Roomality 3D KI System das Holodeck der Zukunft
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Die Samsung Galaxy Watch Ultra (2025) und die Galaxy Watch Ultra (2024) vor rotem Hintergrund.
Nahaufnahme der Galaxy Watch8, Galaxy Watch8 Classic und Galaxy Watch Ultra 2025

Roomality versus Nvidia Holodeck: Auf dem Weg zum Holodeck der Zukunft

Das Start-up „Rooma­l­i­ty“ ver­sucht in drei Phasen das Holodeck der Zukun­ft zu kon­stru­ieren – vol­lkom­men ohne VR-Brille! Das „Nvidia Holodeck“ hinge­gen ist dank VR-Head­set und Unre­al Engine schon heute virtueller Work­space für große Unternehmen, inklu­sive eigen­er Physik und manip­ulier­baren Objek­ten. Wir nehmen bei­de Sys­teme unter die Lupe.

Die Fik­tion: In „Avengers: Endgame“ kom­mu­nizieren die Super­helden in einem großen virtuellen Raum, während sich jed­er von ihnen auf einem anderen Kon­ti­nent oder sog­ar Plan­eten befindet.

Die Real­ität: Du pro­bierst bei Skype diesen neuen Mond­hin­ter­grund aus.

Aber kön­nen Holodecks in Zukun­ft virtuelle Co-Work­spaces wer­den, in denen Du mit Deinem Kol­le­gen durch das Haus läuf­st, das Du ger­ade erst designst? Und funk­tion­iert das wom­öglich sog­ar ganz ohne VR-Head­set? Hier find­est Du es heraus.

Roomality – Part I: Das Fenster zum Hof

Das irische Start-up „Rooma­l­i­ty“ will die totale Immer­sion ohne VR-Brille erre­ichen. Dazu nutzen sie eine eigene Soft­ware, die via Bewe­gungs- und Blick­er­fas­sung, foto­re­al­is­tis­che Bilder und Videos dem Blick­winkel des Betra­chters anpasst.

Als Beispiel: Wenn Du an einen von Rooma­l­i­tys virtuellen Fen­stern vor­beigehst, bewegt sich das Bild oder Szenario leicht mit, weil die Soft­ware ‚weiß’, dass Du auf der recht­en Seite einen anderen Blick durch das Fen­ster haben würdest, als auf der linken Seite.

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Ein Manko hat das Ganze allerd­ings: Auf wen stellt sich das Sys­tem ein, wenn mehr als eine Per­son vor dem virtuellen Fen­ster ste­ht? Es ist tech­nisch gese­hen sicher­lich möglich, das Track­ing via Gesicht­serken­nung an eine Per­son zu kop­peln. Aber für jede andere Per­son im Raum würde der ver­meintliche Blick nach draußen plöt­zlich befremdlich wirken.

Roomality – Part II: Virtuelle Räume für Games und Filme

Auf sein­er Web­site sieht sich Rooma­l­i­ty ganz klar als Gamechang­er für die Videospiele- und Fil­min­dus­trie und tat­säch­lich kön­nte das Konzept eines foto­re­al­is­tis­chen Hin­ter­grunds, der sich dem Blick­winkel der Kam­era anpasst, die Fil­min­dus­trie verän­dern. Der Knack­punkt: Diese Tech­nik ist bere­its etabliert und nen­nt sich „Stage­craft“. Die Star-Wars-Serie „The Man­dalo­ri­an“ hat sie salon­fähig gemacht. Sie erset­zt dort den berühmten Green­screen. Dank Stage­craft kön­nen Schaus­piel­er nun in ein­er real­is­tis­chen Kulisse spie­len und trotz­dem lässt sich auf Knopf­druck die Licht­stim­mung, das Wet­ter und mehr verän­dern. Die Idee hin­ter Rooma­l­i­ty ist also sin­nvoll für Film- und Serien­pro­duk­tio­nen, aber deswe­gen gibt es sie auch schon.

VR-Games ohne Head­set? Das klingt gut. Aber wie genau das ausse­hen kön­nte, weiß auch Rooma­l­i­ty noch nicht. Denn während Mixed-Real­i­ty-Ange­bote wie „The Void“ dank Head­set und Anzug mit­tler­weile tolle Mul­ti­play­er-Erfahrun­gen schaf­fen, sind die Möglichkeit­en von Rooma­l­i­ty dies­bezüglich aktuell auf eine Per­son beschränkt.

