Tre­f­fer gegeben wurde. Beson­ders den Tra­di­tion­al­is­ten unter den Fans stößt diese ®evo­lu­tion des Fußballs neg­a­tiv auf. Vor dem Start der WM hieß es aus Fifa-Kreisen, dass die im Ein­satz befind­lichen Schied­srichter über ein Jahr inten­siv auf den Umgang mit dem VAR geschult wur­den – eine prak­tis­che Anwen­dung im Lig­a­be­trieb kon­nten allerd­ings nur die Wenig­sten aufweisen.

Nach­dem der Teufel vielfach an die Wand gemalt wurde und die schärf­sten Kri­tik­er, sowie zahlre­iche Experten eine Vielzahl an Fehlentschei­dun­gen voraus­ge­sagt hat­ten, kon­nte es Mitte Juni 2018 endlich los­ge­hen. Und siehe da, allen Widrigkeit­en und Unken­rufen zum Trotz, macht der Videobe­weis bei der WM eine dur­chaus gute Fig­ur. Zwar gab es immer wieder diskutable Entschei­dun­gen, beispiel­sweise die des argen­tinis­chen Schied­srichters Nés­tor Pitana, der im Finale nach mehrma­liger Kon­sul­ta­tion der Bilder trotz­dem auf den Elfme­ter­punkt zeigte, nach­dem dem Kroat­en Ivan Per­išić der Ball aus kürzester Ent­fer­nung vol­lkom­men unab­sichtlich von der Hacke gegen die Hand gesprun­gen war. Nichts­destotrotz fand das Gros der Entschei­dun­gen in der bre­it­en Masse Anklang oder wurde zumin­d­est toleriert. Zu erwarten war das so schließlich nicht. Zu der Akzep­tanz trug sicher­lich auch die Trans­parenz bei: Strit­tige Szenen, bei denen der VAR ein­griff, wur­den auf die Lein­wand im Sta­dion pro­jiziert und waren so für alle Beteiligten ersichtlich. Lediglich Kroa­t­ien wird sich ob der Entschei­dun­gen aus dem Finale zumin­d­est auf den Arm genom­men fühlen.

Fußball im Stadion.

Der Video-Schied­srichter entschei­det auch über die Ver­gabe eines Elfme­ters.

Es ließ sich eine intel­li­gente Tak­tik der Unpartei­is­chen in Moskau erken­nen: Sie grif­f­en nur dann in das Spiel ein, wenn sie sich ihrer Sache abso­lut sich­er waren. Hier wird auch der große Fehler der Bun­desli­ga deut­lich – zu oft kon­tak­tierten die Man­nen in Köln den Schied­srichter auf dem Platz wegen Nichtigkeit­en. Bei der WM gab es in genü­gend Sit­u­a­tio­nen einen Man­gel an Ein­deutigkeit. Zur Freude aller blieb das Head­set in den meis­ten Fällen stumm. Der VAR hat­te noch einen weit­eren pos­i­tiv­en Neben­ef­fekt: Die Spiel­er achteten mehr auf ihre Aktio­nen. So gab es zwar zahlre­iche gelbe Karten, der erste Platzver­weis wurde aber erst am sech­sten Tag (im 15. Spiel) des Turniers vergeben und war in der Par­tie zwis­chen Kolumbi­en und Japan unstrit­tig.

David Eller­ay, Tech­nis­ch­er Direk­tor des Regel­gremi­ums IFAB meinte zum Tele­graph: „Ich glaube, der größte Gewinn, den die Tech­nik bringt, ist ein verbessertes Benehmen der Spiel­er. Sie wis­sen jet­zt, dass sie nicht mehr mit allen davonkom­men.“

Wie eigentlich immer bei Regelän­derun­gen im Fußball wird anfangs heißer gekocht als später gegessen. Die anfangs kri­tisierte Tor­lin­ien­tech­nik zeigt sich seit über vier Jahren fehler­frei und auch der Videoas­sis­tent gab bei der WM keinen Grund zur Verzwei­flung. Ein paar Stellschrauben kön­nten hier und dort sicher­lich noch verän­dert wer­den, sig­nifikante Fehlentschei­dun­gen gab es allerd­ings fast keine. Und doch existiert weit­er­hin eine gewisse Grau­zone: Wer das Finale gese­hen hat, mag sich fra­gen, wie es sich bei Verge­hen ver­hält, aus denen erst in der näch­sten Szene ein Tor entste­ht. So pfiff Nés­tor Pitana nach ein­er Schwalbe des Fran­zosen Antoine Griez­man einen unver­di­en­ten Freis­toß für Frankre­ich im Halbfeld, der zur Führung der Équipe Tri­col­ore führte. Hätte der VAR hier nicht im Nach­hinein ein­greifen müssen? Diskutable Entschei­dun­gen wird es aber ganz sich­er auch weit­er­hin geben und genau deshalb wer­den wir auch in 50 Jahren noch Fußball guck­en und lei­den­schaftlich über das ver­gan­gene Woch­enende disku­tieren. Ob der Fußball jet­zt gerechter ist, wer weiß das schon?

Was hältst Du vom Videobe­weis? Macht er den Fußball gerechter oder lang­weiliger? Erzäh­le es uns in den Kom­mentaren.

Titelbild: Picture Alliance / dpa

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