Menschen, die sich auf Abstand auf der Straße bewegen, aus der Vogelperspektive aufgenommen.
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Das sind die besten Livestreams heute. Taeglich neu.
Sticks and Stones 2020

Vodafone Institut unterstützt Umsetzungsprogramm des „WirVSVirus“-Hackathons

Für die Her­aus­forderun­gen in der Coro­na-Krise braucht es möglichst schnell prax­is­taugliche Lösun­gen. Ein Umset­zung­spro­gramm unter­stützt jet­zt 130 aus­gewählte, inno­v­a­tive Ini­tia­tiv­en, die der #WirVSVirus-Hackathon her­vorge­bracht hat. Wir stellen Dir in den kom­menden Wochen zehn davon vor. Heute geht es mit zwei Ini­tia­tiv­en weit­er, die Kün­stler mit ein­er inter­ak­tiv­en  Stream­ing-Plat­tform näher ans Pub­likum brin­gen und Besuche in Pflegeein­rich­tun­gen mit ein­er Video- und Pla­nungssoft­ware vere­in­fachen. #WeKeep­Y­ouGo­ing

Das All­t­agsleben, die Arbeit, unsere gesamte Gesellschaft: Auf all das hat die Coro­na-Krise direk­te oder indi­rek­te Auswirkun­gen. Auf einige der drän­gend­sten Fra­gen, die sich daraus ergeben, lieferte der #WirVSVirus-Hackathon, der von sieben Organ­i­sa­tio­nen, Pro­gram­men und Ini­tia­tiv­en ins Leben gerufen wurde, Antworten. Damit daraus resul­tierende Lösun­gen zur Bekämp­fung der COVID-19-Fol­gen möglichst schnell in die Prax­is umge­set­zt wer­den, sind mit dem „Solu­tion Enabler“ und dem „Solu­tion Builder“ spezial­isierte Umset­zung­spro­gramme entwick­elt wor­den, die das Voda­fone Insti­tut tatkräftig unter­stützt.

Solution Builder bringt Lösungen gegen COVID-19 auf die Überholspur

Aus den ins­ge­samt mehr als 1.500 Ideen des  #WirVSVirus-Hackathons hat eine Experten-Jury gut 130 Pro­jek­te aus­gewählt. Diese wer­den in den kom­menden sechs Monat­en im Rah­men des Pro­gramms „Solu­tion Enabler“ getestet, weit­er­en­twick­elt und real­isiert. Damit vielver­sprechende Lösun­gen zeit­nah ein­satzbere­it und bre­it­flächig ver­füg­bar sind, wer­den nach aktuellen Pla­nun­gen zehn der 130 Pro­jek­te mit dem „Solu­tion Builder“ noch fokussiert­er gefördert und auf die Über­hol­spur gebracht. Der Solu­tion Builder knüpft an das Solu­tion Enabler-Pro­gramm an. Er bietet den aus­gewählten Ini­tia­tiv­en in den kom­menden acht Wochen zusät­zlich die Möglichkeit, ein pro­fes­sionelles Team aufzubauen.

Vodafone-Experten setzen sich für schnelle Umsetzung ein  

Das Voda­fone Insti­tut unter­stützt das Umset­zung­spro­gramm sowohl finanziell und per­son­ell als auch mit Know-How, Dig­i­tal-Exper­tise und Kom­mu­nika­tion­sak­tiv­itäten. Für die Pro­jek­t­teams stellt das Insti­tut den Zugang zum Voda­fone-Unternehmen­snet­zw­erk her. Das ermöglicht eine bedarf­s­gerechte, strate­gis­che und tech­nis­che Unter­stützung durch Experten des Dig­i­tal­isierungskonz­erns.

Inger Paus, Geschäfts­führerin des Voda­fone Insti­tuts, erk­lärt: „Der #WirVsVirus-Hackathon hat der Bun­desregierung gezeigt, wie viel Kreativ­ität und Inno­va­tion­skraft die Poli­tik gemein­sam mit der Zivilge­sellschaft freiset­zen kann, um große gesellschaftliche und wirtschaftliche Her­aus­forderun­gen wie die Coro­na-Krise zu bewälti­gen. Das Voda­fone Insti­tut beschäftigt sich seit Langem mit der Frage, wie man Tech­nolo­gie gemein­wohlo­ri­en­tiert nutzen kann. Deshalb haben wir keinen Moment gezögert, das Umset­zung­spro­gramm des Hackathons zu unter­stützen. Es ist eine ein­ma­lige Chance, in kürzester Zeit eine Vielzahl von nach­halti­gen Lösun­gen für die Gesund­heit und Pflege, die Zusam­me­nar­beit von Wirtschaft und Staat und gesellschaftlichen Zusam­men­halt zu schaf­fen, die auch über die Coro­na-Krise hin­aus Wirkung ent­fal­ten.“

Einige der Teams stellen wir Dir wöchentlich vor.

