Eine Mutter lernt mit ihrer Tochter am Schreibtisch vor einem Notebook für die Schule.
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Die goldenen Regeln der Internetnutzung für Kids

Für Kinder ist das Inter­net eine Welt voller neuer Erfahrun­gen und Aben­teuer. Dass sie diese Welt nicht allein und ohne Schutz ent­deck­en soll­ten, ste­ht außer Frage. Wie Du Dein Kind auf dem Weg zu ein­er sicheren Inter­net­znutzung unter­stützen kannst, zeigen wir Dir in unser­er Rei­he „Die gold­e­nen Regeln der Inter­net­nutzung“.

Tipp #1: Erste Schritte für Internet-Einsteiger

Inter­net­fähige Geräte gehören für Kinder immer früher zum All­t­ag. Ger­ade deshalb ist es wichtig, sie alters­gerecht an Onlineme­di­en her­anzuführen – möglichst ohne erhobe­nen Zeigefin­ger und strik­te Ver­bote. Denn Onlinekom­pe­tenz will gel­ernt sein und braucht Dich als Vor­bild.

Begleite Dein Kind bei den ersten Schrit­ten im Netz

Wo Aben­teuer warten, schlum­mern auch Gefahren. Über diese Risiken soll­test Du mit Deinem Kind vor der ersten Ent­deck­ungsreise durchs Netz sprechen. Erk­läre ihm zum Beispiel, warum es nicht auf jede x-beliebige Seite klick­en oder per­sön­liche Infor­ma­tio­nen von sich preis­geben soll. Die ersten Aus­flüge ins Inter­net unternehmt Ihr natür­lich gemein­sam und kön­nt dabei grundle­gende Fra­gen klären. Erst wenn Dein Kind wichtige Sicher­heit­sregeln ken­nt und vor allem gut lesen und schreiben kann, kann es mit Dein­er Erlaub­nis auch mal ohne Auf­sicht sur­fen. Als Ansprech­part­ner bei Fra­gen und Prob­le­men soll­test Du trotz­dem immer in der Nähe sein.

Ein Vater schaut mit seinem Sohn auf den Laptop

Schaffe Zugang zu kinder­fre­undlichen Inhal­ten

Mit päd­a­gogisch begleit­eten und geprüften Ange­boten kön­nen auch schon Vorschulkinder mit Dir gemein­sam Span­nen­des im Netz ent­deck­en. Auf wer­be­freien und intu­itiv­en Kinder­seit­en wie Kikan­inchenSand­mann oder Die Gür­bels ler­nen sie spielerisch, sich im Netz zu bewe­gen und Online-Inhalte zu nutzen. Mit Geschick­lichkeitsspie­len, aus­gewählten Film­beiträ­gen und Baste­lange­boten führt zum Beispiel Die Ele­fan­ten­seite vom WDR Kinder ab vier Jahren an die dig­i­tale Medi­en­nutzung her­an.

Wenn Dein Kind schon größer ist und ohne Dich ins Inter­net darf, ist es sin­nvoll, eine kinder­fre­undliche Start­seite im Brows­er einzuricht­en. Die The­men­fester (Wid­gets) kannst Du den Inter­essen Deines Kindes anpassen und indi­vidu­ell gestal­ten.

Vere­in­bart gemein­sam Inter­net-Regeln

Wie in vie­len Erziehungs­fra­gen ist auch bei dig­i­tal­en Medi­en das richtige Maß entschei­dend. Feste Inter­net­zeit­en sor­gen dafür, dass andere Inter­essen, die Schule und Fre­unde Deines Kindes nicht zu kurz kom­men. Dafür über­legt Ihr Euch am besten gemein­sam Regeln für die Inter­net­nutzung und hal­tet diese schriftlich fest.

