Snapseed für iOS und Android: Das alles kann die Bilder-App

Screenshot der Snapseed-App auf einem Android-Smartphone
junge Frau mit Kopfhörern lauscht Youtube Music
Die Nachbildung eines Pokéball steht in Russland.
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Snapseed für iOS und Android: Das alles kann die Bilder-App

Mit Snapseed hat Google eine ordentliche Bild­bear­beitung für iOS und Android im Ange­bot. Die App bietet Fil­ter­funk­tio­nen, Bildzuschnitt und jede Menge Fein­ab­stim­mungen. Wenn Du also Deine selb­st gemacht­en Fotos ein wenig aufhüb­schen und für die Ver­wen­dung in sozialen Medi­en opti­mieren willst, ist diese App eine gute Wahl. Erst im Sep­tem­ber hat das Tool unter Android ein Update mit neuer Menüführung spendiert bekom­men.

Bei Snapseed han­delt es sich um eine von Nik Soft­ware entwick­elte und im Jahr 2011 veröf­fentlichte App zur Foto­bear­beitung. Nach der Über­nahme durch Google wurde Snapseed mehrfach über­ar­beit­et. Die zwis­chen­zeitlich vorhan­dene Web­seite zur Bild­bear­beitung wurde eingestellt – dafür bietet die Foto-App auf Deinem Smart­phone umso mehr Funk­tio­nen.

Snapseed nutzen – die ersten Schritte

Um mit der Bild­bear­beitung losle­gen zu kön­nen, lade Dir die Snapseed-App hier kosten­los für Android oder hier für iOS herunter. Nach dem Start erwartet Dich zunächst ein leer­er Bild­schirm. Tippe ihn an, um ein Foto aus Dein­er Galerie zu öff­nen und stimme zunächst dem Zugriff auf Fotos, Medi­en und Dateien auf Deinem Gerät zu. Anschließend wählst Du das Verze­ich­nis aus, in dem sich Deine zu bear­bei­t­en­den Bilder befind­en. Du kannst an dieser Stelle alter­na­tiv auch ein Foto aus Google Dri­ve ver­wen­den.

Wenn Dir die Lis­te­nan­sicht für die Bil­dauswahl zu kleine Thumb­nails zeigt, tippe rechts oben ein­fach auf die neun Kästchen, um eine größere Vorschau zu sehen. Um die Fotos nach Auf­nahme­da­tum absteigend zu sortieren, soll­test Du außer­dem noch die drei unter­schiedlich lan­gen waagerecht­en Lin­ien rechts oben antip­pen und „Nach Änderungs­da­tum” wählen. Suche nun ein Foto aus und tippe es an.

Diese Möglichkeiten der automatisierten Bearbeitung gibt es

Nach dem Öff­nen des Bildes erscheinen in der unteren Leiste einige automa­tis­che Bild­bear­beitungs­funk­tio­nen. Diese sind beson­ders nüt­zlich, wenn Du Deinem Bild ohne großen Aufwand wärmere Far­ben ver­passen möcht­est oder es in ein Schwarz-Weiß-Bild umwan­deln willst. Wenn Dir das Ergeb­nis nach Antip­pen eines Effek­ts als Grund­lage gefällt, tippe unten rechts auf den Hak­en. Anschließend kannst Du – und das ist eine Beson­der­heit bei Snapseed – auf dem verän­derten Foto erneut diesel­ben Effek­te anwen­den. Diesen Vor­gang kannst Du so lange wieder­holen, bis Du zufrieden bist. Tippe anschließend auf „Exportieren”, um Dein Bild zu „Teilen”, es zu „Spe­ich­ern” oder zu „Exportieren”. Beim „Exportieren” wer­den die Vor­gaben angewen­det, die Du mit Hil­fe der drei senkrecht­en Punk­te rechts oben und Antip­pen von „Ein­stel­lun­gen” verän­dern kannst.

Beson­ders prak­tisch: Wenn Du mehrere Bilder mit dem­sel­ben Effekt verse­hen willst, bietet Dir die App nach Auswahl eines anderen Fotos die Möglichkeit, die zulet­zt angewen­de­ten Effek­te zu wieder­holen.

Snapseed auf dem iPad
Video: YouTube/Pavel Kaplun

Das sind die erweiterten Funktionen der App

Tippe mit oder ohne vorherige Auswahl eines Stan­dard­fil­ters unten auf „Tools”. Hier hast Du eine Vielzahl von Möglichkeit­en, von denen wir nur die nüt­zlich­sten näher betra­cht­en wollen. Mit Hil­fe der „Fein­ab­stim­mung” kannst Du Bildeigen­schaften wie Hel­ligkeit, Kon­trast, Sät­ti­gung, Ambi­ente, Spit­zlichter und Schat­ten ein­stellen. Wäh­le einen der Effek­te aus und wis­che anschließend von links nach rechts über das Bild, um Änderun­gen vorzunehmen. Durch Wis­chen von oben nach unten wählst Du eine andere Ein­stell-Option. Alter­na­tiv kannst Du in jedem der Bild­ef­fek­te auch den „Zauber­stab” ver­wen­den, um das Bild automa­tisch anpassen zu lassen. Wenn Du unten links auf die Balken tippst, kannst Du sog­ar ein soge­nan­ntes His­togramm für das Bild ein­blenden lassen.