„Social Slam” vernetzt die Kreativszene mit dem Publikum

Büh­nenkün­stler wie Musik­er, Come­di­ans und The­ater-Schaus­piel­er leben von der Inter­ak­tion mit dem Pub­likum und dem unmit­tel­baren Feed­back. Genau das fehlt jedoch, wenn Shows oder Konz­erte wegen der Coro­na-Krise nur im Netz stat­tfind­en kön­nen. Das Team von Social Slam möchte einen dig­i­tal­en Ort schaf­fen, der die Kreativszene wieder näher zusam­men und ans Pub­likum bringt. Über eine Online-Plat­tform kön­nen Kün­stler und Organ­isatoren nicht nur Ver­anstal­tun­gen strea­men und ihre Arbeit­en präsen­tieren, son­dern sich mit anderen Kreativ­en ver­net­zen und mit den Zuschauern aus­tauschen. So soll „Social Slam“ vor allem kleinere, lokal oder region­al tätige Kün­stler unter­stützen und ihnen finanzielle Ein­nah­me­quellen ermöglichen. Zugle­ich bietet „Social Slam“ dem Pub­likum ein abwech­slungsre­ich­es Kul­tur- und Unter­hal­tung­spro­gramm, das in Zeit­en sozialer Dis­tanzierung ein Gemein­schafts­ge­fühl ver­mit­teln soll.

Denise Löher, Grafikde­signer­in bei „Social Slam“, fasst ihre Ein­drücke aus dem #WirVSVirus-Hackathon zusam­men: „ … per­sön­lich habe ich viel über die Arbeit im Team gel­ernt, ins­beson­dere in diesen schwieri­gen Zeit­en sozialer Dis­tanzierung. Es ist eine großar­tige Erfahrung, zu sehen, wie wir als Team zusam­me­nar­beit­en und uns gegen­seit­ig mith­il­fe von Kol­lab­o­ra­tions-Tools und Videoan­rufen unter­stützen kön­nen, um Social Slam zu ver­wirk­lichen.“

„Videobesuch” vereinfacht die Organisation von virtuellen Familientreffen

Eine der wohl schmer­zlich­sten Kon­se­quen­zen der COVID-19-Pan­demie sind die Kon­takt- und Besuch­sein­schränkun­gen. Vor allem Bewohn­er von Pflege- und Hos­pizein­rich­tun­gen sowie deren Fam­i­lien lei­den unter der Ungewis­sheit, ob und wann sie sich wieder­se­hen. Das Köl­ner Start-up Videobe­such möchte den Betrof­fe­nen diese Unsicher­heit­en nehmen. Mit ihrer Videoan­ruf- und Pla­nungssoft­ware kön­nen Ver­wandte ganz ein­fach Ter­mine für virtuelle Besuche buchen, ohne dass die Pflegekräfte zusät­zlichen Aufwand haben. Das Per­son­al der jew­eili­gen Ein­rich­tung gibt in der Soft­ware ein­fach Datum und Uhrzeit sowie die gewün­schte Dauer der Besuche vor. Anschließend wer­den Links an die Ange­höri­gen gesendet, die dann selb­st­ständig Ter­mine buchen kön­nen. Zum vere­in­barten Zeit­punkt wird der Videochat zum Beispiel auf einem Tablet automa­tisch geöffnet und danach wieder geschlossen. Um am Chat teilzunehmen, bringt das Pflegeper­son­al Ange­hörige in einen Besuch­sraum oder das Device direkt zu ihnen. So vere­in­facht die Soft­ware die Organ­i­sa­tion der Videobe­suche und ermöglicht auch den Per­so­n­en virtuelle Kon­tak­te, die kör­per­liche Ein­schränkun­gen oder wenig tech­nis­che Erfahrung haben.

