„Avengers: Endgame“: Ein guter Abspann (spoilerfrei)

„Avengers: Endgame“: Ein guter Abspann (spoilerfrei)

Hier ist er nun, der Abschluss der Infinity-Saga. Irgendwie auch ein Ende. Ein fulminantes. Aber kein perfektes. Obwohl, für einige bestimmt. Warum wir so hin- und hergerissen sind, erfährst Du in der featured-Filmkritik zu Avengers: Endgame.

Du bist neu im Marvel Cinematic Universe (MCU)? Alle Filme und Serien innerhalb dieses Franchises spielen im selben Filmuniversum. 2008 begann alles mit Iron Man. Und auch nach Avengers: Endgame wird dieses Filmuniversum wohl noch lange bestehen. Und trotzdem markiert der vierte Avengers-Film einen Wendepunkt.

Der Krieg um die Infinity-Steine

Er hat es geschafft: Der außerirdische Invasor und größenwahnsinnige Titan Thanos hat mit Hilfe der Infinity-Steine die Hälfte allen Lebens im Universum ausgelöscht. Mit nur einem Fingerschnippen.

Einige Ex-Avengers versuchen das Schicksal zu akzeptieren und beugen sich den neuen Umständen. Andere versuchen einfach nicht unterzugehen. Dann taucht plötzlich Scott Lang alias Ant-Man auf. Überraschend, denn Scott gilt seit seinem letzten Abenteuer als verschollen. Mit seiner Rückkehr eröffnet sich eine Chance, die Konsequenzen des Fingerschnippens umzukehren. Eine kleine Chance. Eine sehr gefährliche. Und dafür müssen sich die verbliebenen Avengers ein letztes Mal versammeln.

Zwischen Fan-Service und Tränenmeer

Der Druck ist hoch. Wenn das nicht der beste Film des MCUs wird – ja, was dann? Dann wird es vielleicht der nächste. Manche Fans denken in Superlativen. Zwischen bestem und schlechtestem Film liegt dann oft nicht viel. Nun, in puncto Fan-Service muss sich sicherlich niemand beschweren. Das liegt auch in der Natur der Story, die es erlaubt, elf Jahren MCU Tribut zu zollen.

Damit einher geht auch eine gewisse Schwermütigkeit, die Endgame durchzieht und nahezu jede Szene in Melancholie tränkt. Das trägt den erzählten Ereignissen durchaus Rechnung und ringt bei gewissen Figurenkonstellationen mehr als nur eine Träne ab. In gewissen Momenten schießt Endgame damit allerdings auch über das Ziel hinaus. Beispielsweise bei Hawkeye. Er wurde in den letzten Filmen etwas vernachlässigt und bekommt nun in neuem Outfit etwas mehr Zeit auf der Leinwand. Leider weiß der Zuschauer damit kaum etwas anzufangen.

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Effekt-Spektakel mit kleinen Makeln

Avengers: Endgame ist Effekt-Kino par excellence. Besonders ab der Mitte kracht, explodiert und lasert es regelmäßig. Übrigens auch nicht immer so perfekt, wie man es bei einem Film dieser Größenordnung erwarten würde. Das fällt insbesondere bei Computer basierten Charakteren wie dem Hulk auf. Das weckt unangenehme Erinnerungen an Infinity War. Ansonsten bietet Endgame visuellen Bombast, der Dich in den Sessel drückt und mitfiebern lässt. Und Dich (glücklicherweise) vergessen lässt, dass die Handlung bisweilen irgendwie arg wie Flickwerk wirkt und mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Exposition und Finale wirken wie der Zirkelschluss zu Infinity War, während der Mittelteil bisweilen etwas breit erzählt anmutet. Für Fans ist das sicherlich nett, aber alles in allem doch irgendwie unnötig.

Unnötig, aber an vielen Stellen eben doch auch sehr schön. Ach Marvel, was machst Du nur?

Endgame: Nicht das Ende, aber ein Abschluss

Avengers: Endgame kommt weniger definitiv daher als viele es im Vorfeld vielleicht gehofft haben. Er feiert die letzten elf Filmjahre ordentlich und packt Dich am Herzen, sofern Du die unendlich wichtige Superkraft entwickelt hast, nicht ständig alles mit „Wieso eigentlich?“ zu hinterfragen.

Vergangenes wird gebührlich behandelt, die Gegenwart anständig verhandelt und nun freuen wir uns wirklich stark auf neue Impulse, Ideen und auch Figuren im Marvel Cinematic Universe. Denn diese Geschichte ist erzählt. Sehr schön, aber auch sehr lang.

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Mit den Worten von Stan Lee: „’nuff said“

Avengers: Endgame

Genre:          Superhelden / SciFi / Action

Bundesstart: 24.04.2019

Laufzeit:       182 Minuten

FSK:             Ab 12 Jahren

Regie:          Anthony Russo, Joe Russo

Drehbuch:     Christopher Markus, Stephen McFeely

 

Das Ende einer Ära, oder doch einfach nur gutes Popcornkino? Wir freuen uns auf Deine Meinung zu Avengers: Endgame.

Titelbild: Marvel Studios

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