Google Chrome am Laptop und Smartphone.
Junge Frau mit iPhone in der Hand
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Google Chrome: Mit diesen Tipps surfst Du anonymer und sicherer

Für ein kom­fort­ableres und sicheres Sur­fen im Netz musst Du nicht gle­ich das Tor-Net­zw­erk nutzen. Mit den richti­gen Ein­stel­lun­gen kannst Du beim Google Chrome-Brows­er einen gewis­sen Grad an Anonymität und Sicher­heit erre­ichen – einige wenige Kom­pro­misse bleiben allerd­ings notwendig.

Den Browser nicht mit Deinem Google-Konto verknüpfen

Wenn Du den Chrome-Brows­er mit Deinem Google-Kon­to verbind­est, erhältst Du Zugriff auf viele Funk­tio­nen: So kannst Du auf jedem Dein­er Geräte Deine Dat­en wie Leseze­ichen, Ver­lauf und Pass­wörter ein­se­hen. Auch Google-Pro­duk­te wer­den für Dich per­son­al­isiert. Der „Nachteil“: Dat­en wer­den dabei über­mit­telt. Möcht­est Du anonymer sur­fen, kannst Du in Chrome oben rechts auf das Drei-Punk­te-Icon tip­pen und in die Ein­stel­lun­gen wech­seln. Anschließend wählst Du neben Deinem Pro­fil „Abmelden“ aus.

Alle Erweiterungen entfernen, die Du nicht dringend benötigst

Google Chrome bietet wie andere Brows­er die Möglichkeit, durch zusät­zliche Tools seine Funk­tion­al­ität zu erweit­ern. Allerd­ings benötigst Du nicht unbe­d­ingt jede Erweiterung zwin­gend. Klicke daher erneut oben auf das Drei-Punk­te-Icon und navigiere zu „Weit­ere Tools“. Darüber kannst Du „Erweiterun­gen“ auswählen. Suche nach den Tools, die Du nicht brauchst und wäh­le für sie die Option „Ent­fer­nen“ aus.

Junge Frau sitzt in der Küche am Laptop.

Du musst in Google Chrome nicht unbe­d­ingt die Such­mas­chine von Google nutzen. Es gibt auch Alter­na­tiv­en.

Eine alternative Suchmaschine einrichten

Zwar ist Google immer noch die beliebteste Such­mas­chine, doch inzwis­chen gibt es viele Alter­na­tiv­en, die eben­falls Rück­sicht auf Deine Pri­vat­sphäre nehmen – zum Beispiel Duck­Duck­Go. Möcht­est Du also eine alter­na­tive Such­mas­chine in Chrome ein­richt­en, scrollst Du in den Ein­stel­lun­gen zum Punkt „Such­mas­chine“. Klicke auf „Such­maschi­nen ver­wal­ten“ und dann „Hinzufü­gen“. Nun kannst Du die benötigten Felder für Duck­Duck­Go aus­füllen:

  • Such­mas­chine: Duck­Duck­Go
  • Suchkürzel: ddg
  • URL: https://duckduckgo.com/%s

Bestätige Deine Eingaben mit einem Klick auf „Hinzufü­gen“. Anschließend kannst Du in der Liste der Such­maschi­nen den Duck­Duck­Go-Ein­trag suchen, rechts auf das Drei-Punk­te-Icon klick­en und die Option „Als Stan­dard fes­tle­gen“ auswählen. Duck­Duck­Go wird somit zu Dein­er Stan­dard-Such­mas­chine.

Sicherheit und Datenschutz: Diese Einstellungen sind hilfreich

Wech­sle zurück in das Ein­stel­lung­shaupt­menü und klicke ganz unten auf „Erweit­ert“. Nun soll­test Du zuerst die Rubrik „Sicher­heit und Daten­schutz“ sehen: Hier kannst Du eben­falls einige Optio­nen deak­tivieren, zum Beispiel die „Vorher­sage­funk­tion zum schnelleren Laden von Seit­en ver­wen­den“ sowie „Nutzungssta­tis­tiken und Absturzberichte automa­tisch an Google senden“.

Eine Funk­tion soll­test Du dage­gen nicht auss­chal­ten: „Mich und mein Gerät vor schädlichen Web­sites schützen“. Google will Dich so näm­lich vor Pish­ing- und Mal­ware-Seit­en bewahren. An dieser Stelle zeigt sich, dass ein pri­vateres Sur­fen mit Google Chrome zwar möglich ist, aber manch­mal auch mit Kom­pro­mis­sen ein­herge­ht.

Bezüglich der Cookies in Google Chrome

Anschließend öffnest Du unter „Sicher­heit und Daten­schutz“ den Punkt „Inhalt­se­in­stel­lun­gen“ und wählst „Cook­ies“ aus: Die Option „Web­sites dür­fen Cook­iedat­en spe­ich­ern und lesen“ sollte aktiv bleiben, da Du son­st einige Web­siten nicht mehr nutzen kannst. Die zwei nach­fol­gen­den Funk­tio­nen, „Lokale Dat­en nach Schließen des Browsers löschen“ und „Drit­tan­bi­eter-Cook­ies block­ieren“, kannst Du zusät­zlich ein­schal­ten. Let­ztere Option bezieht sich auf Dat­en, die Wer­bean­bi­eter über Dein Web-Ver­hal­ten sam­meln. Willst Du anonymer sur­fen, soll­test die Block­ade also aktivieren.