Team­mit­glied Jaye Phar­rell erk­lärt: „Mit Videobe­such wollen wir sich­er­stellen, dass jed­er Bewohn­er ein­er Pflegeein­rich­tung besucht wer­den kann, unab­hängig von den äußeren Umstän­den. Auf diese Weise kön­nen sie wichtige Beziehun­gen zu ihren Fre­un­den und ihrer Fam­i­lie aufrechter­hal­ten. Wir sind sich­er, dass Videobe­such den Bewohn­ern helfen wird, sich weniger ein­sam und zurück­ge­zo­gen zu fühlen.“ Beim Pilot­pro­jekt in Pflege­heimen des „Car­i­tasver­band Düs­sel­dorf e.V.“ hat Voda­fone die notwendi­ge Hard­ware für die Videochats bere­it­gestellt und so dazu beige­tra­gen, dass sich 20 Fam­i­lien zu Ostern dig­i­tal tre­f­fen kon­nten.

Auch diese spannenden Projekte sind Teil des Umsetzungsprogramms

„Social Slam“ und „Videobe­such“ sind nur zwei Pro­jek­te des Solu­tion Enablers. Daneben bekom­men auch andere vielver­sprechende Ini­tia­tiv­en vom Voda­fone Insti­tut pro­fes­sionelle Unter­stützung.

ImmunHelden: Antikörper als Superkräfte in der Coronakrise  

Für viele Men­schen ist die Sit­u­a­tion in Coro­na-Zeit­en beson­ders frus­tri­erend, weil sie das Gefühl haben, nichts tun zu kön­nen. Das Team von ImmunHelden zeigt, wie einige von uns jet­zt wahre Helden­tat­en voll­brin­gen kön­nen. Ihre Web­site verbindet Men­schen, die sich bere­its von ein­er COVID-19-Infek­tion erholt haben, mit Organ­i­sa­tio­nen, die ihre Unter­stützung benöti­gen. Denn gene­sene Men­schen haben Antikör­p­er, die sehr nüt­zlich sein kön­nen. Im Moment wer­den ImmunHelden für Blut­plas­maspenden gesucht. Das Plas­ma mit Antikör­pern kann zum einen schw­er­erkrank­ten COVID-19-Patien­ten im Kampf gegen das Virus helfen. Zum anderen ist es für die Forschung über die Antikör­p­er wichtig. ImmunHelden lis­tet bere­its mehr als 100 ver­i­fizierte Stan­dorte für COVID-19-Plas­maspenden in Deutsch­land und Öster­re­ich auf. Mit stan­dort­be­zo­ge­nen „ImmunHelden-Updates” bleiben Gene­sene auf dem Laufend­en und erfahren, wo sie ihre Antikör­p­er-Superkräfte ein­set­zen kön­nen.

„In Bezug auf unsere Nutzer halte ich es für mehr als angemessen, sie als Helden zu beze­ich­nen, da sie diese Krankheit selb­st durchgemacht haben und sich jet­zt nicht nur zurück­lehnen und an sich selb­st denken“, erk­lärt Team-Mit­glied Ste­fan Gränitz. „Sie wollen sich aktiv engagieren, um anderen Men­schen und der gesamten Gesellschaft zu helfen. Für mich ist genau das die Def­i­n­i­tion eines Helden!“ Mit­tler­weile gibt es auch eine englis­chsprachige Web­seite, damit noch mehr ImmunHelden ihre Superkräfte gegen das Coro­n­avirus ein­set­zen kön­nen.

Basic Income Machine: KI-Technologien bringen Obdachlose in Mikrojobs

Men­schen, die im All­t­ag ohne­hin um ihre Exis­tenz und Gesund­heit ban­gen, trifft die Coro­na-Krise beson­ders hart. Dazu gehören auch Men­schen ohne fes­ten Wohn­sitz. Rund 41.000 Men­schen leben im Laufe eines Jahres auf der Straße, wie die Bun­de­sar­beits­ge­mein­schaft Woh­nungslosen­hil­fe (BAWG) angibt.

