Laser-Technik: Forscher rekonstruieren verlorene Stadt
Auf dem Bild ist eine Person in einem orangefarbenen Hemd zu sehen, die konzentriert an einem Laptop arbeitet. Die Hände tippen aktiv auf der Tastatur, während der Arbeitsplatz mit einem gelben Schreibtisch und dunkler Unterlage modern und aufgeräumt wirkt. Das Bild symbolisiert produktives Arbeiten mit verschiedenen ChatGPT-Versionen in einer ruhigen Umgebung.
Auf dem Bild in dem Artikel zu den Kosten von ChatGPT im Jahr 2025 sind Hände zu sehen, die auf der Tastatur eines Laptops tippen. Die Szene ist in warmem Tageslicht gehalten, das durch ein Fenster im Hintergrund einfällt, was eine produktive und konzentrierte Atmosphäre vermittelt.

Laser-Technik: Forscher rekonstruieren verlorene Stadt

Mith­il­fe von Laser-Tech­nolo­gie haben Archäolo­gen aus Johan­nes­burg einen Blick in die Ver­gan­gen­heit gewor­fen. Das Ergeb­nis ist eine genaue Rekon­struk­tion der lange ver­schol­lenen Stadt Kweneng.

Ein paar eingestürzte Mauer­stücke inmit­ten von vertrock­netem Wüsten­gras – das ist alles, was heute noch von Kwe­neng zu sehen ist. Die Über­reste ste­hen knapp 60 Kilo­me­ter südlich von Johan­nes­burg und wur­den vor unge­fähr 40 Jahren von Forsch­ern der Uni­ver­si­ty of Wit­wa­ter­srand freigelegt. Laut The Con­ver­sa­tion, haben Archäolo­gie-Pro­fes­sor Karim Sadr und sein Team die Stadt anhand dieser Stein­haufen nun rekon­stru­iert. Dabei nutzten sie eine Laser-basierte Ver­mes­sung­stech­nik namens Lidar. Lidar ste­ht für das Englis­che „light detec­tion and rang­ing“ und funk­tion­iert ähn­lich wie ein Radar. Das Sys­tem sendet Laser­im­pulse aus, die auf das Mess­gerät zurück­ge­wor­fen wer­den. Ein Com­put­er­pro­gramm ent­fer­nt im Anschluss Bäume, Gräs­er und andere störende Objek­te. Am Ende des Vor­gangs bleiben nur noch die Grun­drisse der einzel­nen Gebäude übrig.

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Südafrika vor hunderten von Jahren

Die Ergeb­nisse beein­druck­en: Die rekon­stru­ierten Gebäude zeigen eine vor zwei­hun­dert Jahren zer­störte Stadt, die aus drei nebeneinan­der gele­ge­nen Nach­barschaften bestand. Auf ein­er Fläche von 20 Quadratk­ilo­me­tern wur­den ins­ge­samt 900 Gehöfte gefun­den, in denen bis zu 20.000 Men­schen lebten. Gegenüber der britis­chen Zeitung The Guardian gibt Pro­fes­sor Sadr jedoch an, dass diese wohl nicht alle zur sel­ben Zeit bewohnt waren. Gemessen an anderen Städten in der Gegend geht er von max­i­mal 5.000 Ein­wohn­ern aus. Kwe­neng wurde vom Volk der Tswana bewohnt, das diese Region bere­its Jahrhun­derte vor Ankun­ft der europäis­chen Siedler bevölkerte.

Anfang des 19. Jahrhun­derts wütete die Mfe­cane im südlichen Afri­ka. Dieser Begriff beze­ich­net eine Peri­ode voller Chaos und kriegerisch­er Unruhen, aus­gelöst durch die aggres­sive Aus­dehnung des Zulu-Volkes. Während dieser Zeit wurde auch das Schick­sal Kwe­nengs besiegelt. Mehrere aus­ge­grabene Gehöfte weisen Brand­spuren auf; zurück­ge­lassene Wert­sachen deuten darauf hin, dass die Bewohn­er schnell fliehen mussten. Es ist also wahrschein­lich, dass Kwe­neng von Angreifern niederge­bran­nt wurde.

Mit KI und VR in die Vergangenheit und in die Ferne reisen

Mod­erne Tech­nik ermöglicht jedoch nicht nur, his­torische Stät­ten zu rekon­stru­ieren. Auch ver­stor­be­nen Per­sön­lichkeit­en wie dem Maler Sal­vador Dalí wird neues Leben einge­haucht – dank kün­stlich­er Intel­li­genz. Für Deinen näch­sten Trip nach Afri­ka brauchst Du noch nicht ein­mal Deine eige­nen vier Wände ver­lassen. Ein Vir­tu­al-Real­i­ty-Pro­jekt von Nation­al Geo­graph­ic und Youtube macht’s möglich.

Welche his­torischen Stät­ten würdest Du gerne rekon­stru­iert sehen? Sag es uns in den Kommentaren.

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