GigaCube

Roomality – Part III: In drei Schritten zum Holodeck der Zukunft

Auf der Rooma­l­i­ty-Web­site skizziert das Unternehmen den Weg zur total­en Immer­sion in drei Schrit­ten. In Phase eins stellt das Unternehmen sich­er, dass seine Tech­nik funk­tion­iert. Guter Plan! Ein Patent ist bere­its angemeldet. In der aktuellen Phase zwei möchte man die Tech­nik auf große Wände skalieren. Die dritte Phase wäre das Holodeck. Ein ganz­er Raum, eventuell kup­pelför­mig, der kom­plett aus Rooma­l­i­ty-Pro­jek­tion­stech­nik beste­ht. Die Möglichkeit­en wären schi­er end­los. Zumin­d­est solange Du allein drinstehst.

Nvidia Holodeck – Part I: Ein virtueller Raum für jeden

Das „Project Holodeck“ wurde 2016 als eine Art inter­ak­tiv­er Work­space angekündigt. 3D-Mod­elle, die von allen Teil­nehmern in Echtzeit angeschaut und bear­beit­et wer­den kön­nen – das war die Idee dahin­ter. Vier Jahre später laufen wir zwar noch nicht alle auf Holodecks umher, aktive Nutzer gibt es aber. Auto­her­steller Toy­ota nutzt es zur Ver­net­zung seines Entwick­lung­steams und sagt: „Wir kön­nen über VR an allen Orten der Welt zusam­me­nar­beit­en und hochw­er­tige virtuelle Darstel­lun­gen von Fahrzeu­gen erstellen!“ Selb­st die US-Wel­traums­be­hörde Nasa nutzt mit­tler­weile das Nvidia Holodeck: „Mit Holodeck sind wir in der Lage, unsere Mod­elle klar zu visu­al­isieren, in ein­er physisch simulierten Umge­bung zusam­men­zuar­beit­en und unsere Designs zu über­prüfen und dadurch sicherzustellen, dass sie effizient und sich­er sind.“

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Nvidia Holodeck – Part II: System und Voraussetzungen

Für das Holodeck brauchst Du ein VR-Head­set, dass Motion Track­ing unter­stützt. Damit verortet und überträgt die Soft­ware Deine Bewe­gung im virtuellen Gemein­schaft­sz­im­mer. In den diversen Videos wird eine Fort­be­we­gung per Ges­ture Con­trol angedeutet; sprich: Du zeigst auf eine Stelle im Raum und springst dann direkt dor­thin. Auf der Holodeck-Web­site gibt Nvidia als Hard­warevo­raus­set­zun­gen die VR-Sys­teme HTC Vive und Ocu­lus Rift vor. Daneben soll der PC mit Win­dows 10 laufen, eine Grafikkarte der neusten Gen­er­a­tion ver­baut haben und über min­destens 16 GB Arbeitsspe­ich­er verfügen.

Für das Erstellen und den Import von virtuellen 3D-Mod­ellen gibt Nvidia drei Pro­gramme vor:

  • Autodesk 3ds Max
  • Autodesk Maya
  • SOLIDWORKS Visu­al­ize
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Nvidia Holodeck – Part III: Unreal Engine – für Games und Holodecks

Die Unre­al Engine ist eine Videospiele-Soft­ware, mit der viele Games arbeit­en, beispiel­sweise der Mul­ti­play­er-Hit „Fort­nite: Bat­tle Royale“ oder das Hor­rorgame „The Sink­ing City“. Auch Nvidia nutzt für sein Holodeck eine mod­i­fizierte Ver­sion der Unre­al Engine. Diese simuliert auch die entsprechende Physik. Denn für einen Social-VR-Space mit immer­sivem Charak­ter ist es nötig, physikalis­che Regeln zu definieren. Wie schw­er ist ein Objekt? Wer kann fliegen? Und warum eigentlich?

Nvidias Holodeck sieht schon heute vielver­sprechend aus. Und mit immer kom­pak­ter­er VR-Tech­nik und dem voran­schre­i­t­en­den Net­zaus­bau sind inter­na­tionale Meet­ings im Holodeck vielle­icht bald ein Standard.

Wie sieht das Holodeck der Zukun­ft aus? Betrittst Du Deinen virtuellen Raum kün­ftig mit oder ohne VR-Brille? Wir freuen uns auf Deine Ideen in den Kommentaren.

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