Rund ein Vier­tel von ihnen ist älter als 50 Jahre, lei­det an Vor­erkrankun­gen und ist sich dem Infek­tion­srisiko und der Gefahren des Coro­na-Virus nicht bewusst. Dazu kommt, dass es für sie ohne eigene vier Wände unmöglich ist, sich zurück­zuziehen und zu schützen. Mit der „Basic Income Machine“ (BIM) möchte die gle­ich­namige Ini­tia­tive Obdachlosen in Deutsch­land Unter­stützung bieten. Die dig­i­tale „Grun­deinkom­mensmas­chine“ find­et in weniger als 30 Sekun­den kon­tak­t­los Men­schen und Betriebe, die jet­zt helfende Hände benöti­gen und Obdachlosen ein kleines Einkom­men ermöglichen möcht­en oder ihnen notwendi­ge Dien­ste anbi­eten. Anwohn­er, lokale Geschäfte und soziale Dien­ste kön­nen auf der Web­site Mikro­jobs anbi­eten, die mit leicht ver­ständlichen Sym­bol­en und Anleitungsvideos dargestellt wer­den. Die Ini­tia­tive set­zt auf „gemein­nützige KI-Tech­nolo­gien“, um Ange­bot und Nach­frage an Sozialar­beit, Beschäf­ti­gung und Gesund­heits­di­en­sten zu automa­tisieren. Pro­jekt-Mit­glied Bar­bara Flügge erk­lärt: „Die Idee, das Team, das Pro­dukt: Alles passt zusam­men, um der Gesellschaft Arbeits- und Gesund­heits­di­en­ste direkt und boden­ständig auf wertschöpfende Weise zur Ver­fü­gung zu stellen.“

lokalkauf: Rette Deine Lieblingsläden beim lokalen Online-Shopping

Die finanziellen Ein­bußen durch die Coro­na-Krise machen vor allem den kleinen Läden von nebe­nan erhe­blich zu schaf­fen. Der Han­delsver­band Deutsch­land (HABE) rech­net mit rund 50.000 Insol­ven­zen, darunter auch unter großen Fil­ialun­ternehmen. Beim #WirVsVirus-Hackathon hat sich eine Gruppe von Entwick­lern, Wirtschaftsin­ge­nieuren und Inno­va­tion­s­man­agern dafür zusam­menge­tan. Ziel ist es, den sta­tionären Han­del mit ein­er gemein­nützi­gen Plat­tform zu unter­stützen. Auf der Web­site „lokalka­uf“ kön­nen Einzel­händler ohne eige­nen Online-Shop ihre Pro­duk­te kosten­los präsen­tieren und verkaufen. Dafür erstellen sie ein­fach ein kurzes Pro­fil: Darin zu find­en sind Infor­ma­tio­nen zu ihren Öff­nungszeit­en, Kon­tak­t­dat­en, der Liefer­ung und ihren Pro­duk­ten und passende Bilder. Du kannst mit Dein­er Postleitzahl und der Fil­ter­funk­tion Geschäfte in Dein­er Nähe find­en und Dich direkt an das Unternehmen wen­den. „… mit unser­er gemein­nützi­gen Aktion wollen wir die deutschen Innen­städte vor dem Ausster­ben schützen und eine cle­vere Alter­na­tive zu großen Unternehmen wie Ama­zon bieten. Jed­er kann mit­machen – im Inter­esse von uns allen“, erk­lärt Friederike Sei­del, Vor­stand der Ini­tia­tive.

Eine Frau steht mit ihrem Tablet vor einem Regal ihres Lokalgeschäfts.

Small Business Hero: Digitale Einkaufspromenade schützt die Vielfalt im Bezirk 

Auch das Team von „Small Busi­ness Hero“ hat erkan­nt, dass die COVID-19-Pan­demie vor allem für Klei­n­un­ternehmer eine große Her­aus­forderung darstellt. Denn viele von ihnen kön­nen sich die Gebühren für beliebte Ver­trieb­splat­tfor­men wie Ama­zon, Ebay oder Etsy ein­fach nicht leis­ten. Deshalb helfen sie den „Läden um die Ecke” dabei, ihr Geschäft so zu dig­i­tal­isieren, dass Du ein­fach und bequem mit ihnen in Kon­takt treten kannst. Eine kosten­lose Plat­tform dient als dig­i­tale Einkauf­sprom­e­nade, auf der Kun­den deutsch­landweit Geschäfte in ihrer Nach­barschaft find­en, virtuell im Sor­ti­ment stöbern und sich von den Händlern berat­en lassen kön­nen. „… wir sehen, welchen Ein­fluss unsere Idee auf die Unter­stützung der kleinen Einzel­händler ins­beson­dere in Zeit­en von Coro­na haben kann“, fasst Mitini­tia­torin Katha­ri­na Schätz zusam­men. Von der Plat­tform prof­i­tieren aber nicht nur die Ladenbe­sitzer: Kun­den kön­nen dazu beitra­gen, dass ihr Bezirk so lebendig und vielfältig bleibt, wie er vor der Coro­na-Krise war.

