Schwarz-Weiß-Fotografie: Tipps für kunstvolle Bilder

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Schwarz-Weiß-Fotografie: Tipps für kunstvolle Bilder

Statt mit bunten Farben abzulenken, gilt in Schwarz-Weiß-Fotos die Aufmerksamkeit den zu sehenden Formen, Linien, Strukturen und Kontrasten. Und mit unseren Tipps zur Schwarz-Weiß-Fotografie gelingt auch Dir ein solches Kunstwerk.

Schwarz-Weiß-Film in die Kamera und nur noch auf den Auslöser drücken – das ist inzwischen nicht mehr der Fall: Die Schwarz-Weiß-Fotografie hat sich längst zur Kunstform entwickelt und auch Du wirst schnell merken, dass es gar nicht so einfach ist, solche Bilder zu knipsen. Denn neben der richtigen Kameraeinstellung und Bildkomposition ist oft auch eine Nachbearbeitung nötig, um das perfekte Kunstwerk zu schaffen.

Das solltest Du im Vorfeld wissen

Zunächst einmal: Um gute Bilder zu knipsen, brauchst Du Dir nicht zwingend eine Spiegelreflexkamera zu kaufen. Aktuelle Smartphones wie die iPhone-X-Modelle bieten längst Funktionen zur Aufnahme von Schwarz-Weiß-Fotos an. Auch kostenlose Apps wie Instagram (iOS, Android) oder Retro Camera (Android) ermöglichen dies.

Video: Youtube / Apple Deutschland

Nur wenn Du besonders kunstvolle Schwarz-Weiß-Bilder aufnehmen willst, solltest Du darüber nachdenken, Dir eine Profi-Kamera zu besorgen – zum Beispiel eine System- oder Spiegelreflexkamera: Wechsle mit dieser zunächst in den manuellen Modus. Anschließend richtest Du den ISO-Wert ein. Je mehr Sonnenschein an dem Tag herrscht, umso niedriger sollte der Wert sein. In dunkleren Räumen darf er ruhig etwas höher gestellt werden. Zu hoch ist aber auch nicht gut, da das Bild sonst zu körnig wird. Am besten machst Du ein paar Testaufnahmen, um den richtigen ISO-Wert zu finden. Kleiner Tipp: Ein höherer ISO-Wert ist damit nicht unmöglich – besonders dann, wenn Du für coole Retro-Effekte im Bild sorgen willst.

Hast Du den ISO-Wert eingestellt, aktivierst Du in den Einstellungen Deiner Kamera den „Monochrom“-Modus. Auf dem Gerätebildschirm sollte dann das Vorschaubild in Schwarz-Weiß erscheinen. So siehst Du auf den ersten Blick, ob die Bildkomposition stimmt. Es gibt jedoch einen Nachteil bei diesem Modus: Das Foto wird auch wirklich nur in Schwarz-Weiß aufgenommen. Eine Möglichkeit, die Aufnahme wieder in Farbe einzutauchen, gibt es nicht.

Warum sich die Nachbearbeitung der Bilder lohnt

Eine Alternative: Knipse das Bild in Farbe und verwandle es nachträglich am Computer mit professioneller Bildbearbeitungssoftware oder am Smartphone mit Apps in ein schwarz-weißes Foto. Programme wie Photoshop, GIMP oder Lightroom bieten speziell dafür einen Schwarz-Weiß-Modus an. Das hat den Vorteil, dass Du immer zwei Versionen des Bildes hast: Eins in Farbe und eins in Schwarz-Weiß. Zudem sorgt die Bildbearbeitungssoftware meist für noch beeindruckendere Aufnahmen, da Du damit auch Elemente wie Kontraste, Weißabgleich und Schärfe korrigieren kannst.

Ein Nachteil: Da Du die Bilder in Farbe aufnimmst, weißt Du zu diesem Zeitpunkt nicht, wie sie später in Schwarz-Weiß aussehen – und musst Deiner Intuition vertrauen.

Tiger in Schwarz-Weiß aufgenommen.

Schwarz-Weiß-Fotos gelten heute als besondere Kunstform.

Einige Empfehlungen bezüglich der Bildkomposition

Stimmen die Voraussetzungen, kannst Du die eigentliche Aufnahme angehen: Schnee- oder Seelandschaften geben zum Beispiel schöne Motive für Schwarz-Weiß-Fotos ab. Am besten verwendest Du die Raster-Funktion Deines Geräts, sodass der Bildaufbau möglichst harmonisch wird.

Licht und Schatten gelten übrigens als das Hauptgestaltungselement für Schwarz-Weiß-Aufnahmen: Spiele mit beiden, um Deinen Fotos eine besondere Tiefe zu verleihen. Fotografierst Du zum Beispiel das Gesicht eines älteren Mannes, werden seine Falten besonders betont und das Bild wirkt somit noch eindrucksvoller.

Denke jedoch daran, dass sich nicht zu viele Details in dem Foto befinden sollten. In der Schwarz-Weiß-Fotografie gilt: Weniger ist mehr. Sorge dafür, dass sich das eigentliche Motiv deutlich vom Rest des Bildes abhebt. Befinden sich nämlich allzu ähnliche Grautöne im Bild, wirkt das Foto weniger beeindruckend.

Tipp für Schwarz-Weiß-Fotografie: Fotos im RAW-Format aufnehmen

Egal, ob Du die Bilder via Smartphone oder Spiegelreflexkamera aufnimmst: Wir empfehlen Dir, sie im RAW-Format abzuspeichern. Mobile Geräte wie das Google Pixel 3 XL bieten beispielsweise eine solche Funktion an. Das verbraucht zwar viel Gerätespeicher – RAW-Aufnahmen enthalten jedoch deutlich mehr Bildinformationen. Das gestaltet die Nachbearbeitung flexibler. Keine Sorge: Bietet Dein Smartphone kein solches Feature nicht an, kannst Du die Fotos auch im JPEG-Format relativ gut bearbeiten.

Zusammenfassung

  • Schwarz-Weiß-Fotografie gilt heute als Kunstform.
  • Solche Bilder lassen sich inzwischen auch mit dem Smartphone aufnehmen.
  • Geräte wie das iPhone X bieten beispielsweise entsprechende Filter an.
  • Für professionelle Fotos eignen sich jedoch Spiegelreflex- und Systemkameras am besten.
  • Überlege Dir, das Bild in Farbe aufzunehmen und es erst bei der Nachbearbeitung in ein schwarz-weißes Foto zu verwandeln.
  • Dadurch besitzt Du immer zwei Versionen der Aufnahme.
  • Außerdem kannst Du mit Bildbearbeitungssoftware noch wichtige Korrekturen am Foto vornehmen.
  • Achte vor der Aufnahme auf die richtige Bildkomposition, indem Du die Raster-Funktion Deiner Kamera verwendest.
  • Es sollten sich auch nicht allzu viele Details in dem Foto befinden.

Hast Du weitere Tipps zur Aufnahme von Schwarz-Weiß-Bildern? Teile sie gerne mit der Community, indem Du uns hier einen Kommentar hinterlässt.

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