"Lillys Verschwinden"-Star Jessica Schwarz posiert bei einer Filmpremiere auf dem Roten Teppich.
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In dem Artikel über das Dschungelcamp 2026 ist ein Dschungel von oben zu sehen. Die grünen Bäume reichen bis in die Ferne.
"Elsbeth"-Star Carrie Preston lächelt bei einem Interview in die Kamera.

Lillys Verschwinden: Das Ende erklärt – taucht das Mädchen wieder auf?

Von der fün­fjähri­gen Lil­ly fehlt in ein­er Ferien­an­lage auf Mal­lor­ca jede Spur: Wer steckt dahin­ter und lebt das Kind noch? Das Ende von „Lillys Ver­schwinden” erk­lärt – und was die Geschichte mit dem Fall von Mad­die McCann zu tun hat.

Achtung: Der fol­gende Text enthält natür­lich Spoil­er zu dem ZDF-Zweit­eil­er. Wenn Du die Filme noch nicht gese­hen hast, soll­test Du vielle­icht lieber nicht weiterlesen.

Wie entwickelt sich die Handlung bis zum Ende von Lillys Verschwinden?

Anna (Jes­si­ca Schwarz) und Robert Bischoff (Heino Ferch) reisen mit ihren Kindern Noah und Lil­ly nach Mal­lor­ca. Ihre langjährige Fre­undin Johan­na Pohlmann (Natalia Wörn­er) hat sich mit ihren Kindern angeschlossen. Während die Kleinen abends im Apart­ment zurück­bleiben und schlafen, tre­f­fen sich die Erwach­se­nen in der Tapas­bar des Hotels. Dabei sind auch Sara (Petra Schmidt-Schaller) und Niklas Grothe (Felix Klare), die die Eltern kür­zlich ken­nen­gel­ernt haben.

„Lillys Ver­schwinden”: Die Drehorte auf Mal­lor­ca im Überblick

Als Mut­ter Anna zurück­kommt, um nach dem Recht­en zu schauen, ist die fün­fjährige Lil­ly wie vom Erd­bo­den ver­schluckt. Ihr Bett ist leer, nie­mand weiß, was vorge­fall­en ist. Han­delt es sich um eine Ent­führung, oder hat sie das Apart­ment ver­lassen und sich ver­laufen? Die Kriminalbeamt:innen Isabell Navar­ro (Mona Pirzad) und Anto­nio Gomez (Mohamed Achour) ermit­teln fieberhaft.

Die Geschichte von „Lillys Ver­schwinden” ist an einen echt­en Fall angelehnt: Im Mai 2007 fehlt von der drei­jähri­gen Madeleine „Mad­die” McCann in Por­tu­gal jede Spur. Sie war mit ihren Eltern und Geschwis­tern dort im Urlaub. Das Mäd­chen ist bis heute nicht wieder aufge­taucht. Aber was passiert am Ende von „Lillys Ver­schwinden”? Find­en die verzweifel­ten Bischoffs ihre Tochter?

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Lillys Verschwinden: Wer wird bis zum Ende alles verdächtigt?

Die erschüt­terten Eltern tun in „Lillys Ver­schwinden” alles, um ihre Tochter wiederzufind­en. Doch der Alb­traum fordert seinen Trib­ut: Anna und Robert ger­at­en mehrfach in Stre­it; sie machen sich gegen­seit­ig schwere Vor­würfe. In ihrer Ehe hat­te es vorher bere­its gekriselt. Dann wen­den sie sich aus­gerech­net an eine Boule­vard­jour­nal­istin (Reg­u­la Grauwiller), um die Öffentlichkeit ins Spiel zu brin­gen und Druck auf die Ermittler:innen auszuüben.

In ihrer Hil­flosigkeit zweifeln die Bischoffs an allen Men­schen um sie herum – auch an denen, die dem Ehep­aar helfen wollen. Haben sich zum Beispiel Sarah und Niklas nur mit ihnen ange­fre­un­det, um bess­er an Lil­ly her­anzukom­men? Schließlich wün­scht sich das Paar Kinder, kann aber keine bekommen.

Die Polizei nimmt auch Fre­undin Johan­na unter die Lupe. Sie über­prüft zudem Mitarbeiter:innen aus dem Umfeld des Hotels und Men­schen auf der Insel. Der deutsche Auswan­der­er Peter Mai­wald (Andreas Lust) lebt auf der Insel und bietet den Eltern ein­fach so seine Hil­fe an. Das find­en die Ermittler:innen selt­sam und nehmen ihn kurzzeit­ig in Gewahrsam. Es gibt immer neue Fährten, die sich als falsch herausstellen.