„Pflegesterne“ lässt ehemalige Betreuer in der Corona-Krise erstrahlen

Ins­beson­dere Pflege­heime sind in der aktuellen COVID-19-Sit­u­a­tion stark gefährdet. Zusät­zliche, pro­fes­sionelle Betreuer wer­den in dieser Sit­u­a­tion hän­derin­gend gesucht. Denn der Pflegenot­stand ver­schärft sich durch die Coro­na-Krise: Seit 1995 sind 20 Prozent mehr Patien­ten zu betreuen, allerd­ings stieg das ver­füg­bare Pflegeper­son­al seit­dem nicht an, son­dern wurde um acht Prozent einges­part.

Die Ini­tia­tive „Pflegesterne“ ermutigt Pflegekräfte, die ihrem Aus­bil­dungs­beruf derzeit nicht mehr nachge­hen, ihre Qual­i­fika­tio­nen dort einzuset­zen, wo sie jet­zt gebraucht wer­den. Die gle­ich­namige Plat­tform bringt aus­ge­bildete Pflegekräfte mit einem Kranken­haus oder Pflege­heim in ihrer Nähe zusam­men, das Unter­stützung braucht. Mit-Ini­tia­tor Jan Schröder erk­lärt: „Im Pflege­sek­tor wird jet­zt jede helfende Hand benötigt, um die Auswirkun­gen der Coro­na-Pan­demie zu bewälti­gen. Deshalb haben wir ‚Pflegesterne‘ gegrün­det.“

Ehe­ma­lige Pflegekräfte, die in der Alten-, Gesund­heits- oder Krankenpflege exam­iniert sind oder Erfahrun­gen in pfle­ge­na­hen Gesund­heits­berufen gesam­melt haben, kön­nen ihr Wis­sen jet­zt ent­geltlich ein­set­zen. Damit sollen sie Kol­le­gen ent­las­ten, die seit Wochen am Lim­it arbeit­en. Hin­ter der Idee von „Pflegesterne“ ste­ht die Überzeu­gung, dass Pflegekräfte nicht nur während, son­dern auch nach der Krise weitaus mehr Anerken­nung ver­di­enen. Die Ini­tia­toren hof­fen, mit ihrem Pro­jekt zu mehr Wertschätzung gegenüber Men­schen in Pflege­berufen beitra­gen zu kön­nen. Das Pflegesterne-Team umfasst bere­its 30 Mitar­beit­er und zählt auf sein­er Plat­tform mehr als 50 reg­istri­erte Insti­tu­tio­nen.

Explain Corona4Kids: Interaktive Plattform erklärt Kindern das Corona-Virus

Die Coro­na-Krise bes­timmt derzeit die Medi­en und Nachricht­en. Doch was schon für die meis­ten Erwach­se­nen schw­er zu begreifen ist, ist für Kinder erst recht unver­ständlich und kann beängsti­gend sein. Was hat es mit COVID-19 auf sich? Woher kommt es? Wie kann ich mich schützen? Die inter­ak­tive Plat­tform Explain Corona4Kids möchte Infor­ma­tio­nen ser­iös­er Quellen rund um das Coro­na-Virus in ein­er kindgerecht­en Sprache ver­mit­teln und einord­nen. Mit einem kreativ­en Ansatz ist die Web­site speziell für Kinder von sechs bis zwölf Jahren konzip­iert, liefert Tipps für den All­t­ag und bere­it­et Wis­sen, zum Beispiel mit einem Quiz, spielerisch auf. Um möglichst viele Her­anwach­sende und Fam­i­lien mit der Plat­tform zu unter­stützen, wurde diese bere­its in 16 Sprachen über­set­zt. Außer­dem gibt es eine vere­in­fachte Sprachver­sion für Kinder mit ein­er geisti­gen oder sprach­lichen Ein­schränkung.

Die Idee kam der Pro­jek­tlei­t­erin Lara Sur­rey, als sie sich eines Mor­gens fragte: „Was gibt Kindern in diesen unsicheren Zeit­en Kraft? Wie kön­nen wir ihnen helfen, mit all diesen neuen Infor­ma­tio­nen und Verän­derun­gen in unser­er Gesellschaft rund um Coro­na bess­er umzuge­hen?“ In ihrem Pitch-Video für den #WirVsVirus-Hackathon zeigt das vierköp­fige Team, wie kindgerechte Kom­mu­nika­tion ausse­hen kann. Und wie sie in nur 48 Stun­den eine dig­i­tale Lösung entwick­el­ten.

