Amanda Seyfried und Sidney Sweeney in The Housemaid - Wenn sie wüsste
© Daniel McFadden, Lionsgate
Ralph Fiennes als Dr. Ian Kelson in einer Szene von "28 Years Later: The Bone Temple"
Sabrina Amali hört als Nina ihrem Kollegen zu in einer Szene von "Die Notärztin".

The Housemaid: Das Ende des Thrillers mit Sydney Sweeney erklärt 

Das Ende von „The House­maid – Wenn sie wüsste” erk­lärt: Die Best­sellerver­fil­mung mit Syd­ney Sweeney und Aman­da Seyfried legt einige gewagte Wen­dun­gen hin – und hat ein bru­tales Finale.

Darum geht es in The Housemaid 

Der Film von Regis­seur Paul Feig („Brauta­larm”) basiert auf dem gle­ich­nami­gen Best­seller der US-Autorin Frei­da McFad­den. Das Buch erschien im Jahr 2023 unter dem Titel „Wenn sie wüsste” auch auf Deutsch.

In „The House­maid” geht es um Miss­brauch, gewalt­tätige Beziehun­gen und wie Frauen sich dage­gen wehren kön­nen. Die Geschichte in Buch und Film han­delt von Mil­lie (Syd­ney Sweeney), die nach einem län­geren Gefäng­nisaufen­thalt einen Job sucht, um ihre Bewährungsaufla­gen zu erfüllen. Sie nimmt schließlich das Ange­bot an, bei Nina (Aman­da Seyfried), ihrem Mann Andrew (Bran­don Skle­nar) und der kleinen Tochter Cece (Indi­ana Elle) als Haus­mäd­chen zu arbeiten.

Mil­lie zieht in die Dachkam­mer der Win­ches­ters, kocht, putzt, betreut das Kind und ärg­ert sich bald über Nina, die sie her­ablassend behan­delt. Der attrak­tive Andrew hinge­gen erscheint ihr als ide­al­er Ehe­mann und Vater. Zudem erfährt Mil­lie, Nina sei ange­blich län­gere Zeit in ein­er psy­chi­a­trischen Klinik behan­delt wor­den. Zuvor habe sie ihre Tochter fast ertrinken lassen und einen Selb­st­mord­ver­such unternommen.

„His & Hers“: Das Ende der Net­flix-Hit­serie erklärt

Für Mil­lie sind die Ver­hält­nisse also klar: Nina ist die Böse, Andrew der Gute. Als Nina ihre Tochter ins Ferien­lager bringt, passiert, was wir bere­its erwartet haben: Mil­lie und Andrew lan­den gemein­sam im Bett.

Nina, die Mil­lies Stan­dort mit dem von ihr geschenk­ten Smart­phone getrackt hat, kon­fron­tiert die bei­den mit dem Seit­en­sprung. Es kommt zum Stre­it, in dessen Ver­lauf Andrew seine Frau aus dem Haus wirft. Er bit­tet Mil­lie, aus der Kam­mer zu ihm nach unten zu ziehen.

Bitte akzeptieren Sie die Nutzung von Drittanbieter-Einbindungen mit einem Klick auf den folgenden Button:

Es wird blutig: Andrew zeigt sein wahres Gesicht 

Mil­lie hat anscheinend das große Los gezo­gen, aber aufmerk­same Zuschauer:innen haben es längst geah­nt: Bei den Win­ches­ters hängt der Haussegen gewaltig schief. Als Mil­lie aus Verse­hen einen wertvollen Teller fall­en lässt, zeigt Andrew sein wahres Gesicht. Er bit­tet sie, den Teller wieder zusam­menset­zen zu lassen. Zunächst wirkt das noch harmlos.

Als Andrew aber ent­deckt, dass Mil­lie sich nicht um die Scher­ben geküm­mert hat, lockt er sie unter einem Vor­wand in die Dachkam­mer. Am näch­sten Mor­gen erwacht Mil­lie dort allein, und die Tür ist abgeschlossen.

Nun wird es blutig: Zur Strafe für den zer­broch­enen Teller ver­langt Andrew von ihr, sich 21 Schnitte mit ein­er der schmutzi­gen Scher­ben zuzufü­gen. Der nette Mr. Win­ches­ter ent­pup­pt sich als sadis­tis­ch­er Psy­chopath – das wird nun endlich auch Mil­lie klar.

Die große Wendung erklärt

Höch­ste Zeit für Ninas Ver­sion der Geschichte: Andrew sper­rte sie während ihrer Ehe immer wieder in die Dachkam­mer, um sie für aus sein­er Sicht beste­hen­des Fehlver­hal­ten zu bestrafen. Er insze­nierte auch ihren Selb­st­mord­ver­such und Ceces Beina­hetod, um Nina als psy­chisch labil zu brandmarken.

HBO Max: Was kostet das Abo? Die Preise im Überblick

Um wieder zu ihrer Tochter zurück­kehren zu kön­nen, gab sie sich schuldig. Dieses Fake-Geständ­nis machte es ihr allerd­ings unmöglich, Andrew zu entkom­men, ohne ihre Tochter zu ver­lieren. Hier erwartet Dich ein weit­er­er Twist in der Geschichte: Cece stammt aus ein­er früheren Beziehung, Andrew ist lediglich der Stief­vater. Das war zusät­zliche Moti­va­tion für Nina, sich und das Kind aus Andrews Gewaltherrschaft zu befreien.