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Schließlich ger­at­en die Eltern selb­st unter Ver­dacht. Es stellt sich her­aus, dass Anna eine Affäre mit Niklas hat. Hat sie den Kindern vielle­icht Schlafmit­tel gegeben, damit sie nicht stören – und sich bei der Dosierung ver­tan? Die Ermittler:innen find­en zudem Wider­sprüche in Roberts Aus­sagen zum Tatabend. Immer­hin waren die Eheleute ganz in der Nähe des Apart­ments, und ihre Aus­sagen wider­sprechen sich. Warum ließen sie die Kinder über­haupt allein zurück?

Anna und Robert reisen über­stürzt nach Deutsch­land zurück – die Ermit­tler werten das als verdächtig. Ist das der Beweis, dass hier etwas nicht mit recht­en Din­gen zuge­ht? Doch am Ende von „Lillys Ver­schwinden” stellt sich her­aus, dass jemand ganz anders hin­ter der Ent­führung steckt.

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Die Erklärung für das Ende von Lillys Verschwinden: Wer steckt hinter der Tat?

Boule­vard­jour­nal­istin Bo Eil­ers ist es schließlich, die mit ein­er Beobach­tung entschei­dend zur Auflö­sung des Falls beiträgt. Sie sieht zufäl­lig, wie Peter Mai­wald mit ein­er unbekan­nten Frau Spielzeug und Kinderklei­dung in ein Auto lädt. Die Repor­terin fol­gt dem Fahrzeug.

Nach­dem Bo sie darüber informiert hat, kehren die Eltern heim­lich auf die Insel zurück, um nach ihrer Tochter zu suchen. Anna hat das Haus von Mai­wald im Blick, während Robert ver­sucht, die Fin­ca zu find­en, zu der Mai­wald und die Unbekan­nte gefahren sind.

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Doch jemand erken­nt die Mut­ter und alarmiert die Polizei. Robert sieht inzwis­chen, wie die unbekan­nte Frau mit einem Kind an der Hand zu einem Anwe­sen geht. Während Anna festgenom­men wird, alarmiert er die Polizei. Dann taucht plöt­zlich Mai­wald auf: Robert kon­fron­tiert ihn und der Mann gibt zu, dass er Lil­ly zuerst betäubt und dann ent­führt hat. Er erzählte dem Kind, dass ihre Eltern und ihr Brud­er bei einem schw­eren Unfall gestor­ben sind. Mai­wald sagt, dass sich seine Fre­undin Maria gut um das Mäd­chen geküm­mert habe.

Die Polizei rückt zusam­men mit Anna an. Die Mut­ter will sofort ins Haus ren­nen. Doch Robert möchte, dass Mai­wald Lil­ly zuerst erk­lärt, dass ihre Eltern noch leben. Das Kind läuft anschließend in die Arme sein­er Mut­ter, und die Beamt:innen ver­haften Mai­wald und Maria.

Aber was ist die Erk­lärung für das Ver­brechen? Am Ende von „Lillys Ver­schwinden” geste­ht Mai­wald alles. Er sagt den Polizist:innen, dass er bei einem Unfall Marias Tochter über­fahren hat­te. Sie weiß nicht, dass er am Steuer saß. Der Mann wollte „seine Schuld begle­ichen” und alles wieder gut­machen, sagt er. Darum hat er Lil­ly ent­führt und zu Maria gebracht. „Sie woll­ten ihr nie etwas antun”, sagt Robert zu sein­er Frau.

Das sind die Parallelen zum Fall Maddie McCann

Es ist offen­sichtlich, dass „Lillys Ver­schwinden” vom Ver­mis­sten­fall Mad­die McCann inspiri­ert ist. Das Kind hat­te mit seinen Eltern und den bei­den Geschwis­tern Urlaub in Pra­ia da Luz an der Algarve-Küste in Por­tu­gal gemacht. Kate und Ger­ry McCann saßen zur Tatzeit mit Bekan­nten in einem Restau­rant. Ihre drei Kinder schliefen in der 50 Meter ent­fer­n­ten Ferien­woh­nung. Wie im Film „Lillys Ver­schwinden” ger­at­en zwis­chen­zeitlich mehrere Verdächtige ins Visi­er der Ermittler:innen – auch die Eltern.

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Der Fall ist bis heute ungelöst. Die por­tugiesis­che, britis­che und deutsche Polizei ermit­teln gemein­sam. Zwar haben sie mit Chris­t­ian B. wohl einen Hauptverdächti­gen, der zur Zeit von Mad­dies Ver­schwinden in der Umge­bung gelebt hat. Zudem soll er gegenüber Freund:innen Andeu­tun­gen zum Fall gemacht haben.

B. wurde Ende Sep­tem­ber 2025 aus einem Gefäng­nis bei Han­nover ent­lassen und muss seit­dem eine elek­tro­n­is­che Fußfes­sel tra­gen. Die Behör­den kon­nten ihm bish­er nicht nach­weisen, dass er etwas mit dem Fall Mad­die zu tun hat – und er bestre­it­et jede Beteiligung.

Schon gewusst? Auch der fol­gende Thriller basiert auf ein­er wahren Geschichte:

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