Im Menü „Kur­ven” kannst Du ver­schiedene Far­ban­teile des Bildes beto­nen oder abschwächen. Auch die Ein­stel­lung der Hel­ligkeit ist kom­fort­a­bel möglich. Neben den üblichen Möglichkeit­en wie „Zuschnei­den” und „Drehen” ist im „Tools”-Menü auch eine Per­spek­tivän­derung und eine Bild­ver­größerung („Erweit­ern”) vorhan­den. Bei der „Selek­tiv­en Anpas­sung” wiederum kannst Du einzelne Bere­iche des Bildes her­vorheben, indem Du sie abdunkelst oder aufhellst. Tippe hierzu auf den entsprechen­den Menüpunkt und wäh­le dann im Bild das Zen­trum des anzu­passenden Bere­ichs. Nun kannst Du mit den Fin­gern den Radius ver­größern und mit Wis­chen von links nach rechts diesen Bere­ich beson­ders her­vorheben.

Mit der Funk­tion „Repari­eren” kannst Du einzelne, möglicher­weise unschöne Bere­iche im Bild kor­rigieren. Tippe hierzu außer­halb des zu kor­rigieren­den Bere­ichs (da wo das Bild opti­mal ist) und wis­che anschließend in den fehler­haften Bere­ich hinein. Wie von Zauber­hand wird nun die unschöne Stelle durch Farb­w­erte aus einem intak­ten Bild­bere­ich erset­zt. So kannst du unge­wollte Schat­ten und bei Gesichtern sog­ar Fal­ten und Pick­el ent­fer­nen. Eventuell soll­test Du bei fil­igra­nen Arbeit­en vorher mit­tels Fin­gergeste in das Bild hinein­zoomen.

Mit der „HDR Scape”-Funk­tion kannst Du außer­dem noch gekon­nt den Kon­trast des Bildes opti­miert für Per­so­n­en oder Natur anpassen.

Weitere Bildfilter und zusätzliche Möglichkeiten

Im unteren Auswahlbere­ich der „Tools” find­est Du weit­ere Bild­fil­ter wie „Dra­ma”, „Vin­tage” oder „Glam­our Glow”. Während der „Drama”-Filter, wie der Name schon sagt, Dein Bild drama­tis­ch­er wirken lassen kann, sorgt der „Grunge”-Filter für eine düstere Bil­dat­mo­sphäre. Auch hier gilt das Prinzip, dass Du die Inten­sität des Effek­ts durch hor­i­zon­tales Wis­chen und die Art des Effek­ts durch ver­tikales Wis­chen ein­stellst. Der „Fokus­ef­fekt” lässt bes­timmte Bild­bere­iche durch Ver­schwim­men in den Hin­ter­grund treten und die „Vignettierung” sorgt für das Abdunkeln oder Aufhellen von Rand­bere­ichen. Mith­il­fe der „Dop­pel­be­lich­tung” kannst Du Dein Foto mit einem weit­eren Bild über­lagern und die „Text”-Funktion fügt Deinem Bild einen indi­vidu­ell gestalt­baren Text hinzu.

Snapseed Bild­bear­beitung am Smart­phone
Video: YouTube/FotoTuningTV

Zusammenfassung

  • Mit Snapseed kannst Du Deine Bilder unter Android oder iOS umfan­gre­ich nach­bear­beit­en.
  • Es gibt ein­fache und kom­plexe Fil­ter­funk­tio­nen, die Du nacheinan­der auf Dein Bild anwen­den kannst.
  • Außer­dem ste­hen Dir semi-pro­fes­sionelle Fil­ter wie Far­b­ver­schiebun­gen, HDR-Effek­te und Per­spek­tivän­derun­gen zur Ver­fü­gung.
  • Das Bild kann anschließend mit oder ohne Qual­itäts- und Größenän­derung abge­spe­ichert und geteilt wer­den.
  • Die Effek­te sind so zahlre­ich, dass Du im Zweifel ein­fach aus­pro­bieren soll­test, welche Bildän­derung das von Dir gewün­schte Ergeb­nis liefert.

Wie find­est Du Snapseed? Kennst Du weit­ere Bild­bear­beitungs-Tools für Smart­phones mit ver­gle­ich­barem Funk­tion­sum­fang? Wir freuen uns auf Deinen Kom­men­tar.

Titelbild: Eigenkreation: Google / Samsung / Pexels / FWStudio

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