Junge Familie sitzt vor dem Laptop.

Spe­ichere Ken­nwörter nicht im Google Chrome-Brows­er ab, son­dern ver­wende lieber Pass­wort-Safes.

Keine Passwörter im Browser abspeichern

Wech­sle zurück in das Ein­stel­lungs­menü und öffne unter dem Reit­er „Pass­wörter und For­mu­la­re“ den Punkt „Pass­wörter ver­wal­ten“. Generell soll­test Du in Google Chrome keine Pass­wörter abspe­ich­ern. Alter­na­tiv bieten sich Safes wie KeeP­ass oder Avast­Pass­wörter an, die Deine Ken­nwörter ver­wal­ten und zusät­zlich mit einem Mas­ter­pass­wort sich­ern. Die Dien­ste gibt es sowohl für den Com­put­er als auch Dein Smart­phone.

Hast Du Deine Pass­wörter alter­na­tiv gesichert, soll­test Du unter „Pass­wörter ver­wal­ten“ alle gespe­icherten Ken­nwörter löschen. Deak­tiviere fern­er die Option „Spe­ich­ern von Pass­wörtern anbi­eten“.

Apps nicht mehr im Hintergrund ausführen

Wech­sle wieder zurück zu „Ein­stel­lun­gen“ und scrolle nach unten bis zum Menüpunkt „Sys­tem“. Dort betätigst Du den Schiebere­gler neben „Apps im Hin­ter­grund aus­führen, wenn Google Chrome geschlossen ist“. Anschließend scrollst Du weit­er bis „Zurück­set­zen und bere­ini­gen“ und wählst den Punkt „Com­put­er bere­ini­gen“ aus. Betätige hier den Schiebere­gler bei „Details an Google senden“.

Google Chrome am Smartphone & PC: Inkognito surfen

Auch für Dein Smart­phone soll­test Du Dir kurz Zeit nehmen und Deine Ein­stel­lungsmöglichkeit­en in Google Chrome über­prüfen. Unter „Pass­wörter“ kannst Du beispiel­sweise die Option „Pass­wörter spe­ich­ern“ deak­tivieren. Zusät­zlich beste­ht die Möglichkeit, unter „Web­site-Ein­stel­lun­gen“ auf „Cook­ies“ zu klick­en und den Hak­en bei „Cook­ies Drit­ter zulassen“ zu ent­fer­nen.

Egal ob mobil oder am PC: Beim Sur­fen mit Google Chrome soll­test Du ide­al­er­weise den Inkog­ni­to-Modus nutzen. Dazu gehst Du auf das Drei-Punk­te-Sym­bol und wählst die Option „Neuer Inkog­ni­to-Tab“ beziehungsweise „Neues Inkog­ni­to-Fen­ster“ aus.

Hast Du den Modus ein­mal nicht ver­wen­det, soll­test Du anschließend die Brows­er-Dat­en löschen: Das gilt für den Ver­lauf, Cook­ies, Bilder und Dateien im Cache sowie Aut­oFill-For­mu­la­rdat­en. Die Option find­est Du, indem Du über das Drei-Punk­te-Icon „Ver­lauf“ ans­teuerst und „Browser­dat­en löschen“ auswählst.

Zusammenfassung

  • Mith­il­fe von ein paar Ein­stel­lun­gen kannst Du mit Google Chrome anonymer und sicher­er sur­fen – auch wenn einige Kom­pro­misse nötig sind.
  • So soll­test Du im Brows­er keine Pass­wörter abspe­ich­ern und lieber alter­na­tive Dien­ste ver­wen­den, um Deine Ken­nwörter zu ver­wal­ten.
  • In den Sicher­heits-Ein­stel­lun­gen find­est Du die Option „Mich und mein Gerät vor schädlichen Web­siten schützen“, die aktiv bleiben sollte – das dient schließlich Dein­er Sicher­heit im Netz.
  • Melde Dich im Brows­er nicht mit Deinem Google-Kon­to an, wenn es nicht unbe­d­ingt nötig ist und nutze gerne alter­na­tive Such­maschi­nen.
  • Ver­wende den Inkog­ni­to-Modus, wann immer Du im Netz surf­st – und lösche anson­sten regelmäßig Deine Browser­dat­en.

Mit welchen Ein­stel­lun­gen in Google Chrome & Co. sich­erst Du Deine Sicher­heit und Pri­vat­sphäre im Netz? Wir freuen uns auf Deine Rück­mel­dung.

Titelbild: Eigenkreation: Google LLC / Unsplash (Jamie Dench) / Pixabay (377053)

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