Für Kinder ab zehn Jahren bietet sich ein Wochenkontin­gent an, das sie sich ähn­lich wie das Taschen­geld selb­st­ständig ein­teilen kön­nen. Dieses Kontin­gent sollte sich auf die freizeitliche Medi­en­nutzung beziehen, nicht auf die Zeit, die Dein Kind im Netz mit Hausauf­gaben oder Ler­nen ver­bringt.

Einen Leit­faden bieten zum Beispiel die Net­zregeln von surfen-ohne-risiko.net. Mit einem Medi­en­nutzungsver­trag bekommt das Ganze etwas „Erwach­senes“ und eine gewisse Ern­sthaftigkeit. Die Vor­lage kön­nt ihr je nach Alters­gruppe (6 bis 12 oder 12+) gemein­sam gestal­ten und aus­for­mulieren. Neben all­ge­meinen Regeln und Zeitvor­gaben lassen sich auch Vere­in­barun­gen zur Handy-, PC-, TV- und dig­i­tal­en Spie­lenutzung tre­f­fen.

Zwei Kinder sitzen vor dem Laptop

Alter­skon­trolle fürs Netz: Nutze tech­nis­che Sicher­heit­stools

Ver­trauen ist gut. Doch wenn es um die Sicher­heit Dein­er Kinder im Inter­net geht, sind Vor­sichts­maß­nah­men bess­er. Um Alters­beschränkun­gen durchzuset­zen und den Überblick über die Online-Aktiv­itäten zu behal­ten, kannst Du auf nahezu allen inter­net­fähi­gen Geräten Sicher­heit­stools instal­lieren. Damit Dein Kind nicht verse­hentlich über ungeeignete Apps und Web­seit­en stolpert, sind Fil­ter- und Jugend­schutzpro­gramme eine effek­tive Ergänzung zur aufmerk­samen Medi­enerziehung.

Von der Kom­mis­sion für Jugendme­di­en­schutz (KJM) wird das Jugend­schutzpro­gramm Jus­Prog emp­fohlen, das kosten­frei und ohne Reg­istrierung auf allen Endgeräten (Win­dows, Mac, Android, iOS) instal­liert wer­den kann. Die Fil­ter­soft­ware block­iert ungeeignete Web­seit­en und lässt nur geprüfte oder freigegebene Inhalte zu. Welche Seit­en über den Brows­er aufgerufen wer­den kön­nen, kannst Du für ver­schiedene Altersstufen fes­tle­gen. Die Ein­stel­lun­gen soll­test Du gele­gentlich über­prüfen und den Zugang mit einem sicheren Pass­wort sper­ren.

Vodafone Secure Net: Internetschutz für die ganze Familie

Noch umfan­gre­icheren Inter­netschutz für die ganze Fam­i­lie bieten die Secu­ri­ty-Lösun­gen von Voda­fone. Kabel- und DSL-Kun­den kön­nen Voda­fone Secure Net ein­fach für die „hau­seige­nen“ Modems, die Easy­box und den Kabel­router nachrüsten. Das Sicher­heitspaket  wehrt nicht nur Viren, Tro­jan­er und andere Mal­ware ab, son­dern bietet auch maßgeschnei­derte Tools für den Kinder­schutz. Es lassen sich zum Beispiel Zugang­spro­file mit Inter­net­berech­ti­gun­gen anle­gen. Außer­dem kannst Du bes­timmte Zeit­en und Lim­its für die Inter­net-Aktiv­itäten definieren. Alters­beschränkun­gen für kri­tis­che Web­seit­en oder Medi­en­in­halte richt­est Du mit Fil­tern ein, die der Whitelist von Jus­Prog entsprechen und indi­vidu­ell ergänzt wer­den kön­nen.

