Gärtnern à la Farmville: Mit IP-Garten kannst Du per Smartphone Gemüse anbauen

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Gärtnern à la Farmville: Mit IP-Garten kannst Du per Smartphone Gemüse anbauen

Du sitzt in Deinem Wohnzimmer, zückst Dein Smartphone und beackerst Deinen kleinen Garten auf dem Land. Was nach einem Bauernhofspiel à la Farmville klingt, klappt in Berlin tatsächlich. Im IP-Garten kannst Du Gemüse, Blumen und Kräuter online anpflanzen und erntest echte Erträge. So einfach pflegst Du Dein Bio-Beet per Smartphone.

Wenn Du als Großstädter frisches Gemüse anbauen möchtest, brauchst Du entweder einen großen Balkon oder eine Dachterrasse. Der Hobby-Gärtner Martin Kruszka suchte im Netz nach innovativen Farmsystemen und landete bei Bauernhofspielen, die ihn zu einer besonderen Geschäftsidee inspirierten. Mit dem Berliner Start-up IP-Garten kannst Du nun echte Gemüse- und Pflanzenbeete über das Internet bewirtschaften.

IP-Garten: Beacker Dein Bio-Beet von der Couch

Der IP-Garten gedeiht in Warnau (Sachsen Anhalt) etwa 130 Kilometer von Berlin entfernt, ist ein Hektar groß und in jeweils 16 Quadratmeter große Parzellen aufgeteilt. Diese kannst Du online mieten und aus 50 Gemüse-, Kräuter- und Blumensorten auswählen. Vor Ort bringt der Erfinder mit seinem IP -Bauer-Team das gewünschte Bio-Saatgut aufs Beet und nimmt die reale Pflege der Pflanzen in die Hand. Einen Tag nach der Ernte kannst Du die Erträge bei Abholstationen in Berlin Schöneberg und Prenzlauer Berg einsammeln oder Dir nach Hause liefern lassen.

IP-Garten: Hightech zwischen Möhren, Lauch und Petersilie

Synthetischer Dünger oder Pestizide kommen auf dem gesunden Ackerboden nicht zum Einsatz, stattdessen ein ausgeklügeltes System, mit dem Du Dein Beet per Smartphone bewässern und begutachten kannst.  Dafür grenzt an jeden Gartenabschnitt ein Antennenmast mit Kameras, Scheinwerfern und Vitalsensoren. Über die Live-Webcam siehst Du, wie Deine Pflanzen heranwachsen. Die Sensoren funken Infos zur Beschaffenheit des Bodens und aktuelle Wetterdaten auf Deinen PC oder Dein Smartphone. Dünne Schläuche verbinden den Überwachungsmast mit Wasserdüsen, so dass Du aus der Ferne die Bewässerung starten kannst.

Jäten, düngen, schneiden: Du bestimmst, was Deine Pflanzen brauchen

Ebenso einfach orderst Du die IP-Gärtner zu Jät- oder Düngeeinsätzen. Um Deine Erntemengen zu steigern, kannst Du auch zusätzliche Leistungen dazu buchen und lässt beispielsweise Nebentriebe entfernen, Kartoffelkäfer absammeln, Deine Pflanzen stützen, das Beet mulchen oder mit einem Netz vor Schädlingen schützen. Wenn Du nicht weißt, welche Maßnahmen sinnvoll sind, geben Profibauern und die stetig wachsende Wissensdatenbank der Gärtner-Plattform wertvolle Tipps.

Fair, transparent und nachhaltig: Gemeinwohlökonomie als Geschäftsidee

Auch ohne grünen Daumen wirst Du für das Gärtnern per Smartphone oder Tablet einmal wöchentlich mit frischer Ernte belohnt. Bis zu 20 Gemüsekisten sollen von Juni bis Oktober zusammenkommen, die Du mit einem IP-Garten-Abo finanzierst. Im Preis von monatlich rund 33 Euro pro Saison ist der Zugang zur Steuertechnik und Webcam, die Vor- und Nachbereitung des Bodens, das Saatgut sowie dessen Setzung und die Ernte enthalten. An einem digitalen Marktstand kannst Du Deine Ernte auch mit anderen Nutzern tauschen oder an soziale Einrichtungen spenden.

Wenn Du in der Großstadt verwurzelt bist, wenig Zeit hast und trotzdem mit frischem, lokalem Biogemüse versorgt werden möchtest, lohnt sich die Investition allemal. Zurzeit gibt es das System leider nur in Berlin. Flächen in anderen Großstädten werden aber bereits inspiziert. Für die Saison 2019 haben sich die IP-Bauern bereits einen weiteren Hektar in Lindenberg (Brandenburg) gesichert.

Noch mehr Feld-Technik: 5G für den Smart Garden und Hightech-Bauernhöfe

Du pflegst Deine Gemüse-, Kräuter-, Obst- und Blumenbeete doch am liebsten selbst im heimischen Garten? Auch dann musst Du nicht auf digitale Unterstützung verzichten. Im Smart Garden helfen Dir viele intelligente Hightech-Gärtner dabei, dass alles im grünen Bereich bleibt: Vernetzte Sprinkler-Anlagen bewässern Deine Beete je nach Wetterlage und Gewächsart, Dein Smartphone dient dem Pflanzen-Monitoring, Roboter jäten Unkraut und mähen den Rasen.

Auch professionelle Landwirte bekommen längst smarte Unterstützung beim Säen, Düngen, Ernten und Überwachen ihrer Felder. Auf Äckern steuern Bauern ihre Mähdrescher via Computer. Drohnen kontrollieren, wie gut die Saat gedeiht, analysieren in Echtzeit die Qualität der Pflanzen und erkennen frühzeitig Schädlingsbefall.

Mit dem Fortschritt von 5G, dem neuen Maschinennetz Narrowband IoT und digitalen Geschäftsideen wie dem Service von IP-Garten wirst Du auch als Stadtpflanze ohne grünen Daumen zum erfolgreichen Gemüsezüchter und kannst Dich mit minimalem Aufwand über frische, satte Ernten freuen.

Was hältst Du von der virtuellen und vernetzten Gartenarbeit? Buddelst Du lieber mit eigenen Händen in der Erde oder ist der Gemüseanbau via Smartphone für Dich eine Option? Wir freuen uns auf Deine Meinung! 

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