Dazu entwick­elte Nina einen Plan. In der Haup­trol­le: Mil­lie als Haus­mäd­chen. Sie wusste, dass Mil­lie der Typ Frau ist, der Andrew in Ver­suchung führen würde. Und sie wusste noch viel mehr über Mil­lie: Die junge, hüb­sche Frau ist zu ein­er bru­tal­en Gewalt­tat fähig.

Denn Mil­lie tötete einen Jun­gen in ihrem Inter­nat, nach­dem sie ihn dabei ertappt hat­te, wie er ihre Zim­merkam­eradin sex­uell miss­brauchte. Der Tod war eher ein Unfall, die Notwehr allerd­ings sehr entschlossen. Das Gericht hielt sie für schuldig, und so wurde Mil­lie als gefährliche Krim­inelle abgestempelt.

Für Nina war Mil­lie also von Anfang an nichts als ein Werkzeug, mit dem sie sich ihres Gat­ten entledi­gen wollte. Von weib­lich­er Sol­i­dar­ität kann dabei keine Rede sein: Nina set­zte bei ihrem Plan recht skru­pel­los Leben und Gesund­heit ihrer Geschlechtsgenossin aufs Spiel.

Amanda Seyfried in The Housemaid - Wenn sie wüsste

In „The House­maid“ tre­f­fen Syd­ney Sweeney (links) und Aman­da Seyfried in einem psy­chol­o­gis­chen Kam­mer­spiel aufeinan­der. — Bild: Daniel McFad­den, Lionsgate

Das Ende von The Housemaid erklärt: Wie stirbt Andrew? 

Mil­lies Zeit unter Andrews Dach wird zur Tor­tur. Nach langem Zögern gibt sie nach und ritzt sich wie befohlen in den Bauch. Als Andrew hereinkommt und sie schlafend im Bett vorfind­et, täuscht sie Reue vor. Statt aber nun das brave Frauchen zu sein, sticht Mil­lie ihren Peiniger mit einem Mess­er in den Hals.

Das Mess­er hat­te sie zuvor in der Kam­mer gefun­den, eine Waffe, die Nina genau zu diesem Zweck dort deponiert hat­te. Schließlich gelingt es Mil­lie, Andrew in das Zim­mer zu sper­ren. Doch sie geht noch weit­er und zeigt selb­st eine sadis­tis­che Ader: Sie zwingt Andrew, sich mit ein­er Zange einen Zahn auszureißen.

Die besten Smart­phones zum Strea­men: Diese Geräte eignen sich fürs Mobile Streaming

Bei Nina meldet sich der­weil das schlechte Gewis­sen. Sie befind­et sich bere­its mit ihrer Tochter auf der Flucht, als sie sich entschei­det, noch mal ins Haus zurück­zukehren – um Mil­lie zu ret­ten. Dabei lässt sie verse­hentlich den ange­blich reumüti­gen Andrew frei. Nach einem Handge­menge stößt Mil­lie den Mann über das Trep­pen­gelän­der. Andrew stürzt über mehrere Stock­w­erke in die Tiefe und in den Tod.

Warum verzichtet die Polizei auf Ermittlungen? 

Nina und Mil­lie tar­nen den Mord als Unfall. Andrew habe ver­sucht, eine Glüh­birne im Kro­n­leuchter über der Treppe auszu­tauschen und sei dabei abgestürzt. Nina ver­strickt sich zwar bei ihrer Aus­sage in Wider­sprüche (Mil­lie hat sich bere­its aus dem Staub gemacht), und den fehlen­den Zahn kann sich so recht auch nie­mand erklären.

Aber Nina hat Glück: Die ermit­tel­nde Beamtin offen­bart ihr, dass ihre Schwest­er einst mit Andrew ver­lobt und die Beziehung ein Desaster war. Die Polizistin lässt die Sache auf sich beruhen. Sie drückt als Zeichen der Unter­stützung dieser Form weib­lich­er Selb­stjus­tiz bei­de Augen zu und lässt Nina davonkommen.

Warum ist Andrew so grausam?

Einen erk­lären­den Hin­ter­grund zu Andrews Vorgeschichte und warum der Mann so ist, wie er ist, also schlicht böse, liefert der Film nicht. Aber es gibt Hin­weise, etwa das Ver­hal­ten und einige Aus­sagen sein­er Mut­ter. Die lassen darauf schließen, dass sie ihren Sohn dere­inst ähn­lich hart bestrafte wie Andrew die Frauen später in seinem Leben.

Das Bild der Mut­ter, die ihren Sohn als Kind drangsalierte und damit zum Tyran­nen machte, ist arg klis­chee­be­laden. Und es zeigt eine bit­tere Ironie, die nicht recht zu der Botschaft passt, die der Film wom­öglich ver­mit­teln soll. Die miss­bräuch­liche Beziehung zwis­chen dem gewalt­tätigten Mann und der (zunächst) wehrlosen Frau hätte dann ihren Ursprung in über­grif­figem weib­lichem Fehlverhalten.