Behalte die Daten­nutzung im Blick – auch auf mobilen Geräten

An den meis­ten inter­net­fähi­gen Geräten kannst Du weit­ere Sicher­heit­se­in­stel­lun­gen vornehmen. Sin­nvoll ist zum Beispiel, über das Betrieb­ssys­tem des Com­put­ers einen eige­nen Account für den Nach­wuchs einzuricht­en und schon dort Funk­tio­nen einzuschränken, zum Beispiel den Down­load und die Instal­la­tion von Pro­gram­men. Solche Ein­stel­lungsmöglichkeit­en gibt es auch für Smart­phones und in den App-Stores.

Eine beson­ders ein­fache Lösung, um die mobile Inter­net­nutzung Deines Kindes im Blick zu behal­ten, ist eine Red+ Kids Zusatzkarte von Voda­fone. Mit diesem maßgeschnei­derten Tarif für Mobil­funke­in­steiger teilst Du das Daten­vol­u­men Deines Haupt­tar­ifs ein­fach mit Deinem Kind. Den Daten­ver­brauch und die Kosten behältst Du über die Mein­Voda­fone-App jed­erzeit im Blick.

Tipp #2 Gefahren erkennen: So schiebst Du Hackern und Malware einen Riegel vor 

Sicher­heit­sregeln und Aufk­lärung über die Gefahren im Inter­net sind im dig­i­tal­en Zeital­ter ein wichtiger Teil der Kinder­erziehung. Bedro­hun­gen wie Cyber-Krim­i­nal­ität, Datendieb­stahl und Betrug, Diskri­m­inierung und Mob­bing, Mei­n­ungs­mache und Manip­u­la­tion gehören zum World Wide Web lei­der dazu und lassen sich kaum voll­ständig mei­den. Umso wichtiger ist, dass Du Dein Kind frühzeit­ig für diese Risiken sen­si­bil­isierst. Wir geben Dir einen Überblick über häu­fige Risiken, die wichtig­sten Begriffe und Tipps, wie Du Dich und Dein Kind davor schützen kannst:

Hack­er

Hack­er sind Per­so­n­en, die sich uner­laubt Zugriff auf fremde Com­put­er, Pro­gramme, Web­seit­en und pri­vate Accounts ver­schaf­fen, um sen­si­ble Dat­en wie Pass­wörter und Bankverbindun­gen her­auszufind­en.

Tipp: Um Hack­ern das krim­inelle Handw­erk zu erschw­eren, soll­test Du alle Plat­tfor­men, Apps und Geräte mit unter­schiedlichen Pass­wörtern sich­ern, die nicht leicht zu errat­en sind.

Phish­ing

Phish­ing ist im Inter­net weit ver­bre­it­et. Dahin­ter ver­ber­gen sich Nachricht­en (zum Beispiel E-Mails oder Direct Mes­sages über soziale Net­zw­erke) mit Links oder Anhän­gen von ver­meintlich ser­iösen Absendern, die Dir Pass­wörter und Zugangs­dat­en ent­lock­en wollen.

Tipp: Phish­ing erkennst Du oft an Rechtschreibfehlern, ein­er falschen Gram­matik oder beson­ders ver­lock­enden Ange­boten wie hohen Gewinnsum­men. Nachricht­en von unbekan­nten Absendern soll­ten am besten gar nicht erst geöffnet wer­den.

Mal­ware

Mal­ware ist der Ober­be­griff für Schad­soft­ware und umfasst zum Beispiel Viren, Würmer, Tro­jan­er, Ran­somware und Spy­ware. Die kleinen Pro­gramme wer­den über das Inter­net ver­bre­it­et und schleusen sich auf PCs ein, um dort schädliche Funk­tio­nen auszuführen, etwa weit­ere Sicher­heit­slück­en zu öff­nen oder Dat­en zu sam­meln.

Spy­ware

Spy­ware ist eine Art Spi­onage-Pro­gramm, das auf Deinem Com­put­er Dat­en ausspäht, um diese an Dritte weit­erzugeben, zum Beispiel an Wer­be­treibende oder auch an Hack­er, die sich damit Zugang zu weit­eren Kon­ten und Accounts ver­schaf­fen kön­nen.