„Pallia: Gemeinsam Gehen“: Virtuelle Nähe per Video-Chat

Das Pro­jekt „Pal­lia“ fokussiert sich auf ein sehr sen­si­bles Hand­lungs­feld. Das 14-köp­fige Team möchte dafür sor­gen, dass tod­kranke Men­schen trotz der Ein­schränkun­gen durch die Coro­na-Krise in ihren let­zten Stun­den nicht allein sind. Die Kon­tak­tver­bote und Besuch­sein­schränkun­gen in Pflegeein­rich­tun­gen tre­f­fen Pal­lia­tiv-Patien­ten beson­ders hart. Deshalb soll eine alters­gerechte und intu­itiv nutzbare Online-Plat­tform per Videotele­fonie den unkom­plizierten Aus­tausch zwis­chen Patien­ten, ihren Ange­höri­gen und soge­nan­nten „Ter­mi­nal Care“-Mitarbeitern ermöglichen. Das Team arbeit­et bere­its an einem Pro­to­typ der Plat­tform und baut die erste bun­desweite Daten­bank für die „Ter­mi­nal Care“-Mitarbeiter auf.

Die digitale Bühne“: Mehr Live-Ambiente bei Online-Auftritten

Da Kul­turein­rich­tun­gen in den ver­gan­genen Wochen geschlossen blieben und öffentliche Ver­anstal­tun­gen abge­sagt wur­den, haben viele Kün­stler ihre Shows ins Inter­net ver­legt. Bei den Livestreams per Videokon­feren­zsys­tem gibt es aber einige Tück­en: Zum einen kön­nen mit kon­ven­tionellen Sys­te­men meist nur zwei bis drei Per­so­n­en gle­ichzeit­ig über­tra­gen wer­den, was vor allem bei den Auftrit­ten von Bands oder größeren Ensem­bles prob­lema­tisch ist. Zum anderen ist die Verzögerungszeit bei der Über­tra­gung rel­a­tiv groß und durch die Datenre­duzierung kein hochw­er­tiger Audio-Mix möglich. Das Team von „Die dig­i­tale Bühne“ arbeit­et nun an einem Kon­feren­zsys­tem mit Peer-to-Peer-Verbindun­gen, das speziell für die Anforderun­gen von Musik, Tanz, The­ater und bilden­der Kun­st aus­gelegt ist. „Wir wollen eine Möglichkeit entwick­eln, die es größeren Musik- und The­aterensem­bles ermöglicht, über das Inter­net von zuhause aus und mit der vorhan­de­nen Haustech­nik zu proben und gemein­sam auf ein­er dig­i­tal­en Bühne vor einem Pub­likum live aufzutreten“, so Julian Klein, der bei dem Pro­jekt mitwirkt.

Bis­lang sind drei Ver­sio­nen für unter­schiedliche Anwen­dungs­bere­iche geplant: Eine browser­basierte Ver­sion, die auch das Livestream­ing per Smart­phone ermöglicht, eine lokal instal­lierte PC-Soft­ware und eine Hard­ware-Vari­ante, die auch ohne PC läuft. Der Ser­vice soll eine Audio-Verzögerung im Bere­ich von 500 Mil­lisekun­den, 50 Mil­lisekun­den und 30 Mil­lisekun­den liefern und für Kun­stein­rich­tun­gen und Indie-Pro­duk­tio­nen kosten­los sein. Später sollen auch 3D-Audio- und Vir­tu­al-Real­i­ty-Funk­tio­nen in das Sys­tem inte­gri­ert wer­den. Das würde das virtuelle Live-Gefühl sowohl für das Pub­likum als auch die Kün­stler auf ein neues Niveau heben.

Weit­ere Pro­jek­te aus dem Umset­zung­spro­gramm des #WirVsVirus-Hackathons stellen wir Dir in den kom­menden Tagen auf fea­tured vor. #WeKeep­Y­ouGo­ing

Hast Du beim #WirVSVirus-Hackathon weit­ere gute Ideen gegen COVID-19 ent­deckt? Schreib uns, welche Lösun­gen Dein­er Mei­n­ung möglichst schnell umge­set­zt wer­den soll­ten!

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