Brandon Sklenar in The Housemaid - Wenn sie wüsste.

Andrew gibt sich nach außen char­mant und sou­verän. Hin­ter der per­fek­ten Fas­sade ver­birgt sich eine grausame, kon­trol­lierende Per­sön­lichkeit, deren Ursprung der Film nur andeutet. — Bild: Daniel McFad­den, Lionsgate

Das Ende von The Housemaid erklärt – und was es bedeutet 

Das Ende von „The House­maid” ist noch nicht erk­lärt, ohne noch ein­mal auf die The­men zurück­zukom­men, die diese bru­tale Dreiecks­geschichte erzählt. Im Mit­telpunkt ste­ht die Ent­tar­nung des schein­bar ehrbaren Bürg­ers als Bösewicht. Andrew ist ein all­ge­mein geschätztes Mit­glied sein­er Gemeinde. Er ist zudem erfol­gre­ich, wie seine Protz-Vil­la beweist.

Der Name der Rose“: Die Drehorte im Überblick

Noch dazu gilt er als gutausse­hend, zuvork­om­mend und hil­fs­bere­it. Andrew ist also ein Vorzeige-Mann der Vorstadt. Alles nur Fas­sade: Die Allianz zweier Frauen, die ihn bess­er als seine Nach­barn ken­nen, bringt ihn zu Fall und zer­stört das Bild sein­er heilen Welt.

Andrew ist das Parade­beispiel für den tox­is­chen Mann, der lügt, manip­uliert und auch vor Gewalt nicht zurückschreckt, um jed­erzeit die Kon­trolle zu behal­ten. Er erscheint sog­ar als aus­gemachter Sadist, was Nina und Mil­lie darin bestärkt, ihn mit allen Mit­teln zu eli­m­inieren. Frauen sind Besitztümer, keine Part­ner­in­nen für diesen Kerl. Seine Macht ist allum­fassend – und sie lässt sich nur brechen, wenn Frauen gemein­sam Hand anle­gen, behauptet der Film.

Das tun Nina und Mil­lie. Sie brin­gen Andrew zur Strecke. Dazu entwick­elt Nina einen aben­teuer­lichen Plan, und Mil­lie steuert am Ende ihre Bru­tal­ität bei. Das Faz­it ist schlicht: Frauen sind stark, wenn sie zusammenstehen.

Das offene Ende und seine Konsequenzen

Das bekan­nte Mot­to hat hier allerd­ings einen Schön­heits­fehler. Nina und Mil­lie arbeit­en eben nicht zusam­men, sie befind­en sich in einem Abhängigkeitsver­hält­nis zueinan­der. Nina macht die ahnungslose Mil­lie zu ihrem Werkzeug. Sie nutzt die Not ein­er anderen Frau aus, um ihr Ziel zu erreichen.

Und dieses unge­sunde Ver­hält­nis endet auch nicht mit der let­zten Szene. Denn „The House­maid” hat ein offenes Ende, die Geschichte geht weit­er. Als Mil­lie, immer noch unter Bewährungsaufla­gen an den Bun­desstaat gefes­selt, bei Andrews Beerdi­gung auf­taucht, gibt Nina ihr einen Scheck über 100.000 Dol­lar. Sie bindet Mil­lie also mit Andrews Erbe an sich.

Und sie erzählt ihrer Kom­plizin von ein­er neuen Stelle als Haus­mäd­chen. Beim Vorstel­lungs­ge­spräch sieht Mil­lie einen blauen Fleck am Handge­lenk der Frau des Haus­es. Ein klar­er Hin­weis darauf, dass ihr Mann sie mis­shan­delt. Mil­lie nimmt die Stelle an. Damit zeigt sie, dass sie weiß, warum Nina sie geschickt hat – um dieser Frau zu helfen, ihrer gewalt­täti­gen Ehe zu entkommen.

Kommt The Housemaid 2? 

Eine Fort­set­zung des Films ist in Arbeit; die Pro­duk­tions­fir­ma Lion­s­gate bestätigte das Pro­jekt bere­its Anfang 2026. „The House­maid 2” soll sog­ar schon 2027 in die Kinos kom­men. Die Entschei­dung dürfte leicht­ge­fall­en sein, denn „The House­maid” ent­pup­pte sich in den USA bere­its als Block­buster bei kleinem Budget.

Noch dazu gibt es auch für Teil 2 längst eine Vor­lage: Der Best­seller „The House­wife” ist nur der erste Teil ein­er Trilo­gie: Autorin Frei­da McFad­den veröf­fentlichte die weit­eren Bände der Rei­he unter dem Titel „The Housemaid’s Secret” und „The House­maid is Watching”.

Damit ist das Ende von „The House­maid” erk­lärt. Wann und wo Du den Film dem­nächst strea­men kannst, erfährst Du hier:

The House­maid – Wenn sie wüsste“ im Stream: Bei Net­flix, Sky oder HBO Max?


Das könnte Dich auch interessieren