Tro­jan­er

Tro­jan­er tar­nen sich als kleine, nüt­zliche Anwen­dun­gen. Ein­mal herun­terge­laden, kön­nen Sie aber vielfälti­gen Schaden in einem Sys­tem anricht­en, zum Beispiel öff­nen sie eine soge­nan­nte „Hin­tertür“ für Hack­er und weit­ere Mal­ware. So bekom­men die Hack­er die Kon­trolle über den Rech­n­er.

Ran­somware

Ran­somware ist auch als Erpres­sungs-Tro­jan­er oder Kryp­to-Tro­jan­er bekan­nt. Beson­ders tück­isch sind diese Pro­gramme, weil sie wichtige, ver­trauliche Dat­en auf Deinem Com­put­er ver­schlüs­seln oder den Zugriff auf das kom­plette Sys­tem sper­ren. Ähn­lich wie bei ein­er Geisel­nahme erpressen Hack­er auf diese Weise Lösegeld.

Click­jack­ing

Click­jack­ing ist eine Tech­nik, bei der Hack­er eine Inter­net­seite durch eine Fake-Web­site über­lagern. Schein­bar harm­lose Klicks oder Tas­tatureingaben führen dann zu unbe­ab­sichtigten Aktio­nen, zum Beispiel zu einem Kauf oder Abo.

Tipp: Bei Web­seit­en, die mit unglaublich tollen Ange­boten wie Gutscheinen, Gewin­nen oder spek­takulären Videos zu Klicks ver­leit­en, ist Vor­sicht geboten.

Grund­sät­zlich gilt: Über­all, wo Du aufge­fordert wirst, ver­trauliche Dat­en wie Pass­wörter oder gar Bank- und Kred­itkarten­num­mern anzugeben, soll­test Du genau hin­se­hen, wer hin­ter ein­er E-Mail oder Web­site steckt. Sichere Online-(Shopping-)Portale erkennst Du an Zer­ti­fikat­en wie „Trust­ed Shops“.

Ein Vater schaut mit seinem Sohn auf den Laptop

So kannst Du Dich und Deine Familie schützen

Aus tech­nis­ch­er Sicht ist ein Antiviren­pro­gramm oder „Viren­scan­ner“ vor allem auf Win­dows- und Android-Geräten die wichtig­ste Grund­lage, um sich gegen Hack­er und Mal­ware zu schützen. Eine Sicher­heitssoft­ware wie Voda­fone Secure Net kann ver­schiedene Arten von Mal­ware auf­spüren, auf Web­seit­en block­ieren und gegebe­nen­falls von einem befal­l­enen Sys­tem ent­fer­nen. Zu einem guten Antiviren­pro­gramm gehört auch eine Fire­wall, die Net­zw­erke und Com­put­er vor Zugrif­f­en von außen schützt.

Sicher­heits- und Schutzpro­gramme sind eine wertvolle Ergänzung der Medi­enerziehung, erset­zen aber nicht Deine Ini­tia­tive und Aufmerk­samkeit. Frag nach, was Dein Kind im Netz gese­hen, gemacht oder gel­ernt hat, damit eventuelle Unsicher­heit­en direkt gek­lärt wer­den kön­nen. Dein Inter­esse schafft Ver­trauen und gibt Dir die Möglichkeit, über die Online-Erfahrun­gen Deines Kindes auf dem Laufend­en zu bleiben. Mit kinder­fre­undlichen Inhal­ten und tech­nis­chen Tools kannst Du ein alters­gerecht­es, geschütztes Medi­enum­feld schaf­fen, in dem Dein Kind die dig­i­tale Welt sich­er ent­deck­en kann.

Sind Deine Kinder auch schon online unter­wegs? Wie schützt Du sie im Netz? Wir freuen uns auf Deinen Tipp und Deine Erfahrun­gen in der dig­i­tal­en Medi­enerziehung!

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